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Ist moralisches Bewusstsein abhängig vom Geschlecht?

Ein Unterrichtsentwurf im Fach Philosophie/ Ethik (Gymnasium MSS 11)

Titel: Ist moralisches Bewusstsein abhängig vom Geschlecht?

Unterrichtsentwurf , 2017 , 22 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Lena Groß (Autor:in)

Philosophie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Schülerinnen und Schüler erkennen am Beispiel einer kursinternen Umfrage, Kohlbergs Stufenmodell sowie Nunner-Winklers Ansatz, dass es unterschiedliche Strömungen zur Erklärung der moralischen Urteilsfindung gibt und dass Frauen damit einhergehend keine pauschal untergeordnete Rolle bzgl. ihrer moralischen Urteilsfähigkeit zukommt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Kompetenzen und Lernziele

1.1 Kompetenzschwerpunkte der Reihe

1.2 Lernziele

1.2.1 Übergeordnetes Lernziel

1.2.2 Feinlernziele

2. Unterrichtsvoraussetzungen

2.1 Allgemeine Unterrichtsvoraussetzungen

2.2 Besondere Unterrichtsvoraussetzungen

3. Didaktische Analyse

4. Methodische Planung

5. Stundenverlauf

6. Antizipierter Tafelanschrieb (aT)

7. Hausaufgabe

7.1 vorbereitende Hausaufgabe (M1)

7.2 nachbereitende Hausaufgabe

8. Literatur

9. Anhang und Materialien

9.1 Vorbereitende Hausaufgabe

9.2 Zum Einstieg

9.3 Zur Erarbeitungsphase

9.4 Zur Vertiefungsphase

10. Sitzplan

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Unterrichtseinheit besteht darin, die Lernenden zur kritischen Auseinandersetzung mit entwicklungspsychologischen Modellen der Moralentwicklung zu befähigen, um die Frage nach der geschlechtsabhängigen Urteilsfähigkeit differenziert und eigenständig reflektiert zu beantworten.

  • Kritische Analyse von Kohlbergs Stufenmodell der Moralentwicklung
  • Untersuchung der vermeintlichen Unterlegenheit moralischer Urteilsprozesse bei Frauen
  • Vergleichende Betrachtung von Gerechtigkeits- und Fürsorgeperspektiven
  • Diskussion der Erklärungsansätze von Gertrud Nunner-Winkler zur geschlechtsunabhängigen Urteilsbildung
  • Förderung der moralischen Urteilsfähigkeit durch Fallanalysen und Dilemma-Diskussionen

Auszug aus dem Buch

Die Stufen moralischer Entwicklung nach Kohlberg

Wie kommt der Mensch überhaupt zu moralischem Bewusstsein? Der Philosoph Rousseau hatte im 18. Jh. noch die Auffassung vertreten, der Mensch sei von Natur aus gut und es gebe ein angeborenes Prinzip der Gerechtigkeit und Tugend. Genauere Erkenntnisse über Herkunft und Unterschiede der Moral konnten allerdings erst mit der wissenschaftlichen Erforschung der Psyche und des Unterbewussten, die im 20. Jh. durch die Psychoanalyse begann, gewonnen werden. Demnach entwickelt sich das moralische Bewusstsein in verschiedenen Entwicklungsstufen. Vor allem das Entwicklungsmodell nach Kohlberg (1927 - 1987) hat als Erklärungsversuch große Bedeutung erlangt.

Kohlberg nahm an, dass die moralische Entwicklung von der Kindheit zum Erwachsenenalter in sechs Stufen verlaufe: je zwei Stufen auf der präkonventionellen, auf der konventionellen und auf der postkonventionellen Ebene. Dabei erweitert sich der Kreis des ins moralische Bewusstsein Einbezogenen ständig. Unter „Ebene“ ist das Niveau des jeweiligen Moralbewusstseins zu verstehen. Unterschieden wird zwischen präkonventioneller Ebene (Niveau des Kleinkindes), konventioneller Ebene (Niveau des Kindes und Jugendlichen) und postkonventioneller Ebene (Niveau des mündigen Erwachsenen).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Kompetenzen und Lernziele: Definition der fachlichen Lernschwerpunkte sowie der spezifischen Kompetenzen, die durch die Auseinandersetzung mit moralischen Urteilsmodellen erreicht werden sollen.

2. Unterrichtsvoraussetzungen: Darstellung der Rahmenbedingungen der Lerngruppe sowie der bisherigen unterrichtlichen Vorbereitung und Einbettung in die Reihe "Warum moralisch sein?".

3. Didaktische Analyse: Herleitung der unterrichtlichen Relevanz durch den Bezug zum Lehrplan und kritische Einordnung von Kohlbergs entwicklungspsychologischem Modell sowie dessen Kontroverse bezüglich der weiblichen Moral.

4. Methodische Planung: Beschreibung des konkreten unterrichtsmethodischen Vorgehens, inklusive der Durchführung einer internen Studie und der Anwendung von Diskussionsphasen.

5. Stundenverlauf: Tabellarische Übersicht der Unterrichtsstruktur, inklusive zeitlicher Taktung, Sozialformen und Lernzielen der einzelnen Phasen.

6. Antizipierter Tafelanschrieb (aT): Skizzierung der geplanten Tafelbilder zur Visualisierung der vermuteten Ergebnisse und der Gegenüberstellung von Kohlberg und Nunner-Winkler.

7. Hausaufgabe: Formulierungen der Arbeitsaufträge zur Vor- und Nachbereitung der Stunde inklusive der Aufgaben zum Heinz-Dilemma.

8. Literatur: Auflistung der verwendeten fachwissenschaftlichen und didaktischen Quellen zur Unterrichtsvorbereitung.

9. Anhang und Materialien: Sammlung der Arbeitsblätter und Zusatzmaterialien, die den Lernenden zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema zur Verfügung gestellt werden.

10. Sitzplan: Darstellung der räumlichen Anordnung des Klassenzimmers für den Unterrichtsbesuch.

Schlüsselwörter

Moralische Urteilsfähigkeit, Lawrence Kohlberg, Stufenmodell, Gertrud Nunner-Winkler, Heinz-Dilemma, geschlechtsabhängige Moral, Gerechtigkeitsperspektive, Fürsorgeperspektive, moralische Entwicklung, Ethikunterricht, Urteilsbildung, Sozialformen, moralische Motive, Geschlechtsidentität, Kognitive Entwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf grundsätzlich?

Der Entwurf befasst sich mit der Frage nach dem Einfluss des Geschlechts auf das moralische Bewusstsein und analysiert dies anhand des Stufenmodells von Lawrence Kohlberg sowie der Kritik durch Gertrud Nunner-Winkler.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Moralentwicklung im Jugendalter, die Geschlechterrollen in moralischen Urteilen und die methodische Umsetzung ethischer Dilemma-Diskussionen im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?

Das Ziel ist, dass die Lernenden erkennen, dass moralische Urteilsfähigkeit nicht pauschal an eine Geschlechtsidentität gebunden ist, und dass sie lernen, Kohlbergs Modell kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Neben der Textanalyse kommt eine kursinterne, anonyme Umfrage (Heinz-Dilemma) zum Einsatz, um die eigene Urteilspraxis empirisch zu spiegeln und anschließend theoretisch zu diskutieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Vorstellung des Kohlbergschen Stufenmodells, der kritischen Auseinandersetzung mit dem Vorwurf der "moralischen Unterentwicklung" von Frauen und der ergänzenden Betrachtung von Nunner-Winklers Motivanalyse.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit charakterisiert sich durch Begriffe wie Moralpsychologie, ethische Urteilsbildung, kritische Didaktik, Kohlberg-Kritik und Geschlechterforschung.

Warum wird Kohlbergs Stufenmodell kritisch betrachtet?

Es wird kritisch betrachtet, da Kohlberg bei der Entwicklung seines Modells nur männliche Probanden heranzog und Frauen eine geringere moralische Reife unterstellte, was wissenschaftlich und ethisch hinterfragt wird.

Welche Rolle spielt die "eigene Betroffenheit" in der Analyse?

Gertrud Nunner-Winkler argumentiert, dass die Art und Weise eines moralischen Urteils weniger vom Geschlecht abhängt als vielmehr davon, wie sehr die Person durch die Situation selbst betroffen ist.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ist moralisches Bewusstsein abhängig vom Geschlecht?
Untertitel
Ein Unterrichtsentwurf im Fach Philosophie/ Ethik (Gymnasium MSS 11)
Note
1,3
Autor
Lena Groß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
22
Katalognummer
V461163
ISBN (eBook)
9783668914858
ISBN (Buch)
9783668914865
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unterrichtsbesuch Referendariat Unterrichtsentwurf moral moralisch Kohlberg Nunner-Winkler Heinz Dilemma Geschlecht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lena Groß (Autor:in), 2017, Ist moralisches Bewusstsein abhängig vom Geschlecht?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/461163
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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