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Zugangsbarrieren hinsichtlich der Teilnahme an beruflicher Weiterbildung

Title: Zugangsbarrieren hinsichtlich der Teilnahme an beruflicher Weiterbildung

Seminar Paper , 2017 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Elisa Birke (Author)

Pedagogy - Job Education, Further Education
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In dieser Arbeit werden einige Zugangsbarrieren thematisiert, die die Teilnahme an beruflicher Weiterbildung erschweren. Grundsätzlich ist jedem Bürger deutscher Staatsangehörigkeit das gleiche Recht hinsichtlich der Teilnahme an Weiterbildungsangeboten eingeräumt. Jedoch ist die dabei vom Gesetzgeber gestaltete Chancengleichheit in der Gesellschaft praktisch nicht umsetzbar. Schuld daran sind Zugangsbarrieren, die aus verschiedenen Phänomenen der Gesellschaft entstehen. In dieser Arbeit werden einige dieser Barrieren, die den Zugang zu beruflicher Weiterbildung hemmen können, thematisiert.

Eine bis zu den 90er Jahren sehr bedeutsame Zugangsbarriere, die aber heute kaum noch relevant ist, ist das Geschlecht. Heutzutage ist es schwer die Zugangsbarrieren ausschließlich auf die weiblichen Teilnehmerinnen zu beziehen. Bei einigen Hindernissen, die sich in der Gesellschaft ergeben, lässt sich in der Erarbeitung jedoch trotzdem eine leicht verstärkte Relevanz für die Teilnahme des weiblichen Geschlechts feststellen. Eine für beide Geschlechter gleichermaßen relevante Determinante, die in dieser Arbeit thematisiert wird, ist der Einfluss, den der erworbene Schulabschluss auf die Teilnahme an beruflicher Weiterbildung hat. Eine weitere Zugangsbarriere, die behandelt wird, ist die Situation der überwiegend weiblichen Alleinerziehenden, die in ihrem Leben meist nur begrenzte finanzielle und zeitliche Ressourcen zur Verfügung haben, um berufliche Weiterbildung in Anspruch zu nehmen. Im Gegensatz zum Geschlecht hat das Vorhandensein eines Migrationshintergrundes in unserer Gesellschaft mittlerweile einen weitaus stärkeren Einfluss auf die Teilnahme an Weiterbildungsangeboten. Im Leben von Migrantinnen und Migranten entwickeln sich dabei Barrieren auf politischer, ökonomischer, sozialer und kultureller Ebene.

Im Folgenden wird zunächst beispielhaft ein Ausschnitt der für die Teilnahme an beruflicher Weiterbildung relevanten gesetzlichen Grundlagen aus dem Grundgesetz und dem Sozialgesetzbuch aufgegriffen. Darauf folgt die Thematisierung der Entwicklung der geschlechterspezifischen Teilnahmequoten. Weiter wird der Einfluss von Schulabschluss, dem Tatbestand des Alleinerziehens und dem Vorhandensein eines Migrationshintergrunds auf die Teilnahme an beruflicher Weiterbildung dargelegt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die berufliche Weiterbildung im Bildungssystem und ihre Zielsetzung

3. Die Zugangsbarrieren hinsichtlich der Teilnahme an beruflicher Weiterbildung

3.1. Die bildungspolitischen Rahmenbedingungen

3.1.1. Das Grundgesetz

3.1.2. Das Sozialgesetzbuch

3.2. Die geschlechterbezogenen Teilnahmequoten

3.3. Der Einfluss des Schulabschlusses

3.4. Die Situation Alleinerziehender

3.4.1. Die finanziellen Ressourcen Alleinerziehender

3.4.2. Die zeitlichen Ressourcen Alleinerziehender

3.5. Die Teilnahme von Menschen mit Migrationshintergrund

3.5.1. Die politische Ebene

3.5.2. Die ökonomische Ebene

3.5.3. Die soziale Ebene

3.5.4. Die kulturelle Ebene

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Zugangsbarrieren, die Individuen in Deutschland bei der Teilnahme an beruflicher Weiterbildung behindern. Ziel ist es aufzuzeigen, dass trotz gesetzlich verankerter Chancengleichheit in der Praxis strukturelle Hemmnisse existieren, die eine gleichberechtigte Teilhabe erschweren.

  • Bedeutung lebenslangen Lernens im Kontext des Arbeitsmarktes
  • Einfluss von Geschlecht und Bildungsbiografie (Schulabschluss) auf Weiterbildungsquoten
  • Herausforderungen für alleinerziehende Mütter (Ressourcenknappheit)
  • Strukturelle Barrieren (politisch, ökonomisch, sozial, kulturell) für Menschen mit Migrationshintergrund
  • Rollenbilder in Migrantenfamilien und deren Auswirkung auf die Weiterbildungsteilnahme

Auszug aus dem Buch

3.4.1. Die finanziellen Ressourcen Alleinerziehender

Ein Großteil (81%) der alleinerziehenden Frauen Deutschlands hat Anspruch auf Unterhalt gegenüber dem Vater des Kindes. Davon erhalten jedoch nur ca. 50% diesen regelmäßig. Außerdem haben alleinerziehende Frauen ein vergleichsweise geringes Einkommen.

Alleinerziehende vertreten oft eine rein instrumentelle Einstellung zu ihrem Beruf. Sie gehen ihrer Erwerbstätigkeit lediglich aus dem primären Grund finanzieller Unabhängigkeit nach. Daher äußern alleinerziehende Frauen auch oftmals den Wunsch der Teilnahme an beruflicher Weiterbildung, um die Möglichkeit zu haben, ein höheres Einkommen zu erzielen. Auch wenn viele Alleinerziehende das Bedürfnis nach finanzieller Unabhängigkeit haben, sind einige von ihnen trotzdem auf die Leistungen der Grundsicherung angewiesen. Mehr als die Hälfte (52%) aller Bedarfsgemeinschaften, in denen entweder ein Elternteil oder ein Kind, das jünger als 18 Jahre ist, Leistungen nach dem SGB II beansprucht, sind Haushalte Alleinerziehender.

Hinzu kommt, dass alleinerziehende Frauen, die ihren Erziehungsurlaub beenden wollen, teilweise in die Situation kommen, dass der Arbeitgeber Bedenken bei der Wiederaufnahme ihrer Erwerbstätigkeit hat. Dadurch können alleinerziehende Frauen in die Situation kommen, sich berufliche Weiterbildung selber finanzieren zu müssen, um überhaupt in einem Beruf die Erwerbstätigkeit wieder aufnehmen zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz lebenslangen Lernens und führt in die Thematik der gesellschaftlichen Zugangsbarrieren zur beruflichen Weiterbildung ein.

2. Die berufliche Weiterbildung im Bildungssystem und ihre Zielsetzung: Dieses Kapitel definiert berufliche Weiterbildung als Teil des Bildungssystems und erläutert deren Ziele wie Qualifikationserwerb und Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit.

3. Die Zugangsbarrieren hinsichtlich der Teilnahme an beruflicher Weiterbildung: Das Hauptkapitel analysiert detailliert verschiedene Barrieren, darunter rechtliche Grundlagen, geschlechtsspezifische Quoten, den Einfluss des Schulabschlusses sowie spezifische Situationen von Alleinerziehenden und Menschen mit Migrationshintergrund.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass die gesetzlich verankerte Chancengleichheit aufgrund der identifizierten Barrieren in der Praxis nicht vollständig umgesetzt wird.

Schlüsselwörter

Berufliche Weiterbildung, Zugangsbarrieren, Chancengleichheit, Lebenslanges Lernen, Alleinerziehende, Migrationshintergrund, Sozialgesetzbuch, Humankapital, Bildungsniveau, Geschlechterspezifische Disparitäten, Rollenverteilung, Arbeitsmarkt, Soziale Ungleichheit, Qualifikation, Erwerbstätigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, warum es in Deutschland faktisch Barrieren für die Teilnahme an beruflicher Weiterbildung gibt, obwohl der Zugang rechtlich für alle Bürger gleichermaßen offensteht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Bildungsbiografie, die soziale Situation von Alleinerziehenden und die spezifischen Herausforderungen, denen sich Menschen mit Migrationshintergrund gegenübersehen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der gesetzlichen Chancengleichheit und der realen gesellschaftlichen Praxis aufzudecken, die eine gleichberechtigte Weiterbildungsteilnahme hemmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung von Statistiken (z.B. SOEP) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Einflussfaktoren: Rechtliche Rahmenbedingungen, geschlechterbezogene Quoten, den Zusammenhang zwischen Schulabschluss und Weiterbildung sowie die Lebensumstände von Alleinerziehenden und Migranten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind berufliche Weiterbildung, Zugangsbarrieren, Chancengleichheit, soziale Ungleichheit, Humankapital und Rollenverteilung.

Welche Rolle spielt der Schulabschluss für die Weiterbildung?

Der Schulabschluss dient als zentrale Determination; die Daten zeigen, dass Personen mit höherem Schulabschluss signifikant häufiger an beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen.

Warum haben Alleinerziehende besonders Schwierigkeiten beim Zugang zu Weiterbildung?

Alleinerziehende sind aufgrund mangelnder finanzieller Ressourcen und der zeitlichen Belastung durch Kinderbetreuung und Erwerbsarbeit oft nicht in der Lage, Weiterbildungsangebote wahrzunehmen.

Wie beeinflusst der Migrationshintergrund die Teilhabe?

Migrationshintergrund führt oft zu Barrieren auf politischer, ökonomischer, sozialer und kultureller Ebene, wie beispielsweise Probleme bei der Anerkennung von Abschlüssen oder traditionelle Rollenbilder in Familien.

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Details

Title
Zugangsbarrieren hinsichtlich der Teilnahme an beruflicher Weiterbildung
College
University of applied sciences, Neuss
Grade
1,7
Author
Elisa Birke (Author)
Publication Year
2017
Pages
25
Catalog Number
V462734
ISBN (eBook)
9783668906099
ISBN (Book)
9783668906105
Language
German
Tags
zugangsbarrieren teilnahme weiterbildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Elisa Birke (Author), 2017, Zugangsbarrieren hinsichtlich der Teilnahme an beruflicher Weiterbildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/462734
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