Die erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensstrategie ist eine der Herausforderungen für Unternehmen in der heutigen Zeit. Die reine Formulierung und Ausarbeitung einer guten Strategie führt nicht zwangsläufig zu einem Unternehmenserfolg, denn auch die Umsetzung der Strategie muss gelingen.
Die Balanced Scorecard (BSC) wird mittlerweile erfolgreich von vielen Unternehmen zur Unterstützung der Strategieumsetzung eingesetzt. Es bleibt die Frage zu klären, ob auch das Vergütungssystem für Manager an die Strategieumsetzung mittels der BSC gekoppelt werden kann. Dadurch könnte ein Vergütungssystem entstehen, welches die erfolgreiche Strategieumsetzung fördert und belohnt.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.2 ZIELSETZUNG DER ARBEIT
1.3 DEFINITION BALANCED SCORECARD
2 GRUNDLAGEN DER BALANCED SCORECARD
2.1 ENTSTEHUNG, GRUNDIDEE UND KONZEPTION
2.2 DIE VIER PERSPEKTIVEN DER BSC
2.2.1 Die finanzwirtschaftliche Perspektive
2.2.2 Die Kundenperspektive
2.2.3 Die interne Prozessperspektive
2.2.4 Die Lern- und Entwicklungsperspektive
2.3 VERKNÜPFUNG DER VIER PERSPEKTIVEN UND DEREN KENNZAHLEN MIT DER UNTERNEHMENSSTRATEGIE
3 VERKNÜPFUNG DER BSC MIT MANAGEMENTVERGÜTUNGEN
3.1 GRUNDLAGEN DER VERKNÜPFUNG
3.2 VARIABLE VERGÜTUNG
3.3 BSC BASIERTE VERGÜTUNG IM BEZUG AUF DIE ANFORDERUNGEN AN ANREIZSYSTEME
3.4 BSC ALS BASIS FÜR ZIELVEREINBARUNGEN
3.5 PLANUNG UND GESTALTUNG DER VERKNÜPFUNG
3.5.1 Grundlagen der Planung und Gestaltung der Verknüpfung
3.5.2 Adressatenkreis
3.5.3 Anzahl der Messgrößen
3.5.4 Bezugsbereiche der Messgrößen
3.5.5 Mindestanforderungen
3.5.6 Finanzierung
3.6 MODELLE ZUR VERKNÜPFUNG
3.6.1 Modell 1: Bindung an die Gesamtergebnisse
3.6.2 Modell 2: Kompetenzbasiertes Gehaltssystem
3.6.3 Modell 3: Gewinnbeteiligung
3.7 ANALYSE DER VERKNÜPFUNG
4 FAZIT UND AUSBLICK
5 LITERATURVERZEICHNIS
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, inwiefern eine Verknüpfung der Balanced Scorecard (BSC) mit variablen Vergütungssystemen die Strategieumsetzung in Unternehmen fördern kann. Dabei wird analysiert, wie Anreizsysteme auf Basis der BSC gestaltet werden müssen, um sowohl die individuelle Motivation der Entscheider als auch den übergeordneten Unternehmenserfolg zu unterstützen.
- Grundlagen und Konzeption der Balanced Scorecard
- Die vier Perspektiven des BSC-Modells als Steuerungsinstrument
- Anforderungen an Anreizsysteme und variable Vergütung
- Methoden der Verknüpfung von BSC-Zielen mit Zielvereinbarungen
- Modelle zur praktischen Implementierung in Managementvergütungen
- Empirische Erfolgswirkung von BSC-basierten Anreizsystemen
Auszug aus dem Buch
3.1 Grundlagen der Verknüpfung
Für eine erfolgreiche Umsetzung der BSC im Unternehmen sollten die aus der Unternehmensstrategie abgeleiteten Ziele auch Eingang in die individuellen Ziele, die Mitarbeiterbeurteilung und in die Entlohnung finden34. Solange die variable Vergütung des Managements an kurzfristige Erfolgsfaktoren geknüpft sind, wird sich dieses kurzfristig und risikofeindlich aufstellen. Dadurch wird die Bildung langfristiger und wettbewerbsrelevanter immaterieller Vermögenswerte vernachlässigt. Durch die Verknüpfung der variablen Vergütung mit den strategischen Zielen der BSC kann die Unternehmensstrategie im gesamten Unternehmen verankert werden35. Erst durch diese Kopplung des Anreizsystems/ der variablen Vergütung im Unternehmen mit der BSC werden die gewünschten Veränderungen in der Unternehmenskultur hervorgerufen.
Es stellt sich allerdings die Frage, wie schnell eine Koppelung der BSC an das Anreizsystem erfolgen soll36. Um den Implementierungserfolg der BSC im Unternehmen nicht unnötig zu gefährden, sollte eine Verknüpfung der BSC mit dem Anreizsystem nicht vor Ablauf einer ein- bis zweijahresfrist nach der eigentlichen BSC Implementierung erfolgen. Vor Ablauf dieser Frist ist die Verankerung der BSC in den mentalen Modellen der Manager noch nicht vollständig erfüllt. Darüber hinaus würde der Entwicklungsprozess der BSC von Eigeninteressen aller Entwickler beeinträchtigt37. Ein weiteres Problem, dass bei einer zu schnellen Verknüpfung der BSC mit dem Anreizsystems auftreten kann, beruht auf der Unwissenheit über den genauen Ablauf der Ursache- Wirkungs- Beziehungen in frühen Phasen des BSC Einsatzes im Unternehmen. Erst wenn die Ursache- Wirkungsketten klar sind, sollte eine Verknüpfung erfolgen38.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung bezüglich der Strategieumsetzung und Einführung der BSC als mögliches Instrument zur Verbesserung des Vergütungssystems.
2 GRUNDLAGEN DER BALANCED SCORECARD: Erläuterung der Entstehung, der vier zentralen Perspektiven und der Prinzipien der Ursache-Wirkungs-Beziehungen sowie Leistungstreiber.
3 VERKNÜPFUNG DER BSC MIT MANAGEMENTVERGÜTUNGEN: Detaillierte Analyse der Koppelung von BSC-Zielen an variable Vergütungen, Zielvereinbarungen und verschiedene Umsetzungsmodelle.
4 FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassende Beurteilung der Eignung der BSC für Managementvergütungen unter kritischer Würdigung der Zielvorgaben.
5 LITERATURVERZEICHNIS: Verzeichnis der verwendeten Fachliteratur, Zeitschriften und Internetquellen.
Schlüsselwörter
Balanced Scorecard, Strategieumsetzung, Managementvergütung, Anreizsysteme, Zielvereinbarungen, Performance Measurement, Variable Vergütung, Strategiekonformität, Leistungstreiber, Unternehmenserfolg, Führungsinstrument, Mitarbeiterbeteiligung, Kennzahlensysteme, Unternehmensstrategie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Eignung der Balanced Scorecard als Instrument, um die Vergütung von Führungskräften gezielt an die Umsetzung der Unternehmensstrategie zu binden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Grundlagen der BSC, die Anforderungen an moderne Anreizsysteme sowie auf konkrete Modelle zur Verknüpfung von BSC-Kennzahlen mit variabler Vergütung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist es, darzustellen, ob und wie ein Vergütungssystem auf Basis der Balanced Scorecard die Strategieumsetzung im Unternehmen aktiv fördern und belohnen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine fundierte Literaturrecherche und wertet bestehende Studien aus, um die Wirksamkeit von BSC-basierten Anreizsystemen theoretisch zu untermauern.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der systematischen Verknüpfung von BSC-Perspektiven mit Vergütungskomponenten, der Gestaltung von Zielvereinbarungen sowie der Vorstellung unterschiedlicher Vergütungsmodelle wie der Gewinnbeteiligung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Balanced Scorecard, Strategieumsetzung, Managementvergütung, variable Vergütung, Zielvereinbarungen und Anreizsysteme.
Warum sollte eine Verknüpfung der BSC mit der Vergütung nicht unmittelbar nach der Einführung erfolgen?
Der Autor empfiehlt eine Frist von ein bis zwei Jahren, damit die BSC in den mentalen Modellen der Führungskräfte verankert ist und die Ursache-Wirkungs-Beziehungen innerhalb des Unternehmens hinreichend geklärt sind.
Welche Bedeutung kommt dem subjektiven Faktor bei der Prämienermittlung zu?
Der Autor merkt kritisch an, dass die Formulierung von Zielvorgaben anfällig für menschliche Subjektivität ist, was als Störgröße im Vergütungssystem fungieren kann.
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- Dipl.-Kfm. (FH) Nick Brackmann (Author), 2005, Balanced Scorecard und Managementvergütung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46087