Diese Hausarbeit untersucht, inwiefern kindliche Selbst- und Sozialkompetenzen bei Bewegungs- und Tanzanlässen gefördert und erweitert werden können. Basierend auf den zahlreichen Selbst- und Sozialkompetenzen, die bei Kindern beobachtbar sind, wird die Arbeit zunächst eine Auswahl innerhalb dieser Kompetenzen treffen und diese anschließend spezifizieren. Diese Spezifizierung wird den Rahmen der Arbeit bilden. Darauf folgt die Vorstellung eines selbst ausgearbeiteten Bewegungs- und Tanzprojektes, welches zur Beobachtung und Dokumentation der relevanten Selbst- und Sozialkompetenzen dient. Im nächsten Schritt wird sich die Arbeit mit den Bildungsgrundsätzen NRW 2016 auseinandersetzen, die den theoretischen Rahmen der Arbeit bilden. Hierbei wird gezielt Bezug zum Aspekt "Bewegung" sowie dem Bildungsbereich der "musikalisch-ästhetischen Bildung" genommen.
In einem weiteren Abschnitt wird die Hauptthematik dieser Arbeit analysiert, nämlich die Auswirkungen von Tanz- und Bewegungserfahrungen auf die Selbst- und Sozialkompetenzen bei Kindern, dies mit dem nun erweiterten Verständnis aus dieser Arbeit. Den Schluss der Arbeit bildet ein Fazit, in dem noch einmal die prägnantesten Erkenntnisse zusammengetragen werden. Hierbei wird auch die Ausgangsfrage beantwortet und es wird ein Ausblick gestellt. Die Hausarbeit stellt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, da dies den formalen Umfang sprengen würde. Es wird in erster Linie Primär- und Sekundärliteratur genutzt und für die Bearbeitung verwendungsfähige Internetquellen eingesetzt.
Dass Kinder einen hohen Bewegungsdrang haben und sich gerne zu Musik bewegen, erkennen Eltern nicht erst bei Festen und Konzerten, zu denen sie ihre Kinder mitnehmen. Schon die ganz Kleinen, kaum stehen sie auf ihren Beinchen, wippen im Windelpack zum Rhythmus von Musik und erfreuen sich daran. Lange bevor Kinder zu sprechen beginnen, kommunizieren sie über ihren Körper mit der Umwelt. Hierbei ist ein grundsätzliches Interesse des Kindes hinsichtlich eines ausgeprägten Bewegungsdrangs zu erkennen. Darüber hinaus besitzen Kleinkinder eine hohe angeborene Kreativität. Beide Fähigkeiten werden allerdings mit dem Heranwachsen und der damit einhergehenden Anpassung an gesellschaftliche Normen, spätestens mit der Einschulung, eingeschränkt. Eine optimale Möglichkeit, diese Fähigkeiten zu bewahren, sind regelmäßiger Sport, Bewegung im Alltag und vor allem auch das Tanzen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffseingrenzung
2.1 Selbstkompetenz
2.2 Sozialkompetenzen
3. Verknüpfung zwischen Bewegung im Tanz und dem Gebrauch der Sinne
4. Bewegung, Tanz und musisch-ästhetische Bildung in den Bildungsgrundsätzen NRW 2016
4.1 Bildungsbereich: Bewegung
4.2 Bildungsbereich: Musisch-ästhetische Bildung
5. Ein Tanz- und Bewegungsprojekt zur Förderung von Selbst- und Sozialkompetenzen
6. Auswirkungen von Tanz- und Bewegungserfahrungen auf Selbst- und Sozialkompetenzen bei Kindern
6.1 Handlungsempfehlungen für die Kita
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Tanz- und Bewegungserfahrungen auf die Entwicklung von Selbst- und Sozialkompetenzen bei Kindern im Vorschulalter, mit dem Ziel, praktische Handlungsempfehlungen für den pädagogischen Alltag in Kindertageseinrichtungen abzuleiten.
- Bedeutung von Bewegung für die kindliche Entwicklung
- Definition und Spezifizierung von Selbst- und Sozialkompetenzen
- Verknüpfung von Tanz, Bewegung und Sinneswahrnehmung
- Analyse der Bildungsgrundsätze NRW 2016 im Kontext motorischer Bildung
- Praktische Erprobung durch ein Tanz- und Bewegungsprojekt
- Entwicklung von Handlungsempfehlungen zur Prävention von Bewegungsmangel
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Dass Kinder einen hohen Bewegungsdrang haben und sich gerne zu Musik bewegen, erkennen Eltern nicht erst bei Festen und Konzerten, zu denen sie ihre Kinder mitnehmen. Schon die ganz Kleinen, kaum stehen sie auf ihren Beinchen, wippen im Windelpack zum Rhythmus von Musik und erfreuen sich daran. Lange bevor Kinder zu sprechen beginnen, kommunizieren sie über ihren Körper mit der Umwelt. Hierbei ist ein grundsätzliches Interesse des Kindes hinsichtlich eines ausgeprägten Bewegungsdrangs zu erkennen. Darüber hinaus besitzen Kleinkinder eine hohe angeborene Kreativität. Beide Fähigkeiten werden allerdings mit dem Heranwachsen und der damit einhergehenden Anpassung an gesellschaftliche Normen, spätestens mit der Einschulung, eingeschränkt.
Eine optimale Möglichkeit, diese Fähigkeiten zu bewahren, sind regelmäßiger Sport, Bewegung im Alltag und vor allem auch das Tanzen. Bei jungen Kindern ist Bewegung in erster Linie in das eigene Spiel und die alltägliche Lebenswelt integriert. Zahlreiche Spiele, darunter Rollenspiele und das Spielen auf dem Bauteppich sind maßgeblich von Bewegung geleitet. Bei Kindern, die bereits zur Schule gehen, erhält Bewegung im Laufe der Jahre den Charakter sportlicher Aktivität. Dennoch ist es hinsichtlich des Lernerfolgs und des gesunden Lernklimas von großer Wichtigkeit, den Kindern verschiedene Möglichkeiten zur freien Bewegung verfügbar zu halten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den natürlichen Bewegungsdrang von Kindern und dessen zunehmende Einschränkung durch gesellschaftliche Anforderungen, was die Notwendigkeit von Bewegung und Tanz im Alltag unterstreicht.
2. Begriffseingrenzung: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe Selbstkompetenz und Sozialkompetenz definiert und auf spezifische Aspekte wie Selbstvertrauen, Konzentrationsfähigkeit und Soziale Sensibilität eingegrenzt.
3. Verknüpfung zwischen Bewegung im Tanz und dem Gebrauch der Sinne: Hier wird dargelegt, wie Bewegung und Tanz als Grundlage für Sinneserfahrungen dienen, die für die kindliche Entwicklung und den Erwerb von Kompetenzen essenziell sind.
4. Bewegung, Tanz und musisch-ästhetische Bildung in den Bildungsgrundsätzen NRW 2016: Dieses Kapitel verankert die Themen Bewegung sowie musisch-ästhetische Bildung in den offiziellen Bildungsgrundsätzen und erläutert deren pädagogische Relevanz.
5. Ein Tanz- und Bewegungsprojekt zur Förderung von Selbst- und Sozialkompetenzen: Hier wird die Durchführung eines praxisorientierten Tanzprojektes in einer Kindertageseinrichtung beschrieben, inklusive der methodischen Vorgehensweise und Beobachtung der Kinder.
6. Auswirkungen von Tanz- und Bewegungserfahrungen auf Selbst- und Sozialkompetenzen bei Kindern: Dieses Kapitel wertet die Erkenntnisse aus dem Projekt aus und dokumentiert positive Effekte auf die Selbst- und Sozialkompetenzen, ergänzt durch Handlungsempfehlungen für die Kita-Praxis.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Forschungsfrage zusammen und bekräftigt die Bedeutung von Tanz und Bewegung für eine gesunde Identitätsentwicklung der Kinder.
Schlüsselwörter
Bewegungserfahrungen, Tanz, Selbstkompetenz, Sozialkompetenz, Kindertageseinrichtung, Psychomotorik, Sinneswahrnehmung, Bildungsgrundsätze NRW, frühkindliche Bildung, Selbstwirksamkeit, Körperbewusstsein, Bewegungsmangel, Konzentrationsfähigkeit, Selbsteinschätzung, Prävention.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Tanz- und Bewegungserfahrungen auf die Selbst- und Sozialkompetenzen von Kindern im Kindertagesstätten-Alter.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der motorischen Entwicklung, der Sinneswahrnehmung, der musisch-ästhetischen Bildung sowie der praktischen Umsetzung von Tanzprojekten im Kita-Alltag.
Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?
Ziel ist es zu klären, inwiefern gezielte Bewegungs- und Tanzerfahrungen dazu beitragen können, Selbst- und Sozialkompetenzen bei Kindern zu fördern und zu erweitern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Beobachtung und Dokumentation eines selbst ausgearbeiteten Tanz- und Bewegungsprojektes in einer Kindertageseinrichtung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung durch die Bildungsgrundsätze NRW, die Definition der Kompetenzen sowie die Auswertung des in der Kita durchgeführten Projektes.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind Tanzpädagogik, Selbstkompetenz, Sozialkompetenz, Psychomotorik und frühkindliche Bewegungsförderung.
Warum ist das Thema Bewegung heute für Kinder besonders relevant?
Die Arbeit hebt hervor, dass Kinder zunehmend unter Bewegungsmangel leiden, was sich negativ auf ihre physische und psychische Gesundheit sowie ihre Entwicklung auswirkt.
Welche Rolle spielt die Sinneswahrnehmung im Tanzprojekt?
Sinneserfahrungen bilden den Grundbaustein für die Aneignung der Welt und sind eng mit den Bewegungsabläufen verknüpft, was die Kompetenzentwicklung erst ermöglicht.
Welche Handlungsempfehlungen gibt die Autorin für Kindertageseinrichtungen?
Die Autorin empfiehlt, eine anregende Umgebung zu schaffen, Freiräume für Bewegung zu ermöglichen und Erzieher/innen als Vorbilder für Bewegungsfreude zu etablieren.
Wie lautet das Fazit zur Forschungsfrage?
Die Autorin beantwortet die Ausgangsfrage mit einem klaren „Ja“ und bestätigt, dass Tanz und Bewegung einen signifikanten positiven Einfluss auf die Kompetenzentwicklung von Kindern haben.
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- Alina Welke (Author), 2018, Die Auswirkungen von Tanz- und Bewegungserfahrungen bei Kindern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/489108