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Die Position der Vereinigten Staaten gegenüber den Menschenrechtsverletzungen unter der Militärdiktatur in Chile (1973–1977)

Titre: Die Position der Vereinigten Staaten gegenüber den Menschenrechtsverletzungen unter der Militärdiktatur in Chile (1973–1977)

Dossier / Travail de Séminaire , 2015 , 23 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Adrian Gmelch (Auteur)

Politique - Région: Amérique Centrale et du Sud
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Arbeit analysiert die Position der Vereinigten Staaten gegenüber der Menschenrechtsverletzungen unter der Militärdiktatur in Chile. Am 11. September 1973 putschte eine Militärjunta unter Augusto Pinochet und drei weiteren Generälen in Chile gegen die demokratisch gewählte Regierung unter dem sozialistischen Präsidenten Salvador Allende. Letzterer beging Suizid, als der Präsidentenpalast besetzt wurde und in Flammen stand. Die Folge war eine Welle der Gewalt im Land. Die Vereinigten Staaten von Amerika hatten mit der Central Intelligence Agency (CIA) bei dem Umsturz einen großen Anteil. Ein Bericht der CIA, verfasst nach einer Anfrage des Senats, wurde im Jahr 2000 veröffentlicht. Dort räumt der Geheimdienst ein, dass die propagandistischen Operationen in Chile Pinochet und den Putschisten indirekt geholfen haben. Damit wurden die innenpolitischen Voraussetzungen in Chile für einen erfolgreichen Coup geschaffen.

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie die USA die Menschenrechtsverletzungen der Militärdiktatur in Chile direkt nach dem Putsch und den folgenden Jahren bewertet haben. Unterstützten die politischen Eliten und der Geheimdienst die Diktatur und nahmen so Folter und willkürliche Festnahmen in Kauf? Oder waren auch Formen der Kritik wahrzunehmen? Wie ambivalent war die Position der USA gegenüber dem Chile von 1973?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Menschenrechtsverletzungen in Chile zwischen 1973 und 1977

2.1 Nach dem Putsch am 11. September 1973

2.2 Festnahmen zwischen 1974 und 1977

2.3 Folter

3. Die Position der Vereinigten Staaten

3.1 Unter Richard Nixon (bis 1974)

3.1.1 Der Putsch und die unmittelbare Reaktion

3.1.2 Meinungsverschiedenheit zwischen Kongress und Regierung

3.2 Unter Gerald Ford (1974–1977)

3.2.1 Wachsende Rolle der Menschenrechte

3.2.2 Ein tatsächlicher Wandel?

4. Jimmy Carters Wende ab 1977

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Haltung der USA gegenüber den Menschenrechtsverletzungen unter der Militärdiktatur in Chile im Zeitraum von 1973 bis 1977. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie die US-Regierung auf die Repressionen reagierte und ob sich im Laufe der Zeit ein Wandel von einer realpolitischen Unterstützung der Militärjunta hin zu einer stärkeren Berücksichtigung menschenrechtlicher Belange vollzog.

  • Analyse der geopolitischen Interessen der USA während des Kalten Krieges.
  • Untersuchung der Rolle der CIA bei der Destabilisierung Allendes und Unterstützung Pinochets.
  • Gegenüberstellung der realpolitischen Strategien der Administrationen Nixon/Ford und dem wachsenden Druck durch Kongress und Öffentlichkeit.
  • Beurteilung der Zäsur durch die Präsidentschaft Jimmy Carters ab 1977.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Der Putsch und die unmittelbare Reaktion

Der politische Hintergrund der US-amerikanischen Haltung ist zunächst durch den Rockefeller Report von 1969 zu verstehen. Präsident Nixon hatte Nelson A. Rockefeller nach Lateinamerika geschickt, um dort Informationen über aktuelle Entwicklungen zu sammeln. Dieser meinte in seinem anschließenden Bericht Quality of Lifes in the Americas, dass ein Auseinanderwachsen der USA und Lateinamerikas drohe, und warnte vor einer teilweise verbreiteten marxistisch-sozialistischen Ideologie. Die US-Regierung müsse deshalb Kontakte zu den lateinamerikanischen Militärs knüpfen, um böse Überraschungen zu vermeiden.

„One important influence counteracting this simplistic Marxist approach is the exposure to the fundamental achievements of the U.S. way of life that many of the military from the other American countries have received through the military training programs which the U.S. conducts in Panama and the United States […]. At the moment there is only one Castro among the 26 nations in the future. And a Castro on the mainland, supported militarily and economically by the Communist world, would present the gravest kind of threat to the security of the Western Hemisphere and pose an extremely difficult problem for the United States.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die historische Situation des Putsches in Chile 1973 ein, beleuchtet die Rolle der USA und formuliert die zentrale Fragestellung zur Bewertung der Menschenrechtsverletzungen.

2. Menschenrechtsverletzungen in Chile zwischen 1973 und 1977: Dieser Abschnitt beschreibt das Ausmaß von Verhaftungen, Tötungen und systematischen Foltermethoden unter der Diktatur sowie die Rolle des Geheimdienstes DINA.

3. Die Position der Vereinigten Staaten: Das Kapitel analysiert die realpolitische Haltung der USA unter Nixon und Ford, wobei Spannungen zwischen Regierung und Kongress hinsichtlich der Menschenrechtsfrage herausgearbeitet werden.

4. Jimmy Carters Wende ab 1977: Hier wird der politische Kurswechsel unter Carter beschrieben, der Menschenrechte in den Fokus der Außenpolitik rückte und zu Sanktionen gegen das chilenische Regime führte.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass anfangs eine geopolitisch motivierte Passivität gegenüber den Menschenrechtsverletzungen herrschte, die erst unter dem Druck des Kongresses und dem Regierungswechsel zu Carter einem Wandel unterlag.

Schlüsselwörter

Chile, Militärdiktatur, USA, Außenpolitik, Menschenrechte, CIA, Augusto Pinochet, Salvador Allende, Richard Nixon, Gerald Ford, Jimmy Carter, DINA, Folter, Realpolitik, Kalter Krieg

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Haltung der US-Regierung zu den massiven Menschenrechtsverletzungen während der Militärdiktatur in Chile zwischen 1973 und 1977.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die US-Lateinamerikapolitik, die Einflüsse von CIA und Regierung auf den Putsch sowie der Wandel in der amerikanischen Menschenrechtspolitik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Untersuchung fragt danach, wie die USA die Menschenrechtslage unter Pinochet bewerteten und inwiefern sich eine politische Kursänderung über die Jahre vollzog.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quellenbasierte historische Analyse durchgeführt, die insbesondere auf ehemals geheimen Regierungs- und CIA-Dokumenten basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Menschenrechtssituation in Chile und die detaillierte Analyse der US-Reaktionen unter Nixon, Ford und schließlich Carter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Chile, Menschenrechte, Realpolitik, Pinochet, CIA, Allende und die Außenpolitik der USA während des Kalten Krieges.

Wie reagierte die Nixon-Regierung unmittelbar auf den Putsch?

Die Nixon-Regierung sah in dem Sturz des marxistischen Allende einen geostrategischen Triumph und unterstützte das neue Regime, wobei die Menschenrechtsverletzungen weitgehend ignoriert oder in Kauf genommen wurden.

Welchen Einfluss hatte der Kongress auf die US-Chile-Politik?

Der US-Kongress agierte als moralische Instanz, die zunehmend kritisch gegenüber den Menschenrechtsverletzungen in Chile wurde und die Regierung durch Gesetze wie das Kennedy-Humphrey-Amendment zu Kurskorrekturen zwang.

Was änderte sich mit der Amtszeit von Jimmy Carter ab 1977?

Unter Carter wurden Menschenrechte zu einem zentralen Pfeiler der Außenpolitik, was zu wirtschaftlichen und militärischen Sanktionen gegen Chile führte.

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Résumé des informations

Titre
Die Position der Vereinigten Staaten gegenüber den Menschenrechtsverletzungen unter der Militärdiktatur in Chile (1973–1977)
Université
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Note
1,7
Auteur
Adrian Gmelch (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
23
N° de catalogue
V468323
ISBN (ebook)
9783668946248
ISBN (Livre)
9783668946255
Langue
allemand
mots-clé
Chile Pinochet Militärdiktatur Lateinamerika Menschenrechtsverletzungen Kalter Krieg Richard Nixon Jimmy Carter
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Adrian Gmelch (Auteur), 2015, Die Position der Vereinigten Staaten gegenüber den Menschenrechtsverletzungen unter der Militärdiktatur in Chile (1973–1977), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/468323
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Extrait de  23  pages
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