Partizipation aus ökonomischer Sicht: ein kurzer Überblick


Referat (Ausarbeitung), 2003

15 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zwei mögliche Ansätze für die ökonomische Betrachtung von Partizipationen in Unternehmungen
2.1 Der Transaktionskostenökonomische Ansatz
2.2 Aus der Sicht des Human Resource Management
2.2.1 Die Grundzüge des Human Resource Management
2.2.2 Partizipation aus der Sicht des Human Resource Management
2.2.2.1 Der psychologische Vertrag
2.2.2.2 Der Begriff Commitment

3. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In der heutigen Wirtschaft ist ein Wandel in den Unternehmungen erkennbar. Dieser Wandel, hervorgerufen durch den globalen Wettbewerb und dem Bedeutungszuwachs der Informations- und Telekommunikationstechnologie lässt sich innerhalb der Wirtschaft deutlich machen.

Die Attraktivität der Unternehmungen als Arbeitgeber für Fach- und Führungskräfte muss gewährleistet sein, um sich auf dem globalen Weltmarkt etablieren zu können. Die Mitarbeiterbeteiligung spielt in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle, auch wenn es darum geht, einen Bestand an qualifizierten Arbeitskräften zu halten und zukünftig auszubauen.

Neben diesem Aspekt spielt die Mitarbeiterbeteiligung, vor allem auch die immaterielle Beteiligung, im ökonomischen Bereich innerhalb der Unternehmungen eine bedeutende Rolle, worauf ich hier anschließend in einigen Aspekten vertiefend eingehen möchte. Leider sind die Formen der immateriellen Beteiligung in Bezug auf die Ergebnisse noch nicht so umfangreich untersucht und werden oft in der Literatur als weitere Forschungsschwerpunkte angegeben, wie auch bei Kraft/Brüggelambert(1999) deutlich wird. Danach „…sind ökonomische Untersuchungen zur Problematik immaterieller Formen der Arbeitnehmerpartizipation eher unterpräsentiert“[1]

Ziel solcher Beteiligungsformen in den Unternehmungen ist es, den Wünschen nach Selbstverwirklichung in der Arbeit gerecht zu werden. Ferner soll bei dem Beschäftigten eine höhere Motivation und damit verbunden eine höhere Leistungsbereitschaft erzielt werden.

Um die Partizipation in Unternehmungen aus ökonomischer Perspektive zu betrachten gibt es in der Forschung grundsätzlich zwei verschiedene Betrachtungsweisen. Ich werde in der nachfolgenden Arbeit beide dieser Betrachtungsweisen ansprechen, allerdings nur auf eine vertieft, mit weiteren Betrachtungen und Ansichten, eingehen.

2. Zwei mögliche Ansätze für die ökonomische Betrachtung von Partizipationen in Unternehmungen

Mit der Betrachtung von Partizipationen von Mitarbeitern in Unternehmungen aus ökonomischer Sicht lassen sich mit Hilfe der Literatur zwei verschiedene Herangehensweisen verdeutlichen.

Kieser(2001) und Sundermeier(1992) beschäftigen sich im Rahmen der Organisationstheorie mit der Transaktionskostenökonomische Analyse, einem Ansatz den ich im Anschluss in einer kurzen Beschreibung darstellen möchte.

Im Schwerpunkt möchte ich auf die Betrachtung mit Hilfe des klassischen Human Resource Management eingehen. Wichtige Vertreter dieser Betrachtungsweise aus der Literatur, auf die ich mich in meiner Bearbeitung bezogen habe, sind Domsch(1995), Staehle(1992) und Ridder(2001).

2.1 Der Transaktionskostenökonomische Ansatz

Der Transaktionskostenökonomische Ansatz im Rahmen der Organisationstheorie betrachtet nach Sundermeier drei Instrumente der immaterielle Mitarbeiterbeteiligung. Diese drei Instrumente sind die Dezentralisierung, Delegation und die Partizipation, „…wobei die Dezentralisierung bis zu einem gewissen Grad als Voraussetzung für die beiden anderen Variablen zu betrachten ist.“[2]

Die Dezentralisierung beschreibt die Bildung von Organisationsbereichen oder auch Arbeitsgruppen mit selbstständiger Verantwortung innerhalb des Unternehmens.

Demgegenüber ist die Delegation die Übertragung von Aufgabenbereichen an einen Mitarbeiter, wobei für diesen Bereich er selbständige Entscheidungsfreiheit erhält. Damit ist die Delegation eine Form der Entscheidungsbeteiligung, da ein Aufgabenbereich von einer höheren Führungsebene an den Mitarbeiter abgegeben wurde.

Die Partizipation ist die Mitwirkung und Mitsprache der Mitarbeiter an Entscheidungsprozessen innerhalb des Unternehmens. Dabei wird die Betrachtung hier vor allem auf die über die gesetzlichen Mitspracherechte hinausgehende Mitwirkung gelegt.

Diese drei Instrumente der Mitarbeiterbeteiligung werden aus der Perspektive betrachtet, inwieweit sich durch diese Maßnahmen innerhalb der Unternehmung Kosten, wie Informationskosten, Entscheidungskosten, Kontrollkosten, oder alle auch als Transaktionskosten bezeichnet, senken lassen.

Das bedeutet, dass durch Maßnahmen in Form von institutionellen Arrangements im Unternehmen nicht der Mitarbeiter selbst betrachtet wird, sondern eher nur seine Einbindung innerhalb des Unternehmens. Diese Arten der Strukturierungen mit Hilfe von Formen der immateriellen Mitarbeiterbeteiligung sollen zu einer Senkung der Transaktionskosten führen. Diese Senkung der Kosten soll sich durch Verkürzung von Informationswegen oder in dem Wegfall von nicht benötigten Kontrollinstanzen etc. widerspiegeln.

„Partizipation kann als Mittel zur Reduzierung vertikal gerichteter Transaktionen mit illegitimen Effekten betrachtet werden, da Entscheidungsträger am Zielbildungsprozess beteiligt sind und ihre Kompetenz und Ansicht mit einbringen können.“[3]

Ziel soll es aber nicht sein, die Betrachtung des Transaktionskostenökonomischen Ansatzes weiter auszuführen.

[...]


[1] Kraft, K./Brüggelambert, G.: Empirie statt Ideologie: Die EU-Politik zur Mitbestimmung aus ökonomischer Sicht, Aus: Essener Unikate 12/1999, S. 63

[2] Sundermeier, B.: Mitarbeiterbeteiligung: Eine transaktionskostenökonomische Analyse, München 1992; S. 113

[3] Sundermeier, B.: Mitarbeiterbeteiligung: Eine transaktionskostenökonomische Analyse, München 1992; S. 129

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Partizipation aus ökonomischer Sicht: ein kurzer Überblick
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Veranstaltung
Partizipation in Unternehmungen
Note
2,3
Autor
Jahr
2003
Seiten
15
Katalognummer
V48412
ISBN (eBook)
9783638451307
Dateigröße
448 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Partizipation, Sicht, Unternehmungen
Arbeit zitieren
Heiko Fischer (Autor), 2003, Partizipation aus ökonomischer Sicht: ein kurzer Überblick, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48412

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