Die Königserhebung Ottos I. Eine Analyse der Darstellung im Hinblick auf die Sachsengeschichte Widukinds

Nach Hagen Kellers "Widukinds Bericht über die Aachener Wahl und Krönung Ottos I."


Hausarbeit, 2019
19 Seiten, Note: 3,0

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Die Königserhebung Ottos I. in der Sachsengeschichte

3. Kellers Blick auf die Aachener Königserhebung Ottos I

4. Kellers Argumentation – eine plausible Überlegung?

5. Fazit

Quellen- und Literaturverzeichnis

1. Einleitung

- „Nachdem nun also der Vater des Vaterlandes [...], Heinrich, entschlafen war, da erkor sich das ganze Volk der Franken und Sachsen dessen Sohn Otto [...] als Gebieter. Und als Ort der allgemeinen Wahl bezeichnete und bestimmte man die Pfalz zu Aachen.“1

Dieses Zitat wurde der Sachsengeschichte des Widukind von Corvey entnommen und bezieht sich auf die Königserhebung des Ottos I. Die Zeremonie hat laut Urkunden am 7. August des Jahres 939 in der Basilika Karls des Großen in Aachen stattgefunden. Zeitpunkt und Ort der Königserhebung sind zwar durch mittelalterliche Quellen gesichert, jedoch wird der Ablauf der Erhebung oftmals von den Historikern in Frage gestellt. Es handelt sich um eine Debatte, die bis in die heutige Zeit hineingeht. Die Sachsengeschichte des Widukind von Corvey mag zwar eine der wichtigsten mittelalterlichen Quellen sein und die wohl am meisten Auskunft über die Königserhebung des Ottos I. gibt, jedoch sollten die darin beschriebenen Vorgänge kritisch betrachtet werden. Die kritische Untersuchung des Berichts Widukinds zur Königserhebung 936 erfolgt aufgrund mehrerer Aspekte, als da unter anderem die vom Corveyer Mönch beschriebene Vorgehensweise des Erhebungsaktes zu nennen ist. Es sind überdies weitere Punkte, die das kritische Hinterfragen der Darstellung in der Sachsengeschichte ermöglichen.

In der vorliegenden Arbeit soll eruiert werden, inwiefern eine kritische Analyse der Sachsengeschichte des Widukind von Corvey im Hinblick auf die von ihm dargestellte Königserhebung Ottos I. möglich ist. Deshalb sollen die res gestae Saxonicae des Corveyer Mönchs zunächst näher beleuchtet werden. In Bezug auf das Thema dieser Arbeit eignet sich gerade das zweite Buch der Sachsengeschichte, in dem die Königserhebung Ottos I. von Widukind ausführlich in ihren Abläufen dargestellt wird. Diese Abläufe wurden von dem Historiker Hagen Keller aufgegriffen und analysiert. In seinem Aufsatz „Widukinds Bericht über die Aachener Wahl und Krönung Ottos I.“ führt er über die Darstellung Widukinds zur Königserhebung eine ausgiebige Debatte. Er nennt Argumente, die einerseits dafür sprechen, dass Widukinds Darstellungen einen hohen Wahrheitsgehalt aufweisen und somit diesen nicht mit Unsicherheit entgegnet werden muss, andererseits legt er aber auch Theorien dar, die an den Schilderungen Widukinds Zweifel äußern. Aufgrund dessen dient der dritte Teil dieser Arbeit, in dem herausgearbeitet werden soll, inwiefern die Argumentation Kellers plausibel erscheint und welche Auswirkungen diese auf den Blick der Königserhebung Ottos I. hat.

Es gibt kaum mittelalterliche Zeugnisse, die eine ausführliche Auskunft über die Königserhebung Ottos I. geben. Daher ist wohl die Sachsengeschichte Widukinds von Corvey eines der wichtigsten Werke für den Historiker, um einen Einblick in die vergangene Zeremonie zu erhalten. Dennoch beschäftigen sich auch heutzutage noch viele Geschichtswissenschaftler mit diesem Ereignis und eröffnen auf unterschiedlicher Basis eine Diskussion, die einen neuen Blickwinkel auf die von Widukind wiedergegebene Erhebung Ottos gibt. Hagen Kellers Aufsatz stellt somit keine Ausnahme dar, wenn er die dargestellten Ereignisse kritisch hinterfragt und weiterhin auf diesem Gebiet forscht.

2. Die Königserhebung Ottos I. in der Sachsengeschichte

Die res gestae saxonicae des Corveyer Mönchs Widukind, im Deutschen auch als die Sachsengeschichte bekannt, gilt als die wohl bedeutsamste Quelle des Mittelalters bzw. im engeren Sinne der Ottonenzeit. Sie besteht aus insgesamt drei Büchern, wobei gerade das zweite Buch für die Frage der vorliegenden Arbeit am interessantesten ist. In diesem geht es nämlich hauptsächlich um die Königserhebung Ottos I.

Otto I. war Sohn Heinrichs I., der bis 936 als König des Ostfrankenreichs herrschte. Am 2. August diesen Jahres verstarb Heinrich I. und hinterließ sein Königreich seinem Sohn Otto, trotz der Tatsache, dass es ebenso dessen Bruder Heinrich hätte zugeschrieben werden können. Wenige Wochen später, am 7. August 936, soll die Wahl und Thronsetzung Ottos in der Basilika Karls des Großen in Aachen stattgefunden haben, wie auch Widukind in seiner Sachsengeschichte festhält.2 Die Zeremonie wurde in drei Akte unterteilt: Im ersten Akt soll die Thronsetzung und die Huldigung der weltlichen Großen vollzogen werden, woraufhin im zweiten Part die geistlichen Akte der Königserhebung folgten. Dabei wurden dem Thronfolger die Insignien übergeben, aber auch die Königssalbung und –krönung durchgeführt. Allgemein gefasst wird der zweite Akt daher auch Krönungsmesse genannt. Schließlich folgt das Krönungsmahl, welches den dritten Akt symbolisiert.3

Diese Unterteilung der Zeremonie ist keinesfalls untypisch. Wichtig ist es allerdings herauszuarbeiten, welche Abläufe den jeweiligen Akten zuzuschreiben sind und welche Charakteristiken mit diesen verbunden sind. In Widukinds Sachsengeschichte wird die Erhebungszeremonie wie folgt begonnen:

- „Und als man dorthin gekommen war, versammelten sich die Herzöge und die Ersten
- der Grafen mit der Schar der vornehmsten Ritter in dem Säulenhof, der mit der Basilika Karls
- des Großen verbunden ist, und sie setzten den neuen Herrscher auf einen hier aufgestellten Thronsessel [...].“4

Der Akt wurde von den weltlichen Großen, die in dem Zitat als Herzöge, Grafen und Ritter bezeichnet sind, durchgeführt. Auf dem Thron huldigten sie ihrem König, sie geboten ihm Treue, sie versprachen ihm Hilfe gegen all seine Feinde und machten ihn so zu ihrem König.5 Auffällig ist, dass bei diesem Teil der Zeremonie keine Geistlichen anwesend waren. Dies liegt allerdings daran, dass diese in der nebenan gelegenen Basilika warteten, um den zweiten Akt einzuläuten.6 Mit dem Eintritt des Königs in die Basilika Karls des Großen begann die eigentliche Krönungsmesse. Widukind berichtet, dass der Erzbischof, in diesem Fall Hildebert von Mainz, ihm zur Pforte entgegenkam. Von da aus schritt er vor Otto bis zur Mitte der Kirche.7 In der Mitte konnte er dann vom Volk gesehen werden und der Bischof sprach8:

- „Sehet, hier bringe ich euch den von Gott erkorenen und einst vom großmächtigen
- Herrn Heinrich bestimmten, nun aber von allen Fürsten zum Könige gemachten Otto;
- wenn euch diese Wahl gefällt, so bezeugt dies, indem ihr die rechte Hand zum Himmel emporhebt.“9

Dieser Vorgang wird von Widukind recht detailliert beschrieben, sodass der Leser den Eindruck gewinnt, als sei der Corveyer tatsächlich bei der Erhebung anwesend gewesen. Seine Erzählung wird vor allem als detailliert empfunden durch Aussagen wie „Als dieser erschien, ging ihm der Erzbischof entgegen, berührte mit seiner Linken die Rechte des Königs [...].“10 oder „Er wandte sich zum Volk um, das ringsherum stand – es waren nämlich in jener Basilika unten und oben umlaufende Säulengänge [...].“11 Außerdem kann er Informationen über die Kleidung des anwesenden Bischofs, sowie des Königs übermitteln und die gesprochenen Worte bei der Zeremonie der partizipierenden Personen wiedergeben. Auf die an das Volk gerichtete Frage, ob dieses der Wahl des neuen Königs zustimme, erhob das Volk seine Rechte und wünschte mit lauten Ausrufen seinem „neuen Herrscher viel Glück“12. Daraufhin schritt der Erzbischof von Mainz mit Otto zum Altar. Dort befanden sich die Königsinsignien, die dem neuen Herrscher übergeben werden sollten: „das Schwert mit dem Wehrgehänge, der Mantel mit den Spangen, der Stab mit dem Zepter und das Diadem.“13

Die Durchführung der Zeremonie durch den Erzbischof von Mainz habe nicht von Anfang an festgestanden, da es zuvor eine Auseinandersetzung zwischen den Bischöfen von Köln und Trier gegeben habe, wie Widukind seinen Lesern berichtet. Dieser Streit konnte allerdings gelöst werden, indem einer der Bischöfe zurücktrat, aufgrund der „allgemein anerkannten Hoheit Hildeberts“14.

Zunächst wurde dem König das Schwert mit dem Wehrgehänge übergeben. Daraufhin folgten der Mantel mit den dazugehörigen Spangen, sowie die Übergabe des Zepters und des Stabs, welche mit den Worten

- „Durch diese Abzeichen bist du aufgefordert, mit väterlicher Zucht deine Untertanen zu

- leiten und in erster Linie den Dienern Gottes, den Witwen und Waisen die Hand des Erbarmens zu reichen; und niemals möge dein Haupt ohne das Öl der Barmherzigkeit
- sein, auf daß du jetzt und in Zukunft mit ewigem Lohn gekrönt werdest.“15

abgeschlossen wurde. Die Erzbischöfe Hildbert von Mainz und Wigfried von Köln salbten Otto mit dem heiligen Öl und krönten ihn mit dem Diadem.16 Sie führten ihn daraufhin zum Thron, den man laut Widukind über eine Wendeltreppe erreichte.17 Nach dem Gesang des Lob Gottes sowie des Messopfers folgte der dritte und schließlich auch letzte Akt der Königserhebung. Otto I. begab sich zum Krönungsmahl, an dem sowohl die Bischöfe, als auch der Adel teilnahmen.18 Widukind hebt diesbezüglich jedoch hervor, dass die Herzöge nicht mit an der Tafel saßen, sondern dem neuen König dienten:

- „Der Herzog der Lothringer, Giselbert, zu dessen Machtbereich dieser Ort gehörte, or- - ganisierte alles; Eberhard kümmerte sich um den Tisch, der Franke Hermann um die - Mundschenken [...]; Siegfried aber, der [...] Schwager des früheren Königs [...] verwal- - tete zu dieser Zeit Sachsen, damit unterdessen nicht ein feindlicher Einfall geschehe [...].“19

Die Herzöge übernahmen demzufolge die Hofämter.20 Des Weiteren weist Widukind darauf hin, dass Ottos Bruder Heinrich nicht bei der Königserhebung anwesend war, da dieser Siegfried unterstützen musste. Er befand sich zu jenem Zeitpunkt demnach in Sachsen. Dass Heinrich Siegfried bei der Verteidigung Sachsens unterstützte, mag zwar der eine Grund gewesen sein, warum er nicht an der Erhebung seines Bruders teilnahm, jedoch fehlt in Widukinds Bericht ein eminenter weiterer Grund, den Floboard von Reims aufgreift. Vor der Erhebung gab es diesem zufolge nämlich einen Streit über die Thronfolge. Es hätte, wie zu Beginn dieses Kapitels erwähnt, ebenso auch Heinrich als Nachfolger in Frage kommen können. Otto war jedoch für das Amt bestimmt; einerseits aufgrund seiner Hochzeit mit der angelsächsischen Königstochter Edgith, die selbstverständlich „weiteren königlichen Glanz und das religiöse Prestige eines Märtyrers [...] in die liudolfingische Familie brachte“21, andererseits aber auch aufgrund der neuen Nachfolgeregelung, die Heinrich vor seinem Tod bestimmte. Er folgte dem Prinzip der Individualsukzession, d.h. die Königsherrschaft konnte nicht mehr, wie es bislang in der karolingischen Praxis üblich war, unter den Söhnen des Königs aufgeteilt werden.22 Nur einer sollte zum König bestimmt werden und ihm allein sollte die Herrschaft zugeschrieben werden. Letztendlich fiel somit die Wahl auf Otto.

Widukind schließt seinen Bericht über die Königserhebung Ottos mit den Worten „Der König aber ehrte danach einen jeden Fürsten freigiebig, wie es sich für einen König gehört, mit einem passenden Geschenk und verabschiedete die vielen Leute mit aller Fröhlichkeit“23 ab. Seine Darstellung dieses Ereignisses zeigt, dass die Erhebung per se harmonisch ablief. Es gab keinen Einspruch seitens des Volkes gegen die Krönung Ottos und die Zeremonie wurde ohne Komplikationen abgewickelt. Betrachtet man jedoch die Darstellung Widukinds tiefgründiger, so fällt auf, dass bspw. Ottos Frau Edgith kein Mal in der Sachsengeschichte erwähnt wird. Es scheint, als sei sie bei der Krönung ihres Gatten nicht dabei gewesen zu sein, was jedoch für diese Zeit recht untypisch erscheint. Außerdem geht Widukind nicht auf die genaueren Beweggründe des jüngeren Heinrichs ein, warum dieser nicht bei der Zeremonie in Aachen dabei gewesen ist. Argumente wie diese verleiten den Leser dazu zu schlussfolgern, dass die Darstellung Widukinds unvollständig ist. Zudem kann man Zweifel an der Abfolge der eigentlichen Krönungsmesse äußern, da diese derart nicht der eigentlichen karolingischen Tradition entspricht.

Diese und weitere Punkte sind ein triftiger Grund für den heutigen Historiker eine kritische Auseinandersetzung mit der Sachsengeschichte Widukinds von Corvey durchzuführen. Auf dieser Grundlage verfasste unter anderem Hagen Keller seinen Aufsatz ,Widukinds Bericht über die Aachener Wahl und Krönung Ottos I.’, in dem er die von Widukind geschilderte Königserhebung Ottos I. aus einer anderen Perspektive betrachtet. Er greift hierfür mehrere Punkte auf, die er kritisch beäugt und anhand anderer Zeugnisse und Sachverhalte für diese Zeit belegt. Ob seine Argumentation dennoch im Hinblick auf die Darstellung der Königserhebung Ottos I. in der Sachsengeschichte plausibel erscheint, soll im weiteren Verlauf der Arbeit konkretisiert werden.

3. Kellers Blick auf die Aachener Königserhebung Ottos I.

Hagen Keller, ein deutscher Historiker, der sich vorwiegend mit der ottonischen Geschichtsschreibung auseinandersetzt, veröffentlichte 1995 einen Aufsatz mit dem Titel „Widukinds Bericht über die Aachener Wahl und Krönung Ottos I.“. Ausgangspunkt für seinen Bericht waren Beiträge des deutschen Mediävist Karl Schmids, welcher in den 1960er Jahren eine kritische Darstellung der Sachsengeschichte Widukinds und der darin thematisierten Königserhebung Ottos I. vornahm. Schmid stellt in seiner Ausführung zur Königserhebung Fakten dar, die ein anderes Bild von dem Ereignis vermitteln. Die daraus resultierenden Untersuchungsergebnisse stehen mit der Darstellung Widukinds in einer Diskrepanz, sodass den Erzählungen in der Sachsengeschichte erneut Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte, um sie schließlich erneut auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen. Dennoch hält Keller zunächst fest, dass Widukind von Corvey der ,Kronzeuge’ „für den Herrschaftsübergang von den Karolingern auf die neue sächsische Dynastie ist.“24 Er weist dem mittelalterlichen Mönch besondere Fähigkeiten in der Darstellung des Niedergangs der fränkischen Königsmacht, sowie der Herrschaftsübergänge in der Zeit von 911 bis 936 zu.25 Dennoch gilt es die Schilderungen Widukinds zur Königserhebung Ottos den I. 936 auf deren faktischen und intentionalen Charakter zu untersuchen.26

Keller fasst eingangs die Erzählung Widukinds aus dem zweiten Buch der Sachsengeschichte zusammen, um dem Leser zu zeigen, wie Widukind die Zeremonie erlebte und schließlich in seinem Bericht wiedergab. Heinrich habe seinen Sohn Otto kurz vor seinem Tod zum König bestimmt. Diese Entscheidung wurde außerdem durch das Volk der Franken und Sachsen durch die allgemeine Wahl in der Aachener Pfalz bestätigt.27 Er gibt die Königserhebung in ihrer Abfolge kurz wieder und beendet sein Resümee mit dem Verweis auf das schließlich ausgerichtete Krönungsmahl. Dabei verweist Keller auf die Tatsache, dass es keinen Autor aus dem Mittelalter gibt, der über solch genaue Kenntnisse über die Vorgänge in Aachen verfügt wie Widukind von Corvey.28 Alle anderen Autoren entnahmen der Sachsengeschichte die Informationen über die Erhebung Ottos und nutzen diese für ihre eigenen Darstellungen. Keller hebt ebenso hervor, „daß Widukind über ungewöhnlich gute und detaillierte Informationen verfügte, die sich überprüfen lassen.“29 Darunter sind Informationen über den Beginn der Königsherrschaft Ottos, welche auf den 7. August 936 datiert wird, sowie die Anwesenheit bestimmter Personen bei den Feierlichkeiten. Dazu gehören unter anderem der Erzbischof Hildebert von Mainz, „die Herzöge Lothringen, Franken, Schwaben und Bayern“30 u.v.m. Es kann anhand mittelalterlicher Zeugnisse bestätigt werden, dass die erwähnten Personen tatsächlich zu jenem Zeitpunkt amtierten.31 Ebenso kann ohne jegliche Zweifel behauptet werden, dass Widukind selbst den Ort der Königserhebung, nämlich die Basilika Karls des Großen, gesehen hat, wie er auch durch seine Beschreibungen in der Sachsengeschichte zeigt: „[...] es waren nämlich in jener Basilika unten und oben umlaufende Säulengänge [...]“32 oder „[...] nachdem die rechtmäßige Weihe vollzogen war, wurde er von denselben Bischöfen zum Thron geführt, zu dem man über eine Wendeltreppe hinaufstieg [...]“33. Keller hebt des Weiteren hervor, dass Widukind in seinem Bericht über die Königserhebung die wesentlichen Insignien erwähnt, die auch der sogenannte ,Frühdeutsche Ordo’34 für die Erhebung vorsieht. Hier fügt der Historiker hinzu, dass Widukind sein Werk eben erst um das Jahr 968 abschloss und in diesem keine Verweise auf den Frühdeutschen Ordo zu erkennen sind.35 Daraus schlussfolgert Keller, dass der Corveyer Mönch die Erhebung wirklich gesehen haben muss.36

[...]


1 Widukind von Corvey, Res gestae Saxonicae, S. 105.

2 Vgl. Widukind von Corvey, Res gestae Saxonicae, S. 105.

3 Vgl. Gerd Althoff, Die Ottonen, S. 71.

4 Widukind von Corvey, Res gestae Saxonicae , S. 105.

5 Vgl. Ebd., S. 105.

6 Vgl. Ebd., S. 105.

7 Vgl. Ebd., S. 105.

8 Vgl. Ebd., S. 105.

9 Ebd., S. 105.

10 Ebd., S. 105.

11 Widukind von Corvey, Res gestae Saxonicae, S. 105.

12 Ebd., S. 105.

13 Ebd., S. 107.

14 Ebd., S. 107.

15 Ebd., S. 107 ff.

16 Vgl. Ebd., S. 109.

17 Vgl. Ebd., S. 109.

18 Vgl. Widukind von Corvey, Res gestae Saxonicae, S. 109.

19 Ebd., S. 109.

20 Vgl. Gerd Althoff, Die Ottonen, S. 74.

21 Ludger Körntgen, Ottonen und Salier, S. 11.

22 Vgl. Ebd., S. 11.

23 Widukind von Corvey, Res gestae Saxonicae, S. 109.

24 Hagen Keller, Widukinds Bericht über die Aachener Wahl und Krönung Ottos I., S. 396.

25 Vgl. Ebd., S. 396.

26 Vgl. Ebd., S. 397.

27 Vgl. Ebd., S. 412 f.

28 Vgl. Ebd., S. 414.

29 Hagen Keller, Widukinds Bericht über die Aachener Wahl und Krönung Ottos I., S. 415.

30 Ebd., S. 415.

31 Vgl. Ebd., S. 415.

32 Widukind von Corvey, Res gestae Saxonicae, S. 105.

33 Ebd., S. 109.

34 Eine Ordnung des Gottesdienstes für den zweiten Akt der Königserhebung.

35 Vgl. Hagen Keller, Widukinds Bericht über die Aachener Wahl und Krönung Ottos I., S. 417.

36 Vgl. Ebd., S. 417.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Die Königserhebung Ottos I. Eine Analyse der Darstellung im Hinblick auf die Sachsengeschichte Widukinds
Untertitel
Nach Hagen Kellers "Widukinds Bericht über die Aachener Wahl und Krönung Ottos I."
Hochschule
Universität zu Köln
Note
3,0
Autor
Jahr
2019
Seiten
19
Katalognummer
V464993
ISBN (eBook)
9783668930919
ISBN (Buch)
9783668930926
Sprache
Deutsch
Schlagworte
königserhebung, ottos, eine, analyse, darstellung, hinblick, sachsengeschichte, widukinds, nach, hagen, kellers, bericht, aachener, wahl, krönung
Arbeit zitieren
Ilka Schillings (Autor), 2019, Die Königserhebung Ottos I. Eine Analyse der Darstellung im Hinblick auf die Sachsengeschichte Widukinds, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/464993

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