Diese Arbeit untersucht anhand einer selektiven Online-Befragung: Wie die Social-Software Yammer Unternehmen effizient in der betrieblichen Weiterbildung unterstützt. Dazu wird der Frage nachgegangen, ob Digitale Medien selbstgesteuertes und kollaboratives Lernen der Mitarbeiter fördert.
Für die Bearbeitung der Forschungsfrage wird selbstgesteuertes Lernen aus pädagogischen und psychologischen Aspekten im Kontext zur betrieblichen Weiterbildung untersucht, dafür wird die Theorie des selbstgesteuerten Lernens nach Neber et al. (1978b) herangezogen. Dieses Konzept beschreibt wie selbstgesteuertes Lernen im Unternehmen integriert und die Mitarbeiter zu selbstgesteuerten Lernprozessen befähigt.
Ergänzend dazu wird untersucht, inwieweit das Wissensmanagement-Modell nach Probst, Raub & Romhardt (2002) durch diese Social-Software unterstützt werden kann.
Es wird vermutet, dass Yammer Kollaboratives Lernen unterstützt, um Mechanismen des wechselseitigen Austauschs von Expertenwissen tiefgreifender zu behandeln, wird das Modells nach Konrad & Traub (2001) ausführlich im theoretischen Teil dieser Arbeit diskutiert. Für Erklärungen extrinsischer und intrinsischer Handlungen des Individuums wird die Selbstbestimmungstheorie nach Deci & Ryan (1985) angewendet.
Microsoft betrachtet Yammer als ein Werkzeug, welches für den Wissens-und Kommunikationsaustausch genutzt wird (Kühner & Greth, 2013). Soziale und berufliche Erfahrungen der Nutzer können untereinander ausgetauscht und geteilt werden. Dadurch vernetzen sich die Mitarbeiter untereinander (Yammer, 2015). Dieses Kommunikationstool ist einfach zu bedienen und bietet die Nutzung auf mobilen Endgeräten, wie Handys oder Smartphones. Mitarbeiter, die mobil für das Unternehmen arbeiten, können schnell wichtige Informationen abrufen oder posten (Diederich, Richter, Riemer, & Schäfer, 2011). Diese Software und wurde speziell für das Enterprise-Micro-Blogging konzipiert (Kühner & Greth, 2013).
Auf vergleichbare Studien konnte nicht zugegriffen werden, da dieses Forschungsfeld bisher noch nicht explizit unter dem Aspekt Weiterbildung Beachtung fand. Aus den Theorien und Konzepten des WissensmanagementsModells nach Probst et al., dem selbstgesteuerten Lernen nach Neber, dem kooperativen Lernen nach Traub und Konrad und der Selbstbestimmungstheorie nach Deci & Ryan leiten sich die Konstrukte und Zusammenhangshypothesen ab.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Theoretischer Zugang
1.1.2 Vorgehensweise der Forschungsarbeit
1.1.3 Gliederung der Arbeit
1.2 Yammer
2 Theoretischer Teil
2.1 Wissensmanagement
2.1.2 Wissensmanagement-Modell nach Probst et al.
2.1.3 Bausteine und Funktionen des inneren Kreislaufs
2.2 Selbstbestimmungstheorie Deci und Ryan
2.2.2 Yammer im Bezug zur Selbstbestimmungstheorie
2.2.3 Selbstgesteuertes Lernen (SL)
2.3 Kollaboratives Lernen
2.3.2 Yammer im Kontext zu Kollaborativem Lernen
2.3.3 Einordnung von Yammer in Bezug zur Forschungsfrage
2.3.4 Entwicklung und Operationalisierungen Alternativ-Hypothesen
3 Empirischer Teil
3.1 Methode der quantitativen Datenanalyse
3.1.2 Qualitätskriterien
3.1.3 Forschungsdesign
3.2 Methode und Vorgehen
3.2.1 Datenerhebungsinstrument
4 Untersuchung
4.1 Beschreibung des Berufsbilds Premier Field Engineer (PFE)
4.1.1 Durchführung der Studie
4.1.2 Durchführung
4.1.3 Datenaufbereitungen
4.2 Hypothesentest
4.3 Kriterien Ablehnung- bzw. Annahmebereich Nullhypothesen
5 Ergebnisse
5.1 Ergebnis und Auswertung der offenen Frage
6 Interpretation kritische Auseinandersetzung der Ergebnisse
6.1 Kritische Reflexionen
7 Ergebnisse im Kontext zu Yammer und Theorien
8 Zusammenfassung
8.1 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen der Social-Software „Yammer“ auf selbstgesteuerte und kollaborative Lernprozesse sowie auf die Selbstbestimmung von Mitarbeitern. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, wie Yammer Unternehmen nachhaltig und effizient in der betrieblichen Weiterbildung unterstützen kann, unter besonderer Berücksichtigung der Berufsgruppe der Premier Field Engineer.
- Wirkung von Social-Software auf Lernprozesse und Selbstbestimmung
- Integration von Wissensmanagement-Modellen in moderne Arbeitsumgebungen
- Analyse des kollaborativen Lernens und der Wissensteilung in Unternehmen
- Empirische Untersuchung der Akzeptanz und Nutzungspraktiken von Yammer
Auszug aus dem Buch
1.2 Yammer
Microsoft betrachtet Yammer als ein Werkzeug, welches für den Wissens-und Kommunikationsaustausch genutzt wird (Kühner & Greth, 2013). Soziale und berufliche Erfahrungen der Nutzer können untereinander ausgetauscht und geteilt werden. Dadurch vernetzen sich die Mitarbeiter untereinander (Yammer, 2015). Dieses Kommunikationstool ist einfach zu bedienen und bietet die Nutzung auf mobilen Endgeräten, wie Handys oder Smartphones. Mitarbeiter, die mobil für das Unternehmen arbeiten, können schnell wichtige Informationen abrufen oder posten (Diederich, Richter, Riemer, & Schäfer, 2011). Diese Software und wurde speziell für das Enterprise-Micro-Blogging konzipiert (Kühner & Greth, 2013). Seit 2012 gehört diese Yammer zum Unternehmen der Firma Microsoft. Die Kommunikation findet in geschützten, cloudbasierten, virtuellen Räumen statt. Hauptsächlich soll die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Mitarbeitern, Experten, Abteilungen, Standorten und Geschäftsanwendungen unterstützt und gefördert werden (Diederich, Richter, Riemer, & Schäfer, 2011). Um dieses Werkzeug noch stärker mit in den Kommunikationsprozess einzubinden, wurden die Cloud-Dienste erweitert und in die Bürosoftware integriert, z. B. Office 365, SharePoint oder Skype (Heil, 2014). Nach Heil (2014) kann Yammer als ein Kommunikations- und Kollaborationsmedium beschrieben werden, das sehr schnell Informationen verarbeitet und eine leistungsstarke Informationssuche und Archivierung des Wissens unterstützt (Heil, 2014). Für dieses Unternehmensnetzwerk können
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des Wandels der Arbeitswelt durch Digitalisierung ein und definiert die Zielsetzung der Untersuchung im Kontext der beruflichen Weiterbildung.
2 Theoretischer Teil: Hier werden die theoretischen Grundlagen zum Wissensmanagement, der Selbstbestimmungstheorie sowie dem selbstgesteuerten und kollaborativen Lernen erläutert und mit Yammer verknüpft.
3 Empirischer Teil: Dieses Kapitel erläutert das methodische Vorgehen der quantitativen Datenerhebung, einschließlich der Qualitätskriterien und des Forschungsdesigns.
4 Untersuchung: Vorstellung der Zielgruppe der Premier Field Engineers sowie Erläuterung der Untersuchungsdurchführung und der statistischen Testverfahren für die Hypothesen.
5 Ergebnisse: Darstellung der statistischen Auswertung und Visualisierung der Testergebnisse zur Überprüfung der aufgestellten Zusammenhangshypothesen.
6 Interpretation kritische Auseinandersetzung der Ergebnisse: Kritische Reflexion der erhobenen Daten im Kontext der angewandten Theorien und der praktischen Anwendung von Yammer im Arbeitsalltag.
7 Ergebnisse im Kontext zu Yammer und Theorien: Zusammenführende Diskussion über das Potenzial von Yammer zur Förderung intrinsischer Motivation und zur Optimierung von Wissensmanagementprozessen.
8 Zusammenfassung: Abschluss der Arbeit mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Ausblick auf zukünftige Forschungsnotwendigkeiten.
Schlüsselwörter
Yammer, Wissensmanagement, Selbstgesteuertes Lernen, Kollaboratives Lernen, Selbstbestimmungstheorie, Premier Field Engineer, Betriebliche Weiterbildung, Digitalisierung, Enterprise Social Networking, Wissensaustausch, Empowerment, Arbeitswelt 4.0, Quantitative Forschung, Mitarbeiterbindung, Wissensgesellschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es grundsätzlich in dieser Bachelorarbeit?
Die Arbeit untersucht, wie das Social-Media-Tool Yammer genutzt werden kann, um selbstgesteuerte Lernprozesse und kollaborative Zusammenarbeit innerhalb von Unternehmen zu fördern und die Selbstbestimmung der Mitarbeiter zu unterstützen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind Wissensmanagement, moderne betriebliche Weiterbildung, die Anwendung von Social-Media-Tools in Unternehmen sowie psychologische Motivationsmodelle.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es herauszufinden, wie Yammer als Kommunikationsinstrument Unternehmen nachhaltig und effizient bei der Weiterbildung unterstützen und Mitarbeiter zur Eigeninitiative und Kooperation motivieren kann.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde ein quantitativer Forschungsansatz gewählt. Die Daten wurden mittels einer Online-Umfrage unter Premier Field Engineers erhoben und mit statistischen Verfahren wie Regressionsanalysen ausgewertet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Lern- und Managementmodelle sowie einen empirischen Teil, der die Hypothesenprüfung und Auswertung der Nutzerstudie umfasst.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Wissensmanagement, Selbstgesteuertes Lernen, Kollaboratives Lernen, Selbstbestimmung und Enterprise Social Networking.
Warum wurde die Gruppe der Premier Field Engineer als Stichprobe gewählt?
Diese Gruppe arbeitet bereits in einem hochdynamischen technischen Umfeld, das hohe Anforderungen an kontinuierliche Weiterbildung und Wissensaustausch stellt, was sie zur idealen Untersuchungsgruppe für den Einsatz digitaler Kollaborationswerkzeuge macht.
Was ist das Hauptergebnis bezüglich der Veränderung durch Yammer?
Die Ergebnisse zeigen, dass Yammer einen positiven Einfluss auf Lernprozesse ausübt, obwohl ein signifikanter Teil der Befragten keine direkten Veränderungen im Arbeitsprozess wahrgenommen hat, was auf die Nutzung paralleler Kollaborationsplattformen hinweist.
- Quote paper
- Bianca Blanck (Author), 2018, "Yammer". Ein Kommunikations-Tool im Kontext zu selbstgesteuertem und kooperativem Lernen und dessen Wirkung auf Selbstbestimmung anhand des Berufsbilds Premier Field Engineer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/461831