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Konsultationsrecht und Recht auf Prior Informed Consent?

Título: Konsultationsrecht und Recht auf Prior Informed Consent?

Trabajo de Seminario , 2014 , 26 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Roman Friedrich (Autor)

Derecho - Derecho europeo e Internacional, Derecho internacional privado
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Die vorliegende Arbeit befasst sich im Konkreten mit dem Recht auf Konsultation, sowie dem Recht auf freie, informierte und vorherige Zustimmung ("free, prior and informed consent", PIC) - sowohl derem gedanklichen und rechtsdogmatischen Fundament, als auch der normativen Basis in Quellen des Völkerrechts und der Rechtsprechung supranationaler Tribunale.

Zuvor wird auf die Bedeutung des Konsultationsrechts beziehungsweise seinen stärkeren, großen Bruder, das Recht auf PIC für die indigenen Völker, deren Lebensführung und Entfaltung ihrer Menschenrechte eingegangen. Ebenso geht es um das Verhältnis zwischen Konsultationsrecht und Recht auf PIC, sowie die Konfliktsituation, die notwendigerweise aus dem Spannungsverhältnis zwischen staatlicher Souveränität und der Verleihung spezifischer Rechte an einzelne Bevölkerungsgruppen resultiert. Im Zuge dieser Darstellungen wird versucht werden, die am meisten divergierenden Standpunkte der Staaten und der indigenen Völker zu beleuchten und ein mögliches Lösungsmodell vorzustellen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Bedeutung vorheriger Konsultationen, sowie des Rechts auf „PIC“

III. Durch Konsultationsrecht bzw. Zustimmungsrecht aufgeworfene Interessenskonflikte und dogmatische Lösungsansätze

IV. Konsultationsrecht und Zustimmungsrecht – Definitionen und Beispiele normativer und judikativer Umsetzung

V. Conclusio

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das rechtliche Fundament und die normative Basis des Konsultationsrechts sowie des Rechts auf freie, informierte und vorherige Zustimmung (FPIC/PIC) für indigene Völker, um das Spannungsverhältnis zwischen staatlicher Souveränität und den Menschenrechten indigener Gruppen zu analysieren.

  • Rechtsdogmatisches Fundament des Konsultationsrechts und von FPIC.
  • Spannungsfeld zwischen staatlicher Souveränität und indigener Selbstbestimmung.
  • Die Rolle internationaler Völkerrechtsinstrumente (z.B. ILO-Konvention 169, UNDRIP).
  • Rechtsprechung supranationaler Tribunale zur Einbindung indigener Völker.
  • Modelle der ausgehandelten Gerechtigkeit („negotiated justice“) in der Praxis.

Auszug aus dem Buch

IV. Konsultationsrecht und Zustimmungsrecht – Definitionen und Beispiele normativer und judikativer Umsetzung

Es bietet sich nicht an, zu Beginn eine vorgefertigte Definition des Konsultationsrechtes bzw des Rechtes auf „PIC“ darzulegen, da, wie noch zu zeigen sein wird, der Charakter des jeweiligen Rechtes stark von seiner normativen Gestaltung abhängt. Als Ausgangspunkt können aber die Begriffskerne insofern festgehalten werden, als dass das Konsultationsrecht durch die angemessene Information, Teilhabe und Einbindung indigener Völker bzw ihrer Vertreter in Entscheidungsprozesse, deren Ausgang ihre Lebensbedingungen in gewissem Grade beeinflussen können, erfüllt ist, wohingegen das Recht auf „FPIC“ den Indigenen effektive Gestaltungsmacht gibt, da es die Möglichkeit verleiht, ihren Interessen widerstrebende Entscheidungen zu behindern oder verhindern.

Während nun die genaue Ausformung einer „Konsultation“ tatsächlich erst anhand von entsprechenden Normen und, vielmehr noch, praktischen Ausführungen, genauer umrissen werden kann, sind Überlegungen zu „free“, „prior“, „informed“ und „consent“, jene Merkmale, die das Recht auf FPIC begrifflich vorausdeterminieren, bereits an dieser Stelle angebracht: „Frei“ impliziert die Abwesenheit von Zwang, Manipulation, Einschüchterung, Drohung uÄ; „vorherig“ umschreibt die Verpflichtung, den Mitwirkungsprozess bereits eine angemessene Zeit vor Entscheidungsfällung einzuleiten, sowie ausreichend Zeit für die internen Beratungen der indigenen Gruppen zu lassen.

„Informiert“ heißt, dass indigene Vertreter leicht zugängliche, verständliche und vollständige Information ua über sozio-ökonomische und ökologische Auswirkungen eines Projektes, seinen Hintergrund, seine Dauer, sowie die Art, das Wesen und die Reichweite eines Projekte erhalten soll. „Consent“ soll va durch Konsultation und Mitbestimmung geprägt sein, indem nämlich den indigenen Völkern auch materielle, finanzielle und menschliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden sollten, damit diese auch mit ihren selbst gewählten Vertretern unter sorgfältiger Respektierung ihrer eigenen Beratungs- und Entscheidungsverfahrens an dem Dialog teilhaben können.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der kollektiven Rechte indigener Völker ein und definiert den Fokus auf das Konsultationsrecht sowie das Recht auf FPIC.

II. Bedeutung vorheriger Konsultationen, sowie des Rechts auf „PIC“: Dieses Kapitel erläutert die tiefe spirituelle Verbindung indigener Völker zu ihrem Land und die Notwendigkeit von Konsultationsrechten als Schutzinstrumente.

III. Durch Konsultationsrecht bzw. Zustimmungsrecht aufgeworfene Interessenskonflikte und dogmatische Lösungsansätze: Hier werden die Konflikte zwischen staatlichen Souveränitätsansprüchen und den Schutzbedürfnissen indigener Völker analysiert.

IV. Konsultationsrecht und Zustimmungsrecht – Definitionen und Beispiele normativer und judikativer Umsetzung: Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Definitionen von FPIC und analysiert internationale Normen wie die ILO-Konvention 169 sowie die Rolle der Rechtsprechung.

V. Conclusio: Die Conclusio fasst zusammen, dass trotz Fortschritten im Diskurs die Durchsetzung internationaler Prinzipien gegen nationale Interessen weiterhin eine Herausforderung bleibt.

Schlüsselwörter

Konsultationsrecht, PIC, FPIC, Indigene Völker, Selbstbestimmung, Menschenrechte, Souveränität, Völkerrecht, ILO-Konvention 169, UNDRIP, Landnutzung, Negotiated Justice, Rechtsprechung, Ressourcen, Mitbestimmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der rechtlichen Verankerung und der praktischen Anwendung von Konsultationsrechten und dem Recht auf freie, informierte und vorherige Zustimmung (FPIC) indigener Völker.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die Themen Menschenrechte, indigene Souveränität, staatliche Hoheitsgewalt, Landnutzungsrechte und internationale Völkerrechtsnormen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Spannungsverhältnis zwischen staatlichen wirtschaftlichen Interessen und den Rechten indigener Völker auf Selbstbestimmung und Mitsprache zu untersuchen und Lösungsmodelle zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche Untersuchung unter Einbeziehung völkerrechtlicher Quellen, internationaler Konventionen und einschlägiger Rechtsprechung supranationaler Tribunale.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen des Konsultationsrechts, die verschiedenen internationalen Abkommen (ILO 169, UNDRIP) sowie die konkrete Anwendung durch Gerichte, etwa den Inter-American Court of Human Rights.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie FPIC, indigene Selbstbestimmung, Völkerrecht und staatliche Souveränität charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die ILO-Konvention 169 von der UN-Erklärung über die Rechte indigener Völker?

Die ILO-Konvention 169 ist ein verbindlicher völkerrechtlicher Vertrag für die ratifizierenden Staaten, während die UN-Erklärung (UNDRIP) rechtlich nicht bindend ist, jedoch als wichtiger normativer Rahmen fungiert.

Warum spielt die Rechtsprechung des Inter-American Court of Human Rights eine besondere Rolle?

Der Gerichtshof hat durch konkrete Urteile, wie im Fall Saramaka People v. Suriname, Kriterien für die Rechtmäßigkeit staatlicher Eingriffe entwickelt und den Interpretationsbedarf vager Formulierungen, etwa in Artikel 32 der UNDRIP, adressiert.

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Detalles

Título
Konsultationsrecht und Recht auf Prior Informed Consent?
Universidad
University of Vienna
Calificación
1,0
Autor
Roman Friedrich (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
26
No. de catálogo
V462559
ISBN (Ebook)
9783668925885
ISBN (Libro)
9783668925892
Idioma
Alemán
Etiqueta
Rechte indigener Völker Menschenrechte kollektive Rechte
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Roman Friedrich (Autor), 2014, Konsultationsrecht und Recht auf Prior Informed Consent?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/462559
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