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Standortwahl aufgrund gesamtwirtschaftlicher Steuer- und Abgabenquoten

Title: Standortwahl aufgrund gesamtwirtschaftlicher Steuer- und Abgabenquoten

Seminar Paper , 2004 , 23 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Dipl.-Kfm. Alexander Hesse (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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„In den Ländern, Kreisen und Gemeinden muß das Volk eine Vertretung haben, die aus allgemeinen, unmittelbaren, freien, gleichen und geheimen Wahlen hervorgegangen ist.“ 1 Dennoch verzichten zunehmend mehr Menschen freiwillig auf ihr Mitbestimmungsrecht in Form der Stimmabgabe. In der Bundesrepublik Deutschland ist seit Mitte der Achtziger Jahre ein Rückgang der Wahlbeteiligung auf allen politischen Ebenen, von Landtags- bis hin zu Bundestagswahlen zu verzeichnen 2 . Hier entwickelte sich ein neuer Aufgabenbereich für die deutsche Wahlforschung, die bis dahin mit einer im europaweiten Vergleich überdurchschnittlich hohen Wahldisziplin rechnen konnte 3 . Zu der Kernfrage wer wen aus welchem Grund wählt, kam die Frage hinzu wer nicht wählt und wie er dies begründet. „Bisherige Ergebnisse über die Nichtwähler“, so urteilt Kleinhenz, „sind mehr als zufälliges Abfallprodukt politikwissenschaftlicher Untersuchung anzusehen“ 4 .

Im Zuge der Ausdifferenzierung politikwissenschaftlicher und wahlsoziologischer Erklärungsansätze zu diesem Phänomen gewann so eine Theorie an Bedeutung, die zuvor überwiegend in der amerikanischen Politikwissenschaft Anerkennung gefunden hatte. Die Rational-Choice-Theorie, angewendet auf das (Nicht-) Wählerverhalten im Rahmen der ökonomischen Politiktheorie von Anthony Downs, beschreibt die Wahlentscheidung als eine auf dem individuellen Kosten-Nutzen-Kalkül basierende Überlegung. Dadurch hebt sie sich deutlich von den rein makrosoziologischen Ansätzen ab, die politische Partizipation in einen „sozial- und politikgeschichtlichen Erklärungszusammenhang“ 5 stellen und, wie zum Beispiel bei der Cleavage- Theorie von Lipset und Rokkan, von gesamtgesellschaftlichen Strukturen als Ursache für den Wahlverzicht ausgehen. Darüber hinaus bietet die Rational-Choice-Theorie, im Gegensatz zu sozialstrukturellen Ansätzen wie der Wertewandel- oder Dealignment-These 6 , einen Erklärungsansatz, der mehrere und auch kurzfristige Entscheidungsfaktoren einbezieht 7 .

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Einordnung der Methode in die Systematik von Steuerbelastungsvergleichen

2. 1. Maßgrößen der Unternehmenssteuerbelastung

2. 2. Methoden zur Messung der Unternehmensbelastung

3. Methode der Steuerbelastungsvergleiche mittels Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnung

3. 1. Grundsätzliches der VGR

3. 2. Ermittlung des Einkommens aus Unternehmertätigkeit und Vermögen

4. Bewertung

4. 1. Fehlerquellen und Kritik

4. 2. Beurteilung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Ziel dieser Arbeit ist es, die Methode der Messung der Unternehmenssteuerbelastung anhand gesamtwirtschaftlicher Steuerquoten darzustellen und kritisch zu beurteilen, um ihren Aussagewert für Standortentscheidungen zu bewerten.

  • Methodische Einordnung von Steuerbelastungsvergleichen
  • Anwendung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) zur Steuerquotenermittlung
  • Analyse von Fehlerquellen bei der Berechnung gesamtwirtschaftlicher Steuerbelastungen
  • Diskussion der Eignung vergangenheitsorientierter Daten für zukunftsgerichtete Investitionsentscheidungen
  • Betrachtung der steuerlichen Belastung von Kapital- und Personengesellschaften

Auszug aus dem Buch

1. Problemstellung

Will ein Investor eine neue Unternehmung gründen oder macht er sich Gedanken über eine Zweigstelle seiner bisherigen Firma, so wird dieser versuchen, anhand geeigneten Datenmaterials eine Antwort auf die Frage zu finden, inwieweit seine Entscheidungen Einfluß auf die Besteuerung jener Unternehmung oder Zweigstelle haben. Er steht also vor dem Problem der Standortwahl. Doch niemand wird sich nur wegen niedriger Steuerquoten an einem Standort engagieren. Es ist zwar nahezu jede unternehmerische Entscheidung von der Besteuerung betroffen, doch neben der Infrastruktur, dem Lohn- und Ausbildungsniveau, der Arbeitsproduktivität, der Intensität und Qualität staatlicher Regulierungen usw. ist es nur ein Faktor, der die internationale Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens bestimmt. Bei diesen außersteuerlichen Faktoren schneidet Deutschland im Vergleich sogar durchaus positiv ab.

Bei dem Problem der Standortwahl auf Tarifsteuersätze zurückzugreifen ist zwar die einfachste Variante, der eingangs gestellten Frage nachzugehen, gibt aber, wie wir weiter unten sehen werden, nur erste Anhaltspunkte über die Belastung, die effektiv von der Unternehmung zu zahlen ist.

Ziel dieser Arbeit wird es sein, eine der vielfältigen Methoden zur Messung der Unternehmenssteuerbelastung, genauer: die Messung anhand von gesamtwirtschaftlichen Steuerquoten, darzustellen und zu beurteilen. Auf die damit einhergehende Abgabenquote wird hier nur kurz im letzten Kapitel eingegangen. Nach der Einordnung in die Systematik von Steuerbelastungsvergleichen (2. Kapitel), wird die Methode mittels VGR zunächst einmal vorgestellt (3. Kapitel), bevor auf sie und ihre Fehlerquellen näher eingegangen (4. Kapitel) und diese einer kritischen Beurteilung unterzogen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Standortwahl ein und umreißt das Ziel der Arbeit, die Messung der Unternehmenssteuerbelastung anhand gesamtwirtschaftlicher Steuerquoten kritisch zu analysieren.

2. Einordnung der Methode in die Systematik von Steuerbelastungsvergleichen: Hier erfolgt eine Differenzierung zwischen nominalen und effektiven Steuerbelastungen sowie eine Abgrenzung verschiedener Messmethoden.

3. Methode der Steuerbelastungsvergleiche mittels Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnung: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der VGR und zeigt auf, wie das Einkommen aus Unternehmertätigkeit und Vermögen für steuerliche Analysen ermittelt wird.

4. Bewertung: Das abschließende Kapitel diskutiert die methodischen Schwächen und Fehlerquellen bei der Verwendung der VGR zur Steuerquotenbestimmung und kommt zu einer kritischen Beurteilung ihrer Aussagekraft.

Schlüsselwörter

Standortwahl, Unternehmenssteuerbelastung, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, VGR, Steuerquote, Abgabenquote, effektive Steuerbelastung, Bruttowertschöpfung, Unternehmensgewinne, Steueraufkommen, Grenzsteuerbelastung, Fehlerquellen, Kapitalgesellschaften, Personengesellschaften, Standort Deutschland.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Methode der Ermittlung der Unternehmenssteuerbelastung anhand gesamtwirtschaftlicher Daten und deren Eignung für Standortentscheidungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR), die Systematik der Steuerbelastungsvergleiche sowie eine kritische Analyse von Fehlerquellen bei der Berechnung effektiver Steuerquoten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Messung der Steuerbelastung mittels gesamtwirtschaftlicher Steuerquoten darzustellen und auf ihre Aussagekraft für Investoren hin zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und methodische Reflexion der VGR-Daten sowie deren Vergleich mit einzelwirtschaftlichen Erkenntnissen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Einordnung von Steuerbelastungsbegriffen, die Vorstellung der VGR als Messinstrument sowie eine detaillierte Fehleranalyse und kritische Beurteilung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Steuerbelastungsvergleich, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Unternehmenssteuern, Standortwettbewerb und effektive Steuerquote.

Warum sind gesamtwirtschaftliche Steuerquoten für Investoren oft problematisch?

Da sie vergangenheitsorientierte Durchschnittswerte darstellen und methodische Verzerrungen enthalten können, sind sie für zukunftsorientierte, spezifische Investitionsentscheidungen nur begrenzt aussagekräftig.

Wie unterscheidet sich die VGR von der betrieblichen Gewinnermittlung?

Die VGR greift auf verschiedene aggregierte Statistiken zurück, während das betriebliche Rechnungswesen direkt auf den spezifischen Daten des Unternehmens basiert.

Welche Rolle spielt die Unterscheidung zwischen Kapital- und Personengesellschaften?

Sie ist entscheidend, da das Steueraufkommen in der VGR bei Personenunternehmen oft nicht vollständig erfasst wird, was zu Verzerrungen der Steuerquoten führen kann.

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Details

Title
Standortwahl aufgrund gesamtwirtschaftlicher Steuer- und Abgabenquoten
College
Technical University of Chemnitz
Grade
2,3
Author
Dipl.-Kfm. Alexander Hesse (Author)
Publication Year
2004
Pages
23
Catalog Number
V47970
ISBN (eBook)
9783638447942
Language
German
Tags
Standortwahl Steuer- Abgabenquoten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Kfm. Alexander Hesse (Author), 2004, Standortwahl aufgrund gesamtwirtschaftlicher Steuer- und Abgabenquoten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47970
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