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Frauen in Führungspositionen in Deutschland und Japan. Ein interkultureller Vergleich

Titel: Frauen in Führungspositionen in Deutschland und Japan. Ein interkultureller Vergleich

Bachelorarbeit , 2018 , 39 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Hava Halimovska (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Frauen machen etwa die Hälfte der Weltbevölkerung aus und sogar mehr als die Hälfte der Arbeitskräfte. Frauen und Männer sind juristisch nicht nur gleichberechtigt, sie haben im Schnitt auch gleiche oder höhere Bildungsabschlüsse, Qualifikationen sowie Führungskompetenzen. Dazu kommt das, dass Bildungsniveau beim weiblichen Teil der Bevölkerung viel höher ist als das der männlichen Bevölkerung. Gerade junge Frauen schließen im Akademikeranteil mit besseren Noten ab. Obwohl der Wert der Karriere bei Frauen kontinuierlich steigt, sind sie innerhalb bestimmter Branchen und insbesondere in höheren Führungspositionen im Vergleich mit den Männern unterrepräsentiert. Der Frauenanteil in Führungspositionen des Gesundheits-, Sozialwesens, der privaten Dienstleistungsbranche und vereinzelt im Bereich der Banken und Versicherungen steigen. Jedoch erhöht sich der Anteil der Frauen in den technisch-naturwissenschaftlichen Bereichen nur langsam. In den Fortune-500-Unternehmen, sind gerade einmal 26 Frauen in Führungspositionen was somit 5,2 % der weiblichen Bevölkerung ausmacht. Erstaunlich ist das Studien belegen, dass Frauen die besser qualifiziert sind als Männer trotzdem nicht in Aufsichtsräten und Vorständen börsennotierter Unternehmen kommen. Um dem entgegen zu wirken, führte die deutsche Bundesregierung die gesetzliche Frauenquote ein. Ab 2016 muss der Frauenanteil in deutschen börsennotierten und mitbestimmungspflichten Unternehmen 30 % umfassen. Dennoch, zwei Jahre nach Einführung der gesetzlichen Frauenquote ist in Europa der Frauenanteil in Führungspositionen in Deutschland am geringsten. Die Einbeziehung von mehr Frauen in die Arbeitswelt ist für viele Länder auch von allerhöchster wirtschaftlicher Wichtigkeit. Der mangelnde Anteil von berufstätigen Frauen kann in vielen Hinsichten ein Problem sein. Der Erwerbstätigenanteil in einem Land schrumpft mit der Zeit, das Bruttoinlandsprodukt sinkt und die Geburtenraten bleiben niedrig, was schlussfolgernd zu einer zunehmenden wirtschaftlichen Instabilität führt. Japan ist ein gutes Beispiel dafür, dass eine Erhöhung der Erwerbstätigkeit von Frauen hohe Renditen bringen kann. Japan könnte sein BIP langfristig um 13 % erhöhen, wenn der Frauenanteil der Berufstätigen steigt. Dass gilt generell für Länder mit einer niedrigen Geburtenrate wie auch viele Länder der EU.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Begriffserläuterung ‚Führung‘

2.2 Begriffserläuterung ‚Karriere‘

2.3 Einflussfaktoren auf Führungsfrauen im Allgemeinen

2.3.1 Kulturelle Karrierehindernisse

2.3.2 Personenbezogene Karrierehindernisse

2.3.3 Strukturelle Karrierehindernisse

3. Untersuchung der Führungsfrauen in deutschen und japanischen börsennotierten Unternehmen

3.1 Frauenanteil in Vorständen der DAX und MDAX-Unternehmen in Deutschland

3.2 Frauenanteil in Vorständen der Nikkei und TOPIX Unternehmen in Japan

3.3 Vergleichsanalyse

4. Einflussfaktoren auf Führungsfrauen – Vergleich

4.1 Kulturelle Karrierehindernisse

4.1.1 Deutschland

4.1.2 Japan

4.1.3 Vergleichsanalyse

4.2 Personenbezogene Karrierehindernisse

4.2.1 Deutschland

4.2.2 Japan

4.2.3 Vergleichsanalyse

4.3 Strukturelle Karrierehindernisse

4.3.1 Deutschland

4.3.2 Japan

4.3.3 Vergleichsanalyse

5. Fazit

Zielsetzung und Forschungsfragen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht und vergleicht die Karrierelaufbahnen von Frauen in Führungspositionen in Deutschland und Japan. Das Hauptziel besteht darin, Gemeinsamkeiten sowie länderspezifische Unterschiede bei den Karrierehindernissen aufzuzeigen, um ein tieferes Verständnis für die Hürden zu schaffen, mit denen Frauen beim Aufstieg in die Unternehmensspitze konfrontiert sind.

  • Analyse des aktuellen Frauenanteils in börsennotierten Unternehmen beider Länder.
  • Untersuchung kultureller, personenbezogener und struktureller Barrieren.
  • Vergleich der Auswirkungen von Familienplanung und traditionellen Rollenbildern auf die Karriere.
  • Evaluation der Effektivität von politischen Maßnahmen, wie der gesetzlichen Frauenquote.
  • Ableitung von Zukunftsperspektiven für die Gleichstellung am Arbeitsmarkt.

Auszug aus dem Buch

2.1 Begriffserläuterung ‚Führung‘

In zahlreichen Literaturen gibt es unterschiedliche Definitionen für den Begriff „Führung“ und auch im sprachlichen Gebrauch ist das Wort vielseitig zu interpretieren. Somit gibt es durch die subjektive Wahrnehmung von „Führung“ keine einheitliche Begriffserläuterung. Im Folgenden wird eine Auswahl verschiedener Definitionen vorgestellt.

„Wer führt, sorgt dafür, dass sich etwas bewegt. Es geht bei Führung um Bewegung, Veränderung, Entwicklung. (…) Führung gibt Orientierung, wohin die Bewegung gehen soll.“

„Führen bedeutet Menschen zielorientiert dazu zu bringen, unter bestimmten Bedingungen konkrete Aufgabenstellungen optimal zu erfüllen. (…)“

„Leadership is a process of social influence, which maximizes the efforts of others, towards the achievement of a goal.“

Zusammengefasst wird Führung bei einer zielorientierten Veränderung eingesetzt. Die Führungsposition vermittelt den Geführten somit die Unternehmensziele, die erreicht werden sollen. Um diese Ziele erreichen zu können, wird von der Führungsposition Planung und Kontrolle verlangt. Eine Führungsposition übernimmt die Verantwortung für die Organisation in verschiedenen Bereichen, gleichzeitig vertritt sie ihre Abteilung innerhalb der Organisation. Durch den Umgang mit Menschen, wird eine soziale Fähigkeit der Führung vorausgesetzt. Eine Führungsposition sollte aus diesem Grund genau wissen, wie sie ihre Mitarbeiter am besten motiviert. Es geht also bei Führung nicht nur darum, die Richtung anzuzeigen, sondern darum den besten Weg zu finden, um gemeinsam erfolgreich ans Ziel zu kommen. Eine erfolgreiche Führung setzt auch somit konkrete Führungskompetenzen voraus. Wichtig ist noch anzumerken, dass eine Führungsposition nicht auf eine bestimmte Rasse, Geschlecht oder Alter beschränkt sein sollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen trotz höherer Qualifikationen und formuliert das Ziel sowie die Forschungsfragen der Arbeit.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe „Führung“ und „Karriere“ und führt in die allgemeinen Einflussfaktoren für Frauen ein.

3. Untersuchung der Führungsfrauen in deutschen und japanischen börsennotierten Unternehmen: Es werden Daten zum Frauenanteil in Vorständen und Aufsichtsräten in Deutschland und Japan präsentiert und vergleichend analysiert.

4. Einflussfaktoren auf Führungsfrauen – Vergleich: Hier erfolgt eine detaillierte Gegenüberstellung der kulturellen, personenbezogenen und strukturellen Karrierehindernisse in beiden Ländern.

5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit kontinuierlicher Anstrengungen von Politik und Wirtschaft zur Förderung der Gleichstellung.

Schlüsselwörter

Führungspositionen, Karrierehindernisse, Frauenquote, Deutschland, Japan, Geschlechterrollen, Vereinbarkeit, Arbeitsmarkt, Unterrepräsentanz, Qualifikation, Unternehmenskultur, Gender Pay Gap, Karriere, Arbeitszeitmodelle, Gleichberechtigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen für Frauen beim Aufstieg in Führungspositionen im direkten Vergleich zwischen Deutschland und Japan.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Analyse von Frauenanteilen in börsennotierten Unternehmen sowie die Untersuchung kultureller, personenbezogener und struktureller Karrierehindernisse.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu erforschen, inwieweit sich die Karrierelaufbahn einer deutschen Karrierefrau von der einer japanischen unterscheidet und warum Frauen in beiden Ländern trotz hoher Qualifikationen unterrepräsentiert bleiben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Literaturforschung und der Auswertung aktueller statistischer Daten zum Thema Frauen in Führungspositionen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst der Frauenanteil in Vorständen untersucht und anschließend detaillierte Vergleiche zu Hindernissen wie der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, traditionellen Rollenbildern und strukturellen Arbeitsmarktbedingungen gezogen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Führungspositionen, Karrierehindernisse, Geschlechterrollen, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die gesetzliche Frauenquote.

Wie unterscheiden sich Deutschland und Japan bei der gesetzlichen Frauenförderung?

Deutschland hat mit der gesetzlichen Frauenquote ab 2016 ein explizites Instrument eingeführt, während die japanische Politik stärker auf Appelle und strukturelle Arbeitsplatzreformen setzt, wobei die Umsetzung in beiden Ländern mit Herausforderungen verbunden bleibt.

Welche Rolle spielt die „lebenslange Beschäftigung“ in Japan für Frauen?

Das traditionelle japanische Prinzip der lebenslangen Beschäftigung begünstigt oft nur Männer, da Frauen durch familienbedingte Auszeiten oder Teilzeitarbeit aus diesem System herausfallen und somit ihre Aufstiegschancen verlieren.

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Details

Titel
Frauen in Führungspositionen in Deutschland und Japan. Ein interkultureller Vergleich
Note
2,0
Autor
Hava Halimovska (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
39
Katalognummer
V471600
ISBN (eBook)
9783668956087
ISBN (Buch)
9783668956094
Sprache
Deutsch
Schlagworte
frauen führungspositionen deutschland japan vergleich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hava Halimovska (Autor:in), 2018, Frauen in Führungspositionen in Deutschland und Japan. Ein interkultureller Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/471600
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Leseprobe aus  39  Seiten
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