Diese Arbeit untersucht die Elemente und Vorgehensweisen eines exegetischen Forschungsprojektes und die kritische Rechenschaft bezüglich der eigenen Forschung (zum Beispiel Begründungen oder Erkenntnisse). Zudem gibt sie mögliche Bewertungs-/Gütekriterien für exegetische Forschung unter anderem in Bezug auf die eigene Forschung; Stärken, Grenzen und Gefahren der Kriterien.
Dies geschieht anhand der These, dass Jesus als König legitimiert wird und der damit verbundenen Forschungsfrage, welche literarischen Strategien die synoptischen Evangelien hierzu anwenden. Dabei werden zwei Textstellen aus dem Lukasevangelium behandelt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Exegetische Forschungsmethodik
3. Durchführung und Reflexion im Forschungsseminar
3.1 Auswahl der Perikopen
3.2 Methodische Vorgehensweise
3.3 Auswertung und Erkenntnisse
4. Qualitätskriterien exegetischer Forschung
4.1 Methodenbeherrschung
4.2 Umgang mit widersprüchlichen Ergebnissen
4.3 Kritische Literaturarbeit
5. Stärken, Grenzen und Gefahren des Forschungsprozesses
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit reflektiert den exegetischen Forschungsprozess im Kontext eines Seminars zur Christologie der synoptischen Evangelien. Ziel ist es, die Anwendung wissenschaftlicher Methoden zur Untersuchung von Legitimationsstrategien Jesu als König zu analysieren, kritisch zu hinterfragen und die eigene methodische Kompetenz durch Anwendung an ausgewählten Textstellen des Lukasevangeliums zu evaluieren.
- Grundlagen der exegetischen Textanalyse
- Legitimation Jesu als König in Lk 1,26-38 und Lk 23,26-43
- Methodenwahl und deren Bedeutung für die Ergebnisqualität
- Vergleich von unterschiedlichen Legitimationsstrategien
- Kriterien für qualitativen Forschungsprozess in der Theologie
Auszug aus dem Buch
(b)
Mit Blick auf das eigene exegetische Treiben im Kontext des Forschungsseminars (Lektürenachweis) ist zunächst zu erwähnen, dass die These, dass Jesus als König legitimiert wird sowie die damit verbundene Forschungsfrage, welche literarischen Strategien die synoptischen Evangelien hierzu anwenden, vorgegeben waren. Ebenfalls festgelegt war, dass es um die Auswahl von zwei Textstellen aus dem Lukasevangelium geht, das zunächst vollständig gelesen werden sollte. Im Folgenden wird die Vorgehensweise innerhalb dieses vorgegebenen Rahmens beschrieben und reflektiert.
Die Auswahl der Perikopen Lk 1,26-38 und Lk 23,26-43 fand mittels einer gemeinsamen Absprache in der Partnerarbeit statt. Während des Lesens hat mich die zuerst genannte Perikope unmittelbar angesprochen und bereits einsichtige Ansätze hinsichtlich der Legitimationsstrategien aufgezeigt, sodass ich diese meinem Arbeitspartner vorschlug und wir uns auf diese als erste Stelle einigten. Auch er machte Vorschläge, bei denen ich für Lk 23,26-43 stimmte. Meine Begründung für diese Perikope als zweite Textstelle war, dass wir so eine Stelle zu Beginn des Evangeliums und eine am Ende des Evangeliums haben. Wir verständigten uns damit verbindlich auf diese beiden Bibelstellen. Der Hintergrund meines Gedankens einer solchen Kombination war es, auf diese Weise Veränderungen und Entwicklungen bezüglich Legitimierungen im Lukasevangelium zu erkunden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Definiert den allgemeinen Forschungsbegriff und leitet in die spezifische exegetische Vorgehensweise ein.
2. Exegetische Forschungsmethodik: Erläutert die verschiedenen wissenschaftlichen Methoden zur Auslegung biblischer Texte und deren Anwendungsmöglichkeiten.
3. Durchführung und Reflexion im Forschungsseminar: Dokumentiert den konkreten Prozess der Textauswahl und Anwendung exegetischer Methoden anhand des Lukasevangeliums.
4. Qualitätskriterien exegetischer Forschung: Definiert selbstständig abgeleitete Kriterien zur Bewertung der Qualität und Tiefe exegetischer Arbeiten.
5. Stärken, Grenzen und Gefahren des Forschungsprozesses: Analysiert den eigenen Lern- und Forschungsprozess sowie die Dynamik der Zusammenarbeit im Seminar anhand einer tabellarischen Übersicht.
Schlüsselwörter
Exegetische Forschung, Lukasevangelium, Jesus als König, Legitimationsstrategien, Methodenbeherrschung, Aktantenanalyse, Christologie, Synoptische Evangelien, Textauslegung, Wissenschaftliche Methodik, Hermeneutik, Perikopen, Reflexion, Forschungsbericht, Biblische Theologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Reflexion exegetischer Forschungsprozesse innerhalb eines theologischen Seminars mit Fokus auf die Christologie der synoptischen Evangelien.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die methodische Vorgehensweise bei der Textauslegung, die Identifikation von Legitimationsstrategien Jesu und die Reflexion über eigene wissenschaftliche Arbeitsweisen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen methodischen Herangehensweise an biblische Texte, um die These der Legitimation Jesu als König zu überprüfen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden klassische exegetische Methoden wie syntaktische Analyse, Aktantenanalyse, Übersetzungsvergleich und die Analyse wörtlicher Rede eingesetzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil beschreibt die konkrete Analyse der Perikopen Lk 1,26-38 und Lk 23,26-43 und die kritische Auseinandersetzung mit der verwendeten Forschungsliteratur.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Exegese, Legitimationsstrategien, Forschungsmethodik und die Analyse des Lukasevangeliums.
Warum wurde gerade das Lukasevangelium für die Analyse ausgewählt?
Das Lukasevangelium wurde gewählt, um durch den Vergleich von Texten am Anfang und am Ende des Evangeliums Entwicklungen in der Darstellung Jesu zu untersuchen.
Welche Bedeutung haben die selbst erstellten Gütekriterien?
Die Kriterien dienen dazu, die eigene Arbeitsqualität zu hinterfragen und den Fokus von einer rein quantitativen Methodenwahl hin zu einer methodisch tiefgründigen Analyse zu verschieben.
- Citar trabajo
- Sandra Knierbein (Autor), 2018, Die Königsmacher. Die literarischen Strategien der synoptischen Evangelien zur Christologie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/470755