Welche Konzepte zur Entstehung von Schulabsentismus existieren und welche Interventionsstrategien lassen sich im Schulprojekt MOVE daran ableiten?


Hausarbeit, 2014

32 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kennzeichnung der Einrichtung
2.1 Rahmen- und Eckdaten
2.2 Interne Organisationsstruktur
2.3 Erweiterter Rahmen/Makrokontext der Einrichtung
2.4 Zielgruppenbestimmung, Methodenanalyse und Qualitätssicherung

3. Handlungsfelderkundung
3.1 Ebene des konkreten Arbeitsbereiches
3.2 Ebene der persönlichen Erfahrung/ Emotionaler Container

4. Pädagogische Praxisreflexion
4.1 Biografische Analyse
4.2 Aktendaten
4.3 Ressourcen und Risikofaktoren
4.4 Sozialverhalten
4.5 Theoretischer Unterricht
4.6 Praktische Projektarbeit
4.7 Gesprächssituation
4.8 Beziehungsklärung
4.9 Fallinterpretation

5. Wissenschaftliche Fragestellung
5.1 Einleitung
5.2 Begriffsklärung
5.3 Ursachen für Schulabsentismus
5.4 Konzeptionen zur Entstehung von Schulabsentismus
5.5 Zusammenfassung der Konzepte
5.6 Abgeleitet Interventionsstrategien aus der Schulkritik
5.7 Interventionsstrategien im Schulprojekt MOVE

6. Gesamtreflexion

Anhang:

Tagesablauf

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Anmerkung:

In der vorliegenden Arbeit wird zwischen der männlichen und weiblichen Form unterschieden. Dadurch soll die Gleichstellung der Geschlechter berücksichtigt und sprachlich ausgedrückt werden.

Aus Datenschutzgründen sind in der vorliegenden Arbeit verwendete Namen von Schüler/innen abgeändert worden.

1. Einleitung

Als ich mich letztes Semester für das „Berufsfelderschließende Praktikum“ anmeldete, war ich gespannt auf das, was mich erwarten würde. Ich entschied mich mein Praktikum beim Schulprojekt MOVE II zu absolvieren. Ich hatte vorher schon viele praktische Erfahrungen im Bereich der Geistigbehindenpädagogik gesammelt. Mit der Arbeit mit Menschen mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung war ich allerdings nicht sehr vertraut. Deswegen freute ich mich darauf im Rahmen meines „Berufsfelderschließenden Praktikums“ mehr über diese Zielgruppe zu erfahren. Da ich bereits im August 2011 vor Beginn meines Studiums ein dreimonatiges Praktikum an der Stephanus-Schule Schule mit dem Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ absolviert hatte, war ich neugierig, inwiefern sich der Unterricht an beiden „Schulen“ unterscheiden würde. Ich war mir schon zu Beginn meines Studiums sicher, dass ich den Förderschwerpunkt „Verhalten“ wählen würde. Das Praktikum wollte ich dafür nutzen, mir den Unterricht in einer „Schule“ für Menschen mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung anzuschauen.

Ich war gespannt, wie mich die Mitarbeiter/innen und vor allem die Schüler/innen selbst aufnehmen würden. Da ich bis zum jetzigen Zeitpunkt zahlreiche positive Erfahrungen im Rahmen meiner vorherigen Praktika machen konnte, hatte ich wenig Bedenken davor, keinen Zugang zu den Jugendlichen zu finden oder mir unklar über meine Aufgabenbereiche zu sein. Tatsächlich habe ich das Gefühl im Praktikum einen gute Beziehung zu den Mitarbeitern, Schüler etc. aufgebaut zu haben. Ich hoffte und wünschte mir eigenverantwortlich arbeiten zu können, um meine Fähigkeiten ausprobieren zu können. Im Rahmen meines Praktikums konnte ich das selbstständige Arbeiten erproben,z.B. in Form der Durchführung eines Hörspielprojektes.

2. Kennzeichnung der Einrichtung

2.1 Rahmen- und Eckdaten

Das Projekt MOVE für schuldistanzierte Jugendliche bietet die Möglichkeit, den Hauptschulabschluss bzw. erweiterten Hauptschulabschluss nachzuholen um dadurch den Übergang von der Schule in die Berufswelt zu erleichtern. Träger der Einrichtung ist die Zukunftsbau GmbH, ein gemeinnütziger Ausbildungsbetrieb, der das Projekt im Februar 1996 eröffnete, nachdem Mitte der Neunziger Jahre die Problematik der Schuldistanzierung in Deutschland verstärkt Aufmerksamkeit erregte.1

Es existieren insgesamt drei Projekte an unterschiedlichen Standorten in Berlin. Zwei davon befinden sich in Berlin Wedding und eines in Berlin Weißensee. Die Programme MOVE, MOVE II und MOVE Plus Schule sind nach den gleichen Prinzipien aufgebaut, die ich im späteren Verlauf meiner Arbeit anhand von MOVE II näher beschreiben werde. Die Besonderheit von MOVE plus Schule besteht darin, dass eine Rückführung in das normale Regelschulsystem im Vordergrund der Maßnahme steht.2

Die Finanzierung des Angebotes findet durch das Jugendamt und das Schulamt statt und setzt sich aus dem Tageskostensatz zzgl. der Nebenkosten für die Jugendlichen zusammen.3 Zwölf Jugendliche und vier Mitarbeiter/innen sind Teil des Projektes. Die Projektteilnehmer stammen vorrangig aus den Berliner Bezirken Pankow und Reinickendorf. Die Räumlichkeiten bei MOVE II in der Charlottenburger Straße, wo ich das Praktikum absolvierte, lassen sich in drei Unterrichtsräumen, einem Computerraum, einer Holz- und Metallwerkstatt, einer Fahrradwerkstatt, einem Fotolabor,einem Tischtennisraum, einer Küche, einem Esszimmer, einem Garten und einem Büro für die Mitarbeiter einteilen.4 Gegenüber den Räumlichkeiten befindet sich eine Tischlerwerkstatt, die von Zukunftsbau gefördert wird. Die Jugendlichen erhalten dort die Möglichkeit ihr Berufspraktikum zu absolvieren oder nach erfolgreichem Abschluss des Schulprojektes eine Ausbildung zum/zur Tischler/in zu beginnen. Durch diese örtliche Nähe kann der Zugang zu einer späteren Berufsausbildung erleichtert werden.

2.2 Interne Organisationsstruktur

Vier Mitarbeiter/innen gehören zum Team in der Charlottenburger Straße, die sowohl pädagogische als auch z.T. handwerkliche Qualifikationen mitbringen. Es gibt eine Sozialarbeiterin, die zusätzlich eine Ausbildung zur Maschinenbautechnikerin hat, einen Gymnasiallehrer, eine Sozialarbeiterin und einen Erzieher, die an dem Projekt mitwirken.5 Zu den Aufgaben der Mitarbeiter gehören das Unterrichten eines oder mehrerer Fächer, die Anleitung und Durchführung von Praxisprojekten in verschiedenen Berufsfeldern, wie auch die Übernahme einer Bezugsbetreuung einzelner Jugendlichen. Zwischen Bezugsbetreuer/in und dem Jugendlichen soll eine vertrauensvolle und z.T. engere Beziehung aufgebaut werden, als zu den anderen Mitarbeiter/innen. Diese bietet Raum für die Bearbeitung persönlicher Belange der Jugendlichen, wie zum Beispiel die Entwicklung von Lösungsstrategien bei Konflikten oder bei der Erarbeitung beruflicher Perspektiven und Begleitung der Jugendlichen während der Praktika. Der/Die Bezugsbetreuer/in hält regelmäßigen Kontakt zum Jugendamt, den Eltern/Erziehungsberechtigte und zu den Wohnbetreuern/innen. Zu den weiteren Aufgaben gehören das Schreiben von Entwicklungsberichten und Hilfeplänen.6 Innerhalb der Einrichtung gibt es eine leitende Funktion, die von Frau Darr übernommen wird. Sie ist Koordinatorin, Ansprechpartnerin bei Fragen und übernahm die Rolle meiner Mentorin. Allerdings widerspricht eine klare Hierarchiestruktur der Grundidee des Programms und ist daher kaum bemerkbar. Anders als in vielen Schulen steht die Qualifikation des Personals bei der Aufgabenverteilung nicht im Vordergrund. Alle Mitarbeiter/innen haben die Möglichkeit sich nach ihrem eigenen Ermessen einzubringen.

Die Einrichtung lässt sich in einen Schulbereich, einen Wohnbereich, einen Aufenthaltsbereich, einen Werkstattbereich und einen Gartenbereich gliedern, die nicht klar voneinander abzugrenzen sind.7 Dadurch ist eine Vernetzung der einzelnen Teilbereiche zu jedem Zeitpunkt gegeben und die Teilnehmer/innen haben die Gelegenheit zwischen den Räumlichkeiten hin und her zu wechseln.

2.3 Erweiterter Rahmen/ Makrokontext der Einrichtung

Nach aktuellen Zahlen erreichen neun Prozent aller Schüler/innen in Deutschland keinen Schulabschluss und ca. 15 Prozent der jungen Erwachsenen zwischen 20 und 29 Jahre verfügt über keine Berufsausbildung.8 Nach Schätzungen besuchen 300.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland nicht mehr regelmäßig die Schule. Darunter sind 10.000 „Totalverweigerer“, d.h. Schüler/innen, die sich der Schule komplett entziehen, auszumachen.9

Jugendliche, die von der Institution Schule nicht mehr erreicht werden, da sie über einen längeren Zeitraum der Schule fern bleiben und die Regelschule ohne Abschluss oder berufliche Perspektive verlassen, werden in das Projekt integriert. Die Interessen und Bedürfnisse der schuldistanzierten Jugendlichen werden aufgegriffen. Dadurch wird ihnen eine sehr nah an der Lebenswelt orientierte, neue Lernformen in der schulischen und beruflichen Bildung, sowie ganzheitliche soziale Unterstützung ermöglicht.10

Die Betreuung bei MOVE erfolgt nach dem § 13,2 zur Jugendsozialarbeit der im SGB VIII zu finden ist. Der § 13 besagt:

„Jugendsozialarbeit ist der im § 13 SGB VIII geregelte Teil der Jugendhilfe, der sozial benachteiligte und individuell beeinträchtigte junge Menschen bei ihrer schulischen und beruflichen Ausbildung, der Eingliederung in die Arbeitswelt und bei Ihrer sozialen Integration unterstützt.“11

„Jugendsozialarbeit wendet sich an Zielgruppen, die besonders von Ausgrenzung bedroht sind. Die präventive Ausrichtung ihrer Angebote zielt auf die kompensatorische Aufarbeitung und Überwindung von sozialen Benachteiligungen und individuellen Beeinträchtigungen und reagiert auf Problemlagen, die einen erhöhten Unterstützungsbedarf an sozialpädagogischen Hilfen erfordern.

Jugendsozialarbeit entwickelt und unterhält Hilfen und Leistungsangebote, die sich an den Lebenswelten der jungen Menschen orientieren.“ 12

Da das Problem des Schulabsentismus mehre Bereiche des gesellschaftlichen Lebens berührt, war es notwendig, die Zusammenarbeit von verschiedenen Institutionen zu koordinieren. Seit 2003 besteht ein Kooperationsvertrag zwischen schulpsychologischen Beratungszentren, dem Jugendamt, dem Schulamt, Schulpsychologen und der jeweiligen Einrichtung.13

Um die genannten Ziele zu realisieren, ist ein regelmäßiger Kontakt mit den Eltern/ Bezugspersonen aller Teilnehmer/innen erforderlich. Umfang und Inhalte der Zusammenarbeit werden in der Hilfeplanung vereinbart und individuell festgelegt. Zusätzlich finden ein- bis zweimal pro Jahr Elternabende statt.

Des Weiteren können sich die Eltern/ Bezugspersonen mit dem/der jeweiligen Bezugsbetreuer/in regelmäßig austauschen. Neben der Elternarbeit ist die Kooperation mit den zuständigen Berufsberatungen, der Arbeitsagentur, Jobcentern, Jugendberatungshäusern, Bezirksämtern, Fachdiensten, teilstationären und ambulanten Angeboten, wie z.B. dem Betreuten Wohnen , Drogenberatungsstellen etc. notwendig.14

2.4 Zielgruppenbestimmung, Methodenanalyse und Qualitätssicherung

Die Zielgruppe des Programmes sind Jugendliche beiden Geschlechts im Alter zwischen 14 und 17 Jahren, die über einen längeren Zeitraum der Schule fern geblieben sind und entsprechende Lerndefizite aufweisen. Des Weiteren nehmen Jugendliche teil, die hohe Fehlzeiten in der Schule angehäuft haben, so dass ihre Möglichkeiten erschwert sind, den Schulabschluss zu absolvieren. Außerdem richtet sich das Projekt an junge Menschen, die sich in einer gesellschaftlichen Randposition bewegen, nicht ausbildungsreif sind, noch keine Berufswahl getroffen haben oder Hilfe bei dem Übergang ins Berufsleben benötigen. 15 Das Projekt lässt sich nicht im Register „Berliner Schulen“ finden, kann also keiner Schulform zugeordnet werden. 16

Die Merkmale der Zielgruppe können unter anderem Verhaltensauffälligkeiten, Konzentrationsstörungen, Gewaltbereitschaft,ein hohes Aggressionspotenzial, delinquentes Verhalten, mangelnde soziale Kompetenz, geringer schulischer Wissensstand, Suchtgefährdung, geringes Selbstwertgefühl, psychische und physische Lernbeeinträchtigung sein. 17 Die Zugangsvoraussetzungen für die Teilnahme an diesem Projekt sind die Beurlaubung von der Schulpflicht, sowie eine Bedarfsklärungsanalyse, in der die Zustimmung und Finanzierungszusage durch das zuständige Jugendamt erfolgt. Das Projekt beruht auf Freiwilligkeit. Vor der Aufnahme wird ein Informationsgespräch angeboten, in dem sich die Jugendlichen mit dem Programm vertraut machen können. Danach erfolgt eine einwöchige Probewoche, in der sie am Unterricht und an den Praxisprojekten teilnehmen können. Am Ende der Probewoche wird gemeinsam mit dem Jugendlichen über die Aufnahme entschieden. Der Einstieg ist jederzeit gegeben, vorausgesetzt es stehen freie Plätze zur Verfügung. Die Teilnehmerzahl ist auf fünfzehn Plätze begrenzt.18 Zum Zeitpunkt meines Praktikums im September 2013 sind sechs Mädchen und sechs Jungen an dem Programm beteiligt. Die Jugendlichen sind in drei Kleingruppen von vier Personen aufgeteilt. Für jede Gruppe ist ein Bezugsbetreuer zuständig. In dieser festen Konstellation nehmen die jungen Menschen an einzelnen Angeboten des Projektes teil. Welche Angebote die Jugendlichen wahrnehmen, ist abhängig davon wie lange sie an der Maßnahme teilnehmen.

Das Programm hat eine Dauer von ca. 17 Monaten. Es gliedert sich in drei Phasen, wobei die Länge und die Inhalte der verschiedene Abschnitte als Richtlinien zu verstehen sind. Sie können individuell variieren bzw. ausdifferenziert werden. In der Orientierungsphase, die ca. zwei Monaten beträgt, steht die Integration in das Projekt im Vordergrund. Eine Kontaktaufnahme mit den anderen Projektteilnehmern/innen, sowie den Mitarbeitern/innen, insbesondere dem Bezugsbetreuer/in ist in dieser Phase zentral. Der Wissensstand wird überprüft, um im Unterricht in Kleingruppen an vorhandene Kenntnisse anknüpfen zu können. Neben dem Besuch einzelner Unterrichtsfächer kann an Praxisarbeiten in den Werkstätten und in der Küche teilgenommen werden. Nach der Feststellung personaler, sozialer, fach- und berufsübergreifender Kompetenzen wird ein Förderplan für die Jugendlichen erstellt. 19

Es folgt die Stabilisierungsphase, die ca. einen Zeitumfang von zwölf Monaten umfasst. Das Ziel dieser Phase ist es, ausreichende allgemeine berufliche sowie fachpraktische und -theoretische Kenntnisse zur Aufnahme einer Ausbildung oder Erwerb eines Schulabschlusses zu erwerben. Der Unterricht wird nun in Kleingruppen in allen Fächern durchgeführt. Die Aufarbeitung schulischer Defizite, die Festigung von erlerntem Wissen sowie die Verbindung von theoretischem Lernen und praktischer Arbeit sind Teil dieser Phase.

Die Ablösephase, die eine Dauer von drei Monaten umfasst, beinhaltet den Projektabschluss nach Erarbeitung realistischer Anschlussperspektiven. Diese sind beispielsweise der Erwerb eines Schulabschlusses, die Überleitung in eine Ausbildung oder Arbeit. Es setzen intensive Prüfungsvorbereitungen ein, sofern eine Anmeldung zum Schulabschluss erfolgt ist. Eine Erweiterung der Unterrichtszeiten und das Trainieren von Prüfungssituationen sind Teil dieser Phase. Zusätzlich erfolgt die Unterstützung bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz.20

An erster Stelle der pädagogischen Ziele bei MOVE steht die soziale Stabilisierung der Jugendlichen. Sie sollen wieder eine feste Tagesstruktur aufbauen und dabei Kompetenz- und Persönlichkeitsentwicklung hinsichtlich ihrer Stärken entfalten. Um diese Ziele zu erreichen bietet MOVE den Jugendlichen die Möglichkeit, sich über Praxisprojekte in verschiedenen handwerklichen und künstlerischen Bereichen beruflich zu orientieren. Durch das Lernen in diesen Gebieten sollen sie Schlüsselqualifikationen und berufliche Handlungskompetenzen erwerben, die für die Integration in die Arbeitswelt notwendig sind. Zusätzlich können die Jugendlichen an Unterrichtsangeboten teilnehmen, um einen externen Schulabschluss zu erwerben. Dabei wird auch die Perspektive einer Rückführung in die Regelschule geprüft. Das vorrangige Projektziel bei MOVE ist es, den Jugendlichen eine Perspektive auf dem ersten Arbeitsmarkt zu eröffnen. Durch den Übergang in eine weiterführende Qualifikation, Berufsausbildung oder in ein Beschäftigungsverhältnis soll dieses Ziel verwirklicht werden.21

Die Qualitätssicherung und Evaluation erfolgt durch den Austausch und die enge Zusammenarbeit der Beteiligten. Die Ziele und Arbeitsschwerpunkte werden gemeinsam mit dem Jugendamt individuell für die Jugendlichen definiert. Diese Konkretisierung der Ziele erfolgt durch das Hilfeplanverfahren. Regelmäßig werden Evaluationsberichte geschrieben, die in der Hilfekonferenz besprochen werden. Die Festlegung eines Termins für die Konferenz erfolgt in Absprache mit dem Jugendamt und findet einmal im Monat statt. Bei der Konferenz sind die Jugendlichen, die Bezugsbetreuer, die zuständigen Sachbearbeiter des Jugendamtes und ggf. die Eltern/Erziehungsberechtigten anwesend. Ein fachbezogener kollegialer Austausch erfolgt regelmäßig nach Beendigung des Angebotes für die Jugendlichen gegen 14:30 Uhr. Im Rahmen dieses Austausches finden Reflexionsgespräche im Team statt. Einmal wöchentlich werden in der Teamsitzung interne Fallbesprechungen zu den Jugendlichen durchgeführt. Jeden Mittwoch erfolgt die Planung der folgenden Woche durch die Mitarbeiter/innen. Zugleich finden einmal im Monat Treffen mit den anderen Standorten statt. Einmal im Jahr werden Teamworkshops organisiert, in denen die Projekterfahrungen ausgewertet und konzeptionelle Veränderungen thematisiert werden. Einmal im Jahr gibt es eine große Präsentation der Ergebnisse eines Praxisprojektes, bei der sowohl Teilnehmer/innen von MOVE, MOVE II und MOVE plus Schule anwesend sind. Die Teilnahme der Mitarbeiter/innen an Fortbildungen wird durch den Träger der Einrichtung gewährleistet. Zukunftsbau ist nach LQW (Lernorientiertes Qualitätsmanagement in der Weiterbildung) testiert.

[...]


1 Vgl. Konzeption MOVE (2012), S. 2

2 Vgl. Internetseite Schulverweigerprojekt MOVE, (Stand 14.4.1014)

3 Vgl. Konzeption MOVE (2012), S. 2

4 Vgl. Konzeption MOVE (2012), S. 9

5 Vgl. Konzeption MOVE (2012), S. 7

6 Vgl. Konzeption MOVE (2012), S. 7-8

7 Vgl. Konzeption MOVE (2012) S. 9

8 Vgl. Glinka, Hans- Jürgen (2006), S. 14 vgl. n. BIBB-EMNID-Untersuchung

9 Vgl. Glinka, Hans- Jürgen (2006), S. 14

10 Vgl. Konzeption MOVE (2012), S. 2

11 Zit. Berliner Rahmenvertrag für Hilfen in Einrichtungen und durch Dienste der Kinder- und Jugendhilfe (15.12.2006), S.1

12 Zit. Berliner Rahmenvertrag für Hilfen in Einrichtungen und durch Dienste der Kinder- und Jugendhilfe (15.12.2006), S. 1

13 Vgl. Schuldistanz Eine Handreichung für Schule und Jugendhilfe, 1. Auflage, (August 2003), S. 22

14 Vgl. Konzeption MOVE (2012), S. 8

15 Vgl. Konzeption MOVE (2012), S. 3

16 Vgl. Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft. Berliner Schulen (Stand 21.04.2014)

17 Vgl. Konzeption MOVE (2012), S. 3

18 Vgl. Konzeption MOVE (2012), S. 4

19 Vgl. Konzeption MOVE (2012), S. 5

20 Vgl. Konzeption MOVE (2012), S. 7

21 Vgl. Konzeption MOVE (2012), S. 4.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten

Details

Titel
Welche Konzepte zur Entstehung von Schulabsentismus existieren und welche Interventionsstrategien lassen sich im Schulprojekt MOVE daran ableiten?
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Erziehungswissenschaften)
Veranstaltung
Berufsfelderschließendes Praktikum
Note
1,3
Autor
Jahr
2014
Seiten
32
Katalognummer
V465314
ISBN (eBook)
9783668942103
ISBN (Buch)
9783668942110
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schulabsentismus, Projekte Schulabstinens
Arbeit zitieren
Franziska Jäger (Autor:in), 2014, Welche Konzepte zur Entstehung von Schulabsentismus existieren und welche Interventionsstrategien lassen sich im Schulprojekt MOVE daran ableiten?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/465314

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