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Die Betreuung von Enkelkindern durch ihre Großeltern

Título: Die Betreuung von Enkelkindern durch ihre Großeltern

Trabajo Escrito , 2018 , 21 Páginas , Calificación: 3,0

Autor:in: Laura Stöber (Autor)

Sociología - Individuo, grupos, sociedad
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Die Großelternschaft, die historisch betrachtet eher marginal vorhanden war, hat sich durch die gestiegene Lebenserwartung zu einem weit verbreiteten Phänomen entwickelt. Wie gestaltet sich das Phänomen der Großelternschaft heute und welche gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen hat sie beispielsweise auf die Struktur von institutionellen Kinderbetreuungseinrichtungen oder die Erwerbstätigkeit von Müttern? Wie wirkt sich die Großelternschaft auf das Leben der Großeltern, der mittleren Generation und der Enkelkinder aus?

Um diese Fragen beantworten zu können, wird zunächst das Phänomen der Großelternschaft im demografischen und familialen Wandel vorgestellt. Schließlich wird das theoretische Konzept "Intergenerationale Solidarität", das sich mit den verschiedenen Formen dieser Art von Solidarität beschäftigt, dargelegt und in Bezug auf die Großelternschaft tiefergehend erläutert. Für die praktische Umsetzung der intergenerationalen Solidarität existieren Motive und Bedingungen, die diese begünstigen oder erschweren. Die drei relevantesten Dimensionen des Konzepts werden im Kontext der Großelternschaft analysiert. Außerdem werden die Kombination von Erwerbsarbeit und Enkelkinderbetreuung, die Enkelkinderbetreuung im Geschlechtervergleich, die Folgen der Enkelkinderbetreuung und die Betreuung von Enkeln in einer europäischen Gegenüberstellung betrachtet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Großelternschaft im demografischen und familialen Wandel

3. Dimensionen intergenerationaler Solidarität in Bezug auf die Großelternschaft

3.1 Motive und Bedingungen intergenerationaler Solidarität

3.2 Kontakthäufigkeit

3.3 Verbundenheit

4. Enkelkinderbetreuung

4.1. Gestaltung Enkelkinderbetreuung

4.2. Kombination von Erwerbsarbeit und Enkelkinderbetreuung

4.3. Enkelkinderbetreuung im Geschlechtervergleich

4.4. Weibliche Erwerbsbeteiligung und Kinderbetreuung durch Großeltern

4.5. Enkelkinderbetreuung im europäischen Vergleich

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Großelternschaft unter besonderer Berücksichtigung der Enkelkinderbetreuung. Das primäre Ziel ist es, die Ausgestaltung der intergenerationalen Solidarität zu analysieren und zu klären, wie Großeltern die Unterstützung ihrer Enkelkinder in den familialen Alltag integrieren.

  • Intergenerationale Solidarität im Kontext der Großelternschaft
  • Einfluss von demografischem und familialem Wandel
  • Betreuung von Enkelkindern und deren Vereinbarkeit mit Erwerbsarbeit
  • Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Betreuung
  • Europäischer Vergleich der Betreuungsarrangements

Auszug aus dem Buch

4.1. Gestaltung Enkelkinderbetreuung

Die Betreuung von Enkelkindern ist ein Aspekt der funktionalen Generationensolidarität und eine Leistung, die sich an die mittlere Generation richtet und von der ältesten Generation gegeben wird. Wenn die Enkelkinder klein sind, sind Großeltern häufig in die Betreuung involviert. Zwischen den Jahren 1996 und 2008 sank die Quote der Großeltern, die Betreuungsarbeit leisten, von 33,7% auf 24,7% ab. Seit 2014 steigt die Betreuungsquote wieder an (30,2%). Mögliche Gründe dafür, dass weniger Großeltern auf ihre Enkel aufpassen, sind der Ausbau der institutionellen Betreuungseinrichtungen und die gestiegene Erwerbsquote älterer Frauen. Umgekehrt könnte der Anstieg seit 2014 bedeuten, dass der Ausbau der staatlichen Betreuungseinrichtungen nicht in dem Umfang wächst wie die Erwerbstätigkeit von Müttern. Auch Geld- und Sachgeschenke werden seit 2014 wieder häufiger vergeben (vgl. Mahne/ Klaus 2017, S. 241).

Die Strukturen der Enkelkinderbetreuung sind auch abhängig vom Faktor Alter und geprägt von einem Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland. So betreuen die „jüngsten“ Großeltern (40–54 Jahre) zu 35,6%, die Großeltern im „mittleren“ Altern (55–69 Jahre) zu 41,7% und die „ältesten“ Großeltern (70–85 Jahre) zu 18,8% ihre Enkelkinder. Die Großeltern im mittleren Alter haben vermutlich die meisten zeitlichen Ressourcen zur Verfügung, da sie weniger als die jüngeren Großeltern einer eigenen Erwerbstätigkeit nachgehen und bei besserer Gesundheit sind als die ältesten, die wegen eines schlechteren Gesundheitszustands dazu weniger in der Lage sind. Auch der Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland ist auffällig groß (Ost: 24,6%; West: 32%), da in Ostdeutschland die institutionellen Betreuungseinrichtungen besser und flächendeckender ausgebaut sind und Großeltern daher weniger betreuen müssen. (vgl. Mahne/Klaus 2017, S.242f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Großelternschaft ein und formuliert die zentrale Fragestellung zur intergenerationalen Solidarität in der Enkelkinderbetreuung.

2. Großelternschaft im demografischen und familialen Wandel: Das Kapitel beleuchtet den historischen Wandel der Großelternrolle, die durch gestiegene Lebenserwartung und gesellschaftliche Veränderungen an Bedeutung gewonnen hat.

3. Dimensionen intergenerationaler Solidarität in Bezug auf die Großelternschaft: Hier werden theoretische Konzepte wie assoziative, affektive und funktionale Solidarität definiert und auf ihre Bedeutung für das Großeltern-Enkel-Verhältnis geprüft.

3.1 Motive und Bedingungen intergenerationaler Solidarität: Der Abschnitt erläutert motivationsbasierte Faktoren wie Altruismus und Reziprozität sowie strukturelle Bedingungen wie die Wohnentfernung.

3.2 Kontakthäufigkeit: Dieses Kapitel analysiert die Intensität und Art der Kontakte zwischen Großeltern und Enkeln als Basis für intergenerationale Beziehungen.

3.3 Verbundenheit: Der Fokus liegt auf dem affektiven Aspekt der Beziehung, also der emotionalen Nähe und Verbundenheit zwischen den Generationen.

4. Enkelkinderbetreuung: Es wird die funktionale Dimension der Großelternschaft untersucht, insbesondere die Rolle der Großeltern als Betreuer im familialen Netzwerk.

4.1. Gestaltung Enkelkinderbetreuung: Dieser Teil befasst sich mit den Betreuungsquoten und Einflussfaktoren wie Alter und Wohnort.

4.2. Kombination von Erwerbsarbeit und Enkelkinderbetreuung: Hier wird analysiert, wie moderne Großeltern die Vereinbarkeit von eigener Berufstätigkeit und Betreuungspflichten managen.

4.3. Enkelkinderbetreuung im Geschlechtervergleich: Die Analyse zeigt geschlechterspezifische Rollenbilder und Unterschiede im Betreuungsumfang zwischen Großmüttern und Großvätern auf.

4.4. Weibliche Erwerbsbeteiligung und Kinderbetreuung durch Großeltern: Der Zusammenhang zwischen der Erwerbsbeteiligung von Müttern und der Notwendigkeit familiärer Unterstützung wird thematisiert.

4.5. Enkelkinderbetreuung im europäischen Vergleich: Ein Vergleich der Betreuungsintensität und staatlicher familienpolitischer Rahmenbedingungen in verschiedenen europäischen Staaten.

5. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und reflektiert über den Forschungsstand sowie zukünftige Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Großelternschaft, intergenerationale Solidarität, Enkelkinderbetreuung, demografischer Wandel, Familiensoziologie, Erwerbstätigkeit, Generationenbeziehungen, familiale Unterstützung, Geschlechtervergleich, europäischer Vergleich, Kinderbetreuung, Verbundenheit, assoziative Solidarität, funktionale Solidarität, Familienformen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung der Großelternschaft im heutigen Familiengefüge, insbesondere unter dem Aspekt der Unterstützung und Betreuung von Enkelkindern im Rahmen der intergenerationalen Solidarität.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind der demografische Wandel, die theoretischen Dimensionen intergenerationaler Solidarität, die tatsächliche Praxis der Enkelkinderbetreuung sowie geschlechtsspezifische und europäische Unterschiede.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit stellt die Frage, wie sich die intergenerationale Solidarität von Großeltern in Bezug auf die Betreuung ihrer Enkelkinder gestaltet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse basierend auf soziologischen Theorien und empirischen Studien (wie dem Deutschen Alterssurvey oder der SHARE-Studie), um das Phänomen Großelternschaft zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Solidaritätsdimensionen und eine detaillierte Betrachtung der Enkelkinderbetreuung, inklusive ihrer Kombination mit Erwerbsarbeit und im europäischen Vergleich.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Großelternschaft, intergenerationale Solidarität, Enkelkinderbetreuung, familiale Unterstützung und Erwerbsarbeit.

Welche Rolle spielt die matrilineare Ausrichtung in der Enkelbetreuung?

Die Arbeit stellt fest, dass die Großmutter mütterlicherseits in der Regel die intensivste Verbindung zu den Enkeln hat und am häufigsten Betreuungsleistungen erbringt.

Wie beeinflussen staatliche familienpolitische Maßnahmen die Betreuung durch Großeltern?

Es zeigt sich ein negativer Zusammenhang: In Ländern mit einem hohen Anteil staatlicher Ausgaben für institutionelle Kinderbetreuung übernehmen Großeltern tendenziell weniger Betreuungsaufgaben als in Ländern mit geringeren staatlichen Angeboten.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Betreuung von Enkelkindern durch ihre Großeltern
Calificación
3,0
Autor
Laura Stöber (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
21
No. de catálogo
V465556
ISBN (Ebook)
9783668934764
ISBN (Libro)
9783668934771
Idioma
Alemán
Etiqueta
betreuung enkelkindern großeltern
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Laura Stöber (Autor), 2018, Die Betreuung von Enkelkindern durch ihre Großeltern, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/465556
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