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Der Einsatz von handlungs- und produktionsorientierten Methoden im Deutschunterricht. Eine empirische Studie

Título: Der Einsatz von handlungs- und produktionsorientierten Methoden im Deutschunterricht. Eine empirische Studie

Trabajo de Seminario , 2017 , 16 Páginas , Calificación: 3,0

Autor:in: Laura Stöber (Autor)

Didáctica - Filología alemana
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In diesem Studienprojekt soll der handlungs- und produktionsorientierte Literaturunterricht im Vordergrund stehen. Als angehende Deutschlehrkraft wird man immer wieder während des literaturdidaktischen Studiums im Fach Deutsch mit diesem Ansatz, der besonders im Zusammenhang mit einem seiner Hauptvertreter, dem schweizerischen Germanisten und Fachdidaktiker Kaspar Spinner, Aufmerksamkeit findet, konfrontiert. Es werden vielfach diverse Vorteile dieses Ansatzes genannt und der Einbezug handlungs- und produktionsorientierter Methoden besonders in den Literaturunterricht wird häufig empfohlen. Das Praxissemester soll die Chance bieten, sich intensiver mit den handlungs- und produktionsorientierten Methoden auseinanderzusetzen und sie vielleicht in einen selbst geplanten Unterricht einzubinden.

Über die Jahre haben sich die Sozialisationsbedingungen der SuS enorm verändert, wodurch der Institution Schule häufig kompensatorische Aufgaben zufallen. Vor allem digitale Medien wie Fernseher, Smartphones, PCs und die Weiten des Internets vermindern im hohen Maße Erfahrungen von SuS mit der natürlichen Umwelt. Aus diesem Grund gilt für den Literaturunterricht und seine Methoden, dass „Schule und Unterricht (...) in breiterem Umfang als bisher Erfahrungs- und Handlungsspielräume für ein ganzheitliches Lernen zur Verfügung stellen (müssen)“ (Jank/ Meyer 1997, S.324). Mit Methoden aus dem handlungs- und produktorientierten Unterricht sollen die Individualitätsentwicklung, Schüleraktivierung und der aktive Umgang der SuS mit literarischen Texten gefördert werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Forschungsthematik/Fragestellung

2. Relevanz des Forschungsthemas

3. Theoretische Verortung

4. Empirische Arbeit

4.1. Informationen/Operationalisierung

4.2. Forschungsmethoden

4.3. Präsentation der Ergebnisse

4.4. Reflexion der Ergebnisse

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz handlungs- und produktionsorientierter Unterrichtsmethoden im Literaturunterricht der Sekundarstufe I, um deren Häufigkeit, Anwendungskontexte und methodische Vielfalt in der Schulpraxis zu beleuchten.

  • Analyse der Verbreitung handlungs- und produktionsorientierter Methoden.
  • Untersuchung der verwendeten Sozialformen und Unterrichtsphasen.
  • Vergleich der Einsatzfrequenz verschiedener methodischer Kategorien (z.B. Transformation, szenische Gestaltung).
  • Evaluation des kreativen Potenzials und der didaktischen Legitimierung im Unterrichtsalltag.

Auszug aus dem Buch

3. Theoretische Verortung

Handlungs- und produktionsorientierte Unterrichtsmethoden haben sich als Gegenbewegung zum analytischen Literaturunterricht entwickelt. Der analytische Literaturunterricht, wie er viele Jahre lang und auch heute noch in Schulen abgehalten wird, arbeitet mit hermeneutischen Methoden. In der Hermeneutik wird davon ausgegangen, dass der Autor einen Sinn in den Text gelegt hat, welchen es von den Rezipienten zu entschlüsseln gilt.

Grundsätzlich geht es im analytischen Literaturunterricht darum, die Autorenintention zu entschlüsseln, die der Autor in den Text gelegt hat. Dies geschieht meist durch zu Hilfenahme von Zusatzinformationen. Bereits mit poststrukturalistischen Ansätzen haben sich die Grenzen gelockert. Nach Foucault geht es in der diskursanalytischen Methode darum, die Einheit von Autor und Werk aufzulösen und die Vieldeutigkeit von literarischen Texten zuzulassen.

Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht wurde am Ende des 20. Jahrhunderts als „meistdiskutiertes Paradigma des Literaturunterrichts im deutschen Sprachraum“ bezeichnet (Vgl. Spinner 2010, S. 247). Seinen Ursprung findet dieser literaturdidaktische Ansatz unter anderem in der Rezeptionsästhetik, dem Poststrukturalismus und dem Konstruktivismus, aber auch in Dekonstruktion und Postmoderne (Vgl. Spinner 2010, S. 250f.). Selbsttätigkeit und Handlungsorientierung als Basiselemente gehen im pädagogischen Bereich auf Ansätze in Frankreich im 18. Jahrhundert zurück (vgl. Abraham et al. 2009, S. 88). Spinner selbst bezeichnet Robert Ulshöfer als eigentlichen Vorläufer des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Forschungsthematik/Fragestellung: Das Kapitel definiert das Ziel der Arbeit, den Einsatz handlungs- und produktionsorientierter Methoden im Literaturunterricht der Sek I zu erforschen.

2. Relevanz des Forschungsthemas: Hier wird die Bedeutung des Ansatzes im Kontext sich verändernder Sozialisationsbedingungen und digitaler Medien erläutert.

3. Theoretische Verortung: Dieses Kapitel bettet die Arbeit in den theoretischen Diskurs ein, insbesondere im Kontrast zum traditionellen analytischen Literaturunterricht.

4. Empirische Arbeit: Der Hauptteil beschreibt das methodische Vorgehen der verdeckten teilnehmenden Beobachtung sowie die Präsentation und Reflexion der erhobenen Daten.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der Ergebnisse und leitet weiterführende Forschungsfragen zur Motivation und Lehrkräfteeinstellung ab.

Schlüsselwörter

Literaturunterricht, Handlungs- und Produktionsorientierung, Sekundarstufe I, Empirische Studie, Fachdidaktik, Kaspar Spinner, Szenische Gestaltung, Textproduktive Verfahren, Rezeptionsästhetik, Unterrichtsmethoden, Schüleraktivierung, Lehrerzentrierter Unterricht, Kreatives Schreiben, Unterrichtsphasen, Sozialformen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der empirischen Untersuchung, inwieweit handlungs- und produktionsorientierte Unterrichtsmethoden tatsächlich im Literaturunterricht der Sekundarstufe I Anwendung finden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Kategorien handlungs- und produktionsorientierter Methoden (wie szenische oder visuelle Gestaltung), deren Einsatzhäufigkeit sowie die verwendeten Sozialformen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu klären, wie oft und in welchen Unterrichtsphasen diese spezifischen Methoden eingesetzt werden und ob sie dabei das klassische, fragend-entwickelnde Unterrichtsgespräch ergänzen oder ersetzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine quantitative empirische Studie auf Basis von verdeckten teilnehmenden Beobachtungen in zehn Unterrichtsstunden durchgeführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Operationalisierung, die Auswertung der gewonnenen Daten mittels Tabellen und Abbildungen sowie eine Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund der Literaturdidaktik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Literaturunterricht, Handlungs- und Produktionsorientierung, Empirische Beobachtung, Fachdidaktik und Unterrichtsmethodik.

Warum wird der Einsatz von Methoden in der Praxis oft als willkürlich beschrieben?

Dies ist eine Beobachtung aus der Studie; es fehlt häufig an einer fundierten lernzielorientierten Einbettung, weshalb Methoden oft aus Zeitgründen oder mangelnder Vorbereitung gewählt wirken.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Lehrkräfte?

Die Autorin stellt fest, dass Lehrkräften die spezifischen Ziele und Potenziale dieser Methoden oft nicht bewusst sind, weshalb sie gezielte Fortbildungsangebote für notwendig erachtet.

Wie schneidet die Einzelarbeit im Vergleich zu anderen Sozialformen ab?

Überraschenderweise dominierte die Einzelarbeit deutlich, was die Autorin kritisch hinterfragt, da dies dem eigentlichen Potenzial interaktiverer Methoden entgegenstehen könnte.

Gibt es Unterschiede zwischen den Schulstufen oder Schulformen?

Laut der Studie ließen sich zwischen der Sekundarstufe I und II keine signifikanten Unterschiede in der Anwendungshäufigkeit feststellen.

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Detalles

Título
Der Einsatz von handlungs- und produktionsorientierten Methoden im Deutschunterricht. Eine empirische Studie
Universidad
University of Duisburg-Essen
Calificación
3,0
Autor
Laura Stöber (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
16
No. de catálogo
V461493
ISBN (Ebook)
9783668915039
ISBN (Libro)
9783668915046
Idioma
Alemán
Etiqueta
einsatz methoden deutschunterricht eine studie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Laura Stöber (Autor), 2017, Der Einsatz von handlungs- und produktionsorientierten Methoden im Deutschunterricht. Eine empirische Studie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/461493
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