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Prüfung der beruflichen Handlungskompetenz nach § 4 Absatz 2 Notfallsanitätergesetz in ausgewählten brandenburgischen Rettungsdiensten

Ein Überblick über die Prüfungsvorbereitungen, Kompetenzindikatoren und Bewertungsmaßstäbe

Titel: Prüfung der beruflichen Handlungskompetenz nach § 4 Absatz 2 Notfallsanitätergesetz in ausgewählten brandenburgischen Rettungsdiensten

Projektarbeit , 2017 , 37 Seiten , Note: 1,4

Autor:in: Daniel Werner (Autor:in)

Führung und Personal - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Projektstudienarbeit ist eine thematische Fortschreibung der Studienarbeit des Autors. Ausgehend von den in der Studienarbeit unter methodisch-didaktischen Gesichtspunkten erörterten Lernformen einer innerbetrieblichen Weiterbildung für Notfallsanitäter, liegt der Schwerpunkt dieser Projektstudienarbeit auf der Überprüfung der Notfallsanitäter durch die Ärztlichen Leiter Rettungsdienst (ÄLRD). Dabei wird berücksichtigt, dass die Prüfungsdidaktik bereits innerhalb der vorangestellten innerbetrieblichen Weiterbildung ihren Niederschlag finden muss.

Der Rettungsdienst in der Bundesrepublik Deutschland wurde durch das Gesetz über den Beruf der Notfallsanitäterin und des Notfallsanitäters (Notfallsanitätergesetz – NotSanG) zum Jahresanfang 2014 grundlegend reformiert. Der Gesetzgeber hat das bis zu diesem Zeitpunkt geltende Gesetz über den Beruf der Rettungsassistentin und des Rettungsassistenten (Rettungsassistentengesetz – RettAssG) nach 25 Jahren mit der Begründung abgelöst, da es in seinen Vorgaben „den Anforderungen an einen modernen Rettungsdienst nicht mehr gerecht“ würde.

Nunmehr übernehmen die Notfallsanitäter neben dem ärztlichen Personal im Rettungsdienst die Hauptlast in der rettungsdienstlichen Versorgung der Bevölkerung. Mit dem neuen Gesetz wurde jedoch nicht nur ein über das des Rettungsassistenten hinausgehendes Berufsbild festgeschrieben sondern auch die Grundlage dafür gelegt, dass alle Rettungsassistenten in einem Übergangszeitraum bis Ende 2020 auf die erweiterten Anforderungen und fachlichen Kompetenzen fortgebildet und geprüft werden müssen. Mithin kommt dem nichtärztlichen Personal, welchem die Berufsbezeichnung „Notfallsanitäter“ entweder durch Abschluss der beruflichen Erstausbildung oder den Anpassungsfortbildungen zuerkannt wird, ein erweitertes Aufgabenspektrum zu.

Daneben wurde erstmals die Verantwortlichkeit der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst (ÄLRD), sich durch Überprüfungen von den Fähigkeiten und Fertigkeiten der Notfallsanitäter zu überzeugen, gesetzlich verankert (§ 4 Absatz 2 Nr. 2 Buchstabe c) NotSanG). Zu den Inhalten einer solchen Überprüfung macht das Gesetz jedoch keine Angaben. Es bleibt damit den ÄLRD überlassen, die Prüfungssituationen zu beschreiben, vorzugeben und Kriterien festzulegen, um das Ergebnis der Überprüfung zu bewerten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Forschungsfrage

1.2 Die Forschungslage

1.3 Material und Methoden

1.4 Aufbau der Projektstudienarbeit

2 Rahmenbedingungen des Berufsbildes Notfallsanitäter

2.1 Berufliche Handlungskompetenz des Notfallsaniters

2.2 Durchführung heilkundlicher Maßnahmen durch Notfallsanitäter

2.3 Katalog der heilkundlichen Maßnahmen, Medikamentenkatalog

2.4 Position des Ärztlichen Leiters Rettungsdienst

2.5 Prüfungssituation in der rettungsdienstlichen, betrieblichen Weiterbildung

3 Kompetenzorientierte Prüfungsformen im Gesundheitswesen

3.1 Hauptgütekriterien von Prüfungen

3.2 Instrumente zur Kompetenzmessung

3.2.1 OSCE (Objective Structured Clinical Exmaniation)

3.2.2 Die Performanz-Prüfung

3.2.3 Portfolio

3.3 Zusammenfassung

4 Qualitative Untersuchung des Forschungsfeldes

4.1 Ziel der Untersuchung

4.2 Beschreibung der Stichprobe und Pretest

4.3 Methodenbeschreibung - Datenerhebung

4.4 Methodenbeschreibung - Datenauswertung

5 Auswertung

5.1 Das Kategoriensystem

5.2 Handlungskompetenzorientierte Überprüfung der Notfallsanitäter

5.2.1 Innerbetriebliche Weiterbildung in Vorbereitung auf die Überprüfung

5.2.2 Umfang der Überprüfung durch die ÄLRD

5.2.3 Indikatoren für die berufliche Handlungskompetenz bei Notfallsanitätern

5.2.4 Bewertungsmaßstäbe der beruflichen Handlungskompetenz

5.2.5 Weitere Explorationen aus den Experteninterviews

5.3 Ergebnisdiskussion

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, welche Kompetenzindikatoren und Bewertungskriterien von den Ärztlichen Leitern Rettungsdienst (ÄLRD) bei handlungskompetenzorientierten Prüfungen nach § 4 (2) Buchst. c) NotSanG in ausgewählten brandenburgischen Rettungsdiensten festgelegt werden und wie der Prozess der Prüfungsvorbereitung gestaltet ist, um aufzuzeigen, ob eine Vereinheitlichung der derzeit heterogenen Praxis möglich ist.

  • Analyse der gesetzlichen Rahmenbedingungen für Notfallsanitäter.
  • Evaluation kompetenzorientierter Prüfungsformen (OSCE, Performanz-Prüfung, Portfolio).
  • Durchführung qualitativer Experteninterviews mit ÄLRD in Brandenburg.
  • Identifikation von Kompetenzindikatoren und Bewertungsmaßstäben.
  • Diskussion über Vereinheitlichungspotenziale durch Landesrettungsschulen.

Auszug aus dem Buch

3.2 Instrumente zur Kompetenzmessung

Instrumente zur Kompetenzmessung sind sehr vielfältig. Es bietet sich daher an, eine Klassifikation nach Dimensionen vorzunehmen. Eine erste Unterscheidungsdimension stellt auf den Ursprung des Instruments ab. In der Pflege unterscheidet man beispielsweise zwischen Instrumenten, welche aus theoretischen Modellen beziehungsweise aus Anforderungsanalysen abgeleitet sind. Als ein aus der Theorie abgeleitetes Modell kommt in der Pflegewissenschaft das durch Benner beschriebene Kompetenzniveaumodell auf Grundlage des Stufenmodells nach Dreyfus und Dreyfus zum Einsatz. Danach werden die Stufen „Anfänger, Fortgeschrittene Anfängerin/Fortgeschrittener Anfänger, Kompetent, Erfahren, Expertenstufe“ unterschieden.

Hiervon zu unterscheiden sind solche Kompetenzmessverfahren, welche aus der Gegenüberstellung von arbeitsinhaltlichen Aufgaben und Problemen und den erwarteten Handlungen abgeleitet sind. Aus der Lösung der Problemstellung lassen sich „kompetente und nicht kompetente Verhaltensweisen“ unterscheiden. Kompetenzmessverfahren solcher Herkunft kommen beispielsweise in der Simulation zum Einsatz, da hier eine konkrete Arbeitssituation nachgestellt werden kann. Es werden dafür solche Fallbeispiele gewählt, welche möglichst viele Indikatoren für Kompetenzen „produzieren“.

Eine weitere Unterscheidungsdimension wäre die Trennung zwischen externer Beobachtung bestimmter Verhaltensanker, welche auf Kompetenzen hinweisen und nach einem Bewertungsmaßstab eingeordnet werden können und die Selbsteinschätzung von Verhaltensweisen durch die Prüflinge selbst. Im Bereich der Pflege ist das Messinstrument der Selbsteinschätzung weit verbreitet. Im Verfahren der Kompetenzbeobachtung kann auch die Realitätsnähe der Simulation zwischen hoher und niedrigerer Realitätsnähe unterschieden werden. Dabei hat der hohe Realitätsgrad der Simulation immer den Vorteil, den Kontext des Arbeitsprozesses am genauesten darzustellen und damit beste Voraussetzungen zu bieten, umfassende Kompetenzindikatoren aus dem Verhalten des Prüflings zu erkennen. Nachteilig ist der hohe finanzielle und sachliche Aufwand. Im Gegensatz dazu begründet eine eher geringe Realitätsnähe in der Regel die Aufforderung an den Prüfling, sich eine bestimmte Situation im Arbeitsprozess vorzustellen. Diese ist bei den genannten Personen stark subjektiv beeinflusst und lässt nur wenig Anhaltspunkte auf kompetentes Verhalten erwarten. Durch den geringen Aufwand ist es jedoch fast überall und zeitlich unabhängig anwendbar.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problemstellung des Notfallsanitätergesetzes ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Prüfungsverfahren durch die ÄLRD.

2 Rahmenbedingungen des Berufsbildes Notfallsanitäter: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Grundlagen, das erweiterte Aufgabenspektrum und die Rolle des ÄLRD bei der Kompetenzüberprüfung.

3 Kompetenzorientierte Prüfungsformen im Gesundheitswesen: Hier werden theoretische Gütekriterien und verschiedene Prüfungsmodelle wie OSCE, Performanz-Prüfung und Portfolio analysiert.

4 Qualitative Untersuchung des Forschungsfeldes: Das Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der Untersuchung, inklusive der Auswahl der Stichprobe und der Durchführung der Experteninterviews.

5 Auswertung: Die Auswertung präsentiert das entwickelte Kategoriensystem und diskutiert die Ergebnisse der Interviews hinsichtlich Prüfungsvorbereitung, Durchführung und Indikatoren.

6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige Vereinheitlichungen in der Prüfungspraxis des Landes Brandenburg.

Schlüsselwörter

Notfallsanitäter, NotSanG, ÄLRD, Handlungskompetenz, Prüfung, Kompetenzmessung, Performanz-Prüfung, Brandenburg, Rettungsdienst, Weiterbildung, Qualitätssicherung, Kompetenzindikatoren, Experteninterviews, Simulationsprüfung, Notfallmedizin.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die derzeitige Praxis der Kompetenzüberprüfung von Notfallsanitätern nach dem Notfallsanitätergesetz (NotSanG) in ausgewählten Rettungsdienstbereichen des Landes Brandenburg.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittstelle zwischen rechtlichen Anforderungen, didaktischen Prüfungsmodellen und der tatsächlichen Umsetzung durch die Ärztlichen Leiter Rettungsdienst (ÄLRD).

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, einen Überblick über aktuelle Prüfungsvorbereitungen und Bewertungsmaßstäbe zu gewinnen, um Möglichkeiten zur landesweiten Vereinheitlichung der Kompetenzprüfung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine qualitative Sozialforschung, konkret die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring, basierend auf leitfadengestützten Experteninterviews mit ÄLRD.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen, theoretischen Modellen der Kompetenzmessung, der detaillierten Auswertung der geführten Experteninterviews sowie der Diskussion von Ergebnissen wie k.o.-Kriterien und Feedbackprozessen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die zentralen Schlagworte sind Notfallsanitäter, Kompetenzmessung, Prüfungsformen, ÄLRD, Performanz-Prüfung und Qualitätssicherung.

Welche Bedeutung haben die sogenannten „k.o.-Kriterien“ in der Prüfung?

Sie dienen dazu, schwerwiegende Fehler (z.B. falsche Therapie oder unterlassene Notarzt-Nachforderung), die eine Patientengefährdung darstellen, direkt zum Nichtbestehen der praktischen Prüfung zu führen.

Warum wird eine Vereinheitlichung der Prüfung gefordert?

Die derzeitige heterogene Praxis führt dazu, dass Notfallsanitäter bei Arbeitgeberwechseln innerhalb Brandenburgs oft erneut geprüft werden müssen; eine Vereinheitlichung würde Zeit und Ressourcen sparen.

Wie bewerten die befragten ÄLRD die aktuelle Prüfungsvorbereitung?

Die Experten kritisieren überwiegend die knappen zeitlichen Ressourcen für die gesetzlich geforderten 24 Fortbildungsstunden, die teilweise für allgemeine Unterweisungen (Brandschutz etc.) zweckentfremdet werden.

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Details

Titel
Prüfung der beruflichen Handlungskompetenz nach § 4 Absatz 2 Notfallsanitätergesetz in ausgewählten brandenburgischen Rettungsdiensten
Untertitel
Ein Überblick über die Prüfungsvorbereitungen, Kompetenzindikatoren und Bewertungsmaßstäbe
Hochschule
Steinbeis-Hochschule Berlin  (Akademie für öffentliche Verwaltung und Recht)
Note
1,4
Autor
Daniel Werner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
37
Katalognummer
V462485
ISBN (eBook)
9783668928565
ISBN (Buch)
9783668928572
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Notfallsanitäter Rettungsdienst Handlungskompetenz Prüfung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Werner (Autor:in), 2017, Prüfung der beruflichen Handlungskompetenz nach § 4 Absatz 2 Notfallsanitätergesetz in ausgewählten brandenburgischen Rettungsdiensten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/462485
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Leseprobe aus  37  Seiten
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