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Macht und Gewalt in der Pädagogik. Eine Annäherung an die Problematik der Legitimation von Gewalt

Title: Macht und Gewalt in der Pädagogik. Eine Annäherung an die Problematik der Legitimation von Gewalt

Term Paper (Advanced seminar) , 2019 , 13 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Julia Titze (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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Diese Hausarbeit thematisiert das Machtproblem in der Sozialen Arbeit und wurde 2019 im Rahmen des Seminars "Anspruch Allgemeiner Pädagogik" eingereicht.

Im Rahmen des Seminars wurde sich unter anderem mit der Literatur Dietrich Benners "Allgemeine Pädagogik" auseinandergesetzt. Im Rahmen dieser Hausarbeit möchte ich die Thematik pädagogischer Gewalt und Macht aufgreifen und mich neben einer Begriffsdefinition mit dem historischen Kontext und Wandel der Einstellung auseinandersetzen.

Auf Grund des gesetzten Rahmens ist es leider nicht möglich das Thema in seiner Gänze aufzugreifen, jedoch in seinen Grundzügen und so eine Annäherung an die Thematik zu schaffen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung

3. Standpunkte der pädagogischen Gewalt und Macht

4. Einführung in die Historie

5. Chancen und Möglichkeiten

6. Fazit und Ausblick

7. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der komplexen Problematik von Macht und Gewalt in pädagogischen Kontexten auseinander. Ziel ist es, ausgehend von einer Begriffsdefinition, den historischen Wandel der Einstellung gegenüber pädagogischer Gewalt sowie die Möglichkeiten und Grenzen ihrer Legitimation aufzuzeigen.

  • Grundlegende Definition von pädagogischer Gewalt und Macht
  • Differenzierung zwischen zulässiger und unzulässiger pädagogischer Einwirkung
  • Historische Betrachtung des Machtgefälles in der Erziehung (Aristoteles, Hegel, Kant)
  • Erarbeitung der Legitimationskriterien nach Herbart
  • Analyse der notwendigen Bedingungen für pädagogisches Handeln

Auszug aus dem Buch

3. Standpunkte der pädagogischen Gewalt und Macht

Der pädagogischen Macht und Gewaltverhältnisse liegt seit je her eine immer wieder aufgegriffene Diskussion zu Grunde. Die hier vertretenen Meinungen lassen sich hier zwei Positionen zuordnen. Zum einen gibt es die Vertreter der Seite, die Gewalt in der der pädagogischen Arbeit strikt Ablehnen und die „den grundsätzlichen Verzicht auf gewaltsame Maßnahmen zur einzig legitimen Maxime pädagogischen Handelns“ (vgl. Benner 1987, S. 211) anerkennen.

Die andere Position wird von all derer vertreten, die „Herrschaft“ in der pädagogischen Praxis als legitim ansehen und die Meinung vertreten, dass Bildung nur dann stattfinden kann, wenn vorher auch Erziehung vollzogen wurde.

Die beiden Positionen „bekämpfen einander, indem sie sich als antiautoritäre und autoritäre Weise pädagogischen Handels diffamieren“ (vgl. Benner 1987, S. 211). Antiautoritär beschreibt in diesem Fall die Sichtweise, dass keine Autorität vom Willen des Kindes anerkannt wird, autoritär hingegen, sieht nur den Willen des Erwachsenen und der Gesellschaft als vernünftig an und fordert eine Unterwerfung und Anpassung des kindlichen Willens.

Letztendlich beschäftigen sich beide Positionen aber nicht mit der eigentlichen Problemstellung der Legitimation von Gewalt, sondern beziehen sich nur auf die Notwendigkeit oder Möglichkeit von Gewalt in pädagogischem Handeln. Die von Kant schon 1803 gestellte Frage „Wie kultiviere ich die Freiheit bei dem Zwange?“ kann so nicht beantwortete werden. Hierfür müsste zu aller erste die „pädagogische Gewalt“ von der anderen Formen der Gewalt abgegrenzt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Hausarbeit ab und begründet die Auswahl des Themas innerhalb des Seminars.

2. Begriffsbestimmung: Es wird eine grundlegende Definition von pädagogischer Macht und Gewalt vorgenommen und zwischen zulässigen und unzulässigen Handlungsformen unterschieden.

3. Standpunkte der pädagogischen Gewalt und Macht: Dieses Kapitel gegenüberstellt die autoritären und antiautoritären Positionen im pädagogischen Diskurs.

4. Einführung in die Historie: Die historische Entwicklung der Ansichten von Aristoteles über Hegel bis hin zu Kant wird analysiert, um den Wandel des pädagogischen Machtverständnisses aufzuzeigen.

5. Chancen und Möglichkeiten: Der Fokus liegt hier auf den Legitimationsbedingungen pädagogischer Gewalt nach Herbart und den Prinzipien für ein verantwortungsvolles pädagogisches Handeln.

6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentrale Erkenntnis zusammen, dass sich das Verständnis von Macht in der Erziehung stetig gewandelt hat, und gibt Impulse für weiterführende Fragestellungen.

7. Literatur: Dieses Kapitel listet die verwendeten Quellen der Arbeit auf.

Schlüsselwörter

Pädagogik, Macht, Gewalt, Legitimation, Erziehung, Kindesrechte, Aufsichtsmacht, Handlungsspielraum, pädagogische Verantwortung, Kant, Hegel, Herbart, Mündigkeit, Grenzsituationen, Gewaltverzicht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Spannungsfeld von Macht und Gewalt in der Erziehung und der Frage, unter welchen Umständen pädagogische Gewalt legitimiert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung pädagogischer Machtverhältnisse, die Unterscheidung zwischen zulässigem Eingriff und Gewalt sowie die pädagogischen Kriterien für ein verantwortungsvolles Handeln.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist eine Annäherung an die Problematik der Legitimation von Gewalt, um zu verstehen, wie pädagogisches Handeln zwischen Zwang und Freiheit gelingen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine systematische Literaturanalyse, primär basierend auf den Ausführungen von Dietrich Benner zur allgemeinen Pädagogik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Ansätze bei Aristoteles, Hegel und Kant sowie die praktischen Handlungsansätze nach Herbart.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Pädagogik, Macht, Gewalt, Legitimation, Erziehung und Mündigkeit sind die zentralen Begriffe.

Was versteht man unter Herbarts Begriff der "negativen pädagogischen Gewalt"?

Dabei handelt es sich um vier spezifische Maßnahmen (Drohung, Aufsicht, Autorität, Liebe), die den Willen des Kindes nicht brechen sollen, sondern sicherheitsrelevante Grenzen definieren.

Warum betont die Autorin die Unterscheidung zwischen "Kindesrechtseingriff" und "Kindesrechtsverletzung"?

Diese Differenzierung ist notwendig, um pädagogisch notwendige Grenzsetzungen zur Gefahrenabwehr von moralisch nicht vertretbaren Gewalttaten abzugrenzen.

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Details

Title
Macht und Gewalt in der Pädagogik. Eine Annäherung an die Problematik der Legitimation von Gewalt
College
TU Dortmund
Grade
2,3
Author
Julia Titze (Author)
Publication Year
2019
Pages
13
Catalog Number
V484043
ISBN (eBook)
9783668972018
ISBN (Book)
9783668972025
Language
German
Tags
macht gewalt pädagogik eine annäherung problematik legitimation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Titze (Author), 2019, Macht und Gewalt in der Pädagogik. Eine Annäherung an die Problematik der Legitimation von Gewalt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/484043
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