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Die "Massenprivatisierung" in Russland der 1990er. Formen, Besonderheiten, Auswirkungen

Título: Die "Massenprivatisierung" in Russland der 1990er. Formen, Besonderheiten, Auswirkungen

Trabajo Escrito , 2017 , 19 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Maria Deisel (Autor)

Economía de las empresas - Historia económica y social
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Meine Leitfrage wird sich nach dem Erfolg der „Massenprivatisierung“ richten. Aus diesem Grund wird der Begriff sowie seine Ausbreitungsformen hier enger betrachtet. Der erste Abschnitt wird sich mit der Notwendigkeit solcher Reformen befassen. Ihre rechtmäßige Durchsetzung wird ebenfalls eine Rolle spielen. Als nächstes folgen die Formen der Privatisierung in chronologischer Reihenfolge. Dieses Kapitel soll den Hauptteil meiner Arbeit darstellen und sich detailliert mit der Durchführung der Privatisierung befassen. Als Letztes sollen die wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Auswirkungen der Reformen betrachtet werden und in einem Fazit zusammengefasst werden.

Die 90er Jahre stellen für Russland eine wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Zäsur dar, dass das Leben des neugegründeten Staates von Grund auf verändern sollte. Der Zusammenbruch der Sowjetunion und die darauffolgenden Reformen erforderten ein neues Wirtschaftssystem, das den Übergang der Planwirtschaft in die Gesetzmäßigkeiten des freien Marktes ermöglichen sollte. Die Privatisierung des staatlichen Eigentums sollte dabei den Kern der wirtschaftlichen Umstrukturierung repräsentieren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition

3. Zusammenbruch der Sowjetunion

3.1 Notwendigkeit der Reformen

3.2 Schaffung eines gesetzlichen Rahmens

4. Formen der Privatisierung

4.1 Die „spontane“ Privatisierung

4.2 Die „kleine“ Privatisierung

4.3 Die Privatisierung mit Anteilsscheinen

5. Wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Auswirkungen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Transformationsprozess Russlands in den 1990er Jahren mit einem speziellen Fokus auf die Massenprivatisierung. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit dem Erfolg dieser Reformen, wobei die verschiedenen Ausbreitungsformen, der rechtliche Rahmen und die Auswirkungen auf die ökonomische sowie gesellschaftliche Struktur des neu entstandenen Staates kritisch beleuchtet werden.

  • Historische Notwendigkeit der marktwirtschaftlichen Reformen in der ausgehenden Sowjetunion.
  • Analyse der verschiedenen Privatisierungsetappen (spontan, klein, Voucher, monetär/Pfandauktionen).
  • Rolle von politischen Akteuren und informellen Eliten („rote Direktoren“, Oligarchen).
  • Ökonomische und gesellschaftspolitische Folgen des Transformationsprozesses.

Auszug aus dem Buch

4.3 Die Privatisierung mit Anteilsscheinen

In der nächsten Periode sollte das sozialistische Erbe der Sowjetunion unter der Gesamtbevölkerung verteilt werden. Dafür mussten die ehemaligen Staatsunternehmen in Aktiengesellschaften umgewandelt werden. Zuvor musste aber der Widerstand der roten Direktoren und Mitarbeiter der Unternehmen gebrochen werden.42 Der Kompromiss stellte die Zusicherung eines hohen Anteils an die Belegschaft dar. Im Schnitt gingen 60 - 65 Prozent der Anteile an das Management und das Kollektiv.43 Der Rest sollte schließlich im Verlauf der Coupon-Privatisierung der Bevölkerung zu Gute kommen. An diesem Punkt stellt sich Frage über die gerechte Verteilung des ehemaligen sowjetischen Eigentums.

[…] Čubais tat einfach das - er berechnete den Wert der industriellen und kommerziellen Vermögen des Landes und teilte ihn durch die Anzahl der Bürger. Darauf versorgte er jeden von ihnen mit einem Voucher-Wert proportional seines Anteils. Im Wesentlichen war dies das Format, das dem Voucher-Programm für das Land zugrunde lag. Gaidar und Dubais waren der Meinung, dass, nachdem Manager und Arbeiterschaft ihre Aktien gekauft hatten, die übrigen Vermögen geteilt und den Besitzern von Vouchers angeboten werden sollten. […]44

Nach der Verkündung des Voucher-Programms am 18.09.1992 erhielten 146 Million Russen, über 98 Prozent der Gesamtbevölkerung, je einen Voucher im Nennwert von 10.000 Rubel, den sie bei der staatlichen Sparkasse für eine nominale Gebühr von 25 Rubel erwerben konnten.45 Die Gültigkeit der Anteilscheine wurde bis zum Juni 1994 festgesetzt.46 Jeder Bürger bekam also einen Anteil vom staatlichen Industrievermögen.47 Zum Zeitpunkt der Ausgabe entsprachen diese Voucher jeweils dem realen Gegenwert von einem halben russischen Auto der Marke Žiguli oder Moskvič, und Čubais war so unvorsichtig zu prophezeien, dass dieser sich bis zum Ende 1992 sogar auf den einen oder gar zwei der weit teuren Marke Volga erhöhen würde.48 Derartige Versprechungen ließen das Interesse an den Privatisierungschecks sprunghaft ansteigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Zäsur der 1990er Jahre in Russland ein und definiert das Ziel der Arbeit, den Erfolg der Massenprivatisierung kritisch zu hinterfragen.

2. Definition: Hier wird der Begriff der Massenprivatisierung von der klassischen Privatisierung abgegrenzt und als umfassende Umgestaltung des Wirtschaftssystems charakterisiert.

3. Zusammenbruch der Sowjetunion: Dieses Kapitel erläutert die wirtschaftliche Krise und die Notwendigkeit von Reformen unter Gorbatschow sowie die Schaffung erster gesetzlicher Grundlagen für marktwirtschaftliche Elemente.

4. Formen der Privatisierung: Das Hauptkapitel analysiert die verschiedenen Stufen der Privatisierung, von der informellen spontanen Phase über die Kleinprivatisierung bis hin zur flächendeckenden Voucher-Verteilung und den späteren Pfandauktionen.

5. Wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Auswirkungen: Dieser Abschnitt beschreibt die sozialen Folgen, die Entstehung neuer Eliten und die allgemeinen ökonomischen Resultate des Privatisierungsprozesses.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Durchführung der Reformen aufgrund politischer Instabilität und Raubkapitalismus das Ziel einer ordnungsgemäßen Umstrukturierung verfehlte.

Schlüsselwörter

Massenprivatisierung, Russland, 1990er Jahre, Transformation, Planwirtschaft, Marktwirtschaft, Voucher-Privatisierung, Rote Direktoren, Oligarchen, Raubkapitalismus, Wirtschaftsreformen, Entstaatlichung, Jelzin, Pfandauktionen, Transformation der Wirtschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Prozess der Massenprivatisierung in Russland während der 1990er Jahre und dessen Auswirkungen auf das neue Wirtschaftssystem.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die zentralen Themen sind der Übergang von der sowjetischen Planwirtschaft zur Marktwirtschaft, die verschiedenen Etappen der Privatisierung und die Rolle der politischen sowie wirtschaftlichen Akteure.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Erfolg der Massenprivatisierung zu bewerten und zu untersuchen, ob die theoretischen Marktzielsetzungen mit der praktischen Umsetzung übereinstimmten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse, die ökonomische Reformkonzepte, historische Daten und Berichte über den Transformationsprozess in Russland auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich detailliert der chronologischen Abfolge der Privatisierung – von der „spontanen“ Frühphase bis hin zu den kontroversen Pfandauktionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Massenprivatisierung, Transformation, Oligarchen, Voucher-Programm, Wirtschaftsreformen und Raubkapitalismus.

Warum konnte die Voucher-Privatisierung nicht das erhoffte Vertrauen in der Bevölkerung schaffen?

Die schlechte wirtschaftliche Lage, gepaart mit hoher Inflation und dem Missbrauch durch unseriöse Voucher-Fonds, führte dazu, dass viele Bürger ihre Ersparnisse verloren und das Vertrauen in den Reformprozess schwand.

Was zeichnete die „spontane“ Privatisierung aus?

Sie fand bereits vor dem offiziellen Start der Programme statt und war durch informelle Bereicherung der Nomenklatura-Elite gekennzeichnet, bei der Staatsbetriebe oft unter Wert übernommen wurden.

Welche Rolle spielten die sogenannten „roten Direktoren“?

Sie nutzten ihre Position in ehemaligen Staatsbetrieben, um im Zuge der Privatisierung durch Kooperativen oder den direkten Erwerb von Anteilen eigene Vermögen aufzubauen und als neue Eliten aufzusteigen.

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Detalles

Título
Die "Massenprivatisierung" in Russland der 1990er. Formen, Besonderheiten, Auswirkungen
Universidad
University of Potsdam  (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultat)
Curso
Verwaltung und Wirtschaft Russland
Calificación
1,3
Autor
Maria Deisel (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
19
No. de catálogo
V460979
ISBN (Ebook)
9783668904316
ISBN (Libro)
9783668904323
Idioma
Alemán
Etiqueta
Massenprivatisierung Russland 90er Jahre Formen der Privatisierung Schocktherapie Wirtschaft Russland Reformen Jelzin
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Maria Deisel (Autor), 2017, Die "Massenprivatisierung" in Russland der 1990er. Formen, Besonderheiten, Auswirkungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/460979
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