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Sind islamische Parteien und demokratische Systeme kompatibel? Die Ennahda-Partei im Demokratisierungsprozess Tunesiens

Título: Sind islamische Parteien und demokratische Systeme kompatibel? Die Ennahda-Partei im Demokratisierungsprozess Tunesiens

Tesis de Máster , 2018 , 148 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Lisa Klems (Autor)

Política - Región: África
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Resumen Extracto de texto Detalles

Die politische Landschaft in Tunesien hat sich in den letzten knapp acht Jahren stark verändert: Seit der Revolution und der Absetzung des Präsidenten Zine el-Abidine Ben Ali im Januar 2011 sind in Tunesien zahlreiche neue politische Parteien gegründet worden und alte, bis dahin verbotene, zurückgekehrt. Darunter auch die Ennahda-Partei, die 1981 als Bewegung der islamischen Tendenz (MTI) gegründet wurde, und sowohl unter Präsident Ben Ali als auch unter seinem Vorgänger Habib Bourguiba verboten war. Seit März 2011 ist die Ennahda in Tunesien wieder zugelassen, viele Mitglieder und Repräsentanten kehrten aus dem Exil oder dem Untergrund zur Partei und in die Öffentlichkeit zurück. Seitdem ist die Ennahda eine treibende Kraft im neuen demokratischen System Tunesiens. Gleichzeitig beruhen ihre Werte auf dem Islam und sie hat sich selbst bis 2016 explizit als islamistisch bezeichnet. Ein Widerspruch?

Die Partei war nicht nur oppositionelle Kraft, sondern aktiv an der Gestaltung des politischen Systems beteiligt. Und dennoch wird das politische System Tunesien als Beispiel einer weitestgehend gelungenen Transformation beschrieben, als Leuchtturm der Demokratie in der arabischen Welt. Aufgrund dieser Entwicklung eignen sich die Ennahda und das tunesische System besonders gut als Fallstudie, die sich mit folgenden Forschungsfragen auseinandersetzt: Ist die Ennahda eine islamische oder eine islamistische Partei? Ist die Ennahda als politischer Akteur kompatibel mit dem demokratischen System Tunesiens?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Untersuchungsgegenstand und -methode

3. Islamisch orientierte Parteien in demokratischen Systemen – potenzielle Konfliktfelder

3.1 Legitimität von Herrschaft

3.2 Einstellung zum Pluralismus

3.3 Einfluss von Interessensgruppen

3.4 Parteiziele

4. Fallstudie: Die Ennahda-Partei im demokratischen System Tunesiens

4.1 Legitimität von Herrschaft

4.2 Einstellung zum Pluralismus

4.3 Einfluss von Interessensgruppen

4.4 Parteiziele

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Kompatibilität der Ennahda-Partei mit dem demokratischen System in Tunesien, um zu ergründen, ob eine islamisch orientierte Partei konstruktiv in einem demokratischen Rahmen agieren kann. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der Parteikommunikation und deren Übereinstimmung mit demokratischen Grundprinzipien.

  • Analyse der Ennahda als islamisch orientierte Partei im tunesischen Demokratisierungsprozess.
  • Untersuchung potenzieller Konfliktfelder zwischen islamisch geprägten Ideologien und demokratischen Anforderungen.
  • Vergleich von Eigendarstellung der Partei mit der Fremdwahrnehmung in Forschung und Medien.
  • Evaluierung der Rolle von Religion und Politik im tunesischen Staatsaufbau.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Als sich der Gemüsehändler Mohamed Bouazizi am 17. Dezember 2010 im tunesischen Sidi Bouzid nach einem Streit mit einer Polizistin selbst anzündete, war das nicht nur der Start der tunesischen Revolution – der sogenannten Revolution der Würde – sondern auch der Anfang einer Protestwelle, die den gesamten arabischen Raum erfasste und große politische Umstürze herbeiführte. Fast acht Jahre später sind die Systemtransformationen hin zur Demokratie in fast allen Ländern der Region gescheitert, Autokraten zurückgekehrt, Staaten zerfallen. Tunesien hingegen ragt heraus, als einziges Land, das den Übergang zur Demokratie zumindest fürs Erste geschafft hat, in dem das Volk die Regierung durch freie Wahlen bestimmt, in dem die Grundrechte der Bürger gesichert sind, auch wenn der Staat weiter vor großen ökonomischen und sozialen Problemen steht.

Die politische Landschaft in Tunesien hat sich in den letzten knapp acht Jahren stark verändert: Seit der Revolution und der Absetzung des Präsidenten Zine el-Abidine Ben Ali im Januar 2011 sind in Tunesien zahlreiche neue politische Parteien gegründet worden und alte, bis dahin verbotene, zurückgekehrt. Darunter auch die Ennahda-Partei, die 1981 als Bewegung der islamischen Tendenz (MTI) gegründet wurde, und sowohl unter Präsident Ben Ali als auch unter seinem Vorgänger Habib Bourguiba verboten war. Seit dem 1. März 2011 ist die Ennahda in Tunesien wieder zugelassen, viele Mitglieder und Repräsentanten kehrten aus dem Exil oder dem Untergrund zur Partei und in die Öffentlichkeit zurück.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel skizziert den Ausgangspunkt der Arbeit durch die tunesische Revolution von 2011 und die Wiedereinführung der Ennahda-Partei, gefolgt von der Darlegung der Forschungsfragen.

2. Untersuchungsgegenstand und -methode: Hier werden das methodische Vorgehen der qualitativen Inhaltsanalyse sowie die Auswahl der analysierten Primärquellen erläutert.

3. Islamisch orientierte Parteien in demokratischen Systemen – potenzielle Konfliktfelder: Dieses Kapitel erarbeitet theoretische Grundlagen, indem es vier zentrale Konfliktfelder (Legitimität, Pluralismus, Interessensgruppen, Parteiziele) identifiziert.

4. Fallstudie: Die Ennahda-Partei im demokratischen System Tunesiens: Der empirische Hauptteil wendet das erarbeitete Kategoriensystem auf die Ennahda an und stellt Eigendarstellung und Fremdwahrnehmung gegenüber.

5. Fazit und Ausblick: Das Kapitel evaluiert die zu Beginn aufgestellten Hypothesen und zieht ein abschließendes Resümee über die Kompatibilität der Ennahda.

Schlüsselwörter

Ennahda, Tunesien, Demokratisierung, Islam, Islamismus, Politische Transformation, Demokratie, Pluralismus, Herrschaftslegitimität, Religionsfreiheit, Politische Parteien, Sharia, Politische Partizipation, Politische Kultur, Transformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit im Kern?

Die Masterarbeit befasst sich mit der Frage, wie kompatibel islamisch orientierte Parteien, exemplarisch dargestellt an der tunesischen Ennahda, mit demokratischen Systemen sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Legitimität von Herrschaft, die Einstellung zum Pluralismus, den Einfluss von Interessensgruppen und die Parteiziele.

Welches Ziel verfolgt die Autorin?

Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob sich die Ennahda-Partei seit ihrer Legalisierung im Jahr 2011 tatsächlich in ein demokratisches System integriert hat oder ob ideologische Konflikte bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Autorin nutzt eine qualitative Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring, um Primärquellen der Partei systematisch zu untersuchen und mit Sekundärliteratur abzugleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil findet die konkrete Fallstudie statt, in der die identifizierten Konfliktfelder anhand von Wahlprogrammen, Reden, Manifesten und Interviews der Ennahda-Repräsentanten analysiert werden.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem "islamisch orientiert" versus "islamistisch", "Souveränität des Volkes", "Demokratisierung" und die Einordnung der Partei entlang eines Spektrums von radikal bis progressiv.

Wie bewertet die Ennahda die Rolle des Islam im Staat?

Die Ennahda-Partei betont in ihren offiziellen Texten zunehmend eine Trennung von Religion und Politik und positioniert sich als "muslim-demokratische" Partei, die den Islam eher als kulturelle Instanz denn als politisches Gesetzgebungswerkzeug versteht.

Welche Rolle spielt die Sharia in der politischen Debatte der Partei?

Die Analyse zeigt, dass die Partei von ihrem ursprünglichen Ziel, die Sharia explizit in die Verfassung aufzunehmen, aufgrund von Kompromissbereitschaft und pragmatischen Erwägungen abrückte.

Wie unterscheidet sich die Eigendarstellung von der Fremdwahrnehmung?

Während die Ennahda-Vertreter sich stark pro-demokratisch und pragmatisch darstellen, weisen Forscher in der Sekundärliteratur auf die internen Spannungen zwischen konservativen und liberalen Flügeln sowie auf eine teils defensive, taktisch motivierte Art der Politikgestaltung hin.

Gibt es Hinweise auf undemokratische Tendenzen?

Ja, vereinzelte problematische Aussagen einzelner Parteimitglieder und die Nähe zu bestimmten salafistischen Gruppen in der Vergangenheit wurden in der Forschung kritisch thematisiert, wobei die Partei jedoch eine Tendenz zur inhaltlichen Mäßigung zeigt.

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Detalles

Título
Sind islamische Parteien und demokratische Systeme kompatibel? Die Ennahda-Partei im Demokratisierungsprozess Tunesiens
Universidad
University of Dortmund  (Institut für Philosophie und Politikwissenschaft)
Calificación
1,0
Autor
Lisa Klems (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
148
No. de catálogo
V460906
ISBN (Ebook)
9783668899520
ISBN (Libro)
9783668899537
Idioma
Alemán
Etiqueta
Islam Ennahda Tunesien Demokratie Kompatibilität Islamismus Demokratietheorie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lisa Klems (Autor), 2018, Sind islamische Parteien und demokratische Systeme kompatibel? Die Ennahda-Partei im Demokratisierungsprozess Tunesiens, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/460906
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