Krisenwarnungen durch eine App

Eine Anforderungsanalyse unter Verwendung von Design Science


Bachelorarbeit, 2018

72 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkurzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Abstract

2 Einleitung

3 Theoretische Grundlagen
3.1 Definition von Krisen, Katastrophen und Katastrophenfallen
3.2 Eigenschaften von Krisenwarnapps
3.2.1 Eigenschaften der Apps NINA, KATWARN und FEMA
3.2.2 Bisher errnittelte Zusatzanforderungen an Krisenwarnapps

4 Methodik
4.1 Design Science
4.1.1 Definition
4.1.2 Was ist ein Artefakt?
4.1.3 Qualitatsanforderungen an Design Science
4.1.4 Spezifikation des Design-Science-Prozessmodells nach Peffers et al
4.2 Interviews
4.2.1 Interviewleitfaden
4.2.2 Auswahl der Teilnehmer

5 Design einer Krisenwarnapp
5.1 Nicht-funktionale Design Requirements, Principles und Features
5.2 Funktionale Design Requirements, Principles und Features
5.3 Nicht aufgenommene Anforderungen
5.4 Obersetzung ermittelter Anforderungen in ein einfaches User Interface (UI)-Flow-Diagramm

6 Diskussion und Ausblick auf weitere Forschung

7 Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

Abkiirzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 4.1: Design- und Design-Science-Prozesselemente verschiedener Autoren in einem Zielvorgabemodell (Peffers et al. 2006)

Abb. 4.2: Design-Science-Prozessmodell nach Peffers et al. (2007)

Abb. 5.1: Nicht-funktionale Anforderung an Krisenwarnapps (Eigene Darstellung auf Basis von Meth et al. (2015);Sobiegalla et al. (2016))

Abb. 5.2: Funktionale Anforderung an Krisenwarnapps (Eigene Darstellung auf Basis von Meth et al. (2015);Sobiegalla et al. (2016))

Abb. 7.1: Interviewleitfaden fur erstes Interview - Teil1 (Eigene Darstellung auf Basis von (King und Horrocks 2010, S. 35-41, 51-53))

Abb. 7.2: Interviewleitfaden fur erstes Interview - Teil2 (Eigene Darstellung auf Basis von (King und Horrocks 2010, S. 35-41, 51-53))

Abb. 7.3: Interviewleitfaden fiir zweites Interview- Teil1 (Eigene Darstellung auf Basis von (King und Horrocks 2010, S. 35-41, 51-53))

Abb. 7.4: Interviewleitfaden fiir zweites Interview- Teil2 (Eigene Darstellung auf Basis von (King und Horrocks 2010, S. 35-41, 51-53))

Abb. 7.5: Interviewleitfaden ab dem dritten Interview- Teil1 (Eigene Darstellung auf Basis von (King und Horrocks 2010, S. 35-41, 51-53))

Abb. 7.6: Interviewleitfaden ab dem dritten Interview- Teil2 (Eigene Darstellung auf Basis von (King und Horrocks 2010, S. 35-41, 51-53))

Abb. 7.7: Inforrnationsblatt fur die erste Ansprache potentieller Teilnehmer von Interviews (Eigene Darstellung auf Basis von (King und Horrocks 2010,s. 31))

Abb. 7.8: UI-Flow-Diagramm des Hauptmeniis einer Krisenwamapp (Eigene Dar stellung auf Basis von Chen und Beatty (2012, S. 204-206))

Abb. 7.9: UI-Flow-Diagramm des Warnmeldungsmeniis einer Krisenwamapp (Ei­ gene Darstellung auf Basis von Chen und Beatty (2012, S. 204-206))

Abb. 7.10: UI-Flow-Diagramm des Notfallvorsorgemeniis einer Krisenwarnapp (Ei­ gene Darstellung auf Basis von Chen und Beatty (2012, S. 204-206))

Abb. 7.11: UI-Flow-Diagramm des Einstellungsmeniis einer Krisenwamapp (Eigene Darstellung auf Basis von Chen und Beatty (2012, S. 204-206))

Abb. 7.12: Pop-up-Obersicht einer Krisenwarnapp (Eigene Darstellung auf Basis von Chen und Beatty (2012, S. 204-206))

Tabellenverzeichnis

Tab. 3.1: Gesamtiibersicht der Eigenschaften der meistverbreiteten Krisenwar­ napps - Teil1 (Eigene Darstellung auf Basis von (BBK 2018d;a;CombiRisk GmbH 2017a; Fraunhofer FOKUS 2018; FEMA 2018; 2017b;a; BBK 2018b))

Tab. 3.2: Gesamtiibersicht der Eigenschaften der meistverbreiteten Krisenwar­ napps - Teil2 (Eigene Darstellung auf Basis von (BBK 2018d;a;CombiRisk GmbH 2017a; Fraunhofer FOKUS 2018; FEMA 2018; 2017b;a; BBK 2018b))

Tab. 3.3: Gesamtiibersicht der Eigenschaften der meistverbreiteten Krisenwar- napps - Teil3 (Eigene Darstellung auf Basis von (BBK 2018d;a;CombiRisk GmbH 2017a; Fraunhofer FOKUS 2018; FEMA 2018; 2017b;a; BBK 2018b))

Tab. 3.4: Gesamtiibersicht der Eigenschaften der meistverbreiteten Krisenwar­ napps - Teil4 (Eigene Darstellung auf Basis von (BBK 2018d;a;CombiRisk GmbH 2017a; Fraunhofer FOKUS 2018; FEMA 2018; 2017b;a; BBK 2018b))

Tab. 4.1: Artefakttypen und entsprechende Kurzbeschreibungen (Eigene Darstel- lung basierend auf (March und Smith 1995; Winter 2008))

Tab. 4.2: Obersicht uber Teilnehmer der Interviews in chronologischer Durchfiih­ rungsreihenfolge mit Organisation, Position, Geschlecht und Bundesland (Eigene Darstellung)

1 Abstract

Krisenwarnapps sind ein notwendiges Mittel, urn die Bevolkerung effektiv auf Gefahrensi­ tuationen hinzuweisen und mogliche Schiiden abzuwehren. Die aktuell in Deutschland verfiigbaren Wamapps erreichen in den App Stores von Apple und Coogle jedoch nur mit­ telmiiBige Bewertungen. Diese gehen abgesehen von fehlerhaft implementierten auch auf nicht ausreichend nutzerorientierte Funktionen zuriick und moglicherweise zusiitzlich auf bisher fehlende Funktionen. Diese Studie ermittelt Anforderungen von Experten aus dem Katastrophenschutz an Krisenwamapps, die sowohl funktional, als auch nicht-funktional sind. Zusiitzlich werden Aussagen thematisiert, die konkrete Funktionen ablehnen. Aus allen ermittelten Anforderungen ergibt sich eine modellhafte Darstellung einer moglichen Krisenwarnappinstanz. Das Ergebnis dieser Forschungsarbeit ist, dass implementierte Funktionen bestehender Krisenwamapps Defizite aufweisen. Diese betreffen vor allem mangelnde Filtermoglichkeiten fiir Warnmeldungen und die nicht ausreichende Unter­ scheidung des Verhaltens und des Erscheinungsbildes von Warnmeldungen unterschied­ licher Schweregradkategorien. Ober bisher implementierte Funktionen hinausgehende Anforderungen betreffen den automatischen Dialog zwischen Krisenbetroffenen und kri­ senkoordinierender Stelle. In diesem Zusammenhang sind auch Accounts notwendig, urn einen Datenaustausch zu vereinfachen und zusiitzlich das Speichern von Einstellungen geriiteiibergreifend zu ermoglichen. Zudem sollten Krisenwarnapps alle relevanten staat­ lich anerkannten Warnquellen verfiigbar machen, urn der gleichzeitigen Verwendung mehrerer Apps entgegenzuwirken. Abgelehnt wurde die Statusanzeige nahestehender Personen und das Ablegen dieser als Kontakte in Krisenwarnapps. Eine erweiterte Notruf­ funktion sowie eine Smart-Home-Anbindung wurden ausgeschlossen, da diese in andere Apps ausgelagert werden konnen. Die Entwicklung der aktuell verbreitetsten Krisen­ warnapps, die aktuelle Forschung zur Errnittlung von Anforderungen an diese und die allgemein aufgestellten Anforderungen dieser Forschungsarbeit sind nicht deckungsgleich. Darnit wird die bestehende Forschung urn wichtige Indikatoren zur Nutzerakzeptanz von Krisenwarnapps ergiinzt. Die weitere Forschung sollte sich noch tiefgehender mit dem Problemraum zu Krisenwarnapps als Grundlage der Anforderungsanalyse befassen und das in dieser Forschungsarbeit verwendete methodische Rahmenwerk fortfiihren. Nur dann konnen Krisenwamapps eine effektive Warnung der Bevolkerung sicherstel­ len.

2 Einleitung

Ob drohende Fluten, GroiThriinde oder ein gerade stattfindender Amoklauf. Jeder Mensch ist dem Risiko von Krisensituationen ausgesetzt. Um von diesen nicht iiberrascht zu wer­ den und bestenfalls SchutzmaBnahmen einleiten zu konnen, sind friihzeitige Warnungen sinnvoll. Dadurch werden Leben gerettet und Sachschaden minimiert.

In Deutschland werden neben klassischen Medien, wie etwa TV und Radio, auch Smart­ phones verwendet, um Krisenmeldungen zeitnah herauszugeben (BBK 2018e). Besonders verbreitet ist die Krisenwarnapp NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten-App), die der Bund bereitstellt und KATWARN (kurz fiir ,Katastrophenwamungen"), welche vom Fraunhofer FOKUS entwickelt wurde (Reuter et al. 2017). Beide Apps erreichen in den App Stores von Apple und Google lediglich eine Nutzerwertung von drei bis dreieinhalb von maximal fiinf Stemen. Die Begriindungen einzelner Nutzer reichen vom regelmaBigen Ein­ frieren der Apps, fehlenden Filtermoglichkeiten fiir Wammeldungen, dem Ausbleiben und verspateten Eintreffen von Meldungen bis hin zu unnotigen Mehrfachmeldungen. Dieser Zustand halt sich bereits seit einigen Jahren und betrifft teilweise auch aktuellste Kommen­ tare (CombiRisk GmbH 2017a;b; BBK 2018d;c). Allgemein hohe Abwanderungsraten bei Smartphone Apps verstarken die Problematik (Perro 2018). Verzichten Krisenbetroffene auf die Nutzung der jeweiligen App und werden deshalb nicht erreicht, kann dies im schlimmsten Fall zum Verlust von Menschenleben fiihren.

Es ist daher sinnvoll systematisch Anforderungen zu errnitteln, die allgemein an Krisen­ warnapps gestellt werden. Besonders hilfreich ist dabei das Einbeziehen von Experten aus dem Katastrophenschutz, da diese die Sinnhaftigkeit einzelner Appfunktionen fiir ihren Fachbereich besonders gut beurteilen konnen. Bislang existiert keine Forschungsarbeit, die sich im exakt gleichen Kontext bewegt. Deshalb ergibt sich die Forschungsfrage:

,Welche Anforderungen stellen Experten aus dem Katastrophenschutz in Deutschland an das Design von Krisenwamapps?"

Um diese Frage zu beantworten, verwende ich das Rahmenwerk nach Peffers et al. (2007). Dieses geht aus ,Design Science" hervor, welche sich damit befasst, wie Losungsansatze (Artefakte) fiir bestimmte Problemstellungen entworfen und evaluiert werden konnen (Johannesson und Perjons 2014, S. 7). Konkret sieht das Rahmenwerk sechs Entwicklungs­ schritte vor, von denen ich die ersten drei (Problemidentifikation und Motivation, Ziele fiir eine Losung vorgeben, Design Entwicklung) in dieser Forschungsarbeit verwenden werde, urn eine grobe Vorgehensweise zu strukturieren. Der erste Schritt urnfasst die bisherigen Ausfiihrungen zum genannten Problem in Deutschland verbreiteter Krisenwarnapps. Im zweiten Schritt fiihre ich telefonische Einzelinterviews mit Experten durch, transkri­ biere und kodiere sie frei anhand zusammenhangender Aussagen bzw. Anforderungen. Dadurch erwarte ich eine groBere Informationstiefe als durch eine quantitative Untersu­ chung. Im dritten Schritt ermittle ich auf Grundlage der transkribierten Interviews und unter Verwendung des Modells von Meth et al. (2015) funktionale und nicht-funktionale Design Requirements, Principles und Features, urn allgemeine Anforderungen von tat­ sachlichen Funktionen zu trennen. Diese Funktionen dienen der Erstellung eines einfachen UI-Flow-Diagramms, welches den Aufbau einer moglichen Krisenwarnappinstanz gra­ fisch vermittelt und das Endergebnis dieser Arbeit darstellt. Dabei erwarte ich Ergebnisse zu erhalten, die den bisherigen Funktionsumfang bestehender Krisenwamapps uberstei­ gen und ihre bereits implementierten Funktionen verbessem konnen.

Zunachst erlautere ich die Begriffe ,Krise", ,Katastrophe" und ,Katastrophenfall" und gehe auf die Eigenschaften weit verbreiteter Krisenwarnapps ein. Dabei beziehe ich mich auch auf die in den USA verfugbare App FEMA. Zudem thematisiere ich kurz die durch bisherige Forschung ermittelten Zusatzanforderungen an diese Apps. Daraufhin beschrei­ be ich meine Vorgehensweise zur Beantwortung der Forschungsfrage und gehe dabei detailliert auf Design Science und die gewahlten Spezifikationen sowie auf die Umstande der gefuhrten Interviews ein. Danach prasentiere ich meine Ergebnisse in Form von er­ mittelten Anforderungen und dem sich darauf beziehenden UI-Flow-Diagramm (Chen und Beatty 2012, S. 204-206). AbschlieBend auBere ich mich kritisch zur vorliegenden Forschungsarbeit und ihren Ergebnissen.

3 Theoretische Grundlagen

3.1 Definition von Krisen, Katastrophen und Katastrophenfallen

Krisen sind spezifische, unvorhergesehene und nicht-routinierte Ereignisse. Sie implizieren bei rnittelbar und unrnittelbar betroffenen Personen ein akutes Risikogefiihl gegenuber Schli.den bspw. materieller, physischer, psychischer und gesellschaftlicher Natur, sowie weiteren Verlusten. llire Eintrittswahrscheinlichkeiten sind gering, ihr Schadenpotential ist jedoch sehr hoch (Seeger et al. 2003, S. 4-8). Krisen sind zwar einzigartig, aber grund­ satzlich typisierbar, wodurch zu einem gewissen Grad HilfemaBnahmen planbar sind (Seeger et al. 2003, S. 64). GemaB der Katastrophendefinition von Kreps (1984), die der hier vorliegenden Krisendefinition sehr ahnlich ist, verwende ich beide Begriffe synonym.

Ein Katastrophenfall ist in Deutschland eine ,[...]landesrechtliche Feststellung einer Katastrophe, die zur Anwendung des Katastrophenschutzgesetzes des jeweiligen Lan­ des fuhrt." (BBK 2011, S. 15). Jedes Bundesland ist in der Lage im jeweiligen Katastro­ phenschutzgesetz eine eigene Katastrophendefinition festzulegen. Das Bundesamt fUr Bevolkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) stellt hierzu eine Art ,Vorlage" zur Verfiigung:

,Eine Katastrophe ist ein Geschehen, bei dem Leben oder Gesundheit einer Viel­ zahl von Menschen oder die nahlrlichen Lebensgrundlagen oder bedeutende Sachwerte in so ungewohnlichem AusmaB gefahrdet oder geschadigt werden, dass die Gefahr nur abgewehrt oder die Storung nur unterbunden und beseitigt werden kann, wenn die im Katastrophenschutz rnitwirkenden Behorden, Orga­ nisationen und Einrichtungen unter einheitlicher Fiihrung und Leitung durch die KatastrophenschutzbehOrde zur Gefahrenabwehr tatig werden." (BBK 2011, s. 15)

Auch wenn bei Wammeldungen, die uber NINA empfangen werden, immer das BBK und darnit eine Katastrophenschutzbehorde beteiligt ist, liegt nicht zwangslaufig auch ein landesrechtlicher Katastrophenfall vor. Krisen- bzw. Katastrophenwarnmeldungen orientieren sich darnit eher an der Bevolkerungsperspektive und darnit an der ersten hier aufgefuhrten Definition. Im Folgenden ist sornit ausschlieBlich die Definition auf Grundlage der wissenschaftlichen Literatur relevant.

3.2 Eigenschaften von Krisenwamapps

Dieser Abschnitt dient dazu wesentliche Eigenschaften weit verbreiteter Krisenwamapps gegeniiberzustellen. Funktionen, fiir die keine nlihere Beschreibung erforderlich ist, sind nur in der nachfolgenden Tabelle aufgelistet. NINA und KATWARN, bei KATWARN entsprechend nur die Appkomponente, sind aufgrund ihrer Verfiigbarkeit und Verbreitung in Deutschland fiir einen Vergleich zwingend erforderlich (Reuter et al. 2017). Allerdings lohnt sich auch die Betrachtung der App FEMA. Diese ist nur in den USA verfiigbar und informiert ausschlieBiich tiber Wetterereignisse mit Gefahrenpotential. Allerdings bietet diese App allgemein fur Krisenwamapps relevante Funktionen, die in deutschen Apps nicht verfiigbar sind.

Da aile drei Apps sich in stiindiger Entwicklung befinden, ist es sinnvoll die aktuellsten Informationen direkt beim Hersteller abzufragen oder sie durch die Nutzung der App selbst zu ermitteln. Leider ist fiir keine der Apps eine ausfiihrliche Dokumentation der Funktionen offentlich verfiigbar. Deshalb bleibt nur deren Ermittlung durch Nutzung der jeweiligen App ubrig. Ich beschriinke meine Untersuchung auf die aktuell in Deutschland abrufbare Android-Version der jeweiligen App.

3.2.1 Eigenschaften der Apps NINA, KATWARN und FEMA

3.2.1.1 Gesamtiibersicht

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3.1: Gesamtiibersicht der Eigenschaften der meistverbreiteten Krisenwar­ napps - Teil1 (Eigene Darstellung auf Basis von (BBK 2018d;a; CombiRisk GmbH 2017a; Fraunhofer FOKUS 2018; FEMA 2018; 2017b;a; BBK 2018b))

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3.2: Gesamtiibersicht der Eigenschaften der meistverbreiteten Krisenwar­ napps - Teil2 (Eigene Darstellung auf Basis von (BBK 2018d;a; CombiRisk GmbH 2017a; Fraunhofer FOKUS 2018; FEMA 2018; 2017b;a; BBK 2018b))

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3.3: Gesamtiibersicht der Eigenschaften der meistverbreiteten Krisenwar­ napps - Teil3 (Eigene Darstellung auf Basis von (BBK 2018d;a; CombiRisk GmbH 2017a; Fraunhofer FOKUS 2018; FEMA 2018; 2017b;a; BBK 2018b))

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3.4: Gesamtiibersicht der Eigenschaften der meistverbreiteten Krisenwar­ napps - Teil4 (Eigene Darstellung auf Basis von (BBK 2018d;a; CombiRisk GmbH 2017a; Fraunhofer FOKUS 2018; FEMA 2018; 2017b;a; BBK 2018b))

3.2.1.2 Erkennung der Krisenbetroffenheit

NINA und KATWARN sind in der Lage die Krisenbetroffenheit von Personen iiber den aktuellen Standort zu ermitteln, welcher iiber die Standortdienste ermittelt wird und somit auf CPS, WLAN und den Zugriff auf mobile Netzwerke basiert. Die Erkennung des eige­ nen Standortes ist allerdings nur aktiv, wenn die entsprechende Funktion zuvor einschaltet wird. Sowohl iiber NINA und KATWARN, als auch iiber FEMA ist es mtiglich aus einer Liste von verfiigbaren Orten solche auszuwiihlen, die in der Warnungsiibersicht beriick­ sichtigt werden sollen. NINA und KATWARN beziehen diese zusiitzlich zum ermittelten eigenen Standort mit ein. KATWARN bietet iiber die zugehorige Website Themenabos an, die sich auf die Ortlichkeiten bspw. von registrierten Volksfesten beziehen (BBK 2018d; CombiRisk GmbH 2017a; FEMA 2018).

Sowohl in den USA als auch in Deutschland enthalten Warnmeldungen Standortdaten. In Deutschland werden Landkreise und dazugehorige Flli.chenpolygone angegeben (BBK 2018b), in den USA hingegen eine Kombination aus Bundesstaat und Bezirk (FEMA 2017a). Diese werden bei Meldungseingang mit den Standortdaten auf dem Gerli.t verglichen. Im Fall von zueinander passenden Standortdaten wird die entsprechende Meldung angezeigt. Wegen der serverseitigen Speicherung der Standortdaten ist es mit KATWARN grundsli.tz­ lich moglich noch vor dem Verschicken der Warnmeldung durch den Server die Krisenbe­ troffenheit der Nutzer zu priifen (Fraunhofer FOKUS 2018).

3.2.1.3 Inhalt der Warnmeldungen

Die mit NINA veroffentlichten Warnmeldungen enthalten einen Titel, den Veroffentli­ chungszeitpunkt inkl. Uhrzeit, eine Beschreibung des Krisenfalls, Handlungsempfehlun­ gen, Informationen, welche Region betroffen ist (Gemeinde/Stadt), den Herausgeber der Warnmeldung und ,Weitere Informationen" (deckt alles Weitere ab, was niitzlich sein kann). Die meisten Informationen sind textuell und bis auf Telefonnummern und URLs nicht interaktiv. Es ist moglich zu einer Kartenansicht zu wechseln und sich die betroffene Region anzeigen zu lassen (BBK 2018d).

Meldungen iiber KATWARN enthalten im Wesentlichen die gleichen Informationen, wenn auch mit jeweils anderer Oberschrift. ,Handlungsempfehlungen" heiiSen hier bspw. ein­ fach ,Hinweise". Der Herausgeber der Meldung bleibt unbekannt, sofern er nicht irn Text erwli.hnt wird (CombiRisk GmbH 2017a).

FEMA-Meldungen enthalten neben der Angabe zur Art der Extremwetterlage eine Orts­ angabe mit Bundesstaat, Bezirk und Region. Zudem werden Start- und Enddatum der Krise angegeben. Der Versender der Meldung wird ebenfalls angezeigt, sowie eine kurze Beschreibung, wie die Extremwetterlage gemessen wurde (bspw. Dopplerradar). Hinweise zur Krisenbewli.ltigung werden nicht immer angezeigt. Diese sind eher allgemein nach Ka­ tegorie in einem anderen Teil der App zu finden (FEMA 2018).

3.2.1.4 Filtemng von Wammeldungen

Aile drei Apps verfiigen tiber eine gmndsatzliche Filterfunktion, die den ermittelten oder die angegebenen Standorte nutzt. Das verhindert, dass immer aile Gerate aile systemglobal (bspw. in ganz Deutschland) verfiigbaren Meldungen erhalten und somit nur lokal relevan­ te Meldungen angezeigt werden. FEMA und KATWARN verfiigen tiber keine zusatzlichen Filterfunktionen. NINA hingegen bietet die Mtiglichkeit zusatzlich nach Krisenart (Be­ vtilkerungsschutzwarnungen, Wetterwarnungen, Hochwasserinformationen) zu ffitem. Bevtilkerungsschutzwamungen und Wetterwamungen ktinnen auGerdem nach Wamstufe (bspw. Unwetter und extremes Unwetter) geffitert werden (BBK 2018d; CombiRisk GmbH 2017a; FEMA 2018).

3.2.1.5 Tipps zur Krisenbewiiltigung

Wie zuvor angesprochen werden Tipps zur Krisenbewaltigung in der App FEMA eher allgemein formuliert unter dem Punkt ,Prepare" und dort unter ,Emergency Safety Tips" angegeben. Die Kategorien beschranken sich dafiir nicht nur auf Extremwetterlagen, son­ dem beziehen auch Amoklaufe, Chemieunfalle, Strornausfalle, Weltraumwetter u.v.m. mit ein. Die bereitgestellten Informationen sind sehr umfangreich und werden meist in die Phasen vor, wahrend und nach der Krise unterteilt (FEMA 2018).

NINA bietet einen Hauptrnentipunkt ,Notfalltipps", der je nach Kategorie der Gefah­ rensituation (besondere Gefahrenlagen, Hochwasser, Unwetter, Stromausfall und Feuer) entsprechende Tipps bereitstellt. Zusatzlich werden Checklisten fur den Notfallbedarf angeboten, die allerdings textuell und nicht interaktiv sind. Insgesamt ist der Informa­ tionsgehalt darnit weniger umfangreich als bei FEMA und beschrankt sich nur auf eine kleine Auswahl von Gefahrensituationen.

KATWARN hingegen enthalt auGerhalb konkreter Wammeldungen keine Tipps zur Kri­ senbewaltigung (BBK 2018d; CombiRisk GmbH 2017a).

Tipps zur Krisenbewaltigung, die mit NINA und KATWARN innerhalb der Wammel­ dungen verschickt werden, beschranken sich haufig auf das Ntitigste. Meldungen zu Trinkwasserverunreinigungen enthalten bspw. nur ein Abkochgebot. Weitere Informa­ tionen ktinnen bei Bedarf tiber angegebene Websites und Rufnummem, oder wie bereits angesprochen in NINA unter ,Notfalltipps" eingeholt werden (BBK 2018d; CombiRisk GmbH 2017a).

3.2.1.6 Bereitstellung von Notfallrufnummem und weiteren Kontakten

In den Wammeldungen von NINA und KATWARN werden teilweise Notfallrufnummem und weitere Kontakte fur andere Zwecke angegeben. Dariiber hinaus enthli.lt der Punkt ,Notfalltipps" in NINA Hinweise auf die allgemein bekannten Notrufnummem 110 und 112 (BBK 2018d; CombiRisk GmbH 2017a). FEMA enthli.lt einen Hauptmeniipunkt ,Call 9-1-1" bzw. zur allgemeinen Notrufnummer in den USA. Zudem sind Kontaktinformationen der Behorde FEMA unter ,Disaster Resources" zu finden (FEMA 2018).

3.2.1.7 Datenschutz

NINA iibertrli.gt den per Standortdiensten ermittelten eigenen Standort nicht auf einen Server, sondem iiberlli.sst dem Gerli.t jegliche Beurteilung iiber die Krisenbetroffenheit des Nutzers. Eine Nachverfolgung der Standortinformationen ist auf der Serverseite sornit nicht moglich (BBK 2018a).

FEMA bzw. damit in Verbindung stehende exteme Dienste speichem standortbezogene Daten ausschlieBlich ohne Bezug zur Person oder dem zugehorigen Gerli.t, allerdings auch nur fiirbesondere Zwecke, wie etwa standortbezogene Fotos (FEMA 2017b).

KATWARN speichert die letzte bekannte Position auf einem Server, wobei diese friihestens aile fiinf Minuten aktualisiert wird oder nach einer Verli.nderung der aktuellen Position von mindestens zwei Kilometem (Fraunhofer FOKUS 2018). NINA und FEMA verwenden bei der Aktivierung durch den Nutzer ,Coogle Analytics", welches anonyrnisierte App­ nutzungsstatistiken versendet (BBK 2018a; FEMA 2017b).

3.2.1.8 Besonderheiten

NINA enthli.lt einen Hauptmeniipunkt ,Hilfe / FAQ", der die hli.ufigsten Fragen zur App beantwortet und eine Einfiihrung in die App ermoglicht. Zudem finden sich rechtliche Hinweise ebenfalls als ein Hauptmeniipunkt. Diese urnfassen Nutzungshinweise zur App (bspw. Zweck der App, Gerichtsstand) und eine Datenschutzerklarung (BBK 2018d). KATWARN bietet die Moglichkeit einen Testalarm auszufiihren, urn dem Nutzer er­ sichtlich zu machen, wie eine echte Meldung aussehen kann und wie sie sich akustisch bemerkbar macht. Auch in dieser App ist eine Appeinfiihrung ausfiihrbar. Ober den Hauptmeniipunkt ,Feedback" ist es moglich dem KATWARN-Support iiber eine frei wi:ihlbare Emailapp eine Nachricht zukommen zu lassen. KATWARN ist die einzige App in diesem Vergleich, die ausschlieBlich mit bestehender Netzwerkverbindung genutzt werden kann (CombiRisk GmbH 2017a).

FEMA enthi:ilt vordefinierte Erinnerungen an Test- und Obungsfi:ille mit ebenfalls vordefi­ nierten Ausfuhrungsintervallen. Diese sind manuell aktivierbar. Es ist moglich vordefi­ nierte Checklisten fur den Notbedarf abzuhaken und diese noch urn eigene Eintrage zu erweitem. AuBerdem besteht die Moglichkeit fur den Eigenbedarf Notfallsammelpli:itze in der App anzugeben (Bezeichnung und Notizen), welche allerdings nicht weiterleitbar sind. Zusi:itzlich besteht der Zugriff auf die Standorte von offentlichen Schutzri:iumen und die Moglichkeit sich per Navigationsapp dorthin navigieren lassen. Es ist moglich sich in einer Listen- und ineiner Kartenansicht Fotos anzeigen zu lassen, die andere Personen zu spezifi­ schen Krisensituationen mit Standortdaten hochgeladen haben. Auch eigene Fotos konnen hochgeladen werden. FEMA enthi:ilt einen Bereich, in dem offizielle Blogs zu aktuellen Kri­ sen angezeigt werden, die zusi:itzliche Hilfestellungen geben konnen und spezifischer sind als vorhandene allgemeine Informationen (FEMA 2018).

3.2.2 Bisher ermittelte Zusatzanforderungen an Krisenwamapps

Neben den bereits aufgefiihrten und vorhandenen Funktionen von Krisenwarnapps ha­ ben Reuter et al. (2017) in einer Untersuchung weitere Anforderungen an solche Apps ermittelt. Nutzem ist es wichtig, ausschlieBlich die fur sie relevanten Wammeldungen zu erhalten bzw. vor allem solche, die sie selbst tatsi:ichlich betreffen. Die krisenspezifische Ausgabe von Sammelpli:itzen, besonders im Zusammenhang mit Evakuierungen, ist eine spezifische von Krisenwamappnutzern gewiinschte Funktion. Zudem hielten es Nutzer fur sinnvoll Krisenwamapps auch zum Anbieten, Organisieren und Suchen von Hilfe nutzen zu konnen (Reuter et al. 2017).

4 Methodik

Nachfolgend erlautere ich die relevanten Details zu Design Science bzw. zurn Rahmen­ werk von Peffers et al. (2007) sowie mein Vorgehen in den jeweiligen Prozessschritten. Tiefergehende Details zur Vorbereitung der Interviews und deren Durchfiihrung befinden sich im zweiten Teil dieses Kapitels.

4.1 Design Science

4.1.1 Definition

Winter (2008) unterscheidet die Begriffe ,Design Science" und ,Design Research". Design Science hat demnach die Zielsetzung Standards fiir Forschungsprozesse zu setzen. Design Research hingegen soli Uisungen zu spezifischen Problemklassen entwerfen. Hevner und Chatterjee (2010, S. 5) definieren nur den Begriff ,Design Science Research", der beide vorherige Begriffe vereint.

Ich verwende in dieser Arbeit ,Design Science" als Oberbegriff, so wie es Hevner und Chatterjee mit ,Design Science Research" tun. Deshalb benutze ich ihre Definition und wandle sie sinngemii.B fiir meinen Oberbegriff urn. Demnach handelt es sich bei Design Science urn ein Forschungsparadigma, das durch innovative Losungsansatze (Artefakte) relevante Probleme lost und damit auch das zugrunde liegende Wissen erweitert. Artefakte sollten dabei stets zurn Verstii.ndnis tiber das jeweilige Problem beitragen. Design Science ist im Forschungsfeld der Informationssysteme verortet (Hevner und Chatterjee 2010, S. 5).

4.1.2 Was ist ein Artefakt?

Ein Artefakt stellt das Ergebnis spezifischer Design Science dar. Jedes solcher Projek­ te muss als Ergebnis mindestens ein Artefakt produzieren (Hevner et al. 2004). Nach March und Smith (1995) muss ein Artefakt dabei nicht zwangslaufig die Form einer im­ plementierten Software einnehmen. Sie unterscheiden daher vier Artefakttypen. Walls et al. (1992); Venable (2006); Winter (2008) sehen zusatzlich noch ,Theorie" und ,Testbare Hypothesen" als zugehorig an, die in Tabelle 4.1in Klammem gesetzt sind. Allerdings sind diese beiden nicht allgemein akzeptiert (Winter 2008; March und Smith 1995). Das vorgenannte Systemkonzept ist das in dieser Arbeit relevante Artefakt und entspricht dem Artefakttyp ,Modell". Es stellt damit einen wichtigen Bestandteil einer moglichen Systeminstanziierung dar (siehe Tabelle 4.1).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 4.1: Artefakttypen und entsprechende Kurzbeschreibungen (Eigene Darstel­ lung basierend auf (March und Smith 1995; Wmter 2008))

4.1.3 Qualitiitsanfordemngen an Design Science

Design Science orientiert sich bereits zu Beginn an realen Problemen und weist daher einen hohen Grad an Relevanz auf. Dafiir mangelt es ihr an Rigorositat. Fiir dieses Pa­ radigrna wird das Erreichen des Pasteur-Quadranten angestrebt, nach dem sowohl Re­ levanz als auch Rigorositat maximiert werden, urn die Qualitat und den Nutzen der Forschung zu steigem (Winter 2008; Stokes 2011). Dementsprechend ist es besonders wichtig konkrete Design Science mit moglichst rigorosen Methoden zu spezifizieren, was die Qualitat des Gesamtprozesses steigert. Deshalb existieren Prozessmodelle, die den Ablauf eines konkreten Forschungsvorhabens strukturieren sollen (Hevner et al. 2004). Diese konnen jeweils auf den allgemeinen Richtlinien von Hevner et al. (2004) aufbau­ en.

4.1.4 Spezifikation des Design-Science-Prozessmodells nach Peffers et al.

Peffers et al. (2006) entwickelten ein eigenes Prozessmodell und verglichen es mit den Ansatzen bisheriger Autoren (siehe Abb. 4.1 und 4.2).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4.1: Design- und Design-Science-Prozesselemente verschiedener Autoren in einem Zielvorgabemodell (Peffers et al. 2006)

In Abb. 4.1 fehlt der Prozess nach March und Smith (1995), der die Schritte ,Build", ,Evaluate", ,Theorize" und ,Justify" vorsieht. ,Build" lasst sich hier ,Design and Deve­ lopment" zuordnen. ,Evaluate" entspricht bereits dem fiinften Schritt des Modells nach Peffers et al. ,Theorize" und ,Justify" lassen sich ebenfalls unter ,Evaluation" vereinen, da diese Schritte erklaren, warum ein Artefakt funktioniert und welche Beweise es dafiir gibt. Insgesamt deckt keiner der vorherigen Ansatze das Modell nach Peffers et al. (2007) vollstandig ab. Deshalb lasst sich dieser Prozess als Meilenstein bezeichnen, der die vorhe­ rigen Modelle biindelt und erweitert. Darum verwende ich ihn als Referenzprozess.

[...]

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Details

Titel
Krisenwarnungen durch eine App
Untertitel
Eine Anforderungsanalyse unter Verwendung von Design Science
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg  (Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik)
Note
1,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
72
Katalognummer
V468873
ISBN (eBook)
9783668944770
ISBN (Buch)
9783668944787
Sprache
Deutsch
Schlagworte
krise, crisis, app, ios, android, fema, katwarn, nina, anforderungsanalyse, warning, warnung, requirement, analysis, design, science, thinking, software, engineering, bbk, katastrophe, bevölkerungsschutz, combirisk, fraunhofer, hevner, fokus, chatterjee, johannesson, kreps, meth, peffers, perro, siedschlag, sobiegalla, sommerville, venable, venkatesh, walls, winter
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Steve Güldner (Autor), 2018, Krisenwarnungen durch eine App, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/468873

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