« Il y a des siècles que les hommes voyagent pour le plaisir».Diese Feststellung von Robert Capot-Rey ist nicht nur eine Beschreibung menschlichen Verhaltens, sondern auch die Ausgangsbasis für die wirtschaftliche Aktivität von Reiseveranstaltern. Laut einer Umfrage schlagen sich Einsparungen im Konsumverhalten heutzutage mit am Schwersten bei den Urlaubsausgaben nieder. Wer möchte schon auf seinen wohlverdienten Urlaub verzichten, in dem mancher Traum von fernen Welten endlich verwirklicht werden kann. Über die Jahre hinweg zeichnete sich jedoch eine Veränderung im Reiseverhalten der Menschen ab. Die Konsumenten zeigen heute andere Bedürfnisse als noch vor 20 Jahren, sie sind anspruchsvoller und zugleich preissensibler geworden. Während das typische Produkt der Reiseveranstalter, die Pauschalreise, zeitweise an Bedeutung verliert, steigt die Nachfrage nach individuell zusammengestellten Reisen kontinuierlich.4(sogenanntes „Bausteinsystem“) Diese Veränderung im
Nachfrageverhalten der Reisenden stellt die Reiseveranstalter vor erhebliche Herausforderungen. Sie müssen ihre Angebotsgestaltung der veränderten Nachfrage anpassen und neue Produkte entwickeln, wenn sie in dieser Branche langfristig überleben möchten.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Unterschiede im touristischen Nachfrageverhalten in Deutschland und Frankreich, sowie die daraus resultierende Angebotsgestaltung der deutschen und französischen Reiseveranstalter herauszuarbeiten.
Im ersten Teil dieser Arbeit soll zunächst eine allgemeine Einführung in den Tourismus und seine Geschichte sowie ein erster Überblick über den Reiseveranstaltermarkt in Deutschland und Frankreich gegeben werden. Der zweite Teil beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen der Produktpolitik im Rahmen der zu gestaltenden Marketinginstrumente. Der dritte und gleichzeitig letzte Teil beinhaltet eine praktische Anwendung der erarbeiteten theoretischen Grundlagen im Hinblick auf die konkrete Angebotsgestaltung der Reiseveranstalter in den beiden zu untersuchenden Ländern. Grundlegend ist hierbei eine Analyse des Reiseverhaltens der Konsumenten in Deutschland und Frankreich. Auf der Basis dieser Analyse werden dann am aktuellen Angebot ausgewählter deutscher und französischer Veranstalter einige produktpolitische Aspekte untersucht und Unterschiede herausgestellt. Abschließend soll ein Ausblick auf die möglichen zukünftigen Entwicklungen der deutschen und französischen Reiseveranstaltungsbranche gegeben werden.
Inhaltsverzeichnis
EINLEITUNG
I. TOURISMUS UND REISEVERANSTALTER
I.1 Tourismus
I.1.1 Begriffsbestimmung
I.1.2 Geschichte des Tourismus
I.1.3 Einflussfaktoren auf den Tourismus
I.2 Tourist
I.2.1 Begriffsbestimmung
I.2.2 Bedürfnisse von Touristen
I.3 Reiseveranstalter
I.3.1 Begriffsbestimmung
I.3.2 Ziel und grundlegende Strategie von Reiseveranstaltern
I.3.3 Verschiedene Arten von Reiseveranstaltern
I.3.4 Anforderungen an Reiseveranstalter
I.3.5 Besonderheiten im Reiseveranstalterwesen
I.3.5.1 Gewinn und Liquidität
I.3.5.2 Vertikale Integration
I.3.5.3 Horizontale Integration
I.3.6 Probleme des Reiseveranstaltermarktes
I.3.7 Reiseveranstalter in Deutschland
I.3.7.1 TUI AG
I.3.7.2 Thomas Cook AG
I.3.7.3 Rewe-Konzern
I.3.8 Reiseveranstalter in Frankreich
I.3.8.1 Nouvelles Frontières
I.3.8.2 Club Méditerranée
I.3.8.3 Fram
II. TOURISMUS-MARKETING UNTER SPEZIELLER BERÜCKSICHTIGUNG DER PRODUKTPOLITIK
II.1 Tourismus-Marketing
II.1.1 Begriffsbestimmung
II.1.2 Verschiedene Aspekte des Tourismus-Marketing
II.1.3 Anforderungen an das Tourismus-Marketing
II.2 Marketing-Mix als Teil der Marketingkonzeption
II.2.1 Marketingkonzeption
II.2.2 Begriffsbestimmung Marketing-Mix
II.2.3 Marketing-Instrumentarium
II.3 Produktpolitik
II.3.1 Begriffsbestimmung
II.3.2 Eigenschaften von Tourismusprodukten
II.3.2.1 Touristisches Gesamtprodukt
II.3.2.2 Charakteristika von Dienstleistungen
II.3.3 Leistungsebenen touristischer Produkte
II.3.3.1 Kernprodukt
II.3.3.2 Zusatzprodukt
II.3.3.3 Produktpolitik in Bezug auf Kern- und Zusatzprodukt
II.3.4 Gestaltungsrichtungen der Produktpolitik
II.3.5 Produktpolitisches Instrumentarium
II.3.6 Gestaltungsbereiche der Produktpolitik
II.3.6.1 Produktpalette
II.3.6.2 Produktquantität
II.3.6.3 Produktqualität
II.3.6.4 Produktpositionierung
II.3.7 Markenpolitische Maßnahmen
II.3.8 Grenzen der Produktpolitik
II.3.9 Elektronischer Tourismusmarkt
III. ANALYSE DES DEUTSCHEN UND FRANZÖSISCHEN REISEVERHALTENS UND DIE DARAUS RESULTIERENDE ANGEBOTSGESTALTUNG DER REISEVERANSTALTER
III.1 Kultur
III.1.1 Begriffsbestimmung
III.1.2 Einflussfaktoren auf die Kultur
III.1.3 Kultur in Deutschland und Frankreich
III.1.3.1 Wertvorstellungen und Sozialverhalten
III.1.3.2 Kollektivismus und Individualismus
III.1.3.3 Familie
III.2 Touristisches Nachfrageverhalten
III.2.1 Erlebnisorientierung der Konsumenten
III.2.2 Nachfrageverhalten in Deutschland
III.2.2.1 Reiseintensität
III.2.2.2 Urlaubsmotive und -formen
III.2.2.3 Konkrete Urlaubswünsche
III.2.2.4 Kriterien für die Reisezielwahl
III.2.2.5 Zielgebiete
III.2.2.6 Organisation der Reise und Verkehrsmittel
III.2.2.7 Reisedauer und -ausgaben
III.2.2.8 E-Tourismus
III.2.3 Nachfrageverhalten in Frankreich
III.2.3.1 Reiseintensität
III.2.3.2 Urlaubsmotive und -formen
III.2.3.3 Konkrete Urlaubswünsche
III.2.3.4 Kriterien für die Reisezielwahl
III.2.3.5 Zielgebiete
III.2.3.6 Organisation der Reise und Verkehrsmittel
III.2.3.7 Reisedauer und -ausgaben
III.2.3.8 E-Tourismus
III.2.4 Gegenüberstellung des Reiseverhaltens
III.2.5 Unterschiede im Reiseverhalten
III.3 Angebotsgestaltung der Reiseveranstalter
III.3.1 Deutscher Reiseveranstaltermarkt - Angebote
III.3.1.1 TUI
III.3.1.2 Thomas Cook
III.3.1.3 ITS (Rewe-Konzern)
III.3.2 Französischer Reiseveranstaltermarkt - Angebote
III.3.2.1 Nouvelles Frontières
III.3.2.2 Club Med
III.3.2.3 Fram
III.3.3 Ausblick in die Zukunft
SCHLUSSBETRACHTUNG
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Unterschiede im touristischen Nachfrageverhalten zwischen Deutschland und Frankreich und analysiert, wie Reiseveranstalter diese Differenzen in ihrer Produktpolitik widerspiegeln und ihr Angebot entsprechend anpassen.
- Kulturelle Einflüsse auf das Reiseverhalten
- Vergleichende Analyse des Nachfrageverhaltens
- Produktpolitik und Angebotsstrategien
- Einfluss des E-Tourismus und digitaler Vertriebskanäle
- Vertikale vs. horizontale Integration bei Reiseveranstaltern
Auszug aus dem Buch
I.1 Tourismus
Unter Tourismus versteht man die Gesamtheit der Beziehungen und Erscheinungen, die sich aus einer Reise und einem Aufenthalt an einem fremden Ort ergeben. Der Aufenthalt ist dabei in der Regel weder an die Gründung eines Unternehmens noch an eine andere gewinnbringende Aktivität gebunden, sondern dient der Befriedigung von freizeitgebundenen und kulturellen Bedürfnissen der industriellen Zivilisation.7
Wenn man demnach von Tourismus spricht, verbindet man zwei wesentliche Dinge damit. Zum Einen das menschliche Verhalten an sich, das durch das zeitweilige Verlassen des Wohnsitzes (Ortswechsel) gekennzeichnet ist und durch verschiedenste Motive8 bedingt wird. Zum Anderen den gesamten technischen und wirtschafltichen Apparat (Beförderungsmittel, Hotels etc.), der zu diesem Zweck von den verschiedenen Akteuren bereitgestellt wird.9
Zusammenfassung der Kapitel
I. TOURISMUS UND REISEVERANSTALTER: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen des Tourismus, beschreibt die Rolle und Strategien von Reiseveranstaltern sowie die Marktstrukturen in Deutschland und Frankreich.
II. TOURISMUS-MARKETING UNTER SPEZIELLER BERÜCKSICHTIGUNG DER PRODUKTPOLITIK: Hier werden die theoretischen Marketing-Grundlagen für die Tourismusbranche erarbeitet, mit Fokus auf Produktpolitik, Qualitätssicherung und den E-Tourismus.
III. ANALYSE DES DEUTSCHEN UND FRANZÖSISCHEN REISEVERHALTENS UND DIE DARAUS RESULTIERENDE ANGEBOTSGESTALTUNG DER REISEVERANSTALTER: Der Praxisteil vergleicht das Reiseverhalten der beiden Nationen und untersucht, wie spezifische Veranstalter ihre Angebote basierend auf kulturellen und nachfragebezogenen Unterschieden gestalten.
Schlüsselwörter
Tourismus, Reiseveranstalter, Produktpolitik, Nachfrageverhalten, Deutschland, Frankreich, Pauschalreise, Marketing-Mix, Tourismus-Marketing, Reisezielwahl, E-Tourismus, Kundenbedürfnisse, Vertikale Integration, Reiseintensität, Marktanalyse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Unterschiede im touristischen Nachfrageverhalten zwischen deutschen und französischen Reisenden und zeigt auf, wie Reiseveranstalter in beiden Ländern ihre Angebote durch die Produktpolitik an diese spezifischen Kundenbedürfnisse anpassen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen die Definition touristischer Grundlagen, die Strategien von Reiseveranstaltern (wie vertikale Integration), die theoretischen Aspekte der Produktpolitik im Marketing-Mix sowie den Einfluss kultureller Unterschiede auf das Urlaubsverhalten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, die Unterschiede im touristischen Nachfrageverhalten in Deutschland und Frankreich zu identifizieren und die daraus resultierende unterschiedliche Angebotsgestaltung der Reiseveranstalter in beiden Ländern wissenschaftlich herauszuarbeiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Es handelt sich um eine vergleichende Studie, die auf einer Literaturanalyse zu touristischen Grundlagen sowie einer qualitativen Analyse aktueller Reisekataloge der führenden Reiseveranstalter in Deutschland und Frankreich basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Tourismus-Marketings und eine detaillierte Analyse des Reiseverhaltens. Dabei werden Faktoren wie Kultur, Familienkonzepte, Zielgebietswahl, Verkehrsmittelnutzung und der E-Tourismus in beiden Ländern gegenübergestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Tourismus-Marketing, Reiseveranstalter, Produktpolitik, Kundenbedürfnisse, E-Tourismus und vergleichende Marktanalyse aus.
Wie unterscheidet sich die Reiseorganisation zwischen Deutschen und Franzosen laut der Analyse?
Die Analyse zeigt, dass Deutsche häufiger auf Pauschalangebote und Reisebüros zurückgreifen, während Franzosen bei Reisen im eigenen Land eine höhere Tendenz zur individuellen Buchung direkt beim Leistungsträger zeigen.
Welche Rolle spielt das Internet im untersuchten Reisemarkt?
Das Internet gewinnt in beiden Märkten als Informationsquelle und Buchungskanal rasant an Bedeutung. Der Trend bewegt sich hin zum „Bausteinsystem“ und „Dynamic Packaging“, wobei französische Nutzer sich zunehmend entscheidungsfreudiger bei Online-Direktbuchungen zeigen.
- Quote paper
- Heike Kammerer (Author), 2005, Angebot und Nachfrage bei Reiseveranstaltern in Deutschland und Frankreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46815