In dieser Fallstudie wird eine finanzwirtschaftliche Analyse des Jahresabschlusses 2017 der Merck KGaA durchgeführt. Die finanzwirtschaftliche Analyse besteht aus der Vermögensstrukturanalyse, Kapitalstrukturanalyse und der Rentabilitätsanalyse. Die Merck KGaA ist eine der großen drei deutschen Pharmakonzerne mit Sitz in Deutschland. Diese Tatsache entwickelt die Frage "Wie steht die Merck KGaA zum Wettbewerb?".
Als Vergleichsunternehmen wurden die Wettbewerber Bayer AG und Stada AG gewählt. Darüber hinaus ist es von Bedeutung, die Unternehmensform KGaA zu erläutern. Die Merck KGaA ist eine unübliche Unternehmensform. Die Kommanditgesellschaft auf Aktien ist keine gängige Rechtsform im deutschen Aktienindex. Aus diesem Grund eröffnet sich eine weitere Forschungsfrage, "Was ist eine KGaA und hat es Vorteile gegenüber einer AG?".
Diese Forschungsfrage wird im theoretischen Teil der Fallstudie bearbeitet, kritisch betrachtet und mit einem Zwischenfazit gewürdigt. Die Forschungsfragen zur finanzwirtschaftlichen Analyse werden auf Basis der vorhandenen Fachliteratur beantwortet. Dazu werden eine Auswertung und Analyse, der vorhandenen Konzernabschlüsse, des Konzernanhangs und des Konzernlageberichtes durchgeführt. Dies ist notwendig, um den Vergleich der relevanten Kennzahlen der Merck KGaA, Stada AG und Bayer AG abzuleiten.
Der Umfang dieser Arbeit ist begrenzt. Demnach werden die bilanzpolitischen Spielräume im Sinne des IFRS nicht berücksichtigt. Eine grundsätzliche Vergleichbarkeit auf Basis der IFRS-Abschlüsse ist gegeben. Im Anschluss dieser Auswertung wird eine Beurteilung und Bewertung der vorhandenen Kennzahlen durchgeführt. Abschließend werden eine Handlungsempfehlung und ein zusammenfassendes Gesamturteil abgegeben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Überblick Merck KGaA
2.1 Das Unternehmen Merck
2.2 Merck KGaA Unternehmensbereiche
3. Definition KGaA
3.1 Vorteile KGaA
3.2 Nachteile KGaA
4. Zwischenfazit
5. Finanzwirtschaftliche Analyse
5.1 Grenzen der finanzwirtschaftlichen Analyse
5.2 Vermögenstrukturanalyse
5.2.1 Anlagenintensität
5.2.2 Umlaufintensität
5.3 Kapitalstrukturanalyse
5.3.1 Anlagendeckung
5.3.2 Eigenkapitalquote
5.3.3 Fremdkapitalquote
5.3.4 Verschuldungsgrad
5.4 Rentabilitätsanalyse
5.4.1 Eigenkapitalrentabilität
5.4.2 Gesamtkapitalrentabilität
5.4.3 Umsatzrentabilität
5.4.4 Kapitalumschlag
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Fallstudie ist die Durchführung einer fundierten finanzwirtschaftlichen Analyse der Merck KGaA auf Basis des Jahresabschlusses 2017 im direkten Wettbewerbsvergleich mit den Unternehmen Bayer AG und Stada AG, um deren finanzielle Lage und Stabilität zu bewerten und die Besonderheiten der Rechtsform KGaA kritisch zu hinterfragen.
- Finanzwirtschaftliche Analyse (Vermögen-, Kapitalstruktur- und Rentabilitätsanalyse)
- Vergleichende Analyse der Kennzahlen zwischen Merck KGaA, Bayer AG und Stada AG
- Erläuterung und Bewertung der Rechtsform Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA)
- Untersuchung der Bilanzstruktur unter Berücksichtigung von IFRS-Standards
- Ableitung einer Handlungsempfehlung und eines Gesamturteils
Auszug aus dem Buch
5.2 Vermögenstrukturanalyse
Die Hauptaufgabe der Vermögenstrukturanalyse ist die Betrachtung der Zusammensetzung einzelner Vermögensteile, sowie die Dauer der Vermögensbindung. Diese Betrachtung ist eine reine vertikale Betrachtung der Aktivseite.
Es werden das Anlage-, Umlauf-, und Gesamtvermögen einer Unternehmung betrachtet und in Relation zueinander gesetzt. Die Geschwindigkeit mit denen Vermögensteile in monetäre Mittel umgewandelt werden ist für den Kapitalbedarf und die finanzielle Stabilität einer Unternehmung von hoher Bedeutung. Es gilt zu beachten, dass eine Betrachtung branchenspezifisch erfolgen sollte.
5.2.1 Anlagenintensität
Die Anlagenintensität stellt das Verhältnis zwischen Anlage- und Gesamtvermögen dar.
Die folgende Formel gilt als Berechnungsgrundlage der Anlagenintensität:
Formel 1: Anlagenintensität
Anlagenintensität = Anlagevermögen / Gesamtvermögen *100
Ein hohes Anlagevermögen bringt eine gewisse Inflexibilität mit sich, da bei einer negativen Unternehmensentwicklung, die Verringerung des Anlagevermögens nur schwerlich vorgenommen werden kann. Eine weitere Problematik liegt in den eventuell hohen Fixkosten einer Unternehmung. Denn nicht voll ausgeschöpfte Kapazitäten können weitere finanzielle Belastungen beinhalten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Fallstudie dient der finanzwirtschaftlichen Analyse der Merck KGaA und setzt diese in Relation zu den Wettbewerbern Bayer AG und Stada AG, während gleichzeitig die spezifische Unternehmensform der KGaA betrachtet wird.
2. Überblick Merck KGaA: Dieses Kapitel liefert ein grundlegendes Verständnis über das Unternehmen Merck, seine Historie sowie die wesentlichen Unternehmensbereiche Healthcare, Life Science und Performance Materials.
3. Definition KGaA: Hier wird die Rechtsform der Kommanditgesellschaft auf Aktien detailliert erläutert und deren spezifische Vor- und Nachteile in Bezug auf Fremdkapitalaufnahme und Familienbindung herausgearbeitet.
4. Zwischenfazit: Es wird resümiert, dass die KGaA insbesondere für familiengeführte Unternehmen attraktiv ist, da sie die Kapitalbeschaffung erleichtert und gleichzeitig den Einfluss familienfremder Aktionäre begrenzt.
5. Finanzwirtschaftliche Analyse: Dieser Hauptteil widmet sich der systematischen Untersuchung der Bilanzkennzahlen, gegliedert in Vermögenstrukturanalyse, Kapitalstrukturanalyse und Rentabilitätsanalyse, unter Berücksichtigung der IFRS-Standards.
6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der finanziellen Lage der Merck KGaA, welche insgesamt als solide und stabil beurteilt wird.
Schlüsselwörter
Merck KGaA, Finanzwirtschaftliche Analyse, Jahresabschluss, Bayer AG, Stada AG, KGaA, Unternehmensfinanzierung, IFRS, Anlagenintensität, Kapitalstruktur, Rentabilitätsanalyse, Kennzahlenvergleich, Bilanzanalyse, Pharmaindustrie, Familienunternehmen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Fallstudie grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die finanzielle Lage der Merck KGaA anhand des Jahresabschlusses 2017 durch verschiedene Bilanzkennzahlen im Vergleich zu den Wettbewerbern Bayer AG und Stada AG.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?
Die zentralen Themen sind die Vermögens-, Kapital- und Rentabilitätsanalyse sowie die kritische Würdigung der Unternehmensform der Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA).
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die finanzielle Stabilität der Merck KGaA zu bewerten und ein fundiertes Urteil über ihre Wettbewerbsposition im Vergleich zu relevanten Branchengrößen abzugeben.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine finanzwirtschaftliche Analyse mittels deskriptiver Kennzahlen aus Jahresabschlüssen, Konzernanhängen und Lageberichten nach IFRS-Standard durchgeführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Berechnung und Interpretation von Kennzahlen wie Anlagenintensität, Eigenkapitalquote, Verschuldungsgrad und verschiedene Rentabilitätskennziffern im Betriebsvergleich.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Finanzwirtschaftliche Analyse, Merck KGaA, Kennzahlenvergleich, Bilanzanalyse und Unternehmensform KGaA definiert.
Warum ist die Wahl der Rechtsform KGaA für Merck von Bedeutung?
Die KGaA erlaubt es Merck, eine breite Kapitalbasis wie eine AG zu nutzen, während die Gründerfamilie durch ihre Rolle als Komplementär weiterhin maßgeblichen unternehmerischen Einfluss behält.
Welche Rolle spielen die Kennzahlen für das Gesamtfazit?
Die Kennzahlen dienen als objektive Basis, um die finanzielle Stabilität der Merck KGaA zu untermauern und ihr eine solide Position im Vergleich zu Bayer und Stada zu attestieren.
- Citar trabajo
- Sebastian Wessoly (Autor), 2018, Unternehmensfinanzierung in der Merck KGaA, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/486549