Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Gesundheit - Sonstiges

Initiierung von Lernprozessen im Betrieb. Entwicklung eines systemisch-konstruktivistischen Ansatzes

Titel: Initiierung von Lernprozessen im Betrieb. Entwicklung eines systemisch-konstruktivistischen Ansatzes

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2018 , 24 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Vladislav Seifert (Autor:in)

Gesundheit - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist die Konzeption eines Angebotes zur Initiierung von Lernprozessen im Bereich der Gesundheitsförderung im betrieblichen Setting.

Lernprozesse spielen im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung und Organisationsentwicklung eine entscheidende Rolle. Die Veränderung und der Aufbau eines betrieblichen Bewusstseins für Gesundheit und gesundheitsrelevante Aspekte stellt eine Aufgabe für Gesundheitsmanagerlnnen dar.

Lernen, Bildung, Selbstbestimmung und Gesundheitsförderung hängen eng miteinander zusammen. Es fehlen jedoch wirksame, wissenschaftliche Lernkonzepte und Bildungskonzepte, welche die Selbstbestimmung und persönliche Ressourcen im Setting Betrieb fördern. Es bedarf deshalb partizipativer Ansätze, bei denen Lernprozesse initiiert, und die Beschäftigten empowert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Bildung

2.1.1 Definition von Bildung

2.1.2 Materiale, formale und kritische Bildungstheorien

2.2 Lerntheorien und die systemische Perspektive

2.2.1 Definition von Lernen

2.2.2 Behaviorismus und Kognitivismus

2.2.3 Konstruktivismus

2.2.4 Der systemische Ansatz

2.3 Selbstbestimmungstheorie

2.4 Gesundheitszirkel

2.4.1 Definition Gesundheitszirkel

2.4.2 Düsseldorfer und Berliner Modell

2.4.3 Anforderungen an die Moderation eines Gesundheitszirkels

3. Konzept

3.1 Szenario

3.2 Theoriebasierte Konzeptgestaltung

3.3 Angebot zur Lernprozessinitiierung

4. Reflexion

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines wissenschaftlich fundierten Konzepts zur Initiierung von Lernprozessen im betrieblichen Setting. Die Arbeit untersucht, wie durch partizipative Methoden, insbesondere im Rahmen von Gesundheitszirkeln, die Selbstbestimmung und persönlichen Ressourcen der Beschäftigten gestärkt werden können, um psychischen Belastungen entgegenzuwirken.

  • Systemisch-konstruktivistischer Ansatz zur Lernprozessgestaltung
  • Selbstbestimmungstheorie als motivationaler Rahmen
  • Moderation von Gesundheitszirkeln im betrieblichen Kontext
  • Verzahnung von Theorie und praxisnaher Konzeptentwicklung
  • Förderung von Kommunikation und Ressourcenorientierung im Unternehmen

Auszug aus dem Buch

2.2.3 Konstruktivismus

Siebert klassifiziert den Konstruktivismus als keine geschlossene Theorie, welche sich keiner einzelnen Wissenschaftsdisziplin zuordnen lässt (Siebert 1998). In der Lernpsychologie sind konstruktivistische Ansätze in den 1990er Jahren entstanden. Die Forschung bietet unterschiedliche konstruktivistische Ansätze, weshalb auch nicht von „dem Konstruktivismus“ gesprochen werden kann. Die Ansätze bilden jedoch in vielen Punkten einen Konsens, worauf hier auch eingegangen werden soll. Zu den bekanntesten Vertretern zählen Jean Piaget, Lew S. Wygotzky, John Dewey und Jerome S. Bruner (Neubert et al. 2001, Lehner 2009). In Deutschland sind Stefan Neubert, Kersten Reich, Reinhard Voß und Rolf Arnold zu nennen. Nachfolgend sollen die wichtigsten Aspekte dargestellt werden, da eine tief gehende Darstellung deutlich über den Rahmen dieser Arbeit hinausgehen würde.

Der Konstruktivismus geht davon aus, dass es keine objektive Realität gibt bzw. diese nicht zugänglich ist. Der Mensch konstruiert durch eine subjektive Brille eine eigene Umwelt. Wissen und Lernprozesse können nicht direkt übertragen werden. Das Individuum kann nicht direkt gesteuert, jedoch von außen irritiert werden, wodurch unterschiedliche Konstruktionsleistungen initiiert werden können. Das neu aufgebaute Wissen verschmilzt dabei mit dem Vorwissen (Lehner 2009, Willemse und von Ameln 2018). Die Zielsetzung des Lehrenden wandelt sich zur Gestaltung von Lernarrangements. Die Lernenden werden animiert, ihr Lernen selbstbestimmt zu gestalten und neu zu erfinden. Im Rahmen des Erwachsenlernens bieten sich diverse konstruktivistische Lernmethoden an. Darunter fallen bspw. die Metaplantechnik und die Wandzeitung. Die Metaplantechnik wird eingesetzt, um Gruppendiskussionen und Entscheidungsprozesse zu unterstützen. Die Ergebnisse werden an einer Pinnwand gesammelt und strukturiert. Die Wandzeitung dient dazu, Arbeitsprozesse im Lernen und die Ergebnisse zu dokumentieren (Reich 2008). Drei Aspekte des konstruktivistischen Lernens sind in diesem Zusammenhang zu nennen: die Konstruktion, die Dekonstruktion und die Rekonstruktion (Reich 1996, Arnold 2012).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung der betrieblichen Gesundheitsförderung und identifiziert den Bedarf an wirksamen, partizipativen Lernkonzepten in modernen Arbeitswelten.

2. Theoretische Grundlagen: Das Kapitel definiert den Bildungsbegriff, erläutert zentrale Lerntheorien sowie den systemischen Ansatz und führt in die Selbstbestimmungstheorie sowie das Modell der Gesundheitszirkel ein.

3. Konzept: Basierend auf einem fiktiven Szenario wird ein systemisch-konstruktivistisches Konzept zur Initiierung von Lernprozessen in sieben Phasen entworfen.

4. Reflexion: Der Autor reflektiert den Entstehungsprozess der Arbeit und diskutiert die Herausforderungen bei der Implementierung partizipativer Maßnahmen im betrieblichen Alltag.

5. Fazit: Das Fazit unterstreicht das Potenzial des systemisch-konstruktivistischen Ansatzes zur Qualitätssteigerung in Gesundheitszirkeln und weist auf weiteren Forschungsbedarf hin.

Schlüsselwörter

Betriebliche Gesundheitsförderung, Lernprozesse, Systemisch-konstruktivistischer Ansatz, Gesundheitszirkel, Selbstbestimmungstheorie, Konstruktivismus, Empowerment, Moderation, Kommunikation, Arbeitswelt, Partizipation, Kompetenzerleben, Autonomie, Systemtheorie, Organisationsentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption eines Angebots zur Initiierung von Lernprozessen im betrieblichen Setting unter Verwendung systemisch-konstruktivistischer Methoden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Lernen und Bildung, die Rolle der Selbstbestimmung bei Motivationsprozessen sowie die praktische Umsetzung durch Gesundheitszirkel.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erstellung eines praxisorientierten Konzepts, das Beschäftigte dazu befähigt, in betrieblichen Gruppen ihre eigenen Lernprozesse zu steuern und Belastungen abzubauen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt dem Konzept zugrunde?

Es wird ein systemisch-konstruktivistischer Ansatz gewählt, der durch systemische Fragetechniken und prozessorientierte Methoden Lern- und Veränderungsimpulse setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine theoretische Aufarbeitung relevanter Bildungs- und Lerntheorien sowie die detaillierte Darstellung eines siebenphasigen Interventionskonzepts für Gesundheitszirkel.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Empowerment, Autonomieerleben, Perturbation, systemische Moderation und partizipative Gesundheitsförderung.

Warum wird gerade das Berliner Modell für das Konzept favorisiert?

Das Berliner Modell wird gewählt, da es stärker auf systemisch-konstruktivistische Aspekte fokussiert, die bei der Bearbeitung komplexer betrieblicher Kommunikationsstörungen besonders hilfreich sind.

Welche Rolle spielt die Selbstbestimmungstheorie im vorgeschlagenen Konzept?

Sie dient als motivationales Fundament, um durch die Befriedigung der Bedürfnisse nach Kompetenz, Autonomie und sozialer Eingebundenheit nachhaltige Lernprozesse zu ermöglichen.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Initiierung von Lernprozessen im Betrieb. Entwicklung eines systemisch-konstruktivistischen Ansatzes
Hochschule
Hochschule für Gesundheit
Note
1,0
Autor
Vladislav Seifert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
24
Katalognummer
V460517
ISBN (eBook)
9783668916753
ISBN (Buch)
9783668916760
Sprache
Deutsch
Schlagworte
BGM BGF Lernen Bildung Gesundheit Gesundheitszirkel Konzept Betrieb Public Health Ottawa Charta Luxemburger Deklaration Systemisch Systemtheorie Konstruktivismus Selbstbestimmungstheorie Kommunikation Persönlichkeit Gesundheitswissenschaften Change Organisationsentwicklung Moderation Konstruktivistisch Kultur Veränderung Salutogenese
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Vladislav Seifert (Autor:in), 2018, Initiierung von Lernprozessen im Betrieb. Entwicklung eines systemisch-konstruktivistischen Ansatzes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/460517
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  24  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum