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Soziale Berufe - Frauenberufe

Title: Soziale Berufe - Frauenberufe

Term Paper , 2005 , 9 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Natalie Schlee (Author)

Pedagogy - Job Education, Further Education
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Obwohl den Frauen heute alle Ausbildungsberufe offen stehen, ist bei ihnen nach wie vor die Konzentration auf wenige frauentypische Berufe sehr groß. Auch der Zustrom von Frauen in soziale Berufe, die als typische Frauenberufe gelten, hält weiter an. Die so genannten Frauenberufe sind durch „geringe Entlohnung, ungünstige Arbeitsbedingungen, schlechte Beschäftigungssicherheit, begrenzte Aufstiegsmöglichkeiten und wenig gesellschaftliche Anerkennung“ gekennzeichnet. Während Berufe, in denen überproportional Männer oder ausschließlich Männer tätig sind, ein höheres Prestige, ein besseres Gehalt und große Aufstiegschancen bieten. Eine geschlechtsspezifische Arbeitsverteilung besteht nicht nur auf unterschiedliche Berufsbereiche, sondern auch auf Berufsfelder. berufliche Positionen innerhalb der Die Führungs-und Entscheidungspositionen mit entsprechend höherem Gehalt sind auch in Frauenberufen überwiegend mit Männern besetzt.
In der vorliegenden Arbeit wird den Fragen nachgegangen, warum Mädchen und junge Frauen vor allem in Frauenberufen landen und aus welchen Gründen Frauen soziale Berufe ergreifen.
Zunächst werden in dieser Arbeit Frauenberufe und ihre Besonderheiten beschrieben. Als weiteres wird der Berufsfindungsprozess von Mädchen und jungen Frauen unter den Aspekten geschlechtsspezifischer Arbeitsmarktteilung und geschlechtsspezifischer Sozialisation dargestellt und analysiert. Zuletzt werden auf der Grundlage der Studie von Birgit Rommelspacher die Motive der Frauen zur Wahl sozialer Berufe aufgezeigt. Abschließend wird ein Fazit gezogen.
Als Frauenberufe werden weiblich dominierte Berufe bezeichnet, d. h. Berufe, die zu 80 Prozent und mehr von Frauen erlernt und ausgeübt werden. Männlich dominierte Berufe mit einem Männeranteil von über 80 Prozent werden dementsprechend als Männerberufe bezeichnet. „Im Alltagsverständnis dagegen gelten als Frauenberufe eher solche, die der Familienarbeit ähneln (pflegerische, erzieherische, soziale Berufe) oder sich mit der Familienarbeit (angeblich) vereinbaren lassen.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Frauenberufe und ihre Besonderheiten

2 Berufsfindungsprozess von Mädchen und jungen Frauen

2.1 Geschlechtsspezifische Arbeitsmarktteilung

2.2 Geschlechtsspezifische Sozialisation

3 Motive der Frauen zur Wahl sozialer Berufe

Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Gründe für die anhaltende Konzentration von Mädchen und jungen Frauen auf sogenannte "Frauenberufe" und analysiert die Hintergründe, die zur Wahl sozialer Berufe führen. Dabei steht die Forschungsfrage im Zentrum, warum Frauen trotz oft prekärer Arbeitsbedingungen und eingeschränkter Aufstiegsmöglichkeiten mehrheitlich diesen Berufsweg wählen.

  • Strukturelle Rahmenbedingungen des geschlechtsspezifisch geteilten Arbeitsmarktes
  • Einfluss der geschlechtsspezifischen Sozialisation auf die Berufsbiografie
  • Diskriminierung von Frauen im Berufsfindungsprozess
  • Psychologische und soziale Motive für die Wahl sozialer Berufe
  • Rolle von Familienbildern und Rollenerwartungen

Auszug aus dem Buch

1 Frauenberufe und ihre Besonderheiten

Als Frauenberufe werden weiblich dominierte Berufe bezeichnet, d. h. Berufe, die zu 80 Prozent und mehr von Frauen erlernt und ausgeübt werden. Männlich dominierte Berufe mit einem Männeranteil von über 80 Prozent werden dementsprechend als Männerberufe bezeichnet. „Im Alltagsverständnis dagegen gelten als Frauenberufe eher solche, die der Familienarbeit ähneln (pflegerische, erziehende, soziale Berufe) oder sich mit der Familienarbeit (angeblich) vereinbaren lassen.“

Die heute als frauentypisch geltende Berufe wurden nicht schon immer von Frauen ausgeübt. Während die sozialen Berufe „überwiegend Folge einer Verberuflichung und Professionalisierung früher ehrenamtlich und in der Familie ausgeübter Tätigkeiten sind“, kam es in manchen anderen Berufen zu einem Wechsel von Männerberufen zu Frauenberufen (z. B. Sekretär/Sekretärin), der immer mit einer Statusminderung einhergeht. Weibliche Tätigkeiten dagegen, die dann von Männern ausgeübt werden, erfahren eine Statuserhöhung.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Diskrepanz zwischen der offiziellen Offenheit des Ausbildungsmarktes und der faktischen Konzentration von Frauen auf wenige, oft schlechter entlohnte Berufe.

1 Frauenberufe und ihre Besonderheiten: Dieses Kapitel definiert den Begriff "Frauenberuf" und erläutert die historische sowie soziologische Abgrenzung gegenüber männlich dominierten Tätigkeiten.

2 Berufsfindungsprozess von Mädchen und jungen Frauen: Die Untersuchung beleuchtet die Barrieren am Arbeitsmarkt sowie die gesellschaftlichen Einflüsse, die den Berufswahlprozess junger Frauen prägen.

2.1 Geschlechtsspezifische Arbeitsmarktteilung: Dieses Kapitel analysiert, wie strukturelle Zwänge und Diskriminierung durch Arbeitgeber dazu führen, dass Frauen vermehrt in typische Berufsfelder abgedrängt werden.

2.2 Geschlechtsspezifische Sozialisation: Hier wird dargelegt, wie Erziehung, Schule und das soziale Umfeld geschlechtskonforme Verhaltensweisen und Interessen verfestigen.

3 Motive der Frauen zur Wahl sozialer Berufe: Das Kapitel erläutert auf Basis der Studien von Birgit Rommelspacher die Beweggründe, warum sich Frauen trotz struktureller Nachteile bewusst für soziale Berufe entscheiden.

Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und fordert eine stärkere Unterstützung von Mädchen, um ihr Berufswahlspektrum in technische und untypische Bereiche zu erweitern.

Schlüsselwörter

Frauenberufe, Soziale Berufe, Berufsfindung, Arbeitsmarkt, Sozialisation, Geschlechterrolle, Berufswahl, Erwerbsarbeit, Familienarbeit, Diskriminierung, Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, Professionalisierung, Statusminderung, Berufsorientierung, Gleichstellung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Ursachen für die anhaltende Geschlechtersegregation auf dem Arbeitsmarkt und untersucht, warum junge Frauen häufig in "Frauenberufen" landen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen der Berufsfindungsprozess, die geschlechtsspezifische Sozialisation, Arbeitsmarktstrukturen und die persönlichen Motive zur Wahl sozialer Berufe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die strukturellen und sozialen Mechanismen aufzuzeigen, die zur Wahl traditionell weiblicher Berufsfelder führen, um Ansatzpunkte für eine Erweiterung des Berufswahlspektrums zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse sowie die Auswertung empirischer Befunde, insbesondere auf Basis der Studien von Birgit Rommelspacher und aktuellerer erziehungswissenschaftlicher Literatur.

Was steht im Hauptteil im Mittelpunkt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Arbeitsmarktbarrieren, die Rolle der geschlechtsgeprägten Sozialisation und die Darlegung der Motive für die Wahl sozialer Berufe.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Kernbegriffe sind Geschlechtsspezifische Sozialisation, Frauenberufe, Arbeitsmarktteilung, Berufsfindung und soziale Beziehung.

Wie bewertet die Autorin die Wahl eines sozialen Berufs?

Die Arbeit zeigt auf, dass soziale Berufe einerseits Nachteile wie geringe Entlohnung bieten, andererseits für Frauen jedoch Sinnhaftigkeit, soziale Bezüge und Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung versprechen.

Spielt die "Ablösung vom Elternhaus" bei der Wahl eine Rolle?

Ja, die Arbeit thematisiert die These, dass die Wahl eines sozialen Berufs auch als Strategie dienen kann, sich von der bisherigen Familie abzugrenzen.

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Details

Title
Soziale Berufe - Frauenberufe
College
University of Osnabrück
Grade
1,3
Author
Natalie Schlee (Author)
Publication Year
2005
Pages
9
Catalog Number
V47537
ISBN (eBook)
9783638444637
Language
German
Tags
Soziale Berufe Frauenberufe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Natalie Schlee (Author), 2005, Soziale Berufe - Frauenberufe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47537
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