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Leseselbstkonzept von Schülerinnen und Schülern

Titel: Leseselbstkonzept von Schülerinnen und Schülern

Seminararbeit , 2019 , 18 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Ani Biemann (Autor:in)

Didaktik - Germanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird das Leseselbstkonzept als Teil des sprachlichen – verbalen Selbstkonzepts identifiziert. Es geht um die Fragen: Warum das Leseselbstkonzept im schulischen Kontext bzw. im Unterricht berücksichtigt werden sollte und welche Möglichkeiten in der Modifizierung des Leseselbstkonzepts liegen. Dazu wird im 2. Kapitel das Fähigkeitskonzept von Shavelson et al. genauer ausgeführt. Dieses Konzept weiter ausdifferenziert, beschreibe ich im 3. Kapitel das Leseselbstkonzept. Hier stelle ich anhand des Prototypisches Verlaufsschema der literarischen und Lesesozialisation nach Graf und dem Erwartung-x-Wert-Modell des Lesen nach Möller und Schiefele, die Struktur und Funktionsweise des Leseselbstkonzepts heraus.

Abschließend gehe ich im 4. Kapitel auf die Bedeutung des Leseselbstkonzepts ein, hier werde ich auf die Ausgangsfrage eingehen und die Relevanz des Leseselbstkonzept für das schulische Lesen begründen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fähigkeitsselbstkonzept

3. Leseselbstkonzept

3.1 Prototypisches Verlaufsschema der literarischen und Lesesozialisation

3.2 Erwartung-x-Wert-Modell

4. Bedeutung des Leseselbstkonzept von Schülerinnen und Schülern

5. Schluss

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Leseselbstkonzept als wesentliche Determinante der Lesekompetenz von Schülerinnen und Schülern. Dabei wird analysiert, wie dieses Selbstkonzept im schulischen Kontext entsteht, welche theoretischen Modelle (wie das Erwartung-x-Wert-Modell) es erklären und warum eine gezielte pädagogische Berücksichtigung für die Leseförderung von zentraler Bedeutung ist.

  • Theoretische Grundlagen des Fähigkeitsselbstkonzepts nach Shavelson et al.
  • Struktur und Funktionsweise des Leseselbstkonzepts.
  • Einfluss der literarischen Sozialisation und Lesebiografie auf das Leseselbstbild.
  • Bedeutung motivationaler Faktoren und Erwartungshaltungen für die Lesekompetenz.
  • Pädagogische Implikationen zur Stärkung des Leseselbstkonzepts im Unterricht.

Auszug aus dem Buch

3.1 Prototypisches Verlaufsschema der literarischen und Lesesozialisation

Die Lesesozialisation der Kinder ist richtungsweisend für das Leseselbstkonzept. In ihr kann der Grundstein für ein hohes Leseselbstkonzept gelegt werden. Das Leseselbstkonzept ist ein Selbstbild, welches erst mit Beginn der Grundschule genauer beschrieben und untersucht wird. Die Lesesozialisation beginnt hingegen schon viel früher. So, dass es möglich ist über sie eine erste Orientierung für das Leseselbstkonzept zu liefern. Die Erfahrungen aus der eigenen Lesebiographie haben eine konkrete Wirkung auf das Leseselbstkonzept. „So mögen sich Erfolge bzw. Misserfolge im Lesen und Schreiben relativ bald in einem veränderten Lese- bzw. Schreibselbstkonzept niederschlagen, ohne dass sie das gesamte verbale Selbstkonzept oder das schulische Selbstkonzept verändern müssten.“ (Philipp 2013, S. 7) Weswegen die eigene Lesebiographie bei der Bestimmung des Leseselbstkonzepts sich immer mit abbildet. Wie eine musterhafte, prototypische gelingende Lesesozialisation verlaufen kann, wird im Folgenden genauer ausgeführt.

Das Verlaufsschema, auf das ich mich beziehen, wurde von Graf, anhand von Ergebnissen aus der Feldforschung und der Untersuchung von ca. 1000 Lesebiographien, beschrieben. (Vgl. Graf 2004, S. 18) Dieses Schema beschreibt die Entwicklung von sieben Lesemodi am Ende der Lesesozialisation. „Die Differenzierung von sieben Lesemodi versucht theoriegeleitet, die vorliegende Vielfalt der lektüreautobiographischen Narrationen begrifflich zu strukturieren.“ (Graf 2004, S. 23) Diese Entwicklung wird anhand zweier Parameter beschrieben. Zum einen als Entwicklung durch die Lebenszeit bzw. Biographie, als ontogenetische Entwicklungsphase. Zum anderen die Entwicklung durch den Einfluss von außen, der dominierenden Anregung aus der sozialen Umwelt. (Vgl. Philipp 2011, Abb. 2.1)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Leseselbstkonzept als Teil des sprachlich-verbalen Selbstkonzepts und stellt die Forschungsfrage nach dessen Bedeutung und Modifizierungsmöglichkeiten im Schulunterricht.

2. Fähigkeitsselbstkonzept: Dieses Kapitel erläutert das hierarchische Modell nach Shavelson et al. und diskutiert, wie Leistungsrückmeldungen und soziale Vergleiche das schulische Selbstkonzept prägen.

3. Leseselbstkonzept: Das Kapitel führt in das Leseselbstkonzept ein und analysiert dieses anhand des prototypischen Verlaufsschemas der Lesesozialisation sowie des Erwartung-x-Wert-Modells.

3.1 Prototypisches Verlaufsschema der literarischen und Lesesozialisation: Hier wird dargelegt, wie die individuelle Lesebiografie und verschiedene Lesemodi die Entwicklung des Leseselbstbildes von der frühen Kindheit bis zur Pubertät beeinflussen.

3.2 Erwartung-x-Wert-Modell: Es wird aufgezeigt, wie motivationale Überzeugungen, Interessen und Zielorientierungen das aktuelle Leseverhalten sowie die resultierende Lesekompetenz steuern.

4. Bedeutung des Leseselbstkonzept von Schülerinnen und Schülern: Das Kapitel diskutiert die pädagogische Relevanz, das Leseselbstkonzept von SuS zu fördern, um damit indirekt ihre Lesekompetenz und Lernmotivation zu stärken.

5. Schluss: Die Zusammenfassung unterstreicht die Wechselwirkung zwischen Leseselbstkonzept und Lesekompetenz und betont die Notwendigkeit, dieses Konzept in der pädagogischen Arbeit als Förderzugang zu nutzen.

Schlüsselwörter

Leseselbstkonzept, Lesekompetenz, Lesesozialisation, Erwartung-x-Wert-Modell, Fähigkeitsselbstkonzept, Lesebiografie, Lesemotivation, pädagogische Förderung, Leistungsrückmeldung, soziale Vergleiche, Leseverhalten, Lesekrise, Schulerfolg, Lesenlernen, Selbstbild.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert das Leseselbstkonzept als eine wesentliche, persönlichkeitsbezogene Variable, die maßgeblich beeinflusst, wie Schülerinnen und Schüler ihre eigene Lesekompetenz einschätzen und wie sie sich in Leseaufgaben engagieren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung des Fähigkeitsselbstkonzepts, die Genese des Leseselbstkonzepts im Zuge der Lesesozialisation sowie die Bedeutung motivationaler Strukturen für das tatsächliche Leseverhalten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Relevanz des Leseselbstkonzepts für den schulischen Unterricht aufzuzeigen und Strategien zu begründen, wie Lehrpersonen durch gezielte Förderung das Selbstbild von Schülern als Leser positiv beeinflussen können.

Welche wissenschaftlichen Modelle werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf das Modell von Shavelson, Hubner und Stanton zum Fähigkeitsselbstkonzept sowie auf das Erwartung-x-Wert-Modell nach Möller und Schiefele und das Verlaufsschema der Lesesozialisation nach Graf.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Quellen und Einflussfaktoren des Leseselbstkonzepts, beschreibt dessen theoretische Struktur und leitet daraus die pädagogische Notwendigkeit ab, das Selbstvertrauen in die eigene Lesefähigkeit im Unterricht aktiv zu stützen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Leseselbstkonzept, Lesesozialisation, motivationale Überzeugungen, Leseförderung und die Wechselwirkung von Selbstbild und Leistungsniveau charakterisiert.

Warum ist die Lesesozialisation so entscheidend für das Leseselbstkonzept?

Die Lesesozialisation legt durch frühe Erfahrungen, den Einfluss von Bezugspersonen und die individuelle Lesebiografie das Fundament für die späteren Überzeugungen des Kindes über seine eigene Kompetenz im Umgang mit Texten.

Welche Rolle spielt das Erwartung-x-Wert-Modell im Kontext des Lesens?

Das Modell verdeutlicht, dass die Lesemotivation und das Engagement wesentlich davon abhängen, wie stark ein Schüler den Wert des Lesens einschätzt (Interesse) und wie hoch er seine Erfolgsaussichten bei einer Leseaufgabe bewertet (Erwartung).

Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede beim Leseselbstkonzept?

Ja, unter Bezugnahme auf IGLU-Studien zeigt die Arbeit auf, dass Mädchen im Durchschnitt höhere Ausprägungen in Leseselbstkonzept, Lesemotivation und Leseverhalten aufweisen als Jungen.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Leseselbstkonzept von Schülerinnen und Schülern
Hochschule
Universität Münster
Note
2,3
Autor
Ani Biemann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
18
Katalognummer
V465377
ISBN (eBook)
9783668937369
ISBN (Buch)
9783668937376
Sprache
Deutsch
Schlagworte
leseselbstkonzept schülerinnen schülern
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ani Biemann (Autor:in), 2019, Leseselbstkonzept von Schülerinnen und Schülern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/465377
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Leseprobe aus  18  Seiten
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