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Über Pluralismus und Toleranz in al-Andalus anhand der Korrespondenz des Juden Hasdāy ibn Shaprūṭ mit dem Khazarenreich

Título: Über Pluralismus und Toleranz in al-Andalus anhand der Korrespondenz des Juden  Hasdāy ibn Shaprūṭ mit dem Khazarenreich

Trabajo Escrito , 2018 , 16 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Timon Bartmann (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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In dieser Arbeit soll der Status der Juden im umayyadischen Kalifat in ebenjener Periode untersucht und beurteilt werden. Dazu wird zuerst ein kurzer historischer Überblick über al- Andalus gegeben und die Situation am muslimischen Hof in Cordoba im 10. Jahrhundert beleuchtet. Anschließend werde ich anhand der Person des Ḥasdāy ibn Shaprūṭ innerhalb eines Quellenkommentars über den Brief von seiner Korrespondenz mit dem Khazaren- König, die Beziehung zwischen der Position des Herrschers und diesem andersgläubigen Dienendem, aufzeigen. Außerdem gilt es zu erforschen, welche Aufgaben einem der „dhimmīs“ in einer so herausragenden Stellung zukamen und, ob man in diesem Abschnitt des Mittelalters von dem weitgefassten Begriff „Toleranz“ sprechen kann und was man unter Toleranz in al-Andalus gegenüber einem Juden verstehen kann.

Diese Arbeit stützt sich auf die geschichtswissenschaftlichen Publikationen von Ashtor, Borgolte, Fierro, Menocal, Safran u.v.m und einem Faksimile des Briefes, welches ich nach langer Suche auf der Webseite der Christ Church Oxford Library finden konnte. Eine Übersetzung des hebräischen Dokuments ins Englische findet man in Jacob Rader Marcus Quellenbuch, wobei dies nur ein Auszug des kompletten Briefes ist. Für meine inhaltliche Erschließung habe ich die englische Übersetzung des vollständigen Briefes aus „Miscellany of Hebrew Literature“ verwendet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Einschnitt

3. Status von Juden im Kalifat

4. Quellenkundlicher Kommentar

4.1. Ḥasdāy ibn SShSaprūṭ

4.2. Korrespondenz mit dem Khazarenreich

4.3. Inhalt

4.4. Interpretation in Bezug auf Toleranz

4.5. Pluralismus

5. Fazit

6. Quellen- und Literaturverzeichnis

6.1 Primärquellen

6.2 Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Status der jüdischen Bevölkerung im umayyadischen Kalifat unter ʿAbd al-Raḥmān III. im 10. Jahrhundert, um zu analysieren, inwiefern von einem "Zeitalter der Toleranz" gesprochen werden kann und welche Rolle das Konzept des Pluralismus dabei spielte.

  • Historischer Kontext von al-Andalus im 10. Jahrhundert
  • Soziale und rechtliche Stellung der Juden (Dhimma)
  • Analyse der Korrespondenz zwischen Ḥasdāy ibn SShSaprūṭ und dem Khazarenreich
  • Bedeutung von Toleranz und Pluralismus in der muslimischen Herrschaftspraxis
  • Die Funktion von religiösen Minderheiten als loyale Stütze der Administration

Auszug aus dem Buch

4.4. Interpretation in Bezug auf Toleranz

Dass Ḥasdāy ibn SShSaprūṭ ebenfalls seine außerordentlichen Kenntnisse über al-Andalus beweist, zeigt sein großes Wissen über die Beschaffenheit des Reiches. Dieses Wissen belegt, dass Ḥasdāy sich in einer sehr hohen Beamtenstellung befunden haben muss. Unterstrichen wird dies ebenfalls noch durch die eigene Angabe, dass die Geschenke und Reichtümer durch seine Hände fließen. Eine so hohe Beamtenstellung, in der einem Amtsträger weitläufige finanzielle Belange der Staatskasse überlassen werden, fordert definitiv das gegenseitige Vertrauen zwischen Herrschenden und Staatsdienenden.

Dieses Vertrauen ist bei Ḥasdāy nicht wie bei vielen umayyadischen Familien durch die Loyalität der Sippe, welche sie sich in der Vergangenheit verdient gemacht hat, bedingt, sondern musste von Ḥasdāy selbständig erarbeitet werden. Durch die Lobrede und das Prahlen, dass alle Könige seinem Kalifen Geschenke bringen und „the extraordinary prosperity of spirit, intellect, and power these men shared with each other glows from every page of Hasdai's communique“, zeigt Ḥasdāy ebenfalls den Respekt und die Bewunderung, welche er seinem Kalifen gegenüber hegt. Dies zeigt deutlich, dass das Vertrauen auch auf der Seite Ḥasdāy's besteht.

Die bereits erwähnten diplomatischen Missionen, für die der Brief am meisten Aussagekraft besitzt, zeigen deutlich, dass dieser „Dhimma“ nicht nur in Teilen der Außenpolitik das Reich repräsentierte, sondern auch freie Entscheidungen treffen konnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas, des historischen Rahmens der Convivencia und der Forschungsfrage nach dem Status der Juden sowie dem Begriff der Toleranz.

2. Historischer Einschnitt: Überblick über die politische Entwicklung auf der Iberischen Halbinsel von der Invasion 711 bis zur Etablierung des Kalifats von Cordoba unter ʿAbd al-Raḥmān III.

3. Status von Juden im Kalifat: Analyse der rechtlichen und sozialen Situation der jüdischen Minderheit unter muslimischer Herrschaft sowie ihrer wirtschaftlichen und intellektuellen Aktivitäten.

4. Quellenkundlicher Kommentar: Detaillierte Untersuchung der Person Ḥasdāy ibn SShSaprūṭ und Analyse seines Briefwechsels mit dem Khazarenreich sowie Interpretation der Begriffe Toleranz und Pluralismus.

5. Fazit: Zusammenfassende Beurteilung, dass im 10. Jahrhundert eine Form von Toleranz ausgeübt wurde, die jedoch nicht mit moderner Gleichberechtigung gleichzusetzen ist.

6. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der für die Arbeit herangezogenen Primärquellen und der wissenschaftlichen Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Al-Andalus, Ḥasdāy ibn SShSaprūṭ, Toleranz, Convivencia, ʿAbd al-Raḥmān III., Judentum, Kalifat von Cordoba, Khazarenreich, Dhimma, Pluralismus, Diplomatie, Mittelalter, Iberische Halbinsel, Minderheitenpolitik, Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Zusammenleben von Juden, Christen und Muslimen im umayyadischen Kalifat auf der iberischen Halbinsel im 10. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen der Status der jüdischen Minderheit, die Person Ḥasdāy ibn SShSaprūṭ als Diplomat und das Konzept der religiösen Toleranz im islamischen Spanien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Status der Juden in der genannten Epoche zu beurteilen und zu klären, ob der Begriff "Toleranz" das historische Miteinander in al-Andalus adäquat beschreibt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es wird eine quellenkundliche Analyse durchgeführt, wobei der Brief von Ḥasdāy ibn SShSaprūṭ an den König der Khazaren als zentrales Dokument und Fallbeispiel dient.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Abriss, die Darstellung des Status von Juden im Kalifat sowie eine detaillierte quellenkundliche und interpretatorische Analyse von Ḥasdāy ibn SShSaprūṭs diplomatischen Tätigkeiten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe "Convivencia", "Toleranz", "Pluralismus" sowie die historische Einordnung der Figur Ḥasdāy ibn SShSaprūṭ als einflussreicher jüdischer Würdenträger.

Inwieweit spielt die Korrespondenz mit den Khazaren eine Rolle?

Dieser Briefwechsel dient als Beleg für die diplomatische Reichweite des Kalifats von Cordoba und unterstreicht die herausragende Stellung, die ein Jude wie Ḥasdāy ibn SShSaprūṭ im Staatsapparat einnehmen konnte.

Warum wird Ḥasdāy ibn SShSaprūṭ als Reformer bezeichnet?

Er löste sich von den traditionellen babylonischen Akademien, indem er eine eigenständige jüdische Gelehrsamkeit in al-Andalus förderte, was ihn ideologisch kompatibel mit dem autonomen Kalifat von Cordoba machte.

Was unterscheidet die historische Toleranz im Kalifat von moderner Gleichberechtigung?

Der Autor betont, dass die damalige Toleranz primär ein "Dulden" innerhalb eines Schutzstatus (Dhimma) gegen Steuerzahlung war, was keinesfalls die gleiche rechtliche und soziale Ausgangslage für alle Bevölkerungsgruppen impliziert.

Welchen Einfluss hatte der Pluralismus auf die Stabilität des Kalifats?

Der Kalif nutzte gezielt Vertreter verschiedener Gruppen, um eine einseitige Machtkonzentration zu verhindern, was das System für ihn stabiler und unabhängiger gegenüber rivalisierenden Gruppierungen machte.

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Detalles

Título
Über Pluralismus und Toleranz in al-Andalus anhand der Korrespondenz des Juden Hasdāy ibn Shaprūṭ mit dem Khazarenreich
Universidad
University of Constance
Calificación
1,3
Autor
Timon Bartmann (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
16
No. de catálogo
V463358
ISBN (Ebook)
9783668925526
ISBN (Libro)
9783668925533
Idioma
Alemán
Etiqueta
Iberische Halbinsel Mittelalter Juden Al-Andalus Abd-Al Rahman II. Muslime Islam Convivencia Hasday ibn Shaprut Hasdai Shaprut
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Timon Bartmann (Autor), 2018, Über Pluralismus und Toleranz in al-Andalus anhand der Korrespondenz des Juden Hasdāy ibn Shaprūṭ mit dem Khazarenreich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/463358
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