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Das Berufsbildungssystem Finnlands

Titre: Das Berufsbildungssystem Finnlands

Dossier / Travail , 2005 , 13 Pages , Note: 2

Autor:in: Alex Weber (Auteur), Konrad Pluciennik (Auteur)

Pédagogie - Education de la profession, Formation professionnelle
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Einleitung

Die Motivation uns mit dem Bildungssystem Finnlands auseinanderzusetzen, beruht auf der Tatsache, dass es im internationalen Vergleich als relativ fortschrittlich an gesehen wird, denn zusammen mit Korea hat Finnland in der PISA Studie unter den OECD Ländern besonders gut abgeschnitten 1. Dies kann jedoch nicht allein als Indikator für die Qualität des beruflichen Aus - und Weiterbildungssystems gesehen werden, da die Wirtschaftslage des Landes im Norden, das mit einer Gesamtfläche von 338 000 km² zu einem der größten Länder Europas 2 zählt, mit einer seit einigen Jahren stabilen Arbeitslosenquote von 9% zu kämpfen hat 3. „Finnland ist das sechstgrößte Land in Europa und mit knapp 5,2 Mio. Ew. recht dünn besiedelt.“4 Aus dieser geografisch en Gegebenheit bzw. der kargen Natur von der sie umgeben sind, kristallisierte sich eine typische Charaktereigenschaft im kollektiven Bewusstsein der Finnen, die sie selbst „sisu“ nennen heraus. „Sisu“ kann man als Durchhaltevermögen in allen Lebensumständen verstehen. 5 Durchhaltevermögen wird an jedem Arbeitsplatz benötigt und ist zu einem guten Teil für das gelingen von Bildungsmaßnahmen verantwortlich. Ziel dieser Arbeit ist jedoch nicht der Nachweis von „sisu“, sondern die systematische Analyse des finnischen Berufsbildungssystems.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichte des Bildungssystems

2.1 Die Erstausbildung

2.2 Die Erwachsenenbildung

2.3 Die Fachhochschulen

2.4 Die Universitäten

2.5 Zusammenfassung

3. Struktur des heutigen Berufsbildungssystems

3.1 Die berufliche Erstausbildung Jugendlicher

3.2 Die Erwachsenenbildung

3.3 Die Fachhochschulen

3.4 Die Universitäten

4. Besonderheiten des Berufsbildungssystems

Zielsetzung und Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die systematische Analyse des finnischen Berufsbildungssystems, um dessen Struktur, historische Entwicklung und Besonderheiten im internationalen Vergleich darzustellen.

  • Historische Genese des finnischen Bildungswesens
  • Struktur der beruflichen Erstausbildung für Jugendliche
  • Systematik und Flexibilität der Erwachsenenbildung
  • Rolle und Funktion von Fachhochschulen und Universitäten
  • Qualitätsmanagement und berufliche Flexibilität im finnischen Modell

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Erstausbildung

„Die Anfänge des beruflichen Bildungswesens in Finnland gehen bis ins Jahr 1752 zurück, in dem die erste Spinnereischule gegründet wurde. Die frühen beruflichen Schulen boten in erster Linie allgemeinbildenden Unterricht an; berufliche Kenntnisse wurden kaum vermittelt.“9 Im 19. Jahrhundert wurde dann, um den Anforderungen der Industrialisierung gerecht zu werden, die berufliche Ausbildung eingeführt. Die ersten beruflichen Schulen, die auch berufliche Inhalte vermittelten „waren die Sonntagsschulen zur Ausbildung von Lehrlingen im Handwerk, eine im Jahr 1838 gegründete Handelsschule und eine Landwirtschaftsschule, die im Jahr 1840 gegründet wurden.“10 Fast 40 Jahre später, nämlich „1879 wurde die allgemeine Handels- und Gewerbefreiheit gesetzlich verankert.“11 Durch diese neue Freiheit verloren die Zünfte und Innungen, die das Ausbildungswesen seit dem Mittelalter kontrollierten, ihre Macht. Durch die Industrialisierung stieg der Bedarf an Fachkräften, der durch zahlreiche neue Handels- und Gewerbeschulen gedeckt wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Motivation für die Untersuchung des finnischen Systems und definiert das Ziel der systematischen Analyse des Berufsbildungssystems.

2. Geschichte des Bildungssystems: Dieses Kapitel betrachtet die historischen Wurzeln des finnischen Bildungswesens von der Zeit der Kreuzzüge bis zu den umfassenden Reformen des späten 20. Jahrhunderts.

3. Struktur des heutigen Berufsbildungssystems: Hier wird der aktuelle Aufbau des Systems in vier Hauptbereiche unterteilt und detailliert analysiert.

4. Besonderheiten des Berufsbildungssystems: In diesem Abschnitt werden die spezifischen Merkmale, wie die hohe Flexibilität durch Modularisierung und die Bedeutung der Berufsberatung, herausgearbeitet.

Schlüsselwörter

Berufsbildung, Finnland, Erstausbildung, Erwachsenenbildung, Fachhochschulen, Universitäten, Bildungssystem, PISA-Studie, Modularisierung, Bildungsreform, Sisu, Anrechnungspunkte, lebenslanges Lernen, berufliche Flexibilität, Bildungsqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer detaillierten Untersuchung und Analyse des finnischen Berufsbildungssystems sowie dessen historischer und struktureller Entwicklung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit deckt die historische Entwicklung des Bildungswesens, die Struktur der beruflichen Erstausbildung, das System der Erwachsenenbildung sowie die Rolle der tertiären Bildungseinrichtungen (Fachhochschulen und Universitäten) ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine systematische Analyse des finnischen Berufsbildungssystems, um zu verstehen, wie das Land trotz seiner spezifischen geografischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten ein so fortschrittliches Bildungssystem entwickeln konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene Quellen wie offizielle Bildungsberichte, historische Aufzeichnungen und internationale Vergleichsstudien (wie die PISA-Studie) auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Herleitung des Systems, die detaillierte Beschreibung der aktuellen Strukturen der Erst- und Weiterbildung sowie die Identifizierung spezifischer Besonderheiten des finnischen Modells.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Berufsbildung, Modularisierung, berufliche Erstausbildung, lebenslanges Lernen und Flexibilität.

Welche Rolle spielt die "Sisu" in der finnischen Bildung?

„Sisu“, das finnische Konzept für Durchhaltevermögen in allen Lebenslagen, wird in der Einleitung als kulturelle Eigenschaft genannt, die auch zur erfolgreichen Umsetzung und Bewältigung von Bildungsmaßnahmen beiträgt.

Was zeichnet die Fachhochschulen (AMK-Einrichtungen) in Finnland aus?

Die finnischen Fachhochschulen dienen der Versorgung der Wirtschaft mit Expertenwissen, bieten eine praxisorientierte Ausbildung mit einem hohen Anteil an Anrechnungspunkten für die Arbeitswelt und unterliegen seit 2005 einer Anpassung an die Bachelor- und Masterstruktur.

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Résumé des informations

Titre
Das Berufsbildungssystem Finnlands
Université
University of Wuppertal
Cours
Berufsbildung im internationalen Vergleich
Note
2
Auteurs
Alex Weber (Auteur), Konrad Pluciennik (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
13
N° de catalogue
V47889
ISBN (ebook)
9783638447348
ISBN (Livre)
9783638764193
Langue
allemand
mots-clé
Berufsbildungssystem Finnlands Berufsbildung Vergleich
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Alex Weber (Auteur), Konrad Pluciennik (Auteur), 2005, Das Berufsbildungssystem Finnlands, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47889
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