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Nordirland. Ist die Einheit Irlands (noch) ein erstrebenswertes Ziel?

Titre: Nordirland. Ist die Einheit Irlands (noch) ein erstrebenswertes Ziel?

Dossier / Travail , 2007 , 16 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Anke Datemasch-Pankratz (Auteur)

Politique - Région: Europe de l'Ouest
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Mit der vorliegenden Arbeit sollen zunächst die Ursachen für den mehr als 800-jährigen Konflikt dargestellt werden, um dann zu untersuchen, ob die Einheit Irlands unter den gegebenen Voraussetzungen (noch) ein erstrebenswertes Ziel in der Konfliktlösung ist. Der Prozess, durch den Nordirland überwiegend protestantisch wurde, hatte verschiedene Bezeichnungen zu verschiedenen Zeiten: Invasion, Eroberung, Ansiedlung, Auswanderung. Seit der Teilung Irlands 1920 ging man inner- und außerhalb der Insel von der zentralen und allseits akzeptierten Annahme aus, dass die Wiedervereinigung von Nord und Süd dem Wunsch einer großen Mehrheit der Iren entspräche. Zu klären seien lediglich die Details ihrer Ausgestaltung. Sollte es eine föderale oder zentralistische Einheit mit dem irischen Freistaat sein oder doch lieber eine ausgehandelte Unabhängigkeit für Nordirland?

Die Diskussionen um den nordirischen Status zeigen vor allem eines: die Politik, die zu einer irischen Einheit führen könnte, ist komplex, multi-dimensional und variabel. Die zwei großen Fragen, die Irland seit dem 17. Jahrhundert beschäftigen, sind noch heute präsent – die interne Frage der Beziehungen zwischen Katholiken und Protestanten und die externe Frage der Beziehungen zwischen Irland und Großbritannien. Weder die katholische Minderheit im Norden noch die irische Gemeinschaft im allgemeinen akzeptierte die Teilung als gerecht oder endgültig. Die Dubliner Regierungen haben seit 1925 fortgesetzt gefordert, dass die Grenze abgeschafft und das ganze Irland unter ihre Kontrolle gebracht werden soll. Diese Forderungen hielten die Hoffnungen der nordirischen Nationalisten lebendig und wurden von ihnen unterstützt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einführung

1 Grundlagen des Nordirlandkonfliktes

1.1 Historischer Kern des Nordirland-Konfliktes im 12.–17. Jahrhundert

2 Irischer Kampf um das Selbstbestimmungsrecht

2.1 Selbstbestimmungsrecht

2.2 Nationalistische Lager

2.2.1 Irisch-katholischer Nationalismus

2.2.2 Protestantischer Nationalismus

2.3 Der Weg zur Teilung Irlands

2.3.1 Act of Union 1800

2.3.2 Home-Rule-Bewegung

2.3.3 Osteraufstand

2.3.4 Gouvernment of Ireland Act

3 Von den „Troubles“ zum „Peace Process“

3.1 Troubles

3.2 Die Entwicklung des Friedensprozesses

3.2.1 Karfreitag-Abkommen

3.2.2 Umsetzung des Abkommens

3.2.3 Aktuelle Ereignisse

3.2.4 Tendenzen

Ergebnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die historischen Ursachen des über 800-jährigen Nordirlandkonflikts und untersucht, inwieweit die Wiedervereinigung Irlands unter den aktuellen politischen Voraussetzungen noch als erstrebenswertes Ziel für eine nachhaltige Konfliktlösung betrachtet werden kann.

  • Historische Wurzeln der konfessionellen Spaltung in Nordirland
  • Die Rolle des Selbstbestimmungsrechts in der irischen Nationalbewegung
  • Der Übergang von gewaltsamen „Troubles“ hin zu einem politischen Friedensprozess
  • Einfluss und Bedeutung des Karfreitag-Abkommens von 1998
  • Aktuelle gesellschaftliche Einstellungen zur Wiedervereinigung in Nordirland und der Republik Irland

Auszug aus dem Buch

1.1 Historischer Kern des Nordirland-Konfliktes im 12.–17. Jahrhundert

Bereits seit dem 12. Jahrhundert hatte es Versuche seitens der englischen Könige gegeben, sich die Oberhoheit über Irland zu sichern, aber erst in der Regierungszeit Heinrichs VII., der 1541 formell vom irischen Parlament als Irlands König anerkannt wurde, nahmen diese Bemühungen die Züge einer systematischen Unterwerfung der ganzen Insel an (Grote 1998, 648).

Dabei ging es lediglich um feudale Herrschaft und Machtpolitik, noch nicht um Nation, Nationalismus und Unionismus. Bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts war der Einflussbereich der englischen Krone nicht größer als ein schmaler Landstreifen an der irischen Ostküste, zwischen Dundalk und Dublin, dem sog. „English Pale“ (Kandel 2005, 33). Die Politik der allmählichen Ausdehnung englischer Herrschaftsformen auf Ulster wurde abgelöst durch eine Strategie der systematischen Kolonisierung (plantation), die auf der 1609/10 durch König Jakob I. veranlassten direkten Ansiedlung loyaler Bevölkerungsschichten in den bisher aufrührerischen Gebieten beruhte.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Die Einleitung beleuchtet die historische Komplexität der nordirischen Teilung und definiert die Forschungsfrage nach der Relevanz einer irischen Wiedervereinigung.

1 Grundlagen des Nordirlandkonfliktes: Dieses Kapitel arbeitet die tiefgreifenden historischen Ursprünge des Konflikts im 12. bis 17. Jahrhundert heraus, insbesondere durch die systematische Kolonisierung Ulsters.

2 Irischer Kampf um das Selbstbestimmungsrecht: Das Kapitel analysiert die theoretische Bedeutung des Selbstbestimmungsrechts und zeichnet die Herausbildung der nationalistischen Lager sowie den Weg zur Teilung der Insel nach.

3 Von den „Troubles“ zum „Peace Process“: Hier werden die Eskalationsphase der „Troubles“ und der anschließende Weg zu einer friedlichen Konfliktlösung durch das Karfreitag-Abkommen sowie aktuelle politische Entwicklungen untersucht.

Ergebnis: Das Fazit stellt fest, dass eine friedliche Lösung nur durch den demokratischen Willensakt der Bevölkerung und eine Abkehr von gewaltsamer Sezession möglich ist.

Schlüsselwörter

Nordirland, Selbstbestimmungsrecht, Irischer Nationalismus, Unionismus, Karfreitag-Abkommen, Troubles, Friedensprozess, Teilung Irlands, Protestantismus, Katholizismus, Nordirlandkonflikt, Sinn Féin, Wiedervereinigung, Politische Integration, Machtteilung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Nordirlandkonflikt und der Frage, ob eine Wiedervereinigung mit der Republik Irland heute noch ein politisch erstrebenswertes und realisierbares Ziel darstellt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung umfasst die historischen Wurzeln des Konflikts, die Entwicklung nationaler Identitäten, das Selbstbestimmungsrecht, den politischen Friedensprozess sowie die aktuelle soziopolitische Einstellung zur Teilung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob die Einheit Irlands unter den gegebenen Voraussetzungen der Konfliktlösung noch ein erstrebenswertes Ziel ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die auf einer umfassenden Literaturrecherche basiert, um historische Kontexte und aktuelle politische Entwicklungen kritisch zu reflektieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erstreckt sich von den historischen Ursprüngen des Konflikts im 12. Jahrhundert über die Teilung Irlands 1920 bis hin zum Friedensprozess und der Umsetzung des Karfreitag-Abkommens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Nordirland, Selbstbestimmungsrecht, Nationalismus, Karfreitag-Abkommen und Friedensprozess.

Welche Rolle spielt die Sinn Féin im Friedensprozess?

Als politischer Arm der IRA erkannte Sinn Féin mit dem Karfreitag-Abkommen an, dass die Zugehörigkeit Nordirlands zum Vereinigten Königreich nur durch demokratische Mehrheitsentscheidungen beendet werden kann.

Warum ist die Wiedervereinigung ein „zweischneidiges Schwert“?

Während die Wiedervereinigung ein prinzipiell erwünschtes historisches Ziel bleibt, zeigen Umfragen, dass eine Mehrheit der Südiren Bedenken hinsichtlich der Fremdheit und der wirtschaftlichen Kosten einer Integration der nordirischen Bevölkerung hegt.

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Résumé des informations

Titre
Nordirland. Ist die Einheit Irlands (noch) ein erstrebenswertes Ziel?
Université
University of Leipzig  (Politikwissenschaft)
Cours
Das Selbstbestimmungsrecht der Völker in der Internationalen Politik
Note
2,0
Auteur
Anke Datemasch-Pankratz (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
16
N° de catalogue
V489013
ISBN (ebook)
9783346015709
ISBN (Livre)
9783346015716
Langue
allemand
mots-clé
Selbstbestimmungsrecht Nordirland Irland Internationale Politik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anke Datemasch-Pankratz (Auteur), 2007, Nordirland. Ist die Einheit Irlands (noch) ein erstrebenswertes Ziel?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/489013
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Extrait de  16  pages
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