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Schlagende und nichtschlagende Studentenverbindungen in Niederösterreich nach 1945 im Vergleich

Title: Schlagende und nichtschlagende Studentenverbindungen in Niederösterreich nach 1945 im Vergleich

Pre-University Paper , 2019 , 49 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sarah Eichinger (Author)

History - Miscellaneous
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Man sieht sie in Uniformen, mit bunten Schärpen schmücken sie ihre Brust, mit dem „Deckel“ bedecken sie ihre Köpfe. Manche von ihnen führen scharfe Waffen mit sich und sehen gar gefährlich aus mit ihren Narben im Gesicht. Wenn man an sie denkt, denkt man an den rechten Rand und den Akademikerball, doch warum tragen wir dieses negative Bild in uns? Die Rede ist hier ganz klar von Verbindungsstudenten. Sie leben verborgen und doch öffentlich unter uns, auf den „Buden“ herrscht heute wie gestern reges Treiben.
Konkretes Ziel dieser Arbeit ist es herauszuarbeiten, welche Aspekte schlagende und nichtschlagende Studentenverbindungen unterscheiden, aber auch zu zeigen, was sie verbindet.
Seit der Gründung der ersten Universitäten entwickelt sich auch das Korporationswesen. Der erste Teil der vorliegenden Arbeit behandelt unter anderem die Entwicklung des studentischen Lebens im Wandel der Zeit, wichtige Ereignisse werden näher beleuchtet. Die Entstehung verschiedener Studentenverbindungen wird skizziert, es wird geklärt, was diverse Verbindungsformen ausmacht und wo die bis heute praktizierten Rituale und Traditionen ihren Ursprung haben.
Da Korporationen und ihre Mitglieder auch heute noch Aufsehen erregen, wird im zweiten Teil natürlich auch das aktuelle Verbindungsleben genauer unter die Lupe genommen. Dies geschieht zum einen anhand von Interviews, die mit zwei niederösterreichischen „Burschen“ geführt wurden, zum anderen durch die beschriebenen Zusammenhänge zwischen Studentenverbindungen und ausgewählten, österreichischen Parteien. Es ist jedoch nicht Zweck dieser Arbeit politische Ideologien zu behandeln oder zu bewerten. Deshalb wird auch nicht näher auf die Zeit des Nationalsozialismus eingegangen.
Am Ende der Arbeit wird noch das oft vernachlässigte Thema Damenverbindungen und Mädelschaften erwähnt, ihre Entwicklung und ihr Verbindungsleben wird genauer untersucht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1 Einleitung

2 Einführung

3 Entstehungsgeschichte

3.1 Entstehung der ersten Verbindungen an europäischen Universitäten

3.1.1 Burse, Nationen und Orden

3.1.2 Schülerverbindungen und Pennalien

3.2 Jenaer Urburschenschaft

3.3 Wartburgfest

3.4 Karlsbadener Beschlüsse

3.5 Die Märzrevolution 1848

3.6 Weitere Verbindungsformen

3.7 Das Korporationswesen in der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn 1867-1918

4 Korporationswesen in Österreich nach dem 2. Weltkrieg

5 Vergleich von zwei niederösterreichischen Korporationen anhand von Interviews

6 Aktuelles Studentenleben im 21. Jahrhundert

6.1 Einfluss von Korporationen in der Politik

6.1.1 Die ÖVP und die CVer

6.1.2 Die FPÖ und die Burschenschafter

6.2 Damenverbindungen und Mädelschaften

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen schlagenden und nichtschlagenden Studentenverbindungen in Österreich nach 1945. Dabei liegt der Fokus auf der historischen Entwicklung, den Strukturen des Verbindungslebens, dem Einfluss auf die Politik sowie der Rolle von Damenverbindungen.

  • Entstehungsgeschichte und historische Entwicklung des Korporationswesens
  • Strukturvergleich zwischen schlagenden und nichtschlagenden Verbindungen mittels Experteninterviews
  • Analyse des Einflusses korporierter Personen auf österreichische politische Parteien
  • Untersuchung der Bedeutung und Entwicklung von Damenverbindungen und Mädelschaften
  • Klärung der Motivation und Beweggründe für den Beitritt zu einer Verbindung

Auszug aus dem Buch

3.1 Entstehung der ersten Verbindungen an europäischen Universitäten

Die ersten Universitäten entstanden in Bologna (1088) und Paris (circa 1200), später folgte Prag (1348), die erste Universität des heiligen römischen Reiches (vgl. Rauter 2014: S. 8-9). 1365 gründete Kaiser Karl IV. die Universität Wien, die als heute älteste deutschsprachige Universität gilt (vgl. Krause 1997: S. 13).

Studenten reisten von überall her an, um an den neuen Universitäten studieren zu können. Da ein damaliger Student oft weite und gefährliche Strecken bis zu seinem Studienort zurücklegen musste, wurde ihm ein besonderes Privileg zugesprochen. Den Studenten war es erlaubt, eine Waffe mit sich zu führen, um sich verteidigen zu können. Diese reisenden Scholaren schlossen sich der Sicherheit wegen dann an ihrem neuen Studienort, also in der Fremde, zu Schutzbünden zusammen, die man „Nationes“ nannte. Sie kamen meist aus der gleichen Region und sprachen dieselbe Sprache. (vgl. Rauter 2014: S. 8-9)

Natürlich mussten sie irgendwo untergebracht werden. Da es rund um die Universitäten meist an Mietwohnungen mangelte, wurden bald die „Bursen“ gegründet. Eine Burse bestand aus einem Essraum, einem Unterrichtsraum und Schlafräumen für die Scholaren. Wöchentlich wurde ein bestimmter Betrag eingesammelt, der den Scholaren das Leben auf der Burse ermöglichte. Der Begriff Burse leitet sich von dem lateinischen Begriff „Bursa“, was so viel wie Geldbeutel bedeutet, ab. Mit dem Begriff Burse wurde ein Wohnheim bezeichnet, das von einer Gesellschaft bewohnt wurde, die aus demselben Geldbeutel lebte. Einzelne Bewohner wurden als „Bursgesellen“ bezeichnet, alle wurden „Die Bursch“ genannt. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich aus dem „Bursgesellen“ der „Bursch“ und für alle der Begriff „Burschenschaft“. (vgl. Krause 1997: S. 16)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung umreißt das Ziel der Arbeit, die Differenzen zwischen verschiedenen Verbindungsformen zu analysieren und Vorurteile gegenüber dem Korporationswesen abzubauen.

2 Einführung: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe wie Comment, Mensur und die Unterscheidung in schlagende sowie nichtschlagende Verbindungen erklärt.

3 Entstehungsgeschichte: Dieser Abschnitt beschreibt die historische Entwicklung von der Gründung der ersten Universitäten über die Entstehung der Burschenschaften bis zum Korporationswesen in der Doppelmonarchie.

4 Korporationswesen in Österreich nach dem 2. Weltkrieg: Hier wird der Einfluss des Nationalsozialismus und der Wiederaufbau des Verbindungswesens in der Zweiten Republik thematisiert.

5 Vergleich von zwei niederösterreichischen Korporationen anhand von Interviews: Dieses Kapitel präsentiert die Auswertung von Interviews mit Vertretern zweier niederösterreichischer Verbindungen.

6 Aktuelles Studentenleben im 21. Jahrhundert: Es folgt eine Analyse des gegenwärtigen Einflusses von Verbindungen auf die österreichische Politik sowie eine Betrachtung der Damenverbindungen.

7 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont das Traditionsbewusstsein sowie die Rolle als Ersatzfamilie innerhalb der Verbindungen.

Schlüsselwörter

Studentenverbindungen, Korporationen, Burschenschaften, Mensur, Politische Verflechtungen, Nibelungia, Markomannia, Traditionen, Damenverbindungen, Mädelschaften, Studentisches Leben, Österreichische Politik, Verbindungsgeschichte, Fux, Alter Herr

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung und dem Vergleich von schlagenden und nichtschlagenden Studentenverbindungen in Österreich nach 1945.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung des Korporationswesens, interne Rituale und Strukturen, das Verhältnis zu politischen Parteien sowie die Rolle von Studentinnenverbindungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Unterschiede zwischen den Korporationsformen aufzuzeigen und das oft einseitig vermittelte Bild von Studentenverbindungen zu differenzieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Neben einer umfassenden Literaturanalyse und historischen Skizzen stützt sich die Arbeit auf die qualitative Auswertung zweier Experteninterviews mit Vertretern niederösterreichischer Verbindungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Herleitung der Verbindungen, die Veränderungen nach dem Zweiten Weltkrieg, den direkten Vergleich von zwei Korporationen sowie den Einfluss des Verbindungswesens auf die Politik und die Entwicklung der Damenverbindungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Verbindungswesen, studentische Traditionen, Mensur, politische Vernetzung und die Vielfalt der Korporationsarten charakterisiert.

Was unterscheidet die Nibelungia von der Markomannia?

Die Nibelungia ist eine nichtschlagende katholische Mittelschülerverbindung, während die Markomannia eine schlagende, pflichtschlagende Pennale Burschenschaft ist.

Wie stehen die interviewten Verbindungen zum Thema Politik?

Beide Interviewpartner betonen die parteipolitische Neutralität ihrer Vereine, räumen jedoch ein, dass es Tendenzen zur Volkspartei (Nibelungia) gibt oder der Verein als patriotisch und parteipolitisch ungebunden gilt (Markomannia).

Wie gehen die Verbindungen mit dem Thema Frauen um?

Frauen sind bei beiden Verbindungen als Gäste willkommen, können jedoch in diesen spezifischen Männerbünden keine ordentlichen Mitglieder werden; die Interviewten verweisen zudem auf die Existenz eigenständiger Damenverbindungen.

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Details

Title
Schlagende und nichtschlagende Studentenverbindungen in Niederösterreich nach 1945 im Vergleich
Course
Vorwissenschaftliche Arbeit im Rahmen der Reifeprüfung (Matura)
Grade
1,0
Author
Sarah Eichinger (Author)
Publication Year
2019
Pages
49
Catalog Number
V475170
ISBN (eBook)
9783668959866
Language
German
Tags
Korporierte Studentenverbindung Mädelschaft Damenverbindung Jenaer Urburschenschaft Einfluss auf Parteien ÖVP FPÖ Schlagend Mensur Nichtschlagend MKV CV Interviews Burschenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Eichinger (Author), 2019, Schlagende und nichtschlagende Studentenverbindungen in Niederösterreich nach 1945 im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/475170
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