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Auf dem Weg zu regionaler Hegemonie? Saudi Arabiens aktivistische Außenpolitik im Mittleren Osten

Titre: Auf dem Weg zu regionaler Hegemonie? Saudi Arabiens aktivistische Außenpolitik im Mittleren Osten

Dossier / Travail , 2017 , 24 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Carla Herrmann (Auteur)

Politique - Région: Proche-Orient
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Hausarbeitet widmet sich vor dem theoretischen Hintergrund des offensiven Neorealismus nach Mearsheimer der aktivistischen Außenpolitik Saudi Arabiens im Mittleren Osten. Dabei wird die These vertreten, dass Saudi Arabien eine Hegemoniestellung in der Region anstrebt. Besonderes Augenmerk wird auf die Machtpotenziale Saudi Arabiens und deren Einsatz sowie auf die Beziehung zum Iran und die Intervention im Jemen gelegt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Hungerkatastrophe im Jemen - das Resultat aggressiver saudischer Außenpolitik?

2. Offensiver Neorealismus nach John J. Mearsheimer

3. Saudi Arabische Machterweiterungsambitionen und das Ringen um regionalen Hegemoniestatus

3.1 Klare Dominanzansprüche: Saudi Arabiens Machtpotenziale und ihr gezielter Einsatz in der Region Mittlerer Osten

3.2 Erzfeind Teheran: der Iran als Hauptrivale und die Intervention im Jemen

4. Ergebnisse und Schlussfolgerungen

5. Quellen- und Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, warum das ehemals außenpolitisch eher passive Saudi-Arabien verstärkt als militärischer Hauptakteur in regionalen Konflikten auftritt. Dabei wird analysiert, ob diese aktivistische Politik dem strategischen Ziel dient, eine regionale Hegemonialstellung gegenüber dem Erzrivalen Iran zu festigen.

  • Grundlagen des offensiven Neorealismus nach John J. Mearsheimer
  • Analyse saudischer Machtpotenziale (latent power) und militärischer Kapazitäten
  • Einflussnahme Saudi-Arabiens auf Nachbarstaaten und regionale Kooperationen
  • Konfliktdynamik zwischen Saudi-Arabien und dem Iran
  • Fallbeispiel der saudi-arabischen Intervention im Jemen

Auszug aus dem Buch

3. Saudi Arabische Machterweiterungsambitionen und das Ringen um regionalen Hegemoniestatus

Mit dem zunehmenden Rückzug der USA aus dem Mittleren Osten veränderte sich die Situation in der Region in den letzten Jahren grundlegend. Historisch waren die zwei großen Regionalmächte Saudi Arabien und Iran bis zur iranischen Revolution 1979 durch die „twin pillars“-Strategie der USA, die sich auf iranische Militärstärke und saudische Kooperation und Finanzierung stützte, fest in die amerikanische Außenpolitik eingebunden. Auch nach der Zeit des Kalten Kriegs blieb Saudi Arabien ein wichtiger Verbündeter der Vereinigten Staaten, etwa in den Irakkriegen.

In den letzten Jahren vollzog sich jedoch – analog zum sukzessiven Rückzug der USA aus dem Mittleren Osten – eine Abkühlung der Beziehungen: Eine Wegmarke bildete dabei beispielsweise 2011 der rasche Entzug von amerikanischer Unterstützung für Hosni Mubarak in Ägypten im Zuge der Proteste des sogenannten Arabischen Frühlings, welcher in Riad als schlichtes ‚Fallenlassen‘ eines bisherigen Verbündeten wahrgenommen wurde. Mit mindestens ebenso großer Irritation nahm das saudische Königshaus das Zögern bei Unternehmungen gegen Baschar al-Assad in Syrien auf, der traditionell dem Iran nahe steht, ebenso das Atomabkommen mit dem Iran selbst. Die Diversifizierung der amerikanischen Energieversorgung durch Abbau von Schiefergas, das (zumindest vorerst) Öl aus dem Mittleren Osten teilweise ersetzen kann, trägt ebenfalls wenig zur Entspannung der Beziehungen bei.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hungerkatastrophe im Jemen - das Resultat aggressiver saudischer Außenpolitik?: Dieses Kapitel beleuchtet die humanitäre Krise im Jemen und die Rolle Saudi-Arabiens als aktive Interventionsmacht, womit die Forschungsfrage nach dem plötzlichen militärischen Aktivismus des Landes eingeleitet wird.

2. Offensiver Neorealismus nach John J. Mearsheimer: Es wird das theoretische Fundament der Arbeit vorgestellt, das besagt, dass die anarchische Struktur des internationalen Systems Staaten dazu verleitet, Macht zu maximieren, um das eigene Überleben zu sichern.

3. Saudi Arabische Machterweiterungsambitionen und das Ringen um regionalen Hegemoniestatus: Das Kapitel analysiert die Machtressourcen Saudi-Arabiens, die veränderten Beziehungen zu den USA und die aktive Einflussnahme auf Anrainerstaaten und regionale Organisationen zur Sicherung der Vormachtstellung.

3.1 Klare Dominanzansprüche: Saudi Arabiens Machtpotenziale und ihr gezielter Einsatz in der Region Mittlerer Osten: Fokus auf die ökonomischen und militärischen Kapazitäten des Königreichs sowie die Strategien, mit denen Riad versucht, regionale Partner zu binden und eigene Sicherheitsinteressen zu wahren.

3.2 Erzfeind Teheran: der Iran als Hauptrivale und die Intervention im Jemen: Untersuchung der historischen und aktuellen Rivalität zum Iran, unter besonderer Berücksichtigung des Atomabkommens (JCPoA) und des Stellvertreterkonflikts im Jemen.

4. Ergebnisse und Schlussfolgerungen: Synthese der Ergebnisse, die bestätigt, dass Saudi-Arabien eine offensive Politik betreibt, um eine regionale Hegemonie zu erreichen, auch wenn die Interventionen nicht immer den erhofften Erfolg bringen.

5. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primärliteratur, Monographien, Sammelbände, Aufsätze und Online-Quellen.

Schlüsselwörter

Saudi-Arabien, Iran, Mittlerer Osten, Hegemonie, Offensiver Neorealismus, Außenpolitik, Jemen-Konflikt, Militärintervention, Machtpolitik, Golf-Kooperationsrat, Latent Power, Regionale Sicherheit, Stellvertreterkrieg, Geopolitik, Energiepolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den außenpolitischen Kurs Saudi-Arabiens im Mittleren Osten und untersucht dessen Wandel hin zu einem aktiven, militärisch intervenierenden Akteur.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die neorealistische Theorie der Internationalen Beziehungen, die Analyse der saudi-arabischen Machtpotenziale sowie das Ringen um regionale Vorherrschaft zwischen Saudi-Arabien und dem Iran.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, warum Saudi-Arabien seine bisher passive Außenpolitik zugunsten einer militärisch-aktivistischen Strategie aufgegeben hat und ob dies zielgerichtet der Erlangung regionaler Hegemonie dient.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung erfolgt auf Basis der neorealistischen Theorie nach John J. Mearsheimer, angereichert durch aktuelle empirische Analysen und Fachartikel.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Rahmung, die Analyse saudischer Machtpotenziale und Kapazitäten sowie die detaillierte Betrachtung der Rivalität zum Iran und der Intervention im Jemen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Hegemonie, Offensiver Neorealismus, Saudi-Arabien, Iran-Rivalität und Machtpolitik charakterisieren.

Inwiefern hat das Atomabkommen (JCPoA) die saudische Außenpolitik beeinflusst?

Das JCPoA wurde in Riad als Bedrohung wahrgenommen, da es die internationale Position des Irans stärkte und in Saudi-Arabien die Befürchtung schürte, die USA könnten ihren regionalen Einfluss zugunsten Irans reduzieren.

Warum ist die Intervention im Jemen für Saudi-Arabien strategisch so bedeutend?

Die Intervention dient dazu, eine potenzielle iranische Einflussnahme im Nachbarland zu verhindern und den saudischen Anspruch als regionale Führungsmacht durch aktives militärisches Handeln zu demonstrieren.

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Résumé des informations

Titre
Auf dem Weg zu regionaler Hegemonie? Saudi Arabiens aktivistische Außenpolitik im Mittleren Osten
Université
University of Regensburg  (Institut für Politikwissenschaft)
Note
1,0
Auteur
Carla Herrmann (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
24
N° de catalogue
V470673
ISBN (ebook)
9783668963252
ISBN (Livre)
9783668963269
Langue
allemand
mots-clé
Saudi Arabien Iran Jemen Realismus Mittlerer Osten Naher Osten Hegemonie Mearsheimer Internationale Politik Internationale Beziehungen Neorealismus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Carla Herrmann (Auteur), 2017, Auf dem Weg zu regionaler Hegemonie? Saudi Arabiens aktivistische Außenpolitik im Mittleren Osten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/470673
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Extrait de  24  pages
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