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Der Klassenrat: Wie Demokratie in der Schule erfahrbar gemacht werden kann

Título: Der Klassenrat: Wie Demokratie in der Schule erfahrbar gemacht werden kann

Proyecto/Trabajo fin de carrera , 2005 , 80 Páginas , Calificación: sehr gut

Autor:in: Christoph Hippeli (Autor)

Pedagogía - Escuelas pedagógicas
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Heute gibt es kaum einen Bereich, in dem solche Forderungen nicht gestellt werden. Seien es die Arbeiter in Betrieben, die Beamten oder die Angestellten des öffentlichen Dienstes, die Studenten an den Universitäten und Hochschulen oder gar die Bundeswehr und die Kirchen - zwei Institutionen, bei denen lange Zeit überhaupt nicht an Demokratisierung zu denken war. Überall dort wird mittlerweile verstärkt demokratische Mitbestimmung und aktive Teilhabe gefordert, teilweise auch schon praktiziert. Daher war es nur eine logische Folge, dass sich diese Entwicklung auch in einer der wichtigsten Institutionen unserer Gesellschaft zeigen musste: in der Schule.

In den meisten Verfassungen der Bundesländer ist den Schulen neben der Vermittlung von Bildung und fachlichem Wissen vorgeschrieben, „die Schüler im Geiste der Menschlichkeit, der Demokratie und der Freiheit zu erziehen und sie zu politisch bewussten und mündigen Staatsbürgern heranzubilden.“

Mehr und mehr setzt sich aber die Erkenntnis durch, dass unsere Schulen in ihren bislang eher autoritären Ausgestaltungen wohl kaum geeignet sind, derartige Ziele zu verwirklichen. Die Erziehung der Kinder und Jugendlichen kann nicht in einem System stattfinden, das nach dem Über- und Unterordnungsverhältnis aufgebaut ist. Denn dann kann man nicht erwarten, einen in demokratischen Denkweisen geschulten Staatsbürger vor sich zu haben, der zudem noch von der Idee der Demokratie überzeugt ist und diese auch lebt. Daher gilt es, die Grundlagen der Demokratie nicht nur theoretisch im Unterricht zu vermitteln, sondern dem Lernenden diese Idee praktisch, nämlich in der Schule, nahe zu bringen.

Aber ist die Schule dazu in der Lage? Lässt die Institution Schule Demokratie zu? Inwieweit ist die Institution Schule an sich demokratisch organisiert? Welche Möglichkeit der Mitgestaltung, der Partizipation haben Schüler? Wie kann Demokratielernen in der Schule aussehen?

Ziel dieser Arbeit ist es, Antworten auf diese Fragen zu suchen und sowohl theoretische Grundlagen als auch Möglichkeiten zur praktischen Umsetzung der anfänglich formulierten Forderungen aufzuzeigen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

A Einleitung

B I. Demokratie – eine Definition

II. Demokratie und Schule

1. Schule als demokratische Institution?

2. Demokratie als Bildungsziel

III. Ideengeschichtliche Entwicklung und theoretische Modelle der Demokratieerziehung sowie deren praktische Umsetzung

1. Ideengeschichte und theoretische Modelle

1.1. Die reformpädagogische Bewegung

1.2. Die konstruktivistische Pädagogik

1.3. John Dewey - Erziehung und Demokratie

1.4. Celestine Freinet - Demokratie in der Schule

2. Praktische Umsetzung der Theorie

2.1. „Herkömmliche“ Partizipationsformen

2.2. „Aktuelle“ Partizipationsformen

IV. Der Klassenrat – Theorie

1. Der Klassenrat und seine Konzeptionen

1.1. Die Klassenversammlung nach Freinet

1.2. Der Klassenrat - ein individualpsychologischer Ansatz

2. Skizzierung eines möglichen Ablaufs

V. Der Klassenrat – Praxis

1. Die Adalbert-Stifter-Grundschule in Würzburg (ASV)

1.1. Administrativ-soziographische Gegebenheiten

1.2. Schulspezifische Aspekte der ASV Friedrichstraße

1.2.1. Räumliche Gegebenheiten

1.2.2. Organisation des Schullebens

1.2.3. Die Klasse 3a

2. Der Klassenrat in der Klasse 3a

2.1. Warum Klassenrat in der 3a?

2.2. Anbahnung und Entwicklung des Klassenrates in der 3a

2.3. Dokumentation einer Klassenratssequenz

2.3.1. Sitzung vom 03.06.2005

2.3.2. Sitzung vom 10.06.2005

2.3.3. Sitzung vom 17.06.2005

2.3.4. Sitzung vom 24.06.2005

3. Bewertung des Klassenrates

3.1. Positive Aspekte

3.2. Probleme, Grenzen, Schwierigkeiten

3.3. Ausblick für die Klasse 3a

3.4. Wie bewertet die Klasse 3a selbst den Klassenrat?

C Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Das Ziel der Arbeit ist es, die Möglichkeiten und Grenzen der Implementierung von Klassenräten an Grundschulen zu untersuchen, um Schülern durch aktive Partizipation demokratische Handlungsweisen und soziale Kompetenzen in einem geschützten Rahmen erfahrbar zu machen.

  • Theoretische Fundierung von Demokratieerziehung (Reformpädagogik, Konstruktivismus, Dewey, Freinet)
  • Analyse bestehender Partizipationsinstrumente und aktueller Förderprogramme (Lions Quest, TeamPinBoard)
  • Praktische Dokumentation und Analyse eines Klassenrates in einer "schwierigen" Grundschulklasse
  • Kritische Reflexion der Wirksamkeit von Klassenräten zur Konfliktlösung und Förderung des Sozialverhaltens
  • Evaluation der Schülerperspektive durch Befragung

Auszug aus dem Buch

2.3. Dokumentation einer Klassenratssequenz

Erst nachdem sich die Schüler durch diese vielfältigen Maßnahmen die Grundkompetenzen für die Durchführung des Klassenrates einigermaßen angeeignet hatten und mit der Organisation und dem Ablauf des Klassenrates bekannt gemacht waren, wurde der eigentliche Klassenrat im März des Schuljahres 2004/2005 eingeführt und erstmalig einberufen.

In den ersten Sitzungen wurden nur spezifische Problematiken und tagesaktuelle Konflikte punktuell behandelt, der Klassenrat und seine Möglichkeiten also nicht komplett ausgeschöpft. Themen, die systematisch, sequenziell und längerfristig angelegt waren, blieben vorerst Außen vor. Grund dafür war, dass die Grundschüler, die ja erst am Anfang ihres demokratischen Lernprozesses stehen und demokratische Handlungsweisen noch nicht so beherrschen, behutsam an diese herangeführt werden sollten. Denn in ihrem bisherigen Schulleben waren sie keinen sozial-integrativen Führungsstil gewohnt, in dem ihnen die Möglichkeit gegeben wurde, sich aktiv, gestaltend und effizient mit einzubringen.

In der im folgenden Teil der Arbeit dokumentierten Klassenratsequenz, die im Juni und Juli des Schuljahres stattgefunden hat, konzentrierten sich die Schüler, die mittlerweile im Klassenrat geübt waren, erstmals auf eine komplexere Problematik innerhalb der eigenen Klasse, deren Lösung eine längerfristige Behandlung im Klassenrat bedurfte und immer wieder neu in den Klassenrat eingebracht und auf ihre Tauglichkeit überprüft werden musste.

Die Klassenlehrerin hatte eine grobe konzeptionelle Vorstellung vom Ablauf dieser vier Sitzungen, die aber nicht so starr war, um nicht auch flexibel sein zu können. Idee war es, dass die Schüler im Klassenrat zunächst die Probleme, die sie in der Klasse wahrgenommen hatten benannten, damit sich ein „Hauptproblem“ herauskristallisieren und thematisiert werden konnte, das gezielt und vertieft im Klassenrat weiter behandelt werden sollte.

Zusammenfassung der Kapitel

A Einleitung: Die Einleitung begründet die Notwendigkeit von Demokratieerziehung in der Schule als Gegengewicht zu autoritären Strukturen und definiert das Ziel der Arbeit, den Klassenrat als Praxismodell zu untersuchen.

B I. Demokratie – eine Definition: Dieses Kapitel erläutert grundlegende demokratische Prinzipien wie Volkssouveränität, Mehrheitsprinzip und Gleichheitsprinzip als Basis für das Verständnis von politischer Teilhabe.

II. Demokratie und Schule: Hier wird untersucht, inwieweit Schulen demokratisch organisiert sind und wie das Erziehungsziel Demokratie in deutschen Verfassungen und Lehrplänen rechtlich verankert ist.

III. Ideengeschichtliche Entwicklung und theoretische Modelle der Demokratieerziehung sowie deren praktische Umsetzung: Das Kapitel verknüpft reformpädagogische und konstruktivistische Theorien (Dewey, Freinet) mit der Analyse sowohl traditioneller als auch moderner Partizipationsformen in der Schule.

IV. Der Klassenrat – Theorie: Dieses Kapitel vergleicht zwei unterschiedliche Konzeptionen des Klassenrats – die Klassenversammlung nach Freinet und den individualpsychologischen Ansatz – und skizziert einen idealen Ablauf.

V. Der Klassenrat – Praxis: Der Hauptteil dokumentiert detailliert die Einführung und Durchführung eines Klassenrates in einer spezifischen Würzburger Grundschulklasse sowie die kritische Reflexion und Auswertung der Schülerergebnisse.

C Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die Effektivität des Klassenrates zur Förderung von Sozialkompetenzen und fordert eine stärkere schulrechtliche Verankerung und zeitliche Ausstattung solcher demokratischer Instrumente.

Schlüsselwörter

Demokratieerziehung, Klassenrat, Schule, Partizipation, Sozialkompetenz, Konfliktlösung, Reformpädagogik, Konstruktivismus, John Dewey, Celestine Freinet, Grundschule, Schülermitverantwortung, Mündigkeit, Klassenversammlung, Selbstbestimmung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung des Klassenrates als Instrument der Demokratieerziehung an einer Grundschule, um Schülern Partizipation und friedliche Konfliktlösung näherzubringen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische und theoretische Entwicklung von Erziehung zur Demokratie, die Analyse von Mitbestimmungsrechten an Schulen und die Dokumentation von Praxissequenzen in einer Grundschulklasse.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Schüler trotz sozialer Herausforderungen durch demokratische Methoden wie den Klassenrat ihre soziale Kompetenz steigern und eine aktive Mitgestaltung des Schullebens erlernen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor verwendet einen dokumentarischen Ansatz, bei dem er eine Klassenratssequenz über mehrere Wochen beobachtet, protokolliert und die Ergebnisse anschließend durch eine Schülerbefragung evaluiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Konzepte der Demokratieerziehung (Kapitel III und IV) und eine detaillierte Fallstudie einer konkreten Klasse (Kapitel V).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Demokratieerziehung, Klassenrat, Partizipation, soziale Kompetenz, Konstruktivismus, Schülerdemokratie und Schülermitverantwortung.

Welche Rolle spielt die soziale Herkunft der Schüler für das Projekt?

Die soziale Herkunft der Kinder in der untersuchten Klasse, die teilweise als sozialer Brennpunkt beschrieben wird, bildet den Hintergrund für die Herausforderungen an das Sozialverhalten und begründet, warum der Klassenrat als erzieherisches Instrument zur Strukturierung und Konfliktminderung gewählt wurde.

Wie bewertet der Autor den Erfolg des Klassenrates in der 3a?

Der Autor bewertet den Klassenrat als sehr erfolgreich, da er zu einer messbaren Verbesserung der sozialen Interaktion, einer Reduzierung des Streits und einer höheren Verantwortungsübernahme durch die Schüler führte, auch wenn er keine "Allheilösung" darstellt.

Final del extracto de 80 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Klassenrat: Wie Demokratie in der Schule erfahrbar gemacht werden kann
Universidad
University of Würzburg
Calificación
sehr gut
Autor
Christoph Hippeli (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
80
No. de catálogo
V47866
ISBN (Ebook)
9783638447157
ISBN (Libro)
9783638708197
Idioma
Alemán
Etiqueta
Klassenrat Demokratie Schule
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christoph Hippeli (Autor), 2005, Der Klassenrat: Wie Demokratie in der Schule erfahrbar gemacht werden kann, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47866
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