Inwiefern Jugendliche mit Migrationshintergrund benachteiligt sind und weshalb es eine mehrfache Benachteiligung gibt soll durch diese Arbeit verdeutlicht werden.
Ein weiterer Aspekt, der aufgegriffen wird sind die Fördermaßnahmen. Zwar werden Fördermaßnahmen als Auffänger und neue Chance für die benachteiligten Jugendlichen postuliert, in Wahrheit führen sie aber zu weiteren Benachteiligungen. Das heißt, der (Un-)Nutzen von Fördermaßnahmen soll kritisch betrachtet und am Ende dieser Arbeit geklärt werden.
Als Einstieg werden die wichtigsten Begriffe definiert. Dazu gehören die Begriffe Benachteiligte, Förderungsbedürftige und Personen mit Migrationshintergrund. Nachdem diese Begriffe erläutert wurden, werden die verschiedenen Benachteiligungsgründe von Jugendlichen mit Migrationshintergrund aufgegriffen. Dazu wird als Erstes die ethnische Diskriminierung und im Anschluss die Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft erklärt. Anschließend werden zur Vollständigkeit einige Sätze zum ökonomischen Kapital gesagt, aber im weiteren Verlauf vernachlässigt, da es schwierig ist diesen Benachteiligungsansatz in Unabhängigkeit von anderen Variablen anzunehmen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Definitionen
- Benachteiligte
- Förderungsbedürftig
- Personen mit Migrationshintergrund
- Die Benachteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund: Verschiedene Ansätze
- Benachteiligung aufgrund der ethnischen Herkunft
- Das Humankapital: Die Rolle der sozialen Herkunft
- Die Rolle des ökonomischen Kapitals
- Institutionelle Diskriminierung
- Kulturelle Defizite
- Studienergebnisse: Einstieg in eine duale Ausbildung
- Das Übergangssystem
- Kompetenzfeststellung ..
- DIA-TRAIN
- Fördermaßnahmen....
- BAVKA
- Vorteile BAVKA
- Vorschlag: Qualifizierung des Personals
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Benachteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Übergang von der Schule in die duale Ausbildung. Sie analysiert die verschiedenen Gründe für diese Benachteiligung und untersucht den (Un-)Nutzen von Fördermaßnahmen. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Herausforderungen, denen diese Jugendlichen im Bildungssystem begegnen, zu schaffen und mögliche Lösungsansätze aufzuzeigen.
- Mehrfache Benachteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Bildungssystem
- Analyse der Diskriminierungsgründe (ethnische Herkunft, soziale Herkunft, institutionelle Diskriminierung, kulturelle Defizite)
- Bedeutung von Fördermaßnahmen im Übergangssystem
- Kritik an der Wirksamkeit von Fördermaßnahmen
- Vorschläge zur Verbesserung der Situation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Problematik der Benachteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Bildungssystem einführt und die Zielsetzung der Arbeit erläutert. Anschließend werden die zentralen Begriffe Benachteiligte, Förderungsbedürftig und Personen mit Migrationshintergrund definiert. Das dritte Kapitel analysiert die verschiedenen Benachteiligungsgründe von Jugendlichen mit Migrationshintergrund, darunter ethnische Diskriminierung, die Rolle der sozialen Herkunft, institutionelle Diskriminierung und die Theorie der kulturellen Defizite. Das vierte Kapitel präsentiert Studienergebnisse, die die Benachteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Übergang von der Schule in den Beruf belegen. Im fünften Kapitel wird das Übergangssystem und die verschiedenen Fördermaßnahmen, wie DIA-TRAIN und BAVKA, genauer untersucht. Der Fokus liegt dabei auf der Wirksamkeit und den Herausforderungen dieser Maßnahmen. Das sechste Kapitel stellt einen Vorschlag zur Qualifizierung des Personals vor, um die Situation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu verbessern.
Schlüsselwörter
Die Arbeit behandelt zentrale Themen wie Benachteiligung, Diskriminierung, Migrationshintergrund, Bildungssystem, Übergangssystem, Fördermaßnahmen, duale Ausbildung, Kompetenzfeststellung, DIA-TRAIN, BAVKA, Qualifizierung.
Häufig gestellte Fragen
Warum sind Jugendliche mit Migrationshintergrund im Bildungssystem benachteiligt?
Die Benachteiligung resultiert oft aus einer Kombination von ethnischer Diskriminierung, geringerem sozialen Kapital der Herkunftsfamilie und institutionellen Hürden.
Was versteht man unter "institutioneller Diskriminierung"?
Dies beschreibt Regelungen und Praktiken in Bildungseinrichtungen, die Schüler mit Migrationshintergrund systematisch benachteiligen, oft ohne dass dies die bewusste Absicht der Akteure ist.
Helfen Fördermaßnahmen wie DIA-TRAIN oder BAVKA wirklich?
Die Arbeit betrachtet den (Un-)Nutzen kritisch: Während sie Chancen bieten sollen, können sie auch zu einer weiteren Stigmatisierung und "Parkschleifen" im Übergangssystem führen.
Welche Rolle spielt die soziale Herkunft beim Ausbildungseinstieg?
Das sogenannte Humankapital (Bildung der Eltern, Netzwerke) ist oft entscheidender für den Erfolg als die reine schulische Leistung, was Jugendliche aus bildungsfernen Migrantenfamilien benachteiligt.
Was ist das "Übergangssystem"?
Ein Sektor zwischen Schule und Ausbildung, der Jugendliche ohne Ausbildungsplatz auffängt, aber oft nicht direkt in eine vollqualifizierende Ausbildung führt.
Wie kann die Situation für diese Jugendlichen verbessert werden?
Ein Vorschlag der Arbeit ist die gezielte Qualifizierung des Personals in Bildungseinrichtungen, um Vorurteile abzubauen und eine bessere individuelle Förderung zu ermöglichen.
- Arbeit zitieren
- Sümeyye Atlihan (Autor:in), 2017, Die Benachteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund und der (Un-)Nutzen von Fördermaßnahmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/459983