Welche Chancen und Risiken hat Krisenmanagement? Analyse der Unternehmenskrise von Galeria Kaufhof GmbH


Hausarbeit, 2018
25 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung

2 Theoretische Bezugnahme
2.1 Definition Begriffe
2.2 Relevante Analysetools
2.2.1 SWOT – Analyse
2.2.2 Five Forces nach Porter
2.3 Zentrale Modell der Arbeit

3 Praxisanalyse
3.1 Das Unternehmen
3.2 Ist Situation
3.3 Zukünftige Marktsituation
3.4 Kritische Analyse

4 Handlungsempfehlungen
4.1 Fusion mit Karstadt
4.2 Weitere strategische Ansätze
4.3 Weitere finanzielle Ansätze

5 Fazit

6 Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: SWOT – Analyse

Abbildung 2: Five Forces nach Porter

Abbildung 3: Turnaround-Management Prozess

Abbildung 4: Netto Umsatz von Galeria Kaufhof in den Jahren 2005-2014

Abbildung 5: Umsatz im Markt Bekleidung

Abbildung 6: Führende Kleidungs- und Textileinzelhändler im Umsatzranking

Abbildung 7: Vertriebskanäle im Markt für Bekleidung

Abbildung 8: SWOT – Analyse von Galeria Kaufhof

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Auflistung der Stärken und Schwächen von Galeria Kaufhof

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

„Jede unternehmerische Tätigkeit ist mit einem bestimmten Maß an Risiko verbunden“ (Töpfer, 1999, S. 3). Gerät ein Unternehmen in eine wirtschaftliche Krise, so folgt eine Vielzahl an strukturellen Überlegungen, welche Maßnahmen für eine Unternehmens- sanierung ergriffen werden und wie dieser Restrukturierungsprozess zusammen mit Organen, Kreditgebern, Gesellschaftern und Beratern beschlossen wird (Vgl. Arling- haus, 2007, S. 11). Genau durch dieses unternehmerische Risiko ist auch die Waren- hauskette Galeria Kaufhof in eine Krise gerutscht, welches folgend genauer beleuchtet wird.

1.1 Problemstellung

Die Galeria Kaufhof GmbH, ein Mitglied der Hudson Bay Company, befindet sich der- zeit in einer Krise, da das Unternehmen seit mehreren Jahren rote Zahlen schreibt. Dies zeigt sich beispielsweise Im jetzigen ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018/2019. Hier verzeichnet die Warenhauskette der Hudson Bay Company einen weiteren Umsatzrückgang von 6,6% zum Vorjahr (Vgl. https://www.wiso- net.de/document/TWNE 211202, Zugriff am 26.08.2018)

1.2 Zielsetzung

Ziel dieser Arbeit ist die Ausarbeitung und Beantwortung der Frage: „Was sind kriti- sche Themen die bei Galeria Kaufhof mit zur jetzigen Unternehmenskrise geführt ha- ben?“ und „Wie ist diese Krise durch verschiedenste Hebel des Krisenmanagements zu überwinden?“. Hierfür wird im ersten Schritt die Ist-Situation genauer betrachtet. Darauffolgend werden Handlungsempfehlungen für die zukünftige Krisenbewältigung abgeleitet. Die Ausarbeitung beschränkt sich aufgrund der Wortvorgaben jedoch pri- mär auf die strategische und finanzielle Ausrichtung und Ist-Situation und wird andere Themengebiete nicht weiter erörtern.

2 Theoretische Bezugnahme

In diesem Teil der Arbeit werden die zentralen Begriffe, Theorien und Analysetools sowie das zentrale Model der Arbeit für ein Grundverständnis zum dritten Teil erläu- tert.

2.1 Definition Begriffe

Krisenmanagement

Der Begriff ››Krise‹‹ wirkt auf uns vertraut und erschreckend zugleich. Er umfasst Indi- vidualkrisen ebenso wie weltweite Krisenerscheinungen mit nur allen erdenklichen Schattierungen seiner Anwendung zwischen diesen Extremen (Narr, 1973, S.224; Hülsmann, 2005, S. 5).

Eine Unternehmenskrise beschreibt eine ungewollte, ungeplante, ertragsmäßige und/oder liquiditätsmäßige Situation eines Unternehmens oder eines Unternehmens- bereiches, die eine unmittelbare oder mittelbare Gefahr für das Überleben des Unter- nehmens bzw. des Unternehmensbereiches darstellt (Vgl. Müller-Merbach, 1977, S.420). Auch R. Müller sieht eine Unternehmenskrise als eine von dem betroffenen Unternehmen ungewollten, zeitlich begrenzten Prozess, durch den Erfolgspotenziale, Erfolg und Liquidität der Unternehmung bedroht werden, so dass die Unternehmens- existenz ernsthaft gefährdet ist (Vgl. Müller, 1982, S. 32).

2.2 Relevante Analysetools

Zur Analyse des Unternehmens Galeria Kaufhof werden folgende definierte Tools verwendet. Die Analysetools schaffen eine breite Transparenz über die Ist – und Bran- chensitutation und werden in der tatsächlichen Ausarbeitung anschließend verwendet.

2.2.1 SWOT – Analyse

Die SWOT – Analyse (Strengths – Weaknesses – Opportunities – Threats) hat ihren Ursprung von der Harvard Business School und wurde von Kenneth. R. Andrews ent- wickelt (vgl. Hill / Westbrook, 1997, S: 47). Bei dieser Analyseform werden den in- ternen Stärken und Schwächen, die externen Bedrohungen und Chancen gegenüber- gestellt. Zwischen der Unternehmensinnenwelt und dem Unternehmensumfeld wird eine Verbindung geschaffen (vgl. Abbildung 3.7 aus Vahs, 2012, S: 517). Sobald der Vergleich zwischen interner und externer Situation erstellt worden ist, müssen die Er- gebnisse systematisch analysiert werden. Das Ziel ist es strategische Handlungsopti- onen für jegliche interne und externe Entwicklungen zu eruieren und somit Stärken des Unternehmens auszubauen und Schwäche zu verringern oder zu minimieren (vgl. Macharzina / Wolf, 2008, S: 342 ff.; Müller-Stewens / Lechner, 2005, S: 224 ff.).

Abbildung 1: SWOT - Analyse

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: In Anlehnung an Vahs, 2012, S. 517

2.2.2 Five Forces nach Porter

Das Fünf-Kräfte Modell von Michael Porter spiegelt den Erfolg eines Unternehmens mit Bezug auf die Branchenattraktivität, in der es tätig ist, wieder. In diesem Modell bestimmt sich das Potenzial einer Branche durch die dort herrschende Wettbewerbsin- tensität, welche abhängig von den fünf Wettbewerbskräften ist. Die Wettbewerbskräfte sind die Rivalität zwischen den bereits bestehenden Wettbewerb, die Bedrohung von potenziellen neuen Marktteilnehmern, die Gefahr durch Substitutionsgüter und die Verhandlungsstärke von Lieferanten und Kunden. Branchenabhängig fällt die Summe dieser Kräfte hoch oder niedrig aus, was zu einem niedrigen oder hohen Gewinn der Unternehmen in den verschiedenen Wirtschaftsbereichen führt. Eine niedrige Wettbe- werbsintensität führt somit meist zu einer höheren Unternehmensrentabilität einer Branche als bei einer hohen Wettbewerbsintensität (vgl. Porter, M.E., 2001; Porter, M.E., 1985, S. 4ff.; Porter, M.E., 1980a, S. 3ff.; Porter, M.E., 1980b; Porter, M.E., 1980c; Porter, M.E., 1979).

Abbildung 2: Five Forces nach Porter

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: In Anlehnung an Porter, M.E., Competitive Strategy, 1997, S: 13

2.3 Zentrale Modell der Arbeit

Das zentrale Model der Seminararbeit zum Thema „Chancen und Risiken des Krisen- managements dargestellt am Beispiel einer deutschen Warenhauskette“ splittet sich wie folgt und ähnelt somit dem Turnaround Management Prozess in der Praxis. Die Ist-Situation im Unternehmen Galeria Kaufhof wird eruiert und die zukünftige Marktsi- tuation in dieser Branche wird geprüft. Anschließend folgt eine kritische Analyse der erforschten Ist- und Zukunftssituation. Diese Themen werden im dritten Teil der Seminararbeit abgehandelt. Im vierten Teil werden, bezogen auf der Praxisanalyse, Handlungsempfehlungen in einem Grobkonzept erstellt. Die Handlungsempfehlungen beziehen sich auf strategische und finanzielle Ansätze. Weitere Empfehlungen werden aufgrund der Wortvorgabe dieser Arbeit nicht beleuchtet. Abgeschlossen wird die Ar- beit mit einem Fazit.

Abbildung 3: Turnaround-Management Prozess

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: eigene Erstellung

3 Praxisanalyse

Die Praxisanalyse beschreibt zum einen die Geschichte der Galeria Kaufhof und teilt sich anschließend in die Beleuchtung der Ist-Situation und der zukünftigen Marktsitua- tion auf. Hier wird die Antwort auf die Frage „Was sind kritische Themen die bei bei Galeria Kaufhof mit zur jetzigen Unternehmenskrise geführt haben?“ aus der Einlei- tung untersucht und geklärt. In diesen Abschnitt der Seminararbeit werden die theore- tisch beschriebenen Analysetools aus dem zweiten Teil herangezogen um die Analyse transparent darzustellen.

3.1 Das Unternehmen

1879 gründet der Kaufmann Leonhard Tietz ein kleines Textilgeschäft in Stralsund - Mecklenburg Vorpommern. Dieses erste Geschäft umfasste 25 Quadratmeter und wurde mit seinem Startkapital von 3.000 Talern errichtet. Zehn Jahre später eröffnet er die zweite Filiale in Wuppertal und weitere Filialen folgen. Bereits im Jahr 1891 ver- legte der Gründer den Schwerpunkt und später auch den Sitz des Unternehmens nach Köln, was bis heute der Hauptsitz der Firma geblieben ist. Im Jahr 1905 firmierte das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft (Leonhard Tietz AG) um. Durch diesen Schritt erhielt das Unternehmen eine neue Struktur und funkgierte als Großunternehmen. Im Jahre 1929 hatte Galeria Kaufhof eine inflationsgetriebene Krise überstanden und 50 Jahre nach Gründung insgesamt 43 Waren- und Kaufhäuser. Dem Krieg geschuldet musste die Gründerfamilie Deutschland verlassen und 35 der 40 Warenhäuser wurden zerstört. Unter dem Namen Kaufhof AG expandierte das Unternehmen in der Nach- kriegszeit in der ganzen Bundesrepublik und setzte auf Fortschritt und Erneuerung. 1980 erwarb Metro 24.9% der Kaufhof AG Anteile und im Jahr 1968 die Mehrheit durch einen erneuten Anteilskauf und eine schließlichen prozentualen Anteil von 51 % des Betriebs. Das Geschäft boomt und Kaufhof bildet unter anderem eine Holding als Muttergesellschaft. Im Jahr 2001 expandiert das Unternehmen nach Belgien da es dort das Unternehmen INNO S.A. aufkauft welche folgend unter dem Namen Galeria Inno aufgeführt werden. Die 100. Galeria Filiale wird 2005 in Aachen eröffnet. Ab 2014 übernimmt Oliver Van den Bossche den Vorsitz der Geschäftsführung und seit Oktober 2015 ist Galeria Kaufhof die Tocher der kanadischen Hudson’s Bay Company (HBC) welche 1670 gegründet wurde und 329 Kaufhäuser in USA und Kanada betrei- ben. (Vgl.https://www.galeria-kaufhof.de/unternehmen/ueber-uns/historie/ , Zugriff am 26.08.2018).

3.2 Ist Situation

Galeria Kaufhof wurde wie bereits beschrieben 2015 von der Hudson’s Bay Company (HBC) aufgekauft und gehört seitdem einem internationalen Warenhausunternehmen an. Das Unternehmen hatte bereits in der Hand von Eigentümer Metro seit 2009 mit einem deutlichen Umsatzrückgang zu kämpfen. Zusammenfassend nahm der Umsatz von 2009 – 2014 um 330 Millionen Euro ab.

[...]

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Welche Chancen und Risiken hat Krisenmanagement? Analyse der Unternehmenskrise von Galeria Kaufhof GmbH
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Nürnberg früher Fachhochschule
Note
2,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
25
Katalognummer
V468562
ISBN (eBook)
9783668944299
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Turnaround Management, Krisenmanagement, Karstadt, Fusion
Arbeit zitieren
Tanja Reichenbacher (Autor), 2018, Welche Chancen und Risiken hat Krisenmanagement? Analyse der Unternehmenskrise von Galeria Kaufhof GmbH, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/468562

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