Diese Abschlussarbeit zielt darauf ab, einen komprimierten Einblick über die anhaltenden und bevorstehenden Veränderungen der Versicherungswirtschaft durch die Digitalisierung zu geben. Im Besonderen, wie sich der Einsatz der IT in selbiger historisch verändert hat. Der Schwerpunkt liegt auf den theoretischen Grundlagen und den besonderen Chancen und Herausforderungen neuer IT-Trends und digitaler Anwendungsfelder, welche sich sowohl für die Unternehmen, als auch für den einzelnen Kunden ergeben.
Berufsbilder verändern sich simultan zum Voranschreiten der Digitalisierung. Maschinen übernehmen Herstellungsprozesse, welche vorher durch körperliche, menschliche Arbeit absolviert wurden. Des weiteren ändern sich die beruflichen Bedarfe seitens der Unternehmen. Der Fokus wird oftmals auf informationstechnologisches Know-How gelegt. Im Generellen ist in Deutschland eine Mischung zwischen Digitalisierungsskeptikern- und Befürwortern zu beobachten. Sieben von zehn Deutschen begrüßen die Chancen der Digitalisierung, verbinden diese mit positiven Attributen und schätzen die sich daraus ergebenen neuen technologischen Anwendungsmöglichkeiten. Gleichwohl fühlen sich ein Viertel der Menschen gegenüber dieser neuen Herausforderung überfordert. Oftmals ist hier zu beobachten, dass sich jüngere Menschen offener gegenüber innovativen Technologien zeigen, als Ältere.
Nicht zuletzt hat die Digitalisierung auch die Versicherungswirtschaft und ihre Produkte erreicht. Besonders der Bedarf zum Schutz vor Cyberrisiken ist groß, obwohl die notwendigen Versicherungsprodukte und Angebote weitestgehend unbekannt sind. Die Nachfrage nach nutzbaren Apps ihrer Versicherungsunternehmen ist groß, sind jedoch für viele ungeschulte Nutzer eine Überwindung. Lediglich im Segment der Beratung und des abzuschließenden Vertrages setzt die Mehrheit auf den persönlichen Versicherungsvermittler vor Ort.
Inhaltsverzeichnis
2 Einleitung
3 Die Versicherungswirtschaft im digitalen Wandel
3.1 Historische Entwicklung der Informationstechnologie
3.2 Evolution der Kundenerwartungen
3.3 Internalisierungsgrad der Digitalisierung
4 „Key Driver“ der Digitalisierung
4.1 „Artificial Intelligence“
4.2 „Internet of Things“ und „Machine learning“
4.3 „Robotics“
4.4 „Blockchain“ und die „Blockchain Insurance Industry Initiative – B3i“
5 Digitale Anwendungsfelder in der Versicherungswirtschaft
5.1 Schadenbearbeitung
5.2 Blockchain-Versicherungstechnologie
5.3 „InsurTech“ „ONE Versicherung AG“
6 Fazit und Handlungsempfehlungen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die tiefgreifenden Auswirkungen der Digitalisierung auf die Versicherungswirtschaft, identifiziert zentrale technologische Treiber und analysiert deren Potenzial für die Unternehmenspraxis sowie die veränderten Erwartungen der Kunden.
- Historische Entwicklung von IT und digitalen Transformationsprozessen in der Assekuranz.
- Analyse der „Key Driver“: Künstliche Intelligenz, Internet of Things, Robotics und Blockchain.
- Praktische Anwendungsfelder der Automatisierung, insbesondere in der Schadenbearbeitung.
- Unternehmensbeispiel der „ONE Versicherung AG“ zur Veranschaulichung moderner InsurTech-Modelle.
Auszug aus dem Buch
4.1 „Artificial Intelligence“
Die Thematik um die „Artificial Intelligence - Künstliche Intelligenz“ ist der Kern der Digitalisierung und folglich aktueller denn je - so auch in der Versicherungswirtschaft. Der Ursprung von künstlicher Intelligenz liegt nicht wie angenommen nur wenige Jahre zurück. Bereits im März 1956, am Dartmouth College, am Department für Mathematik und Astronomie in Hanover (New Hampshire), beschäftigte sich eine technische Forschungsgruppe mit dem oben genannten Thema der „AI“. In einem offenen Brief (vgl. Anhang I) betitelten die beteiligten Forscher das Hauptprojekt als:
„Basic objective: To write a calculator program which can solve intellectual problems as well as or better than a human being.” (McCarthy, 1956, S.2).
Folglich definiert sich die „AI“ als eine Maschine oder Software, die fehlerfrei arbeiten und gleichzeitig im Entscheidungs- beziehungsweise Denkprozess lernen kann. Das Programm wird intelligent genug sein, dass es sich selbst Funktionen beibringt und sich stetig weiterentwickelt (Borth, 2017, S. 12). Die „AI“ ist ein Sammelbegriff für verschiedenste Teildisziplinen. Diese sind wiederum zu gliedern in die grundlegenden Methoden und Theorien der „AI“ und fortführend in die weiterführenden Theorien, Methoden und Anwendungen.
Zusammenfassung der Kapitel
2 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Relevanz der Digitalisierung ein und begründet die Arbeit durch statistische Daten zur wachsenden onlinebasierten Welt sowie die daraus resultierenden Forschungsfragen.
3 Die Versicherungswirtschaft im digitalen Wandel: Das Kapitel beleuchtet die historische IT-Entwicklung, die Evolution der Kundenbedürfnisse sowie den aktuellen Status quo der Digitalisierung innerhalb der Versicherungsbranche.
4 „Key Driver“ der Digitalisierung: Hier werden die technologischen Kernfaktoren wie künstliche Intelligenz, das Internet of Things, Robotics und die Blockchain-Technologie detailliert als Treiber der Branche analysiert.
5 Digitale Anwendungsfelder in der Versicherungswirtschaft: Dieses Kapitel veranschaulicht die praktische Implementierung digitaler Technologien, insbesondere durch automatisierte Schadenbearbeitung und das InsurTech-Beispiel „ONE Versicherung AG“.
6 Fazit und Handlungsempfehlungen: Der abschließende Teil fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und gibt Empfehlungen zur strategischen Transformation und Budgetplanung für Versicherungsunternehmen.
Schlüsselwörter
Digitalisierung, Versicherungswirtschaft, Artificial Intelligence, Künstliche Intelligenz, Internet of Things, Machine Learning, Robotics, RPA, Blockchain, Smart Contracts, InsurTech, ONE Versicherung AG, Schadenbearbeitung, Digitale Workforce, Transformation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der digitalen Transformation der Versicherungswirtschaft, den damit verbundenen Chancen und Herausforderungen sowie der notwendigen technologischen Anpassung der Branche.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen sind die historische IT-Entwicklung, das sich wandelnde Kundenverhalten, disruptive technologische Trends sowie deren Anwendung in operativen Geschäftsprozessen.
Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?
Das Ziel ist es, einen komprimierten Einblick in die Veränderungen durch Digitalisierung zu geben und aufzuzeigen, wie Versicherer durch neue Technologien wettbewerbsfähig bleiben können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für diese Arbeit verwendet?
Die Arbeit stützt sich primär auf eine fundierte theoretische Literaturanalyse sowie die Auswertung relevanter Branchenstudien und Praxisbeispiele.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die „Key Driver“ der Digitalisierung (KI, IoT, Robotics, Blockchain) und untersucht deren konkrete Auswirkungen auf Wertschöpfungsketten und Schadenregulierungsprozesse.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Schlagworte sind Digitalisierung, InsurTech, Künstliche Intelligenz, Blockchain und die Automatisierung von Versicherungsprozessen.
Welche Rolle spielt die „ONE Versicherung AG“ in dieser Untersuchung?
Die ONE Versicherung AG dient als praxisnahes Unternehmensbeispiel, um zu demonstrieren, wie ein rein digitales InsurTech-Startup moderne Technologien erfolgreich in das Geschäftsmodell integriert.
Was sind laut der Arbeit die größten Hürden bei der Digitalisierung von Versicherern?
Die Arbeit identifiziert den Mangel an Budgets, fehlende Anerkennung für Digitalisierungsverantwortliche, Sorgen vor Kannibalisierungseffekten und die konservative Unternehmenskultur als zentrale Hürden.
- Citar trabajo
- Timo Fricke (Autor), 2018, Insurance 4.0. Chancen und Herausforderungen für die Versicherungswirtschaft durch die Digitalisierung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/475262