In dieser Studienarbeit wird darauf eingegangen, was Agilität überhaupt bedeutet. Es wird geklärt, was ein Unternehmen mitbringen muss, wie es handeln und, was es unterlassen sollte, um agil zu sein. Und vor allem, warum sollten kleine und mittlere Unternehmen danach streben agiler zu werden? Anschließend werden fünf Unternehmen vorgestellt und herausgearbeitet, auf welche Art und Weise diese Agilität in Ihren Arbeitsalltag implementiert haben.
Ganz nach dem Motto Philip Rosenthals "Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein." Beschäftigen sich seit ein paar Jahren, viele Unternehmen mit dem Thema Agilität. So gaben 2011 in einer von IBM in Auftrag gegebenen Umfrage, unter 2000 mittelständischen Unternehmen, 73% an, als wichtiges Ziel "Erhöhung Flexibilität/agiles Unternehmen" zu haben. Denn in diesen Zeiten, in denen sich die Märkte immer schneller verändern, soll Agilität für die Anpassungsfähigkeit von Organisationen genutzt werden, um sich innerhalb interner Prozesse, an das kontinuierlich wandelnde Marktumfeld anzupassen und darin bestehen zu können.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definitionen
2.1 kleine und mittlere Unternehmen
2.2 Definition von Agilität
3 Unternehmerische Vorteile von Agilität in KMUs
4 Agilität in KMUs: ausgewählte Fallbeispiele
4.1 Tabelle zur Übersicht
4.2 Beschreibungsdimensionen
4.3 AOE
4.4 Dark Horse
4.5 FAVI
4.6 ISEKI
4.7 Sipgate
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Studienarbeit besteht darin, das Konzept der Agilität im Kontext kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) zu durchleuchten und durch konkrete Praxisbeispiele zu verdeutlichen, wie verschiedene Organisationen agile Strukturen erfolgreich in ihren Arbeitsalltag integrieren.
- Definition von kleinen und mittleren Unternehmen sowie Abgrenzung des Begriffs Agilität.
- Analyse der unternehmerischen Vorteile durch agile Arbeitsweisen in dynamischen Märkten.
- Vorstellung von fünf Fallbeispielen: AOE, Dark Horse, FAVI, ISEKI und Sipgate.
- Untersuchung von Strukturdimensionen wie Spezialisierung, Delegation und Konfiguration.
- Kritische Reflexion über Herausforderungen und die Nachhaltigkeit agiler Transformationen.
Auszug aus dem Buch
4.4 Dark Horse
Im Jahr 2009 entschlossen sich 30 Studenten der Universität Potsdam ein Unternehmen zu gründen. Sie hatten alle bereits Erfahrungen in „herkömmlichen Unternehmen“ gesammelt und merkten schnell, dass keines davon genauso agiert, wie es Ihnen im Studium des Design Thinking beigebracht wurde. Darum entschlossen sie sich Dark House zu gründen. Die in Berlin ansässige Firma hat immer noch 30 Mitarbeiter und ist im Bereich der Unternehmensberatung tätig. Außerdem geben Sie Workshops und Trainings unter anderem z.B. zum Thema Design Thinking und Innovationsmanagement. Des Weiteren wurde von der Firma bereits folgende drei Bücher über Ihre Arbeit herausgebracht: Thank God it´s Monday, Digital Innovation Playbook und New Workspace Playbook. Darin wird unter anderem beschrieben, wie die Struktur der Firma zustande kam. Da sich die Gründer alle einig waren, dass die Selbstverwirklichung einen höheren Stellenwert hat als die monetäre Vergütung, suchten sie nach Vorbildern für die zu gründende Firma. Fündig wurden sie bei Bayrischen Klöstern, da die Mönche sich ebenso als Gemeinschaft sehen, aber nicht desto trotz ein Wirtschaftliches Unternehmen zu führen haben. Was genau sich bei den Mönchen abgeschaut wurde, wird später genauer ausgeführt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Agilität ein, betont deren wachsende Bedeutung für die Anpassungsfähigkeit in schnelllebigen Märkten und legt das Ziel der vorliegenden Arbeit fest.
2 Definitionen: In diesem Kapitel werden die Begriffe kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Agilität definiert, wobei der Fokus auf dem Verständnis des deutschen Mittelstandes liegt.
3 Unternehmerische Vorteile von Agilität in KMUs: Es wird erörtert, warum Agilität für KMUs essenziell ist, um angesichts kürzerer Produktlebenszyklen und externer Treiber wettbewerbsfähig zu bleiben.
4 Agilität in KMUs: ausgewählte Fallbeispiele: Anhand von fünf unterschiedlichen Unternehmen (AOE, Dark Horse, FAVI, ISEKI, Sipgate) wird die praktische Implementierung agiler Methoden und Organisationsstrukturen untersucht.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse kritisch zusammen und weist darauf hin, dass Agilität kein Allheilmittel ist, sondern eine Kombination aus agilen und traditionellen Ansätzen erfordern kann.
Schlüsselwörter
Agilität, KMU, kleine und mittlere Unternehmen, Selbstorganisation, Unternehmenskultur, agile Transformation, Teamstruktur, Netzwerkorganisation, Design Thinking, Soziokratie, Innovationsmanagement, Fallbeispiele, Servant Leadership, agile Prinzipien, Wettbewerbsfähigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Konzept der Agilität im Speziellen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und analysiert, wie diese ihre Strukturen anpassen, um in einem dynamischen Marktumfeld bestehen zu können.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von KMU und Agilität, die Vorteile agiler Arbeitsweisen, die detaillierte Darstellung von fünf Fallbeispielen sowie die kritische Reflexion des Veränderungsmanagements.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, was Unternehmen mitbringen müssen, um agil zu sein, und warum das Streben nach Agilität gerade für den Mittelstand strategisch sinnvoll ist.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt eine qualitative Analyse anhand von ausgewählten Fallbeispielen (AOE, Dark Horse, FAVI, ISEKI, Sipgate), um agile Praktiken in der Praxis darzustellen und vergleichend zu beschreiben.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe, eine Darlegung der Vorteile von Agilität und eine umfassende Fallstudienanalyse, in der die Firmen nach spezifischen Strukturdimensionen wie Delegation oder Konfiguration bewertet werden.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Agilität, Selbstorganisation, KMU, Unternehmenskultur und agile Transformation charakterisiert.
Was macht das Unternehmen Dark Horse in Bezug auf die Rollenverteilung besonders?
Dark Horse praktiziert eine projektbasierte Rollenverteilung, bei der Mitarbeiter zu Beginn jedes Projektes ihre Rollen neu aus Eimern ziehen, um Silodenken zu vermeiden und frische Impulse zu fördern.
Welches Fazit zieht der Autor in Bezug auf die Nachhaltigkeit agiler Systeme?
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Agilität kein automatischer Prozess ist und Erfolg langfristig in einer ausgewogenen Kombination aus agilen Methoden und traditionell bewährten Herangehensweisen liegt.
- Citar trabajo
- Philipp Schmidt (Autor), 2019, Agilität in kleinen und mittleren Unternehmen. Wie kann sie umgesetzt werden?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/469735