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Krisenwarnungen durch eine App

Eine Anforderungsanalyse unter Verwendung von Design Science

Title: Krisenwarnungen durch eine App

Bachelor Thesis , 2018 , 72 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Steve Güldner (Author)

Computer Science - Commercial Information Technology
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Summary Excerpt Details

Welche Anforderungen stellen Experten aus dem Katastrophenschutz in Deutschland an das Design von Krisenwarnapps?

Ob drohende Fluten, Großbrände oder ein gerade stattfindender Amoklauf. Jeder Mensch ist dem Risiko von Krisensituationen ausgesetzt. Um von diesen nicht überrascht zu werden und bestenfalls Schutzmaßnahmen einleiten zu können, sind frühzeitige Warnungen sinnvoll. Dadurch werden Leben gerettet und Sachschäden minimiert.

In Deutschland werden neben klassischen Medien, wie etwa TV und Radio, auch Smartphones verwendet, um Krisenmeldungen zeitnah herauszugeben. Besonders verbreitet ist die Krisenwarnapp NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten-App), die der Bund bereitstellt und KATWARN (kurz für „Katastrophenwarnungen“), welche vom Fraunhofer FOKUS entwickelt wurde. Beide Apps erreichen in den App Stores von Apple und Google lediglich eine Nutzerwertung von drei bis dreieinhalb von maximal fünf Sternen. Die Begründungen einzelner Nutzer reichen vom regelmäßigen Einfrieren der Apps, fehlenden Filtermöglichkeiten für Warnmeldungen, dem Ausbleiben und verspäteten Eintreffen von Meldungen bis hin zu unnötigen Mehrfachmeldungen. Dieser Zustand hält sich bereits seit einigen Jahren und betrifft teilweise auch aktuellste Kommentare. Allgemein hohe Abwanderungsraten bei Smartphone Apps verstärken die Problematik. Verzichten Krisenbetroffene auf die Nutzung der jeweiligen App und werden deshalb nicht erreicht, kann dies im schlimmsten Fall zum Verlust von Menschenleben führen.

Es ist daher sinnvoll systematisch Anforderungen zu ermitteln, die allgemein an Krisenwarnapps gestellt werden. Besonders hilfreich ist dabei das Einbeziehen von Experten aus dem Katastrophenschutz, da diese die Sinnhaftigkeit einzelner Appfunktionen für ihren Fachbereich besonders gut beurteilen können. Bislang existiert keine Forschungsarbeit, die sich im exakt gleichen Kontext bewegt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Abstract

2 Einleitung

3 Theoretische Grundlagen

3.1 Definition von Krisen, Katastrophen und Katastrophenfällen

3.2 Eigenschaften von Krisenwarnapps

3.2.1 Eigenschaften der Apps NINA, KATWARN und FEMA

3.2.2 Bisher ermittelte Zusatzanforderungen an Krisenwarnapps

4 Methodik

4.1 Design Science

4.1.1 Definition

4.1.2 Was ist ein Artefakt?

4.1.3 Qualitätsanforderungen an Design Science

4.1.4 Spezifikation des Design-Science-Prozessmodells nach Peffers et al.

4.2 Interviews

4.2.1 Interviewleitfaden

4.2.2 Auswahl der Teilnehmer

5 Design einer Krisenwarnapp

5.1 Nicht-funktionale Design Requirements, Principles und Features

5.2 Funktionale Design Requirements, Principles und Features

5.3 Nicht aufgenommene Anforderungen

5.4 Übersetzung ermittelter Anforderungen in ein einfaches User Interface (UI)-Flow-Diagramm

6 Diskussion und Ausblick auf weitere Forschung

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, basierend auf Experteninterviews mit Vertretern des Katastrophenschutzes, Anforderungskriterien für Krisenwarnapps zu identifizieren, um bestehende Defizite aktueller Anwendungen zu beheben und deren Nutzbarkeit sowie Informationsqualität zu steigern.

  • Analyse und Bewertung existierender Krisenwarnapps (NINA, KATWARN, FEMA)
  • Ermittlung spezifischer Expertenanforderungen mittels semi-strukturierter Interviews
  • Systematische Ableitung funktionaler und nicht-funktionaler Design-Requirements
  • Entwicklung eines prototypischen UI-Flow-Diagramms zur Visualisierung der Anforderungen

Auszug aus dem Buch

3.1 Definition von Krisen, Katastrophen und Katastrophenfällen

Krisen sind spezifische, unvorhergesehene und nicht-routinierte Ereignisse. Sie implizieren bei mittelbar und unmittelbar betroffenen Personen ein akutes Risikogefühl gegenüber Schäden bspw. materieller, physischer, psychischer und gesellschaftlicher Natur, sowie weiteren Verlusten. Ihre Eintrittswahrscheinlichkeiten sind gering, ihr Schadenpotential ist jedoch sehr hoch (Seeger et al. 2003, S. 4-8). Krisen sind zwar einzigartig, aber grundsätzlich typisierbar, wodurch zu einem gewissen Grad Hilfemaßnahmen planbar sind (Seeger et al. 2003, S. 64). Gemäß der Katastrophendefinition von Kreps (1984), die der hier vorliegenden Krisendefinition sehr ähnlich ist, verwende ich beide Begriffe synonym.

Ein Katastrophenfall ist in Deutschland eine „[...] landesrechtliche Feststellung einer Katastrophe, die zur Anwendung des Katastrophenschutzgesetzes des jeweiligen Landes führt.“ (BBK 2011, S. 15). Jedes Bundesland ist in der Lage im jeweiligen Katastrophenschutzgesetz eine eigene Katastrophendefinition festzulegen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) stellt hierzu eine Art „Vorlage“ zur Verfügung:

„Eine Katastrophe ist ein Geschehen, bei dem Leben oder Gesundheit einer Vielzahl von Menschen oder die natürlichen Lebensgrundlagen oder bedeutende Sachwerte in so ungewöhnlichem Ausmaß gefährdet oder geschädigt werden, dass die Gefahr nur abgewehrt oder die Störung nur unterbunden und beseitigt werden kann, wenn die im Katastrophenschutz mitwirkenden Behörden, Organisationen und Einrichtungen unter einheitlicher Führung und Leitung durch die Katastrophenschutzbehörde zur Gefahrenabwehr tätig werden.“ (BBK 2011, S. 15)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Abstract: Eine kompakte Zusammenfassung der Forschungsarbeit, der methodischen Vorgehensweise sowie der wesentlichen Ergebnisse hinsichtlich der Nutzerakzeptanz von Krisenwarnapps.

2 Einleitung: Motivation und Relevanz der Thematik sowie Formulierung der Forschungsfrage zur Anforderungsanalyse an das Design von Krisenwarnapps.

3 Theoretische Grundlagen: Definition relevanter Begrifflichkeiten und detaillierte Gegenüberstellung der Funktionen und Eigenschaften weit verbreiteter Warn-Apps.

4 Methodik: Erläuterung des angewandten Design-Science-Rahmenwerks nach Peffers et al. sowie der Durchführung und Auswertung der Experteninterviews.

5 Design einer Krisenwarnapp: Herleitung funktionaler und nicht-funktionaler Anforderungen sowie deren Überführung in ein prototypisches UI-Flow-Diagramm.

6 Diskussion und Ausblick auf weitere Forschung: Kritische Reflexion der Ergebnisse, Validierung des gewählten Vorgehens und Identifikation zukünftiger Forschungsbedarfe.

7 Fazit: Synthese der gewonnenen Erkenntnisse und abschließende Bewertung des Nutzens der erarbeiteten Anforderungen für die Praxis.

Schlüsselwörter

Krisenwarnapps, Katastrophenschutz, Design Science, Anforderungsanalyse, NINA, KATWARN, Nutzerakzeptanz, UI-Flow-Diagramm, Informationsqualität, Warnmeldungen, Experteninterviews, Katastrophenfall, Krisenkommunikation, Usability, Notfallvorsorge

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit im Kern?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Optimierung von Krisenwarnapps durch die systematische Identifikation von Anforderungen, die direkt von Experten aus dem Katastrophenschutz abgeleitet wurden.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die Themenfelder umfassen die theoretische Einordnung von Krisen, eine technische Analyse existierender Apps sowie die Ableitung von Gestaltungsmerkmalen (Design Requirements) für zukünftige Warnsysteme.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Qualitätsverbesserung von Krisenwarnapps, um deren Akzeptanz zu erhöhen und eine effektivere Warnung der Bevölkerung in Notfallsituationen sicherzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse herangezogen?

Es wird das Design-Science-Rahmenwerk nach Peffers et al. genutzt, kombiniert mit qualitativen Experteninterviews zur Gewinnung praxisnaher Anforderungen.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis, die methodische Vorgehensweise, die detaillierte Anforderungsanalyse sowie die Visualisierung dieser Ergebnisse mittels UI-Flow-Diagrammen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Katastrophenschutz, Design Science, Krisenwarnapps, Anforderungsanalyse und Nutzerakzeptanz.

Warum wurden Experten aus dem Katastrophenschutz befragt?

Experten verfügen über spezifisches Fachwissen, um die Qualität und Sinnhaftigkeit von App-Funktionen im Kontext von realen Krisenszenarien besser zu beurteilen als der durchschnittliche Endnutzer.

Welche konkrete Neuerung schlägt der Autor für Warnmeldungen vor?

Unter anderem wird eine zweistufige Gefahrenkategorisierung vorgeschlagen, um lebensbedrohliche Situationen optisch und verhaltenstechnisch deutlich von weniger dringlichen Meldungen abzugrenzen.

Wie unterscheidet sich der vorgeschlagene Ansatz von bestehenden Apps?

Der Autor integriert Anforderungen, die in bisherigen Apps fehlen, wie etwa einen automatisierten Dialog zwischen Betroffenen und Koordinierungsstellen oder die Möglichkeit der individuellen Checklistenverwaltung.

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Details

Title
Krisenwarnungen durch eine App
Subtitle
Eine Anforderungsanalyse unter Verwendung von Design Science
College
University of Bamberg  (Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik)
Grade
1,0
Author
Steve Güldner (Author)
Publication Year
2018
Pages
72
Catalog Number
V468873
ISBN (eBook)
9783668944770
ISBN (Book)
9783668944787
Language
German
Tags
krise crisis app ios android fema katwarn nina anforderungsanalyse warning warnung requirement analysis design science thinking software engineering bbk katastrophe bevölkerungsschutz combirisk fraunhofer hevner fokus chatterjee johannesson kreps meth peffers perro siedschlag sobiegalla sommerville venable venkatesh walls winter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Steve Güldner (Author), 2018, Krisenwarnungen durch eine App, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/468873
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