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Die gestörte Gesamtschuld im Zusammenhang mit Haftungsprivilegierungen

Título: Die gestörte Gesamtschuld im Zusammenhang mit Haftungsprivilegierungen

Trabajo de Seminario , 2018 , 13 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Richard Mahr (Autor)

Derecho - Otros
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Diese Proseminararbeit beschäftigt sich mit dem Begriff der gestörten Gesamtschuld und zeigt auf, wie dies mit Haftungsfreistellungen verbunden ist. Es wird auf die Ansichten in Rechtsprechung und Literatur argumentativ eingegangen, wobei zwischen vertraglichen und gesetzlichen Haftungsfreistellungen unterschieden wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Hauptteil

I. Die Gesamtschuld nach §§ 421 ff. BGB

1. Die Entstehungsvoraussetzungen der Gesamtschuld

a) Mehrere Schuldner

b) Schulden einer Leistung

c) Bewirkung der ganzen Leistung

d) Einmalige Forderung

e) Gleichstufigkeit

2. Abgrenzung zur gemeinschaftlichen Schuld

3. Die Gesamtschuld im Außenverhältnis

4. Die Gesamtschuld im Innenverhältnis

II. Die Störung der Gesamtschuld

1. Vertragliche Haftungsfreistellung

a) Lösung der Rechtsprechung

b) Lösung der herrschenden Lehre

2. Gesetzliche Haftungsfreistellung

a) Erster Praxisfall: Arbeitsunfälle

b) Zweiter Praxisfall: Schulunfälle

C. Fazit

I. Beurteilung der Lösung zu vertraglichen Haftungsfreistellungen

II. Beurteilung der Lösung zu gesetzlichen Haftungsfreistellungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Rechtsinstitut der Gesamtschuld im deutschen Zivilrecht mit einem besonderen Fokus auf die Problematik der sogenannten gestörten Gesamtschuld, die auftritt, wenn einer der Gesamtschuldner haftungsrechtlich privilegiert ist. Ziel der Arbeit ist es, die verschiedenen Lösungsansätze der Rechtsprechung und der Lehre für vertragliche sowie gesetzliche Haftungsprivilegierungen kritisch zu bewerten und auf ihre Billigkeit hin zu prüfen.

  • Grundlagen der Gesamtschuld gemäß §§ 421 ff. BGB
  • Differenzierung zwischen Gesamtschuld und gemeinschaftlicher Schuld
  • Ausgleichsmechanismen im Innenverhältnis der Gesamtschuldner
  • Konfliktbewältigung bei vertraglichen Haftungsprivilegierungen
  • Analyse gesetzlicher Freistellungsnormen (z. B. im Arbeits- und Schulrecht)

Auszug aus dem Buch

b) Lösung der herrschenden Lehre

Da mit dieser Lösung die Haftungsprivilegierung jedoch abgewertet wird,43 bevorzugt die herrschende Lehre folgende Variante: Der Anspruch des geschädigten Gläubigers gegen die nichtprivilegierten Schädiger wird um den Anteil gekürzt, welcher auf den von der Haftungsfreistellung betroffenen Schuldner entfällt.44 Begründet wird dies damit, dass der Gläubiger mitverantwortlich für die Haftungsprivilegierung ist und seine Rechtsstellung selbst abgewertet hat.45 Nach dieser Lösungsmöglichkeit steht einem Gläubiger, der durch schuldhaftes Verhalten von drei Gesamtschuldnern einen Schaden in Höhe von 90€ erlitten hat, wobei mit einem von ihnen eine Haftungsfreistellung vereinbart wurde, ein Anspruch gegen die nichtprivilegierten Schuldner in Höhe von 60€ zu. Denn der Anteil des privilegierten Schuldners, muss dem Geschädigten zugerechnet werden.

Zur Verdeutlichung der Unterschiede der beiden Lösungsmöglichkeiten dient folgendes Beispiel: Zwei Kollegen haben eine Fahrgemeinschaft gebildet und eine Haftungsfreistellung für den Fahrer vereinbart, falls der Mitfahrer bei einem Unfall geschädigt wird; nun kommt es zum Unfall mit einem Dritten und der Mitfahrer wird verletzt, wobei sich der Dritte und der Fahrer schuldhaft verhalten haben.46 Die Rechtsprechung würde dem Mitfahrer einen vollen Anspruch gegen den Dritten zugestehen, da sich der Fahrer auf die Haftungsfreistellung berufen kann. Allerdings wird zwischen dem Fahrer und dem Dritten ein Gesamtschuldverhältnis mit der Folge fingiert, dass der Dritte gegen den Fahrer einen Anspruch auf Ausgleich aus § 426 I BGB hat. Nach der herrschenden Lehre würde der Mitfahrer belastet werden, indem sein Anspruch gegen den Dritten um den Verschuldensanteil des Fahrers gekürzt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Einführung in die Problematik der Gesamtschuld und Definition des Untersuchungsgegenstands.

B. Hauptteil: Detaillierte Analyse der Entstehungsvoraussetzungen der Gesamtschuld sowie der speziellen Herausforderungen durch Haftungsfreistellungen.

C. Fazit: Kritische Würdigung der Lösungsansätze zu vertraglichen und gesetzlichen Haftungsfreistellungen unter Berücksichtigung von Billigkeitsaspekten.

Schlüsselwörter

Gesamtschuld, BGB, Haftungsprivilegierung, gestörte Gesamtschuld, Gesamtwirkung, Innenverhältnis, Außenverhältnis, Ausgleichsanspruch, § 426 BGB, Haftungsfreistellung, Arbeitsunfall, Schulunfall, Schadensersatz, Rechtssprechung, herrschende Lehre.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Konstellation der sogenannten "gestörten Gesamtschuld", bei der ein Gesamtschuldner aufgrund spezieller Umstände haftungsbefreit ist, was zu komplexen Fragen der Schadensverteilung führt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Voraussetzungen einer Gesamtschuld, die Abgrenzung zu anderen Schuldverhältnissen sowie die rechtliche Behandlung von vertraglichen und gesetzlichen Haftungsprivilegierungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erläuterung und kritische Bewertung der verschiedenen Lösungswege, wie mit einem Haftungsprivileg eines Gesamtschuldners umgegangen werden sollte, um sowohl den Geschädigten als auch die beteiligten Schädiger gerecht zu behandeln.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer juristischen Analyse, die sowohl die aktuelle Gesetzgebung (§§ 421 ff. BGB) als auch die herrschende Rechtsprechung und die Ansätze der Literatur einbezieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der allgemeinen Entstehungsvoraussetzungen einer Gesamtschuld und die Analyse der Störungsfälle, unterteilt in vertragliche Haftungsfreistellung sowie spezifische gesetzliche Praxisfälle.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Zentrale Begriffe sind Gesamtschuld, Haftungsprivileg, gestörte Gesamtschuld, Ausgleichsanspruch, Gesamtwirkung und die Konkurrenz von Haftungssituationen.

Wie unterscheidet sich die Lösung der Rechtsprechung von der der herrschenden Lehre?

Die Rechtsprechung fingiert ein Gesamtschuldverhältnis, um den Ausgleich zu ermöglichen, während die herrschende Lehre eine anteilige Kürzung des Anspruchs des Geschädigten gegen den nichtprivilegierten Schädiger bevorzugt.

Welche Rolle spielen Arbeits- und Schulunfälle für die Fragestellung?

Diese Fälle dienen als prominente Beispiele für gesetzliche Haftungsfreistellungen, bei denen die Privilegierung eines Schädigers die Haftungssituation im Außenverhältnis zu anderen Schädiger-Parteien maßgeblich beeinflusst.

Warum wird im Fazit die "Fiktion" der Rechtsprechung kritisiert?

Die Fiktion wird als kompliziert und wertungsunstimmig empfunden, da sie das Haftungsprivileg des privilegierten Schädigers im Innenverhältnis faktisch wieder entwertet.

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Detalles

Título
Die gestörte Gesamtschuld im Zusammenhang mit Haftungsprivilegierungen
Universidad
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Curso
Vertragliche Schuldverhältnisse
Calificación
2,0
Autor
Richard Mahr (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
13
No. de catálogo
V475240
ISBN (Ebook)
9783668956247
ISBN (Libro)
9783668956254
Idioma
Alemán
Etiqueta
gesamtschuld zusammenhang haftungsprivilegierungen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Richard Mahr (Autor), 2018, Die gestörte Gesamtschuld im Zusammenhang mit Haftungsprivilegierungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/475240
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