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Politikvermittlung in den Medien

Title: Politikvermittlung in den Medien

Intermediate Diploma Thesis , 2005 , 26 Pages , Grade: 2,6

Autor:in: Florian Winkler (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications
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Diese Arbeit soll den Zusammenhang von Politik und Öffentlichkeit in der mediatisierten Gesellschaft darstellen und vor allem den Aspekt der Ambivalenz von Politikvermittlung durch die Medien näher beleuchten. So soll zu Beginn grundlegend auf die Medientypen Zeitungen, Fernsehen und Internet und ihre Rolle in der Herstellung von politischer Öffentlichkeit eingegangen werden um herauszustellen, welche vielfältigen Formen der Politikvermittlung bestehen und wo Unterschiede in der Reichweite und Qualität zwischen den verschiedenen Medientypen und auch innerhalb der Medientypen zu erkennen sind.

Darauffolgend soll herausgearbeitet werden welche Auswirkungen die mediale Politikvermittlung auf die Politik hat und welche Folgen daraus für die Parteiendemokratie erwachsen. Hier soll auch diskutiert werden inwieweit der Begriff der Mediendemokratie für das dargestellte Phänomen herangezogen werden kann. Des Weiteren soll hier die Ambivalenz und gegenseitige Beeinflussung von Politik und medialer Politikvermittlung aufgegriffen werden, die durch die Pluralisierung der Medienangebote und, wie gezeigt werden wird, damit einhergehende geringere Beeinflussung der Medien durch die politischen Akteure, an Stärke gewinnt.

Wie der mediale Wandel in der Vermittlung politischer Gegenstände zu bewerten ist behandelt der folgende Gliederungspunkt. Die Vermischung von Informations- und Unterhaltungscharakter der Medien und die daraus eventuell resultierende Skandalisierung und Boulevardisierung von Politik soll hier ebenso thematisiert werden wie die Frage ob Politik in den Medien überhaupt angemessen vermittelt werden kann. Dies ist vor allem unter dem Gesichtspunkt zu hinterfragen, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen, wie beispielsweise Jugendliche, nur sehr geringes Interesse an informationsorientierten Medien zeigen und sich somit die Politikvermittlung weitestgehend entziehen.

Die Bedeutsamkeit von Medienkompetenz bei der medialen Politikvermittlung soll hier abschließend herausgestellt werden um aufzuzeigen, dass Politikvermittlung durch die Medien, auch in Hinblick auf die Selektivität der erreichten Bevölkerungsschichten, nur dann funktionieren kann, wenn der Mediennutzer aus den vielfältig angebotenen Medien diejenigen herausfiltern kann, die ihm die bestmögliche Informationsbasis bieten kann – wenn er also eine ausreichende Medienkompetenz aufzuweisen hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Politikvermittlung durch Medien

2.1 Politikvermittlung durch Zeitungen

2.2 Politikvermittlung durch Fernsehen

2.3 Das Internet als neue Form der politischen Information

3. Auswirkungen der Mediatisierung von Politik

3.1 Von der Parteiendemokratie zur Mediendemokratie

3.2 Die Ambivalenz von Politik und Medien

4. Medialer Wandel und Politikvermittlung

4.1 Medien als Informations- und Unterhaltungsmedien

4.2 Medienkompetenz als Voraussetzung für Politikvermittlung

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Politik und Öffentlichkeit in einer zunehmend mediatisierten Gesellschaft, wobei insbesondere die Ambivalenzen der Politikvermittlung im Fokus stehen. Dabei wird analysiert, wie verschiedene Medientypen (Zeitungen, Fernsehen, Internet) zur politischen Information beitragen, welche Auswirkungen diese auf die Parteiendemokratie haben und warum Medienkompetenz für den Bürger heute eine zentrale Voraussetzung zur informierten Teilhabe darstellt.

  • Rolle der klassischen Massenmedien versus neue Onlinemedien.
  • Wandel von der Parteien- zur Mediendemokratie.
  • Einfluss der Kommerzialisierung und Unterhaltungsorientierung auf die politische Berichterstattung.
  • Bedeutung der Medienkompetenz bei der Selektion politischer Informationen.
  • Problematik der abnehmenden politischen Informationsorientierung bei Jugendlichen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Politikvermittlung durch Zeitungen

Als das wohl älteste und somit traditionsreichste Massenmedium, das sich der Politikvermittlung verschrieb, sind die Printmedien und hier vor allem die Zeitungen zu nennen. Hier soll nun aber lediglich auf den Zeitraum nach 1945 eingegangen werden, so dass die Politikvermittlung in den gedruckten Medien vor diesem Zeitpunkt keine Beachtung finden wird. Den Printmedien ist zu eigen, dass sie lediglich über geschriebene und gedruckte Sprache – und nur unterstützt von Fotografien – als Mittel der (Politik-) vermittlung verfügt. Der Unterschied zu den visuellen Medien liegt zum einen darin, dass die Rezeption der zu vermittelnden Inhalte vom Leser sowohl zeitlich als auch inhaltlich relativ frei bestimmt werden kann. So sind Lesegeschwindigkeit und inhaltliche Selektion vom Adressaten frei beeinflussbar und er unterliegt nicht, wie bei audiovisuellen Medien der vorgegebenen Reihenfolge der Informationen und vor allem auch nicht der Geschwindigkeit der Vermittlung von Inhalten. So ist durch den Speichercharakter auch ein späteres Nachlesen oder Auffrischen von Informationen relativ problemlos, was von audiovisuellen Medien eher nicht behauptet werden kann.

Doch auch die Selektionsfreiheit im Bereich der Printmedien ist nicht allumfassend, da sowohl durch die Größe von Überschriften und Artikeln als auch durch die Platzierung auf der Titelseite oder an anderen aufmerksamkeitserregenden Stellen eine gewisse Brisanz und Aktualität vermittelt wird, die der Rezipient meist aufgreift. So können also auch in Printmedien durch die Gestalter von Zeitungen Akzente gesetzt werden, die oben genannte Freiheiten einschränken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Mediatisierung von Politik ein und definiert den Fokus auf die Ambivalenzen der Politikvermittlung in Printmedien, Fernsehen und Internet.

2. Politikvermittlung durch Medien: Dieses Kapitel analysiert die spezifischen Stärken und Schwächen der verschiedenen Medientypen in Bezug auf die Verbreitung politischer Informationen und deren Rezeptionsbedingungen.

3. Auswirkungen der Mediatisierung von Politik: Es wird untersucht, wie der mediale Wandel die Struktur der Demokratie verändert und ob von einem Übergang von der Parteien- zur Mediendemokratie gesprochen werden kann.

4. Medialer Wandel und Politikvermittlung: Das Kapitel behandelt die Herausforderungen durch den Informations- und Unterhaltungscharakter der Medien sowie die Notwendigkeit von Medienkompetenz zur politischen Urteilsbildung.

5. Schlussbetrachtung: Hier werden die zentralen Ergebnisse zur Reichweite, Qualität und Individualisierung der Mediennutzung aggregiert und die Problematik der schwindenden Informationsorientierung junger Menschen hervorgehoben.

Schlüsselwörter

Politikvermittlung, Medien, Mediengesellschaft, Mediendemokratie, Parteiendemokratie, Medienkompetenz, Printmedien, Fernsehen, Internet, Agenda-Setting, Boulevardisierung, Politik, Kommunikation, Informationsorientierung, Partizipation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht, wie Medien (Zeitung, Fernsehen, Internet) Politik vermitteln, welchen Einfluss dieser Prozess auf unsere Demokratie hat und welche Rolle der Mediennutzer dabei spielt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Mediatisierung von Politik, der Vergleich verschiedener Medientypen, die Auswirkungen von Kommerzialisierung auf die Nachrichtenqualität sowie die Bedeutung der Medienkompetenz für den Bürger.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Qualität und Reichweite politischer Informationen in den Medien zu bewerten und aufzuzeigen, ob die Medien als "vierte Gewalt" die Politik beeinflussen oder durch Unterhaltungsorientierung ihre Vermittlungsaufgabe gefährden.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf einer Auswertung medien- und politikwissenschaftlicher Fachliteratur basiert, um Zusammenhänge der politischen Kommunikation zu deduzieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Medientypen, eine Analyse des Wandels von Parteien- zur Mediendemokratie und eine kritische Auseinandersetzung mit der Unterhaltungsorientierung von Medien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Politikvermittlung, Mediendemokratie, Agenda-Setting, Medienkompetenz und Boulevardisierung prägnant zusammenfassen.

Warum spielt die Medienkompetenz eine so große Rolle?

Da das Angebot an Informationen durch das Internet und die Pluralisierung der Medienlandschaft enorm gewachsen ist, muss der Rezipient fähig sein, boulevardisierte Inhalte von fundierter politischer Information zu unterscheiden.

Was ist das Hauptproblem bei der Vermittlung an Jugendliche?

Die Arbeit stellt fest, dass Jugendliche ein sinkendes Interesse an informationsorientierten Medien zeigen, was die Gefahr einer schwindenden politischen Teilhabe in dieser Bevölkerungsgruppe birgt.

Wie hat sich das Fernsehen verändert?

Durch die Einführung des Privatfernsehens und den wirtschaftlichen Wettbewerbsdruck hat sich der Fokus verstärkt auf Unterhaltung verlagert, wobei die Arbeit diskutiert, ob dies zu einer Marginalisierung politischer Inhalte führt.

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Details

Title
Politikvermittlung in den Medien
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg  (Institut für Politikwissenschaften)
Grade
2,6
Author
Florian Winkler (Author)
Publication Year
2005
Pages
26
Catalog Number
V46998
ISBN (eBook)
9783638440592
Language
German
Tags
Politikvermittlung Medien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Winkler (Author), 2005, Politikvermittlung in den Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46998
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