Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Didactique - Philologie Allemande

Literaturverfilmungen im Deutschunterricht am Beispiel "Emil und die Detektive"

Titre: Literaturverfilmungen im Deutschunterricht am Beispiel "Emil und die Detektive"

Dossier / Travail , 2017 , 20 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Julia Kutsche (Auteur)

Didactique - Philologie Allemande
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die Frage, ob man ein bestimmtes Buch gelesen habe, wird häufig verneint. Um das Gespräch allerdings aufrechtzuerhalten, so wird vom jeweiligen Gesprächspartner oftmals angemerkt, man habe sich den zum literarischen Werk produzierten Film angeschaut. Im weiteren Verlauf des Gesprächs merkt man allerdings, dass es einige Unterschiede zwischen Buch und Film geben kann: Von bestimmten Merkmalen der einzelnen Charaktere bis hin zu den Orten, an dem das Geschehen stattfindet. Teilweise fehlen ganze Teile der Handlung oder sie werden so verzerrt dargestellt, dass man manchmal das zugehörige Werk nicht mehr wiedererkennt.

Trotz all dieser eventuellen Unterschiede können allerlei Literaturverfilmungen im Deutschunterricht in unterschiedlichster Weise verwendet werden. Gerade mit dem Hintergrund der immer weiter ansteigenden Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen wird sich im Folgenden mit der Fragestellung beschäftigt: Welche Möglichkeiten bieten Literaturverfilmungen im Deutschunterricht und wie können diese am besten Anwendung finden?

Als spezifisches Beispiel wird nach einer Erläuterung zu der Geschichte von Buch zu Film und zu Literaturverfilmungen im Deutschunterricht im Allgemeinen, der Kriminalroman von Erich Kästner „Emil und die Detektive“ aus dem Jahr 1929 angeführt, welches mit seinem gleichnamigen Film aus dem Jahr 2001 unter der Regie von Franziska Buch verglichen wird. Hierzu wird eine Möglichkeit des Anfangs einer selbsterstellten Unterrichtseinheit aufgezeigt, welche erst lediglich die Arbeit mit dem literarischen Werk beinhaltet und dann durch Zufügen des weiteren Mediums Film, beide Medien miteinander verbindet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Literaturverfilmungen

2.1. Die Geschichte von Buch zu Film

2.2. Literaturverfilmungen im Deutschunterricht

3. Emil und die Detektive: Buch vs. Film (2001)

3.1. Der Vergleich der beiden Medien

3.2. Planung des Beginns einer Unterrichtseinheit

4. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die didaktischen Möglichkeiten, Literaturverfilmungen sinnvoll in den Deutschunterricht zu integrieren, wobei der Schwerpunkt auf der Förderung von Medienkompetenz und einem analytischen Vergleich zwischen literarischer Vorlage und filmischer Adaption liegt.

  • Didaktische Konzepte zur Verbindung von Literatur und Film
  • Analyse des Medienwechsels und dessen Auswirkungen auf die Erzählstruktur
  • Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen als Motivationsfaktor
  • Konkrete Unterrichtsplanung am Beispiel „Emil und die Detektive“
  • Methoden zur aktiven Auseinandersetzung und Reflexion von Medieninhalten

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Geschichte von Buch zu Film

Eine Literaturverfilmung, die in einer spezifischen Art zwischen einem literarischen Werk und einem Film steht, gilt als das älteste Genre der gesamten Filmgeschichte. Schon ein Jahr nach der ersten Filmvorstellung 1895, führte Louis Lumière einen Film auf, der an Goethes Faustdichtung anknüpfte. Die ersten Filme, die nicht nur einzelne Szenen zeigen, sondern ganze Geschichten erzählen wollten, besaßen noch keinen Ton. Naheliegend ist dementsprechend, dass als Inspirationsquelle auf bekannte literarische Werke zugegriffen wurde, um dem Publikum das Gezeigte näherzubringen.

Der sich immer weiter verbreiteten Literaturverfilmungen standen schon in den anfänglichen Jahren, Kritiker skeptisch gegenüber. Die Verfilmung wurde teilweise „als „Verrat“ am Erbe der Literatur“ oder auch als „Verstümmelung des Originals“ angesehen, sofern diese nicht eine gelungene Werktreue aufzeigten. So sprach Gero von Wilpert 1989 von einer Literaturverfilmung als eine „tiefgreifende Umformung und Verzerrung der Vorlage (...), die fast überall zu etwaigen Zerstörungen wesentlicher Züge und Strukturen des Werkes führen“.

Auch heute müssen Filme zahlreichen Kritiken erliegen. So wird beispielsweise in dem Artikel „Viele Helden ohne Held“ von Martin Schwickert eine Kritik an der Verfilmung von Daniel Kehlmanns Roman „Ruhm“ ausgeübt: Auf insgesamt sechs Erzählstränge wird Kehlmanns „Roman in neun Geschichten“ in der filmischen Adaption herunter gekürzt, bleibt daher aber dennoch um Werktreue bemüht. Trotzdem verliert das Unternehmen nach einem vielversprechenden Start schon bald an Fahrt, weil den Figuren im Korsett der 103 Filmminuten zu wenig Raum zum Atmen bleibt.

Aus diesem kurzen Teil der Filmkritik ergibt sich das Hauptproblem der Literaturverfilmung: Das Buch und der Film werden zu häufig als ein Ganzes angesehen und stehen folglich in einer Art Medienkonkurrenz.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik ein, dass Literatur und ihre Verfilmungen oft als konkurrierende Medien wahrgenommen werden, und stellt die Forschungsfrage nach den didaktischen Möglichkeiten von Literaturverfilmungen im Deutschunterricht.

2. Literaturverfilmungen: Dieses Kapitel behandelt die historische Entwicklung von Literaturverfilmungen sowie die theoretische Notwendigkeit, Filme nicht als bloße Kopien, sondern als eigenständige Interpretationen zu begreifen.

2.1. Die Geschichte von Buch zu Film: Hier wird der historische Ursprung der Literaturverfilmung als ältestes Filmgenre beleuchtet und die Problematik der Werktreue sowie der Medienkonkurrenz diskutiert.

2.2. Literaturverfilmungen im Deutschunterricht: Dieses Kapitel verknüpft die aktuelle Mediennutzung von Jugendlichen mit der didaktischen Anforderung, Medienkompetenz durch eine kritische und analytische Auseinandersetzung mit Filmen im Unterricht zu fördern.

3. Emil und die Detektive: Buch vs. Film (2001): Dieser Abschnitt dient als praktische Fallstudie, in der der Roman von Erich Kästner aus dem Jahr 1929 und dessen zeitgenössische filmische Adaption aus dem Jahr 2001 gegenübergestellt werden.

3.1. Der Vergleich der beiden Medien: Hier werden die inhaltlichen, personellen und strukturellen Veränderungen zwischen Kästners Roman und der filmischen Adaption im Detail analysiert.

3.2. Planung des Beginns einer Unterrichtseinheit: Dieses Kapitel skizziert konkret umsetzbare Unterrichtsphasen für die 6. Klasse, die durch interaktive Methoden wie Mindmaps, Gruppenarbeiten und kreative Gestaltung das Verständnis für den Medienvergleich fördern.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht, dass eine strukturierte medienpädagogische Arbeit mit Filmen einen wesentlichen Mehrwert für den Deutschunterricht bietet.

Schlüsselwörter

Literaturverfilmung, Deutschunterricht, Medienkompetenz, Erich Kästner, Emil und die Detektive, Filmadaption, Medienvergleich, Didaktik, Unterrichtsplanung, Werktreue, Literaturdidaktik, Medienpädagogik, Filmgeschichte, Erzählstrukturen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz von Literaturverfilmungen im Deutschunterricht der Sekundarstufe 1 und wie diese Medien didaktisch sinnvoll genutzt werden können.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Medienwechsels, die Analyse der unterschiedlichen Erzählweisen von Film und Literatur sowie die praktische Unterrichtsgestaltung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Schülern durch den Vergleich von literarischen Vorlagen und Filmen ein Bewusstsein für die Eigenständigkeit beider Medien zu vermitteln und die Medienkompetenz zu steigern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse zur Filmdidaktik sowie auf die Erstellung und Reflexion eines eigenen didaktischen Unterrichtsmodells.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Geschichte und Didaktik der Literaturverfilmung sowie eine konkrete Fallstudie zum Vergleich von Erich Kästners Roman „Emil und die Detektive“ mit der Verfilmung von 2001.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Literaturverfilmung, Medienkompetenz, Filmadaption, Medienvergleich und fachdidaktische Unterrichtsplanung.

Wie unterscheidet sich die Verfilmung von 2001 inhaltlich vom Roman?

Der Film von 2001 führt moderne Elemente ein, wie eine veränderte Familiensituation Emils, aktuelle Begriffe sowie eine diverse Detektivbande, die auch Mädchen und Migranten umfasst.

Warum wird im Unterrichtsmodell ein Zeitstrahl eingesetzt?

Der Zeitstrahl dient als Einstiegshilfe, um den Schülern Transparenz über den Ablauf der Unterrichtseinheit zu geben und die Motivation zu fördern.

Welche Herausforderungen bei der Gruppenarbeit werden im Text thematisiert?

Die Arbeit weist auf die Gefahr hin, dass Schüler passiv bleiben oder das Buch nicht gelesen haben könnten, und schlägt vor, dass die Lehrperson die Gruppen gezielt zusammenstellen sollte.

Fin de l'extrait de 20 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Literaturverfilmungen im Deutschunterricht am Beispiel "Emil und die Detektive"
Université
University of Marburg
Note
2,0
Auteur
Julia Kutsche (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
20
N° de catalogue
V460908
ISBN (ebook)
9783668908468
ISBN (Livre)
9783668908475
Langue
allemand
mots-clé
literaturverfilmungen deutschunterricht beispiel emil detektive
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Julia Kutsche (Auteur), 2017, Literaturverfilmungen im Deutschunterricht am Beispiel "Emil und die Detektive", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/460908
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  20  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint