Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der praktischen Anwendung der Trainingslehre.
Zu diesem Zweck werden ein Beweglichkeitstest, die Planung eines Beweglichkeitstrainings sowie eines Koordinationstrainings anhand eines konkreten Fallbeispiels nach einer theoretischen Einführung durchgeführt und ein zukünftiger Trainingsplan aufgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1 Personendaten und Bewertung
1.1 Personendaten
1.2 Bewertung
2 Beweglichkeitstestung
2.1 Beweglichkeitstest (nach Janda, 2000, S.270)
2.2 Interpretation der Testergebnisse
3 Planung Beweglichkeitstraining
3.1 Belastungsgefüge
3.2 Trainingsplanung
3.3 Begründung
3.3.1 Begründung Belastungsgefüge
3.3.2 Begründung Trainingsplanung
4 Trainingsplanung Koordinationstraining
4.1 Trainingsplanung
4.2 Belastungsgefüge
4.3 Begründung
5 Literaturrecherche
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, ein spezifisches Beweglichkeits- und Koordinationstraining für einen 20-jährigen Klienten zu erstellen, um dessen Leistungsfähigkeit im Kickboxen zu steigern und die allgemeine Beweglichkeit zu verbessern. Die Arbeit evaluiert dabei den Ist-Zustand mittels diagnostischer Tests und leitet daraus ein methodisch fundiertes Trainingsprogramm ab.
- Diagnostik der Beweglichkeit nach Janda
- Erstellung strukturierter Dehnprogramme
- Entwicklung eines progressiven Gleichgewichtstrainings
- Methodische Begründung motorisch-koordinativer Druckbedingungen
- Wissenschaftliche Analyse der Verletzungsprophylaxe durch Dehnen
Auszug aus dem Buch
3.3 Begründung
Der Klient sollte sich so oft wie möglich dehnen, da die Muskulatur beim Dehnen nicht oder kaum ermüdet. Nach Rancour, Holmes & Cipriani (2009) können 2-3 Einheiten pro Woche die Beweglichkeit von Anfängern verbessern und sie bei Sportlern mit einer hohen Beweglichkeit erhalten. Wenn man weniger als zwei mal pro Woche ein Dehnprogramm ausführt, stagniert der Fortschritt (Franco, Signorelli, Trajano & De Oliveira, 2008).
Da der Klient nur drei mal pro Woche Zeit zum Beweglichkeitstraining hat liegt die Häufigkeit pro Woche bei 3.
Mehr als 4 Sätze pro Übung sind nicht sinnvoll. Da bei einer höheren Satzzahl kein signifikanter Mehreffekt zu erwarten wäre, absolviert der Klient 3 Sätze pro Übung.
Nach Freiwald (2000) ist beim Statischen Dehnen eine Dehndauer bis 45 Sekunden angebracht. Die Dehndauer beim Dynamischen Dehnen ist weitestgehend unerforscht und orientiert sich daher an den 45 Sekunden die sich bei einem Statischen Dehnen herauskristallisiert haben. Freiwald 2004 empfiehlt beim Dynamischen Dehnen 15 Wiederholungen innerhalb der 45 Sekunden.
In Sachen Intensität differenzieren Schönthaler und Ohlendorf (2002) 3 Intensitätsstufen: 1. Dehnschwelle: Beginn des Dehnreizes 2. Dehngrenze: Beginn des Dehnschmerzes 3. Maximale Bewegungsreichweite: Gelenkwinkel bei maximal tolerierbarem Dehnschmerz.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Personendaten und Bewertung: Erfassung der anthropometrischen Daten, gesundheitlichen Voraussetzungen und sportlichen Ambitionen des Klienten zur Trainingssteuerung.
2 Beweglichkeitstestung: Durchführung standardisierter Tests nach Janda zur Identifikation von Beweglichkeitseinschränkungen.
3 Planung Beweglichkeitstraining: Erarbeitung eines zielgerichteten Dehnprogramms inklusive Belastungsgefüge und theoretischer Herleitung der Trainingsmethoden.
4 Trainingsplanung Koordinationstraining: Stufenweiser Aufbau eines Gleichgewichtstrainings unter Berücksichtigung motorisch-koordinativer Druckbedingungen.
5 Literaturrecherche: Wissenschaftliche Einordnung der Wirksamkeit von Dehntraining im Kontext der Verletzungsprophylaxe.
Schlüsselwörter
Beweglichkeitstraining, Koordinationstraining, Kickboxen, Janda, Dehnung, Gleichgewicht, Trainingsplanung, Belastungsgefüge, motorische Druckbedingungen, Verletzungsprophylaxe, Leistungssteigerung, Sporttraining, Biomechanik, Trainingslehre, Gesundheitsmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Erstellung eines individuellen Trainingsplans für Beweglichkeit und Koordination zur Optimierung der sportlichen Leistung eines 20-jährigen Klienten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der sportwissenschaftlichen Diagnostik, der methodischen Gestaltung von Dehn- und Gleichgewichtsübungen sowie der Literaturrecherche zur Verletzungsprävention.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die gezielte Verbesserung der Beweglichkeit und des Gleichgewichts, um die sportartspezifische Performance im Kickboxen zu steigern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden standardisierte Beweglichkeitstestungen nach Janda sowie die Konzepte motorisch-koordinativer Druckbedingungen nach Neumeier und Mechling angewendet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Ist-Analyse des Klienten, die konkrete Trainingsplanung für Dehn- und Koordinationsübungen inklusive Begründung der Belastungsparameter.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Beweglichkeitstraining, Koordinationstraining, Belastungsgefüge, motorische Druckbedingungen und Verletzungsprophylaxe.
Warum wird für das Gleichgewichtstraining die „Standwaage auf dem Therapiekreisel“ gewählt?
Diese Übung ist ideal, um den Gleichgewichtssinn gezielt zu fordern, da der Therapiekreisel aufgrund seiner Instabilität hohe Anforderungen an die vestibuläre Kontrolle stellt.
Welche Rolle spielt die Steigerung der Druckbedingungen im Trainingsplan?
Durch die schrittweise Erhöhung von Zeit-, Präzisions- und Komplexitätsdruck wird der Klient sukzessive an die Zielübung herangeführt, ohne ihn zu überfordern.
Wie wurde die Intensität des Dehnens begründet?
Unter Berücksichtigung sportwissenschaftlicher Empfehlungen liegt die Intensität im Bereich knapp jenseits der Dehngrenze, um einen Trainingseffekt bei gleichzeitigem Ausschluss starker Schmerzen zu erzielen.
Warum sind 3 Sätze pro Übung für den Klienten sinnvoll?
Da der Klient über Vorerfahrungen verfügt und gesundheitlich voll belastbar ist, stellen 3 Sätze ein optimales Volumen dar, um signifikante Fortschritte ohne Übermüdung zu erzielen.
- Arbeit zitieren
- Anton Sulger (Autor:in), 2016, Trainingslehre. Die Planung eines Beweglichkeits- und Koordinationstrainings, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/463647