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Die Rolle Genuas und Venedigs im Schwarzmeerhandel des 14. Jahrhunderts

Titre: Die Rolle Genuas und Venedigs im Schwarzmeerhandel des 14. Jahrhunderts

Dossier / Travail , 2015 , 24 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Verena Berens (Auteur)

Art - Histoire de l'art
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern die Faszination der fortschrittlichen und zugleich so ungewohnten Kultur der östlichen Hemisphäre Europa einnahm und welche namhafte Rolle Venedig und Genua im Austausch zwischen den Kulturen zukommt. Hierbei ist besonders wissenswert, welche Bandbreite an Gütern den europäischen Markt eroberte und wie verschiedene Aspekte der östlichen Kultur und Lebensweise absorbiert wurden.

Die Literatur bietet eine breite Auswahl an Werken, die sich mit dem Transfer zwischen Ost und West beschäftigen. Das Schwarze Meer findet dort als Übergang zur östlichen Welt oftmals Erwähnung, besonders die wichtigsten Stützpunkte an den Küsten. Allerdings finden sich wenige Ausarbeitungen, welche ein genaueres Bild des kolonialen Lebens skizzieren. Das Verhältnis zwischen Fachliteratur über Venedig und Genua ist unausgeglichen, da die Forscher deutlich öfter die Lagunenstadt Venedig in den Fokus nehmen und Genua vergleichsweise weniger Aufmerksamkeit genießt.

Dennoch wird in dieser Arbeit geschildert, wie die beiden italienischen Städte zu Handelsmächten aufsteigen konnten, mit welchen Problemen sie auf dem Weg dorthin konfrontiert wurden und wie das Schwarze Meer unter ihrer Herrschaft zu einer "Drehscheibe des Welthandels" wurde. Darauf aufbauend werden die Folgen dieser Erweiterung der Handelsräume für den Westen dargelegt, um eine Vorstellung davon zu geben, inwiefern der Orient wichtige Impulse an die Europäer weitergab, die bis heute aus unserem Leben nicht mehr fortzudenken sind.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Anfänge der Handelsexpansion

2.1 Der Aufstieg Venedigs und Genuas

2.2 Stolpersteine auf dem Weg zur Seemacht: Das konfliktreiche 13. Jahrhundert

3. Die Entdeckung des Schwarzen Meeres als Handelsraum

4. Handelsalltag am Schwarzen Meer

4.1 Die Vielfalt der Waren und der Transfer zwischen Ost und West

4.2 Zwei Städte im Fokus: Das Warenangebot in Kaffa und Trapezunt

4.3 Multikulturelle Gemeinschaft: Die soziale Struktur in den Kolonien

5. Asien in Europa: Kultur- und Warentransfer in den Westen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die historische Rolle von Venedig und Genua als zentrale Handelsmächte im 14. Jahrhundert und beleuchtet, wie der wirtschaftliche und kulturelle Austausch mit dem Schwarzmeerraum das mittelalterliche Europa nachhaltig prägte.

  • Handelsexpansion und Aufstieg der italienischen Seerepubliken
  • Die strategische Bedeutung des Schwarzmeerraums als Handelsdrehscheibe
  • Warentransfer zwischen dem Osten und dem westlichen Europa
  • Soziale Strukturen in den multikulturellen Kolonien
  • Kulturelle Einflüsse und Adaptation östlicher Elemente im Abendland

Auszug aus dem Buch

4.1 Die Vielfalt der Waren und der Transfer zwischen Ost und West

Die Frage, die sich nun stellt, ist, welche Waren Russland und die anderen Länder rund um das Schwarze Meer und darüber hinaus zu bieten hatten und welche Güter ihnen ihre italienischen Handelspartner im Gegenzug anpriesen. Italienische Kaufleute, die in den Kolonien lebten, hielten den Transfer der Waren, den sie tagtäglich beobachteten, für die Nachwelt fest. Der genuesische Notar Antonio die Ponzo, der in der genuesischen Gemeinde in Kilia am Schwarzen Meer ansässig war, zeichnete in den siebziger Jahren des 14. Jahrhunderts auf, welche Waren im- und exportiert wurden. Wein und Salz vermerkte er als Importwaren. Weizen, Honig, Wachs sowie Sklaven, häufig Mädchen im Alter von 12 bis 13 Jahren aus der Mongolei, fielen unter die Kategorie „Exportwaren“.

Bezahlen mussten die italienischen Kaufleute, die ihrerseits neben Salz und Wein, auch Leinen und Wollgewebe ins Schwarzmeergebiet brachten, die Güter mit Silberbarren, sogenannten „Sommi“. Diese Barren wurden in den Werkstätten ihrer Heimatstädte Genua und Venedig gegossen, jedoch nach europäischen Standards. Die Richtlinien, welche im Schwarzmeerraum galten, erforderten einen höheren Reinheitsgrad für das Zahlungsmittel. Um der Norm gerecht zu werden, ließen die Händler die mitgebrachten Silberbarren in den Kolonien Pera oder Galata, welche am Eingang zum Schwarzen Meer lagen, einschmelzen, um daraus neue Barren mit dem entsprechenden Reinheitsstandard für den asiatischen Raum gießen zu lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Faszination des Orients ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Rolle Venedigs und Genuas im kulturellen und wirtschaftlichen Austausch.

2. Die Anfänge der Handelsexpansion: Das Kapitel analysiert den historischen Aufstieg der beiden Seemächte und die rivalisierenden Konflikte des 13. Jahrhunderts, die den Weg für ihre koloniale Expansion ebneten.

3. Die Entdeckung des Schwarzen Meeres als Handelsraum: Hier wird dargelegt, wie politische Rahmenbedingungen wie die Pax Mongolica das Schwarze Meer als neue, zentrale Handelsregion etablierten.

4. Handelsalltag am Schwarzen Meer: Dieser Hauptteil widmet sich der konkreten Warenlogistik, den bedeutenden Hafenstädten und der sozialen Organisation innerhalb der italienischen Kolonien.

5. Asien in Europa: Kultur- und Warentransfer in den Westen: Das Kapitel untersucht die tiefgreifenden Auswirkungen des Orienthandels auf die europäische Alltagskultur, Architektur und Technik.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Rolle Venedigs und Genuas als Vermittler zusammen und betont die langfristigen Folgen dieses Austauschprozesses für die europäische Identität.

Schlüsselwörter

Venedig, Genua, Schwarzes Meer, Handelsexpansion, Warentransfer, Kaffa, Trapezunt, Pax Mongolica, Kolonien, Kulturtransfer, Mittelalter, Handelsmacht, Luxusgüter, Globalisierung, Orient.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die Rolle von Venedig und Genua als Handelsmächte im 14. Jahrhundert und deren Einfluss auf den kulturellen und wirtschaftlichen Austausch zwischen dem Orient und dem westlichen Europa.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Handelsexpansion im Schwarzmeerraum, der Austausch von Massen- und Luxusgütern sowie der Einfluss orientalischer Lebensweise auf die europäische Kultur.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit analysiert, wie Venedig und Genua durch ihre Handelsbeziehungen am Schwarzen Meer zum Transfer von Wissen, Waren und kulturellen Impulsen nach Europa beitrugen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine kunsthistorische Untersuchung, die auf der Analyse von Reiseberichten, zeitgenössischen Notariatsunterlagen und existierender Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Handelslogistik, die detaillierte Betrachtung von Schlüsselstädten wie Kaffa und Trapezunt sowie die Analyse des kulturellen Transfers in den Bereichen Architektur und Alltagskultur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Handelsmacht, Schwarzmeerhandel, Kulturtransfer, Venedig, Genua und mittelalterliche Globalisierung charakterisiert.

Wie unterschied sich der Handelsfokus zwischen Venedig und Genua?

Während Venedig verstärkt den Handel mit Luxusgütern priorisierte, konzentrierte sich Genua in der Region primär auf den Massengüterhandel, wie etwa Getreide.

Welche Bedeutung hatte das Schwarze Meer für die europäische Wirtschaft?

Das Schwarze Meer fungierte als entscheidende „Drehscheibe des Welthandels“ und ermöglichte den Zugang zu asiatischen Märkten, nachdem traditionelle Handelswege gestört oder neue Stützpunkte benötigt wurden.

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Résumé des informations

Titre
Die Rolle Genuas und Venedigs im Schwarzmeerhandel des 14. Jahrhunderts
Université
Johannes Gutenberg University Mainz  (Kunstgeschichte)
Cours
Asien im Mittelalter
Note
1,0
Auteur
Verena Berens (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
24
N° de catalogue
V465155
ISBN (ebook)
9783668925045
ISBN (Livre)
9783668925052
Langue
allemand
mots-clé
Genua Venedig Schwarzes Meer Schwarzmeerhandel Mittelalter 14. Jahrhundert
Sécurité des produits
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Citation du texte
Verena Berens (Auteur), 2015, Die Rolle Genuas und Venedigs im Schwarzmeerhandel des 14. Jahrhunderts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/465155
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Extrait de  24  pages
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