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Das Wahlparadox in der Rational-Choice-Theorie

Título: Das Wahlparadox in der Rational-Choice-Theorie

Trabajo Escrito , 2018 , 22 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Política - Principios básicos y general
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„In Wirklichkeit sind aber Hunderte, Tausende, ja sogar Millionen anderer Bürger ebenso wahlberechtigt; daher ist der Stimmzettel des Einzelnen nur ein Tropfen in einem Ozean.“ Anthony Downs drückt mit dieser Metapher in seinem 1968 auf Deutsch erschienenen Werk Ökonomische Theorie der Demokratie die extrem geringe Wahrscheinlichkeit aus, in einer Demokratie mit einer großen Anzahl an Wahlberechtigten den Ausgang der Wahl als Individuum entscheidend beeinflussen zu können. Downs folgert daraus, dass ein rationaler Bürger nicht an Wahlen teilnehmen würde, da die Kosten der Wahlbeteiligung den daraus entstehenden Nutzen übersteigen würden. Dies steht jedoch im Widerspruch zu den empirisch beobachtbaren Wahlbeteiligungsraten, weshalb die Wahlbeteiligung als „Achillesferse“ der Rational-Choice(RC)-Theorie gilt. Die Tatsache, dass sich trotzdem regelmäßig die Mehrzahl der Wahlberechtigten an Wahlen beteiligt, wird als Wahlparadox bezeichnet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Rationales Wahlverhalten

2.1 Grundzüge der Rational-Choice-Theorie

2.2 Der rationale Wähler bei Downs

3 Das Wahlparadox

4 Wege aus dem Wahlparadox

4.1 Lösungsansätze innerhalb der Rational-Choice-Theorie

4.1.1 Die Entscheidungswahrscheinlichkeit der Stimme

4.1.2 Die Kosten der Wahl

4.2 Expressive Wahl als alternativer Lösungsansatz

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Wahlbeteiligung im Rahmen der Rational-Choice-Theorie erklärt werden kann, um das sogenannte Wahlparadoxon aufzulösen, bei dem die theoretisch abgeleitete Irrationalität des Wählens im Widerspruch zur hohen tatsächlichen Wahlbeteiligung steht.

  • Grundlagen und Kernannahmen der Rational-Choice-Theorie
  • Das Modell des rationalen Wählers nach Anthony Downs
  • Das Wahlparadoxon als Achillesferse der ökonomischen Wahltheorie
  • Lösungsansätze durch Anpassung der Nutzenparameter und Einflusswahrscheinlichkeiten
  • Die Theorie der expressiven Wahl als alternative Erklärungsebene

Auszug aus dem Buch

3 Das Wahlparadox

Die Diskontierung des Parteidifferentials mit der Einflusswahrscheinlichkeit der eigenen Stimme hat nicht nur Auswirkungen auf das Informationsverhalten, sondern auch auf das Wahlverhalten rationaler Akteure. Nach Downs beteiligt sich der Bürger ausschließlich an Wahlen, wenn der daraus erwartete Nutzen (reward: R) für ihn größer ist als die ihm dabei entstehenden Kosten (costs: C).41

Bei vielen Wahlberechtigten fällt die einzelne Stimme kaum ins Gewicht und ihr Einfluss tendiert gegen null. Die Stimme wäre lediglich ausschlaggebend, wenn sie ein Patt bräche.42 Aber selbst bei knappen Wahlen ist die Entscheidungswahrscheinlichkeit (probability: p) einer Stimme gering. Ein Wert für p erscheint dabei unterhalb von einem tausendstel Prozent als realistisch.43 Der Nutzen aus der Wahlbeteiligung, der sich als R = p * B berechnen lässt, ist folglich gering. B steht in dieser Formel für das Parteidifferential (benefit: B). Solange sich p * B geringfügig von null unterscheidet, ist es für den Bürger allerdings rational, wählen zu gehen, da er sich gegenüber einer Enthaltung besserstellen würde.44

Wie bereits im vorherigen Unterkapitel beschrieben, ist die Annahme einer Wahl, die dem Wähler keine Kosten bereitet, unrealistisch. Der Wähler muss sich über die Parteien informieren und zum Wahllokal gehen, was ihm zumindest Opportunitätskosten verursacht. Dadurch besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass die Kosten höher als der Nutzen aus der Wahlbeteiligung sind.45 Zwar kann der Wähler die Kosten seiner Wahlteilnahme zu minimieren versuchen, indem er beispielsweise nur auf ‚kostenlose‘ Informationen zugreift. Aber in der Regel folgt aus der Wahlteilnahme ein Nutzen kleiner null: (R = p * B − C < 0).46 Dementsprechend ist es für den Wähler rational, Kosten zu sparen und sich der Wahlteilnahme zu enthalten, in der Hoffnung, dass die von ihm präferierte Partei trotzdem gewinnt. Diese Tatsache lässt keine oder zumindest keine hohe Wahlbeteiligung erwarten.47 Folglich ist der Wahlakt in der RC-Theorie irrational.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Wahlparadoxon ein, erläutert die ökonomische Theorie der Demokratie nach Downs und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit.

2 Rationales Wahlverhalten: Dieses Kapitel definiert die theoretischen Grundlagen der Rational-Choice-Theorie und spezifiziert die Annahmen von Downs über den rationalen Wähler im politischen Wettbewerb.

3 Das Wahlparadox: Hier wird aufgezeigt, warum aus Sicht der ökonomischen Theorie eine Wahlteilnahme für den Einzelnen irrational erscheint, was im direkten Widerspruch zu realen Wahlbeteiligungsraten steht.

4 Wege aus dem Wahlparadox: Das Kapitel diskutiert verschiedene Lösungsansätze, darunter die Modifikation der Einflusswahrscheinlichkeit, die Berücksichtigung von Kosten sowie den Ansatz der expressiven Wahl.

5 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bewertet die vorgestellten Lösungsansätze hinsichtlich ihrer Eignung zur Überwindung des Wahlparadoxons.

Schlüsselwörter

Rational-Choice-Theorie, Wahlparadox, Wahlverhalten, Anthony Downs, Nutzenmaximierung, Parteiendifferential, Entscheidungswahrscheinlichkeit, Wahlkosten, Opportunitätskosten, expressive Wahl, Zweckrationalität, ökonomische Theorie der Politik, Wahlbeteiligung, politische Partizipation, Modellannahmen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Spannungsfeld zwischen der ökonomischen Theorie der Demokratie und der tatsächlich beobachtbaren hohen Wahlbeteiligung, welches als Wahlparadoxon bekannt ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Rational-Choice-Theorie, die Modellannahmen von Anthony Downs zum rationalen Wähler sowie verschiedene theoretische Ansätze zur Auflösung der Diskrepanz zwischen Modellrechnung und Wahlrealität.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, Wege aus dem Wahlparadoxon aufzuzeigen und zu klären, inwieweit sich die Wahlbeteiligung innerhalb des ökonomischen Ansatzes dennoch plausibel erklären lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewendet?

Die Autorin verwendet einen theoretisch-analytischen Ansatz, der auf der Diskussion und kritischen Würdigung der bestehenden Fachliteratur und verschiedener Modelle der Rational-Choice-Forschung basiert.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Kernannahmen, die Herleitung des Paradoxons sowie die systematische Diskussion von Lösungsansätzen, die an den Variablen der Nutzen-Kosten-Gleichung ansetzen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Rational-Choice, Parteiendifferential, Wahlparadox, expressive Wahl und Zweckrationalität.

Was besagt die "Zwei-Hüte-These" im Kontext der expressiven Wahl?

Die These von Brennan und Lomasky besagt, dass Individuen eine unterschiedliche Persona für Marktentscheidungen (instrumentell) und für die Wahlentscheidung an der Urne (expressiv) einnehmen.

Warum ist laut der klassischen RC-Theorie die Wahlbeteiligung in Massendemokratien irrational?

Da die Wahrscheinlichkeit, mit der die eigene Stimme den Wahlausgang entscheidend beeinflusst, gegen null tendiert, übersteigen die Kosten der Wahl (Informationsbeschaffung, Zeit) fast immer den individuell erwarteten Nutzen.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Wahlparadox in der Rational-Choice-Theorie
Universidad
University of Bonn
Calificación
1,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
22
No. de catálogo
V470180
ISBN (Ebook)
9783668950979
ISBN (Libro)
9783668950986
Idioma
Alemán
Etiqueta
wahlparadox rational-choice-theorie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2018, Das Wahlparadox in der Rational-Choice-Theorie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/470180
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