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Wie sind die ghanaischen Machtstrukturen in Erziehung und Bildung aufgebaut? Eine Untersuchung der Einflussfaktoren Religion und Respekt auf den Schulunterricht in Ghana

Título: Wie sind die ghanaischen Machtstrukturen in Erziehung und Bildung aufgebaut? Eine Untersuchung der Einflussfaktoren Religion und Respekt auf den Schulunterricht in Ghana

Trabajo Escrito , 2019 , 19 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Dilara Diegelmann (Autor)

Pedagogía - General
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Die nachfolgende Arbeit verfolgt das Ziel, die Machtstrukturen in Erziehung und Bildung in Ghana näher zu beleuchten.

Als Einheit existiert Afrika vor allem in der Imagination des durchschnittlichen Europäers: Irgendwo zwischen gefährlich-faszinierender Irrationalität und ökonomischem Elend orientiert sich dieses Bild. Was den afrikanischen Kontinent angeht bestimmen in Europa nach wie vor Klischees das Meinungsbild. Dabei weist vor allem Westafrika eine Vielzahl an unterschiedlichen Kulturen und Subkulturen auf. Vorherrschende Machtstrukturen, Kategorisierungen, soziale Erwartungen und die Verhältnisse der verschiedenen Gruppen zueinander sind weit flexibler und dynamischer als man denken mag. Ein Musterbeispiel dafür stellt Ghana dar. Hier finden sich zahlreiche Ethnien, Kulturen, Sprachen und Religionen.

Zunächst widmet sich die Arbeit dabei der Rolle von Religion in Ghana. Anhand dessen werden Mehrheiten-Minderheiten-Verhältnisse in einem größeren Kontext bedacht. Im folgenden Kapitel wird das ghanaische Verständnis von Respekt erläutert. Daraufhin werden zwei Aspekte des Unterrichts betrachtet: die Praxis des Strafens sowie die Unterrichtsgestaltung, anhand derer auf für pädagogische Handlungsfelder typische Antinomien eingegangen wird. Abschließend werden Anregungen, wie man den Unterricht gegebenenfalls verbessern könnte, genannt und ein kritisches Fazit unter Beachtung der Subjektivität der Forschenden, das heißt ihrer zwangsläufig kulturgebundenen Sichtweise, gezogen.

Die Analyse des wissenschaftlichen Diskurses soll mit persönlichen Erfahrungen während eines zweimonatigen Aufenthalts in Ghana und einem Praktikum in einer Primary- und Junior High School in Ayeduase, einem Stadtteil von Kumasi, abgeglichen werden. Inwiefern lassen sich typische Strukturen in der besagten Schule wiederfinden?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Religion

2.1 Gesellschaftliche Bedeutung

2.2 Auswirkungen auf die Schule

2.3 Mehrheiten-Minderheiten-Verhältnisse

3 Respekt

4 Schulunterricht

4.1 Strafen

4.2 Unterrichtsgestaltung

5. Schlussbemerkungen

5.1 Anregungen

5.2 Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Machtstrukturen im Erziehungs- und Bildungswesen in Ghana, um aufzuzeigen, wie gesellschaftliche Einflussfaktoren, insbesondere Religion und das Verständnis von Respekt, den schulischen Kontext prägen und bestehende Ungleichheiten manifestieren.

  • Gesellschaftliche Bedeutung und schulische Rolle von Religion in Ghana
  • Das Konzept des Respekts und seine Bedeutung für intergenerationale Beziehungen
  • Praktiken der Strafzumessung und Unterrichtsgestaltung im ghanaischen Schulalltag
  • Die Auswirkungen von Mehrheiten-Minderheiten-Verhältnissen auf den Bildungserfolg
  • Reflexion westlicher pädagogischer Ansätze im westafrikanischen Kontext

Auszug aus dem Buch

2.2 Auswirkungen auf die Schule

Muslime sind häufig finanziell schlechter gestellt, sodass in vielen Familien das Geld für den Schulbesuch der Kinder fehlt. Dieser kostet täglich einen geringen Pauschalbetrag sowie gesonderte Beträge für den ICT-Unterricht, Examen und Materialkosten. Hinzu kommt, dass muslimische Familien durchschnittlich mehr Kinder haben, weshalb der Schulbesuch für alle Kinder nur selten garantiert werden kann. Der christlich geprägte Süden des Landes weist eine höhere Schuldichte und bessere Bildungsmöglichkeiten auf. Daher ziehen viele Muslime aus dem Norden zu Bildungszwecken in den Süden. Dort nimmt der Islam keinen Einfluss und für muslimische Wertvorstellungen aus dem Norden ist kein Platz.

Ein Großteil der Schulen weist eine historische Verbindung zu christlichen Missionaren auf. Die Abhängigkeit von der Kirche als Geldgeber zeigt sich unter anderem darin, dass christliche Inhalte auf dem Lehrplan stehen. Beispielsweise existiert ein Fach namens „Religious Studies“. Es handelt sich dabei jedoch nicht um neutralen Religionsunterricht, sondern um Bibel-Unterricht. Zum Teil wird im Religious Studies-Unterricht beispielsweise Jesus Christus gepriesen während andere religiöse Führer wie Mohammed in Vergleich gesetzt und diffamiert werden. Nicht nur in Religious Studies, sondern auch im Literaturunterricht wurden überwiegend Texte mit eindeutig religiöser Botschaft behandelt. Für mich stellte es sich daher als schwierig heraus etwas im Lehrplan zu finden, das ich vermitteln möchte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung umreißt die Motivation der Autorin, die Machtstrukturen in ghanaischen Bildungseinrichtungen kritisch zu beleuchten und ihre eigenen Erfahrungen mit dem wissenschaftlichen Diskurs zu verknüpfen.

2 Religion: Dieses Kapitel erläutert die zentrale gesellschaftliche Rolle der Religion in Ghana und analysiert, wie diese Zugehörigkeit das Bildungs- und Schulsystem beeinflusst und zur Ausgrenzung von Minderheiten beitragen kann.

3 Respekt: Der Autorin legt dar, wie in Ghana Respekt als komplexes System gegenseitiger Verpflichtungen fungiert, das eng mit Machtstrukturen und dem sozialen Status verknüpft ist.

4 Schulunterricht: Dieses Kapitel untersucht die konkrete Unterrichtspraxis in Ghana, wobei insbesondere die Rolle von Strafen und die Unterrichtsgestaltung hinsichtlich Machtdemonstration und Wissensvermittlung kritisch hinterfragt werden.

5. Schlussbemerkungen: Die Schlussbemerkungen bieten Anregungen für eine dekolonialisierte Pädagogik und fassen die zentralen Erkenntnisse über die Machtverhältnisse im ghanaischen Bildungssystem zusammen.

Schlüsselwörter

Ghana, Bildungswesen, Machtstrukturen, Religion, Respekt, Kindheit, Kolonialismus, Scham, Erziehung, Mehrheiten-Minderheiten-Verhältnisse, Unterrichtsgestaltung, Soziale Ungleichheit, Dekolonialisierung, Schulkultur, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die komplexen Machtstrukturen innerhalb der ghanaischen Erziehung und Bildung, unter besonderer Berücksichtigung gesellschaftlicher Prägungen durch Religion und traditionelle Respektkonzepte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Einfluss von Religion auf schulische Inhalte, das ghanaische Verständnis von Respekt, die Praxis der Disziplinierung und die Benachteiligung von gesellschaftlichen Minderheiten im Schulalltag.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie gesellschaftliche Machtverhältnisse in den schulischen Kontext übertragen werden und inwiefern diese die Bildungsbiografien von Kindern und Jugendlichen beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine Analyse des wissenschaftlichen Diskurses mit persönlichen Reflexionen und qualitativen Beobachtungen während eines zweimonatigen Praktikums in einer ghanaischen Schule.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Religion, dem sozialen Konzept des Respekts sowie die kritische Betrachtung von Unterrichtspraxis, Disziplinierungsmethoden und der Autonomieantinomie im Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Ghana, Machtstrukturen, Bildungswesen, Religion, Respekt, soziale Ungleichheit, Kolonialismus und Pädagogik.

Wie gehen ghanaische Schulen mit religiöser Vielfalt um?

Die Arbeit zeigt, dass Schulen oft christlich geprägt sind und religiöse Minderheiten, wie Muslime oder Anhänger traditioneller Religionen, strukturell benachteiligt werden, da deren Wertvorstellungen im Lehrplan kaum Raum finden.

Welche Rolle spielt die "Autonomieantinomie" in der ghanaischen Schule?

Die Autorin stellt fest, dass das westliche Ziel von Mündigkeit und Subjektentwicklung in Ghana oft durch ein autoritäres System ersetzt wird, das primär Gehorsam und das Auswendiglernen von kristallinem Wissen fördert.

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Detalles

Título
Wie sind die ghanaischen Machtstrukturen in Erziehung und Bildung aufgebaut? Eine Untersuchung der Einflussfaktoren Religion und Respekt auf den Schulunterricht in Ghana
Universidad
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Pädagogik)
Curso
Praxisreflexion
Calificación
2,0
Autor
Dilara Diegelmann (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
19
No. de catálogo
V470737
ISBN (Ebook)
9783668952256
ISBN (Libro)
9783668952263
Idioma
Alemán
Etiqueta
Pädagogik Erziehung Bildung Erziehungswissenschaft Afrika Ghana Macht Kultur Religion Respekt Ideologie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dilara Diegelmann (Autor), 2019, Wie sind die ghanaischen Machtstrukturen in Erziehung und Bildung aufgebaut? Eine Untersuchung der Einflussfaktoren Religion und Respekt auf den Schulunterricht in Ghana, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/470737
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