Das Ziel der vorliegenden Projektarbeit ist es, zu analysieren, welche Methoden und Instrumente des Risikomanagments für die Risiken der Digitalisierungsprojekte eingesetzt werden sollen. Um genau dieses Ziel erreichen zu können werden zunächst die spezifischen Eigenschaften von Digitalisierungsprojekten dargestellt. Im Anschluss wird auf das Risikomanagement, seine methodischen Ansätze und konkreten Instrumente eingegangen, bevor die Eignung ausgewählter Methoden des Risikomanagements für Digitalisierungsprojekte untersucht wird.
Digitalisierung ist heutzutage ein großes Thema. Mehrere Faktoren spielen hier eine Rolle. Die anhaltende Globalisierung und die Ausweitung von Internet und elektronischen, portablen Geräten ermöglichen eine Anwendung beider Komponenten zu jeder
Zeit an fast jedem Ort. Die sogenannte Generation Y, die Ende des letzten Jahrhunderts geboren wurde, ist Technik- und internetaffin, da das Aufwachsen und die Entwicklung Hand in Hand von statten gingen. Diese Generation ist im Moment diejenige, die die meiste Wirtschaftlichkeit und Arbeitskraft in Deutschland einbringt.
Die „digitale Transformation“, also das konsequente Umstellen von zuvor manuellen, analogen oder nur unzureichend digital gestützten Prozessen ist eine unternehmerische Herausforderung, welche sämtliche Branchen und Geschäftsbereiche ebenso erfasst, wie interne und externe unternehmerische Prozesse. Eine Umstellung dieser Prozesse auf digitale Techniken ist jedoch nicht frei von Gefahren und Herausforderungen für die Unternehmen, so dass ein begleitendes Risikomanagement
in Digitalisierungsprojekten notwendig ist, um ein Scheitern eben dieser Projekte und somit finanzielle Einbußen aus betriebswirtschaftlicher Sicht zu verhindern. Somit ist Risikomanagement ein sehr wichtiger Beitrag der Unternehmen. Denn je früher Risiken im Unternehmen erkannt werden, desto schneller kann man sie mit den entsprechenden Maßnahmen regulieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Spezifische Besonderheiten von Digitalisierungsprojekten
2.1. Charakteristik und Typologie von Digitalisierungsprojekten
3. Risikomanagement
3.1. Kollektive Ansätze
3.1.1. Checklisten
3.1.2. Befragungen / Interviews
3.1.3. SWOT-Analyse
3.1.4. Risiko-Identifikations-Matrix (RIM)
3.2. Mathematisch- analytische Ansätze
3.3. Kreative Ansätze
3.3.1. Brainstorming / Brainwriting
3.3.2. Delphi Methode
3.3.3. Mind Mapping
3.3.4. Weitere
4. Methodenanalyse und Instrumente für Digitalisierungsprojekte
4.1. Mögliche Risiken in der Digitalisierung
4.1.1. Technische Risiken
4.1.2. Zeitliche Risiken
4.1.3. Personelle Risiken
4.1.4. Prozessuale Risiken
4.1.5. Resultierende Wirtschaftliche Effekte
4.2. Geeignete Methoden und Instrumente des Risikomanagements
5. Schluss
5.1. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Unternehmen Risiken in Digitalisierungsprojekten durch den gezielten Einsatz von Methoden des Risikomanagements minimieren können, um finanzielle Einbußen und das Scheitern von Transformationsprojekten zu verhindern.
- Charakteristik und Typologie der Digitalisierung im Unternehmen
- Kollektive, mathematisch-analytische und kreative Risikomanagement-Ansätze
- Klassifizierung von Risiken (technisch, zeitlich, personell, prozessual)
- Eignungsanalyse von Methoden für Digitalisierungsprojekte
Auszug aus dem Buch
Charakteristik der Digitalisierung
Wird nun als von einem Veränderungsprozess in Unternehmen durch die digitale Transformation bzw. den digitalen Wandel gesprochen, so ist zunächst zu identifizieren, welche Prozesse denn gemeint sind, die sich durch diese Digitalisierung verändern. Aus unternehmerischer bzw. organisationaler Sicht bietet es sich an, auf einer abstrakten und allgemeingültigen Ebene zunächst die typischen unternehmerischen Prozesse und Bereiche abzubilden, um sich einer inhaltlichen Definition zu nähern. So beschreiben Appenfeller und Feldmann in ihrer Publikation ein digitales Geschäftsmodell, welches auch für die vorliegende Arbeit in abgewandelter Form geeignet ist, um die digitale Transformation inhaltlich zu definieren.
Wie aus obiger Abbildung ersichtlich, stehen im Zentrum die digitalen Prozesse mit ihren zugeordneten Teilprozessen. Diese digitalen Prozesse, zu verstehen als Geschäfts- bzw. Arbeitsprozesse, beziehen sich auf den gesamten unternehmerischen Kreislauf und all seine Schnittmengen. So wird als digitale Transformation nicht nur die digital gestützte Kommunikation zwischen den einzelnen Instanzen im unternehmerischen Kreislauf verstanden. Vielmehr bezieht sich der digitale Wandel auch auf konkrete Arbeitsprozesse selbst, die ehemals manuell bzw. analog bewerkstelligt wurden. Zusammenfassend kann die digitale Transformation somit derart charakterisiert werden als Veränderungen aller Prozesse und zugehöriger Teilprozesse in Unternehmen, die sich durch den Einsatz digitaler Techniken ergeben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz der digitalen Transformation in der heutigen Wirtschaft und begründet die Notwendigkeit eines begleitenden Risikomanagements zur Vermeidung finanzieller Einbußen.
2. Spezifische Besonderheiten von Digitalisierungsprojekten: Dieses Kapitel definiert Digitalisierung als Transformation von Prozessen und gliedert diese in fünf zentrale Handlungsfelder, wie Geschäftsmodellanpassungen und die Etablierung einer digitalen Kultur.
3. Risikomanagement: Hier werden Grundlagen des Risikomanagements sowie der Prozess der Risikoidentifikation, -bewertung und -überwachung vorgestellt und verschiedene methodische Ansätze (kollektiv, mathematisch-analytisch, kreativ) systematisiert.
4. Methodenanalyse und Instrumente für Digitalisierungsprojekte: Das Kapitel analysiert spezifische Risiken in Digitalisierungsprojekten und bewertet die Eignung der zuvor vorgestellten Risikomanagement-Methoden für die jeweiligen Risikoarten.
5. Schluss: Die Zusammenfassung resümiert die Bedeutung eines strukturierten Risikomanagements als Voraussetzung für den Erfolg von Digitalisierungsprojekten und unterstreicht die Notwendigkeit der kontinuierlichen Überwachung.
Schlüsselwörter
Risikomanagement, Digitalisierung, Digitale Transformation, Geschäftsprozesse, Risikoidentifikation, Risikobewertung, SWOT-Analyse, RIM, Mind Mapping, Delphi Methode, Technisches Risiko, Personelles Risiko, Prozessuales Risiko, Wirtschaftlichkeit, Unternehmenskultur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Projektarbeit im Kern?
Die Arbeit befasst sich mit der Identifikation und Minimierung von Risiken in Digitalisierungsprojekten durch den Einsatz systematischer Methoden des Risikomanagements.
Welche zentralen Themenfelder behandelt der Text?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Digitalisierungsprojekten, der Klassifizierung unternehmerischer Risiken und der Vorstellung spezifischer Risikomanagement-Instrumente.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu analysieren, welche spezifischen Methoden des Risikomanagements am besten geeignet sind, um die unterschiedlichen Risiken bei der digitalen Transformation eines Unternehmens effektiv zu steuern.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden zur Risikobewertung herangezogen?
Die Arbeit kategorisiert Ansätze in kollektive Methoden (wie SWOT oder RIM), mathematisch-analytische Verfahren und kreative Ansätze (wie Mind Mapping oder Brainstorming).
Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Digitalisierungstypen, die systematische Darstellung von Risikomanagement-Prozessen sowie die konkrete Analyse der Eignung dieser Methoden für die verschiedenen Risikoarten in Digitalisierungsprojekten.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Risikomanagement, digitale Transformation, Geschäftsmodellinnovation, Risiko-Identifikations-Matrix und Risikokultur.
Warum spielt die "digitale Kultur" eine Rolle in der Risikobewertung?
Die Arbeit identifiziert personelle Risiken, wie die Verweigerung gegenüber neuer Technik, als kritisch. Eine pro-aktive digitale Kultur hilft, diese "weichen Faktoren" abzubauen.
Welchen Stellenwert hat die Risiko-Identifikations-Matrix (RIM)?
Die RIM wird als ein zentrales Instrument hervorgehoben, um durch eine zweidimensionale Abbildung von Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe Risiken präzise zu priorisieren.
- Citar trabajo
- Hasbiye Akpinar (Autor), 2019, Digitalisierungsprojekte. Wie können Methoden des Risikomanagements eingesetzt werden?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/468932