Diese Untersuchung widmet sich dem Erlebnis. Sie befasst sich damit, was genau darunter zu verstehen ist und bezieht diese Aspekte auf den Bereich der Freizeitparks. Dabei wird der Schwerpunkt auf das Zustandekommen des Gesamterlebnisses gelegt und wie es sich durch die einzelnen Geschäftsbereiche eines Freizeitparks zusammensetzt. Erlebnisse erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit in der Gesellschaft. Die verschiedensten Einrichtungen entwickeln sich zu Erlebniswelten. Als Paradebeispiel kann hier der Freizeitpark genannt werden.
"Ich muss dir erstmal erzählen, was ich letztens erlebt habe!" – ein Satz den sicher jeder kennt, unabhängig davon, ob man Sprecher oder Zuhörer ist. Dabei ist ,Erleben‘ ein ebenso vielfältiger wie allgemeiner Begriff, mit dem wir in den verschiedensten Situationen in Kontakt treten. Den Begriff des Erlebnisses zu definieren ist nicht einfach. Zwar kann sich jeder unter diesem Wort etwas vorstellen, jedoch ist diese Vorstellung gewiss nicht einheitlich.
Die Untersuchung ist vor allem für die Freizeitparkbranche von Bedeutung. Mit dem Schwerpunkt im Bereich der Erlebnisinszenierung hat sie nicht nur einen allgemeinen Wert für alle Erlebnisproduzenten und Erlebniskonsumenten von Freizeitparks, sondern auch anderer Branchenzweige und ist demnach ebenso für aufgeschlossene Freizeitparkgänger, die ihr Erlebnis verbessern wollen, interessant.
Inhaltsverzeichnis
1. Begriffe und theoretische Grundlagen
1.1 Wie ein Ereignis zum Erlebnis wird
1.1.1 Erlebnisbegriff
1.1.2 Erlebnisproduzenten und Erlebniskonsumenten
1.1.3 Erlebnisinszenierung
1.2 Klassifikation von Freizeitparks im Markt der Erlebniswelten
1.3 Fragestellung und Hypothesen
2. Methoden
2.1 Erhebungsinstrument
2.2 Durchführung der Untersuchung
3. Resultate
3.1 Stichprobenbeschreibung
3.2 Einzelerlebnis Attraktion
3.3 Einzelerlebnis Gastronomie
3.4 Einzelerlebnis Übernachtung
3.5 Erlebnisbeeinflussung durch Merchandise
3.6 Erlebnisbeeinflussung durch Sponsoring
3.7 Gesamterlebnis
3.8 Gruppenerlebnisse
3.9 Wechselwirkungen der Erlebnisse untereinander
4. Zusammensetzung des Gesamterlebnisses
4.1 Überprüfung der Hypothesen
4.2 Diskussion
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, wie sich das Gesamterlebnis eines Freizeitparkbesuchs aus den einzelnen Geschäftsbereichen und den darin enthaltenen Erlebnissen zusammensetzt, um Betreibern konkrete Ansatzpunkte zur Qualitätsverbesserung zu liefern.
- Analyse der Erfolgsfaktoren von Erlebniswelten wie Authentizität und Inszenierung.
- Empirische Untersuchung der Einzelerlebnisse Attraktion, Gastronomie, Übernachtung, Merchandise und Sponsoring.
- Untersuchung von Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Einzelerlebnissen und deren Einfluss auf die Gesamtzufriedenheit.
- Differenzierung der Erlebnisbewertung basierend auf Aufenthaltsdauer und Gruppenkonstellation.
Auszug aus dem Buch
1.1.1 Erlebnisbegriff
Urlaubspsychologisch betrachtet, wird Erleben als Prozess und nicht als Zustand angesehen (vgl. SCHOBER, 1993, S. 137). Dieser Prozess teilt sich in acht Phasen auf und ist das Verbindungsstück zwischen Motiv und Ziel. SCHOBER benennt die erste Phase als Entstehung einer Bedürfnisspanne, die aus dem Bewusstsein nicht bzw. unvollständig befriedigter Wünsche hervorgeht. In Phase zwei wird ein Ziel zur Bedürfnisbefriedigung gesucht. Die Vorfreude und die emotionale Aktivierung, die mit der Wahrnehmung des Ziels und den damit verbundenen Erlebnismöglichkeiten einhergehen, bilden die dritte Phase. Im nächsten Abschnitt stellt sich das Erleben durch die Zielerreichung in Verbindung mit der Überwindung von Problemen und Schwierigkeiten ein. In Phase fünf findet eine Intensivierung der Zielerreichung statt. Damit einhergehend sei das gesteigerte Erleben in Form eines lustvollen Lebensgefühls verbunden. Dieses Gefühl ist in der sechsten Phase dann voll entfaltet. In Phase sieben nimmt die Erlebnisintensität ab und ein Zustand der Sättigung tritt ein. Zum Ende des Prozesses ist in der achten Phase der frühere Gleichgewichtszustand wiederhergestellt. Jedoch ist aufgrund von Urlaubserinnerungen das Erleben mit der Sättigung nicht vorbei (vgl. ebd., S.137 f.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Begriffe und theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen und betriebswirtschaftlichen Grundlagen des Erlebens sowie die Charakteristika von Freizeitparks als Erlebniswelten.
2. Methoden: Hier wird der Aufbau des online durchgeführten Fragebogens sowie die Durchführung der empirischen Datenerhebung mit einer Stichprobe von N = 105 beschrieben.
3. Resultate: Die Ergebnisse der Umfrage werden detailliert nach den einzelnen Geschäftsbereichen (Attraktion, Gastronomie, etc.) sowie deren Wechselwirkungen präsentiert.
4. Zusammensetzung des Gesamterlebnisses: In diesem Kapitel werden die aufgestellten Hypothesen auf Basis der Daten überprüft und die Ergebnisse in einer Diskussion zusammengeführt.
5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung der Vermeidung von Unzufriedenheit für das Gesamterlebnis.
Schlüsselwörter
Freizeitpark, Gesamterlebnis, Erlebnisinszenierung, Erlebniswelt, Attraktion, Gastronomie, Authentizität, Kundenzufriedenheit, Besucherforschung, Erlebniskonsum, Multisensualität, Multioptionalität, Markenwahrnehmung, Aufenthaltsdauer, Gruppenerlebnis
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie sich das Gesamterlebnis bei einem Freizeitparkbesuch aus verschiedenen, parkinternen Einzelerlebnissen zusammensetzt.
Welche Themenfelder sind zentral?
Zentral sind die Erlebnisinszenierung, Erfolgsfaktoren von Erlebniswelten, sowie die Analyse der Geschäftsbereiche Attraktion, Gastronomie, Übernachtung, Merchandise und Sponsoring.
Was ist das primäre Ziel der Studie?
Das Ziel ist es, Betreibern von Freizeitparks aufzuzeigen, wie Einzelerlebnisse das Gesamterlebnis und die Zufriedenheit beeinflussen, um daraus Verbesserungspotenziale abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine quantitative empirische Studie mittels eines online verbreiteten Fragebogens durchgeführt, wobei eine Stichprobe von N = 105 erreicht wurde.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die einzelnen Geschäftsbereiche empirisch ausgewertet, Korrelationen berechnet und Wechselwirkungen zwischen den Erlebnissen untersucht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den Schlüsselwörtern zählen Begriffe wie Freizeitpark, Gesamterlebnis, Erlebnisinszenierung, Kundenzufriedenheit, Authentizität und Multisensualität.
Warum spielt die Aufenthaltsdauer für das Erlebnis eine Rolle?
Die Untersuchung zeigt, dass Mehrtagesgäste die Erlebnisse in der Regel positiver bewerten und sich die Einzelerlebnisse bei ihnen stärker potenzieren.
Welchen Einfluss haben negative Erlebnisse auf den Parkbesuch?
Besonders negative Erlebnisse, unabhängig davon ob sie parkverschuldet sind oder nicht, mindern die Gesamtbewertung überproportional und sollten daher konsequent vermieden werden.
Inwieweit beeinflussen externe Marken das Erlebnis?
Die Mehrheit der Gäste nimmt externe Marken im Park entweder positiv oder neutral wahr; eine negative Beeinflussung durch fehlende Authentizität ist nur bei einer Minderheit zu beobachten.
- Citation du texte
- Max Hoffmeister (Auteur), 2018, Freizeitparkbesuch. Erfolgsfaktoren und Zusammensetzung des Gesamterlebnisses, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/477187