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Ein historischer Überblick der Arbeitsbedingungen von Pflegeberufen in Österreich

Título: Ein historischer Überblick der Arbeitsbedingungen von Pflegeberufen in Österreich

Resumen , 2019 , 11 Páginas , Calificación: 1,00

Autor:in: Daniel Gerbautz (Autor)

Medicina - Otros
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Die Entwicklung des Pflegeberufes reicht vom Heilhilfsberuf im Schatten der Medizin hin zu einem eigenständigen Heilberuf, eingebettet in einem multiprofessionellen Team. Mit diesem sich wandelnden Selbstverständnis hat sich auch das Aufgabengebiet stark gewandelt. Die Pflegeberufe im Krankenhaus spielten eine wichtige Rolle bei der Durchführung vieler ärztlich verordneter Maßnahmen, sowie bei der Sorge für das Wohlbefinden des Patienten. In der Vergangenheit wurden Pflegerinnen und Pfleger auch immer dort eingesetzt, wo andere keine Zeit, kein Personal, oder kein Interesse hatten. Dazu zählten Hol- und Bringdienste, Fortführung von physio- und ergotherapeutischen Übungen an Wochenenden, bis hin zur ständigen Krankenbeobachtung rund um die Uhr. Das Verständnis der Rolle der Pflege hat sich im Laufe des 21. Jahrhunderts grundlegend verändert.

Die Krankenpflege entwickelte sich zu einem Gesundheitsberuf mit eigenen Aufgaben und Kompetenzen in gleichberechtigter interdisziplinärer Kooperation. Die Anfänge eines patientenorientierten Pflegeverständnisses im Krankenhaus wurden erstmals in den 1980er Jahren, als erste Anstrengungen zur Systematisierung des pflegerischen Arbeitsprozesses stattfanden, entwickelt. Die treibenden Kräfte waren meist engagierte Pflegedirektorinnen und Direktoren, Leitungen oder Dozentinnen von Fort- und Weiterbildungsinstituten, die sich eine Modernisierung der Pflege, sowie die Förderung von Pflegewissenschaft sowie -forschung wünschten.

Der erste Pflegestudiengang für Pflegelehrer wurde als Modellversuch in den Jahren 1978 bis 1981 durchgeführt. Bisweilen fehlte jedoch eine normative Regelung von Tätigkeiten und Zuständigkeiten, um eine strukturelle Grundlage für die konzeptionelle Entwicklung der Pflege zu schaffen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Historische Entwicklung

1.1 Geschichtliche Grenzen in der Pflege

1.2 Ausländische Vorbilder für die Entwicklung der Pflege in Österreich

1.3 Die Gründung des Rudolfinerhauses sowie der Krankenpflegeschule

1.4 Anschluss der österreichischen Pflege an internationale Entwicklungen

1.5 Arbeitsbedingungen im Pflegeberuf

1.5.1 Arbeitszeiten

1.6 Entlohnung

1.7 Wohnverhältnisse

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung des Pflegeberufes in Österreich, mit einem besonderen Fokus auf die sich wandelnden Arbeitsbedingungen, die professionelle Anerkennung und die strukturellen Hürden, die das Berufsfeld über das 19. und 20. Jahrhundert hinweg geprägt haben.

  • Historische Evolution der Pflege vom Heilhilfsberuf zum eigenständigen Gesundheitsberuf.
  • Einfluss internationaler Vorbilder und Strukturen auf die österreichische Pflegelandschaft.
  • Analyse historischer Belastungsfaktoren wie Arbeitszeiten, Entlohnung und prekäre Wohnverhältnisse.
  • Die Rolle politischer Umbrüche und gesetzlicher Rahmenbedingungen im 20. Jahrhundert.
  • Entwicklung pflegerischer Bildungswege und Berufsverbände.

Auszug aus dem Buch

1.1 Geschichtliche Grenzen in der Pflege

Grenzen und deren Überschreitung spielen in der Geschichte der Krankenpflege im Vergleich zu anderen Berufsgruppen eine besondere Rolle. Besonders wenn man diese Aussage auf den ehemaligen Frauenberuf Krankenschwester zuspitzt. Schon allein die Tatsache, dass im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts allein reisende Frauen begründen mussten, warum sie allein reisten. Des Weiteren waren die Berufe, die neben der Krankenpflege in der damaligen Zeit zur Verfügung standen, überschaubar. Die weiteren Tätigkeitsfelder für Frauen waren Erziehung, Unterricht, Dienstleistungen in Haushalt, Gewerbe und Handel, sowie Landwirtshaft und Industriearbeit. In der Regel handelte es sich bei diesen Aufgabengebiet um genau festgelegte Tätigkeiten. Ein Merkmal der Krankenpflege ist jedoch der Notfallcharakter.

Dieser Umstand hat oft dazu geführt, dass berufliche, wie auch persönliche und hierarchische Grenzen überschritten werden mussten. Dies bedeutet, dass von einer Krankenschwester im 19. Jahrhundert in besonderen Situationen besondere Verhaltensformen erwartet wurden, die in anderen Fällen für eine Frau aus dieser Zeit undenkbar gewesen wären. Diese besonderen Freiheiten waren jedoch an spezifische Bedingungen gekoppelt. Wurde von diesen Vorgaben auch nur geringfügig abgewichen, wurde dieses Verhalten streng verurteilt (Kozon, Seidl, Walter, 2011, S. 28).

Zusammenfassung der Kapitel

Historische Entwicklung: Dieses einleitende Kapitel skizziert den Wandel der Pflege vom unselbstständigen Heilhilfsberuf hin zu einem modernen Gesundheitsberuf mit interdisziplinärer Kompetenz.

1.1 Geschichtliche Grenzen in der Pflege: Es wird die besondere soziale Stellung der Krankenschwester im 19. und frühen 20. Jahrhundert beleuchtet, die sich zwischen rigiden gesellschaftlichen Konventionen und dem fachlichen Notfallcharakter ihrer Arbeit bewegen musste.

1.2 Ausländische Vorbilder für die Entwicklung der Pflege in Österreich: Das Kapitel analysiert, warum die professionelle Pflege in Österreich im Vergleich zum Ausland verzögert Einzug hielt, insbesondere bedingt durch die starke Dominanz der Ärzteschaft.

1.3 Die Gründung des Rudolfinerhauses sowie der Krankenpflegeschule: Hier wird die Rolle von Theodor Billroth und die Bedeutung der Kriegskrankenpflege als Impulsgeber für zivile Pflegestrukturen in Österreich beschrieben.

1.4 Anschluss der österreichischen Pflege an internationale Entwicklungen: Dieser Abschnitt beschreibt die Internationalisierung durch Verbände in der Ersten Republik sowie die gravierenden Rückschläge durch politische Verbote und wirtschaftliche Krisen ab 1934.

1.5 Arbeitsbedingungen im Pflegeberuf: Dieses Kapitel führt in die historische Belastungssituation ein, wobei insbesondere Arbeitszeiten, Entlohnung und Wohnverhältnisse thematisiert werden.

1.5.1 Arbeitszeiten: Die langwierigen Bemühungen um Arbeitszeitverkürzungen, vom 65-Stunden-Dienst bis zur Einführung des Acht-Stunden-Tages, werden hier chronologisch nachvollzogen.

1.6 Entlohnung: Dieser Teil befasst sich mit der chronischen Unterbezahlung, der schwierigen Gehaltseinstufung gegenüber anderen Berufsgruppen und dem Mangel an sozialer Absicherung für Pflegepersonal.

1.7 Wohnverhältnisse: Es wird erläutert, wie die mangelnde Trennung zwischen Arbeits- und Privatleben durch die Unterbringung in Schwesternhäusern oder Schlafsälen die Lebenswelt der Pflegekräfte nachhaltig prägte.

Schlüsselwörter

Pflegegeschichte, Österreich, Arbeitsbedingungen, Krankenpflege, Arbeitszeiten, Entlohnung, Rudolfinerhaus, Berufsverband, Krankenschwester, historische Entwicklung, Sozialgeschichte, Gesundheitswesen, Pflegewissenschaft, Arbeitsvertrag, Frauenberuf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen historischen Überblick über die Arbeitsbedingungen und die berufliche Entwicklung von Pflegeberufen in Österreich vom 19. Jahrhundert bis in die Nachkriegszeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Professionalisierung der Krankenpflege, die Auswirkungen gesellschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen auf den Berufsstand sowie die materiellen und strukturellen Arbeitsbedingungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die historischen Hürden und Meilensteine bei der Etablierung eines eigenständigen, professionellen Pflegeberufs in Österreich nachzuzeichnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Literaturanalyse und der Aufarbeitung zeitgeschichtlicher Dokumente sowie fachspezifischer Publikationen zur Geschichte der Pflege.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Vorbildern, der Gründung erster Ausbildungsstätten, der internationalen Anbindung sowie einer detaillierten Analyse der Arbeitszeiten, Entlohnungsmodelle und Wohnverhältnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Pflegegeschichte, Arbeitsbedingungen, Professionalisierung, Sozialgeschichte der Pflege und Österreich.

Warum spielt die Rolle der Ärzte eine so große Rolle für die historische Entwicklung?

Die historische Dominanz der Ärzteschaft im österreichischen Gesundheitswesen wirkte oft hemmend auf die eigenständige Entwicklung pflegerischer Kompetenzen und Strukturen, da Pflegepersonen lange Zeit lediglich als untergeordnete Sanitätspersonen wahrgenommen wurden.

Wie wirkten sich politische Umbrüche auf die Pflege aus?

Politische Umbrüche, insbesondere das Jahr 1934 und der Anschluss an Deutschland 1938, führten zur Zerschlagung von Berufsverbänden, der Konfiszierung von Vereinsvermögen und einem empfindlichen Rückschritt in der berufspolitischen Organisation.

Warum war die Entlohnung von Pflegepersonal historisch so problematisch?

Die niedrige Entlohnung resultierte unter anderem aus der mangelnden Anerkennung als professionelle Tätigkeit; selbst Pflegende mit hoher Bildung wurden oft schlechter gestellt als einfache Dienstboten oder nicht entsprechend ihrer Qualifikation eingestuft.

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Detalles

Título
Ein historischer Überblick der Arbeitsbedingungen von Pflegeberufen in Österreich
Universidad
University of applied sciences
Calificación
1,00
Autor
Daniel Gerbautz (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
11
No. de catálogo
V469347
ISBN (Ebook)
9783668948259
ISBN (Libro)
9783668948266
Idioma
Alemán
Etiqueta
Pflege Geschichte
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Daniel Gerbautz (Autor), 2019, Ein historischer Überblick der Arbeitsbedingungen von Pflegeberufen in Österreich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/469347
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