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Inwiefern wird die Entwicklungszusammenarbeit durch mangelnde Staatlichkeit behindert?

Eine empirische Analyse am Fallbeispiel von Guatemala

Título: Inwiefern wird die Entwicklungszusammenarbeit durch mangelnde Staatlichkeit behindert?

Trabajo de Investigación , 2015 , 21 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Ines Prause (Autor)

Política - Región: Centro y Sur América
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Befassend mit der Thematik inwiefern Entwicklungszusammenarbeit durch den Mangel an Staatlichkeit eines Landes behindert wird ersucht die vorliegende empirische Analyse dieses am Beispiel Guatemalas zu erfassen.
Anfänglich wird fragile Staatlichkeit charakterisiert. Zum einen wird erklärt, was diese Begrifflichkeit impliziert und wer die Semantik und das Konzept geprägt hat. Die wesentlichen Merkmale und Probleme eines prekären Staates werden erläutert.

Danach wird auf diese Merkmale im Post-Konflikt Zeitraum Guatemalas eingegangen. Vordergründig wird ein Überblick über die Staatsstrukturen gegeben, der Grund für die politischen Defizite rausgestellt und erklärt wie sich der Bürgerkrieg entwickelt hat. Des Weiteren wird die heutige Situation erläutert und auf die zivilgeselschaftlichen Akteure ebenso wie auf die exekutiv und judikativ Organe eingegangen.
Im weiteren Verlauf wird die Möglichkeit der Entwicklungszusammenarbeit fokussiert und deren Herausforderungen am Beispiel des zentralamerikanischen Staates erläutert.

Zudem wird herausgearbeitet, inwiefern Entwicklungszusammenarbeit durch eine Fragilität in der staatlichen Struktur behindert wird. Abschliessend wird resümierend zusammengefasst, ob Fragilität des Staatsapparates die Entwicklung Guatemalas behindert und die Rede von einem fragilen Staat sein kann.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff der fragilen Staatlichkeit

3. Staatlichkeit und Lebenssituation in Guatemala

3.1 Der Staatsaufbau Guatemalas - ein Überblick

3.2 Historischer Kontext: Bürgerkrieg in Guatemala

3.3 Die gegenwärtige Situation

3.4 Konstellationen im Wirtschaftssektor

3.5 Abschließender Blick auf die Exekutivorgane und die Judikative

4. Der Beitrag von entwicklungspolitischer Zusammenarbeit

4.1 Entwicklungspolitische Ansätze der Bundesregierung Deutschland

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht empirisch, inwiefern die Entwicklungszusammenarbeit in Guatemala durch eine fragile staatliche Struktur sowie mangelnde Staatlichkeit behindert wird. Dabei wird analysiert, wie sich das Fehlen eines Gewaltmonopols, Korruption und die Auswirkungen des vergangenen Bürgerkrieges auf die Effektivität externer Hilfsmaßnahmen auswirken.

  • Charakterisierung des Konzepts der fragilen Staatlichkeit.
  • Analyse der Staatsstrukturen und des historischen Kontextes in Guatemala.
  • Untersuchung der wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen im Post-Konflikt-Zeitraum.
  • Bewertung der Rolle der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und deutscher Ansätze.

Auszug aus dem Buch

3.2 Historischer Kontext: Bürgerkrieg in Guatemala

Um zu erläutern wie sich die bereits genannte Frustration entwickelt wird der historische Kontext des Bürgerkrieges erklärt.

Schätzungen zu urteilen sind während des Bürgerkrieges 200.000 Menschen ermordet, es gibt 50.000 Vermisste und ca. eine Millionen Menschen wurden zwangsweise umgesiedelt. Hauptverantwortlich für die Gräueltaten wird die Regierung gemacht, die gegen die indigene Bevölkerung brutal intervenierte. Die damalige Regierung bezichtigte die Stämme und die arme Landbevölkerung linke Oppositionelle und die Guerillaorganisationen zu unterstützen. Mehr als 400 Dörfer wurden verwüstet und zerstört, Massakrierung der Einwohner durch Tötung und gezielte sexuelle Gewalt waren die etablierten Maßnahmen.

Die oppositionellen Formationen bildeten sich ab den 1960er Jahren, radikalisierten sich teilweise, wurden auch vom Staat kriminalisiert und gewaltsam unterdrückt. Diskrepanzen waren die fehlende Partizipation der Ureinwohner, die Armut und die ausgrenzende Herabwürdigung dieser Bevölkerungsgruppen. Zu Beginn der 1980er Jahre unter dem Autokraten Ríos Montt (1982-1983) war der Krieg besonders verheerend. In den UN-Flüchtlingslagern in Mexiko suchten 40.000 Guatemalteken Schutz. Im internationalen Gefüge wurde das Land vermehrt ausgegrenzt, Devisen aus Fremdenverkehr und Kapitalanlagen fielen. Langsam gelang es Kräften im Militär, eine Transformationn zu mehr Liberalität zu etablieren und 1985 wurde eine neue Verfassung konsituiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Fragestellung bezüglich der Behinderung von Entwicklungszusammenarbeit durch mangelnde Staatlichkeit und legt den Fokus auf das Fallbeispiel Guatemala.

2. Der Begriff der fragilen Staatlichkeit: Dieses Kapitel definiert fragile Staatlichkeit theoretisch und beleuchtet die Kernaspekte von staatlicher Funktionsfähigkeit wie das Gewaltmonopol.

3. Staatlichkeit und Lebenssituation in Guatemala: Das Kapitel analysiert die komplexen Staatsstrukturen, den historischen Bürgerkrieg sowie die aktuelle soziale und wirtschaftliche Lage im Land.

4. Der Beitrag von entwicklungspolitischer Zusammenarbeit: Hier werden die Ansätze internationaler und bilateraler Akteure, insbesondere der deutschen Bundesregierung, zur Unterstützung des Staates und der Zivilgesellschaft diskutiert.

5. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die fragile Staatlichkeit in Guatemala ein maßgebliches Hemmnis für eine erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit darstellt.

Schlüsselwörter

Guatemala, fragile Staatlichkeit, Entwicklungszusammenarbeit, Bürgerkrieg, Gewaltmonopol, Korruption, Post-Konflikt, Staatszerfall, Menschenrechte, indigene Bevölkerung, Rechtsstaatlichkeit, Armutsbekämpfung, Staat-Building, Sozioökonomische Defizite.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, inwiefern die Entwicklungszusammenarbeit in einem Land durch mangelnde Staatlichkeit behindert wird, wobei Guatemala als empirisches Fallbeispiel dient.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Charakterisierung fragiler Staatlichkeit, die Analyse der politischen und historischen Situation Guatemalas sowie die Wirksamkeit entwicklungspolitischer Maßnahmen in prekären Kontexten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Untersuchung der These, dass ein schwacher Staatsapparat und fehlende institutionelle Stabilität entwicklungspolitische Ziele in Guatemala untergraben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine empirische Analyse, die auf der Auswertung bestehender Literatur, Daten von Organisationen (Weltbank, GIZ, UN) und einer Fallstudie zu Guatemala basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt den theoretischen Begriff der fragilen Staatlichkeit, die historische Aufarbeitung des Bürgerkriegs in Guatemala sowie die aktuelle soziale, ökonomische und exekutive Situation im Land.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen fragile Staatlichkeit, Entwicklungszusammenarbeit, Korruption, Staatsmonopol und Post-Konflikt-Gesellschaft.

Welche Rolle spielt der ehemalige Bürgerkrieg für die aktuelle Situation?

Die Traumata des 36-jährigen Bürgerkrieges sind im kollektiven Gedächtnis verankert und die mangelnde Aufarbeitung der Kriegsverbrechen führt weiterhin zu Instabilität und Straflosigkeit.

Warum wird die Arbeit der Exekutivorgane als problematisch eingestuft?

Die Exekutive ist teilweise von kriminellen Strukturen durchsetzt, leidet unter hoher Korruption und hat es bisher nicht geschafft, ein funktionierendes Gewaltmonopol aufzubauen, was das Vertrauen der Bevölkerung schwinden lässt.

Inwiefern beeinflussen illegale Wirtschaftszweige die Entwicklung?

Die florierende Gewaltökonomie, etwa durch Drogen- und Waffenhandel, schwächt die staatlichen Funktionen massiv und schafft Parallelstrukturen, die den Aufbau eines regulierten Marktes verhindern.

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Detalles

Título
Inwiefern wird die Entwicklungszusammenarbeit durch mangelnde Staatlichkeit behindert?
Subtítulo
Eine empirische Analyse am Fallbeispiel von Guatemala
Universidad
University of Duisburg-Essen
Calificación
2,0
Autor
Ines Prause (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
21
No. de catálogo
V465911
ISBN (Ebook)
9783668942608
ISBN (Libro)
9783668942615
Idioma
Alemán
Etiqueta
inwiefern entwicklungszusammenarbeit staatlichkeit eine analyse fallbeispiel guatemala
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ines Prause (Autor), 2015, Inwiefern wird die Entwicklungszusammenarbeit durch mangelnde Staatlichkeit behindert?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/465911
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