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Eine dritte demokratische Transformation? Die Bedeutung der Neuen Medien

Title: Eine dritte demokratische Transformation? Die Bedeutung der Neuen Medien

Diploma Thesis , 2005 , 77 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Monika Schraft (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications
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Seit Entstehung der ersten Demokratie im fünften Jahrhundert vor Christus haben Innovationen im Bereich Kommunikation und Transport räumliche und zeitliche Distanzen zwischen den Menschen schrumpfen lassen. Mit dem Aufkommen und der Verbreitung digitaler Informations- und Kommunikationsmedien hat sich ein dazu vergleichsweise gewaltiger Entwicklungssprung in sehr kurzer Zeit vollzogen, der noch immer nicht abgeschlossen ist und sich auf alle Bereiche menschlichen Lebens auswirkt, auch auf den politischen. Nachdem im ersten Enthusiasmus die Neuen Medien als Mittel zu mehr, „athenischerer“ Demokratie gefeiert wurden, werden die wissenschaftlichen Diskussionen nun auf einer realistischeren Ebene geführt. Tatsache ist, dass die Neuen Medien Veränderungen im politischen System moderner Gesellschaften bewirkt haben und bewirken werden, und es ist zu fragen, welche Chancen und Risiken sie für die modernen Demokratien mit sich bringen.
Die vorliegende Arbeit erläutert zunächst die Begriffe direkten und der repräsentativen Demokratie sowie der demokratischen Transformation und stellt die Beziehung von Demokratie und Medien dar. Es werden die Defizite der modernen Demokratien aus Sicht verschiedener Demokratietheoretiker aufgezeigt, anschließend die Chancen und Gefahren einer Integration der Neuen Medien in den politischen Willensbildungsprozess sowie die möglichen Maßnahmen zur Nutzung des Potentials der elektronischen Medien für die Demokratie und zur Minimierung der ihr durch sie drohenden Gefahren.

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Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE ENTWICKLUNG DER DEMOKRATIE ALS STAATSFORM

2.1 DIE ERSTE DEMOKRATISCHE TRANSFORMATION: ÜBER DIE ANTIKE DEMOKRATIE

2.2 DIE ZWEITE DEMOKRATISCHE TRANSFORMATION: ÜBER DIE REPRÄSENTATIVE DEMOKRATIE

2.3 DIE DRITTE DEMOKRATISCHE TRANSFORMATION: DIE WEITERENTWICKLUNG DER MODERNEN DEMOKRATIE

3. DEMOKRATIE UND MEDIEN

4. DEFIZITE DER MODERNEN DEMOKRATIE

5. DIE DEMOKRATISCHEN POTENTIALE DER NEUEN MEDIEN

5.1 HOFFNUNGSTRÄGER INTERNET: MERKMALE UND EIGENSCHAFTEN

5.2 CHANCEN FÜR DIE POLITISCHE PARTIZIPATION

5.2.1 Politische Information

5.2.2 Politische Kommunikation

5.2.3 Politische Aktivität und Wahlen

5.3 DIE AUSWIRKUNGEN DER NEUEN MEDIEN AUF DIE POLITISCHE GEMEINSCHAFT

6. SKEPSIS GEGENÜBER DER INTEGRATION DER NEUEN MEDIEN IN DIE MODERNE DEMOKRATIE

6.1 GRÜNDE FÜR EINE MISSTRAUISCHE HALTUNG

6.2 RISIKEN UND GEFAHREN IM BEREICH DER POLITISCHEN PARTIZIPATION

6.2.1 Politische Information

6.2.2 Politische Kommunikation

6.2.3 Politische Aktivität und Wahlen

6.3 DEMOS

6.4 PROBLEME DER INTERNET-SICHERHEIT

6.5 RISIKEN IM BEREICH DATENSCHUTZ: DER GLÄSERNE MENSCH

6.6 DER EINFLUSS DER MEDIENMACHER AUF DAS INTERNET

6.7 HIERARCHIELOSIGKEIT BEDEUTET RECHTLOSIGKEIT

7. ÜBERLEGUNGEN ZUR ZUKUNFT DER MODERNEN DEMOKRATIE

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Neuen Medien auf die moderne repräsentative Demokratie, mit dem zentralen Ziel, die einseitigen Debatten über deren Integration in den demokratischen Willensbildungsprozess zu konfrontieren und kritisch zu bewerten, ob und inwieweit eine elektronische Ergänzung möglich ist.

  • Historischer Vergleich zwischen antiker direkter Demokratie und moderner repräsentativer Demokratie.
  • Analyse der demokratischen Potenziale und Chancen digitaler Medien hinsichtlich Partizipation und politischer Gemeinschaft.
  • Kritische Auseinandersetzung mit Risiken, wie dem "digital divide", Datenschutzproblemen und Manipulation durch Medienmacht.
  • Untersuchung der Rolle des Internets als Werkzeug für politische Information und Kommunikation.
  • Diskussion über notwendige Reformen zur Stärkung der Qualität der modernen Demokratie unter Einbezug digitaler Möglichkeiten.

Auszug aus dem Buch

5.1 Hoffnungsträger Internet: Merkmale und Eigenschaften

Technische Basis der Neuen Medien sind die Netzwerktechnologie beziehungsweise das Internet, das oft auch selbst als ein Neues Medium bezeichnet wird, sowie die Digitalisierung von Daten. Aus diesen beiden technischen Merkmalen ergeben sich die Eigenschaften der Neuen Medien, denen das Potential zugeschrieben wird, die mangelhafte moderne Demokratie zu verbessern.

Das Internet ist ein durch das TCP/IP-Protokoll als gemeinsame Sprache ermöglichter loser Verbund von Rechnern und Rechnernetzen auf der ganzen Welt. Die ihm angeschlossenen Elemente stehen gleichberechtigt auf einer Ebene. Insofern ist das Internet dezentral und ohne Hierarchie organisiert, es existieren keine übergeordneten Kontroll- oder Steuerungsinstanzen (Vgl. BIRKENMAIER 2004: 41). In Folge dessen ist der Zugang zum Internet für jeden möglich, der über die entsprechenden technischen Voraussetzungen verfügt, und jeder kann aufgrund dieser Offenheit Daten aus dem Internet gewinnen oder aber welche einspeisen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Darstellung der Dynamik digitaler Medien als "dritte demokratische Transformation" und Definition des Zieles, optimistische und skeptische Positionen zu diesem Wandel gegenüberzustellen.

2. DIE ENTWICKLUNG DER DEMOKRATIE ALS STAATSFORM: Gegenüberstellung des Modells der direkten antiken Demokratie mit dem der modernen, repräsentativen Demokratie als theoretisches Fundament.

3. DEMOKRATIE UND MEDIEN: Untersuchung der essentiellen Rolle von Öffentlichkeit und Kommunikation als Grundlage für einen demokratischen Meinungsaustausch.

4. DEFIZITE DER MODERNEN DEMOKRATIE: Aufzeigen der Schwachstellen heutiger repräsentativer Systeme im Vergleich zu demokratietheoretischen Idealvorstellungen.

5. DIE DEMOKRATISCHEN POTENTIALE DER NEUEN MEDIEN: Analyse der optimistischen Erwartungen hinsichtlich verbesserter politischer Partizipation, Information und Vernetzung durch das Internet.

6. SKEPSIS GEGENÜBER DER INTEGRATION DER NEUEN MEDIEN IN DIE MODERNE DEMOKRATIE: Darstellung kritischer Gegenpositionen bezüglich Sicherheit, Datenschutz, Manipulation und der Gefahr einer digitalen Spaltung der Gesellschaft.

7. ÜBERLEGUNGEN ZUR ZUKUNFT DER MODERNEN DEMOKRATIE: Zusammenfassung der Diskussion und Entwurf potenzieller reformorientierter Maßnahmen, um das demokratische Potenzial digitaler Medien nutzbar zu machen.

Schlüsselwörter

Demokratie, Neue Medien, Internet, politische Partizipation, elektronische Demokratie, Willensbildungsprozess, repräsentative Demokratie, digitale Transformation, Öffentlichkeit, Kommunikation, digitale Kluft, Datenschutz, politische Agenda, Gemeinwohl, politische Reformen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Beziehung zwischen der Entwicklung digitaler Medien (insbesondere des Internets) und den Strukturen der modernen repräsentativen Demokratie, um zu prüfen, ob diese Medien als Instrumente zur Demokratisierung fungieren können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind der historische Wandel der Demokratie, die Bedeutung von öffentlicher Kommunikation, die Potenziale digitaler Partizipation und die kritische Hinterfragung möglicher Risiken wie Manipulation und Entfremdung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das primäre Ziel ist es, die oft einseitig optimistischen oder pessimistischen Positionen zur Integration digitaler Medien in die politische Willensbildung fundiert zusammenzuführen und zu bewerten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Autorin nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse, die theoretische Demokratiemodelle (z. B. nach Robert A. Dahl) mit empirischen Studien zur Internetnutzung und politischen Partizipation konfrontiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Potenziale und Chancen (Kapitel 5) sowie eine ausführliche kritische Auseinandersetzung mit den Gefahren und Skeptik-Argumenten (Kapitel 6) im Kontext der Integration neuer Technologien.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen zählen Demokratie, Neue Medien, politische Partizipation, elektronische Demokratie und die digitale Kluft.

Wie bewertet die Autorin die Idee einer "elektronischen direkten Demokratie"?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die repräsentative Demokratie zwar nicht durch eine elektronische direkte Demokratie ersetzt werden kann, jedoch durch digitale Elemente sinnvoll ergänzt werden sollte.

Welche Rolle spielen die "Medienmacher" laut dieser Untersuchung?

Die Autorin warnt, dass auch digitale Medien nicht neutral sind; ökonomische und politische Interessen der Betreiber könnten die demokratischen Potenziale des Internets beeinträchtigen oder gar manipulativ genutzt werden.

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Details

Title
Eine dritte demokratische Transformation? Die Bedeutung der Neuen Medien
College
University of Stuttgart
Grade
2,3
Author
Monika Schraft (Author)
Publication Year
2005
Pages
77
Catalog Number
V47494
ISBN (eBook)
9783638444354
ISBN (Book)
9783638708128
Language
German
Tags
Eine Transformation Bedeutung Neuen Medien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Monika Schraft (Author), 2005, Eine dritte demokratische Transformation? Die Bedeutung der Neuen Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47494
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