Dem wissenschaftlichen Arbeiten kommt im Studium eine bedeutsame Rolle zu. Vor diesem Hintergrund versucht dieses Buch, die Methodik und Grundlagen des wissenschaftlichen Schreibens aufzuzeigen.
Das Buch zielt weiterhin darauf, das nötige Wissen zum Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten zu vermitteln. Es bietet somit Hilfen bei der Vorbereitung von Abschlussarbeiten im Studium.
Das Buch ist so konzipiert, dass alle Aspekte des wissenschaftlichen Schreibens erläutert werden.
Hierzu wünsche ich, dass die Arbeit mit diesem Buch sehr hilfreich wird.
Inhaltsverzeichnis
Alltagswissen und wissenschaftliches Wissen
Zeitmanagement bei wissenschaftlichen Arbeiten
Die Themenfindung
Die Themeneingrenzung
Die Literaturrecherche
Die Literaturauswertung
Die Strukturierung wissenschaftlicher Arbeiten
Begriffsdefinition
Das Argumentieren beim wissenschaftlichen Formulieren
Das Titelblatt
Das Inhaltsverzeichnis
Abkürzungen in den wissenschaftlichen Arbeiten
Die Einleitung
Die Forschungsfrage
Die Forschungshypothese
Der rote Faden
Sprachliche Präzision
Das Zitieren
Tempusgebrauch in wissenschaftlichen Arbeiten
Der Konjunktiv
Empirische Untersuchungen
Der Fragebogen
Das Interview
Forschungsprozess
Tabellarische Darstellung
Graphische Darstellung
Die Zahlen in wissenschaftlichen Arbeiten
Literaturarbeit versus Emperiearbeit
Methodenbeschreibung
Äußere Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten
Das Literaturverzeichnis
Der Schluss
Der Anhang
Überarbeitung wissenschaftlicher Arbeiten
Schreibblockaden
Betreuung wissenschaftlicher Arbeiten
Bewertung wissenschaftlicher Arbeiten
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit vermittelt Studierenden und Lehrenden essenzielle Kompetenzen für die erfolgreiche Konzeption und Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Das Hauptziel besteht darin, den gesamten Schreibprozess von der Themenfindung bis zur finalen Überarbeitung strukturiert darzustellen und eine Hilfestellung bei der Bewältigung typischer Herausforderungen, wie Zeitmanagement oder Schreibblockaden, zu geben.
- Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens und die Abgrenzung zum Alltagswissen
- Methoden der Themenfindung, Literaturrecherche und Strukturierung
- Wissenschaftliches Argumentieren, Formulieren und Zitieren
- Praktische Unterstützung bei der empirischen Forschung und Datenauswertung
Auszug aus dem Buch
Alltagswissen und wissenschaftliches Wissen
Nachfolgend wird auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen wissenschaftlichem Wissen und Alltagswissen eingegangen. In diesem Sinne geht BARDMANN, T. M. (2015, 25)¹ davon aus, dass Alltagswissen mit dem wissenschaftlichen Wissen zusammenhängt. Alltagswissen findet seinen Ursprung in der Wissenschaft. In diesem Sinne gilt das Forschen laut BARDMANN, T. M. (2015, 25) als eine Tätigkeit, die sehr alt ist. Die Forschung strebt an, neue Erkenntnisse zu gewinnen. Allerdings hat wissenschaftliches Wissen Ansprüche, die beim Alltagwissen nicht notwendig sind.
Wissenschaftliches Wissen kennzeichnet laut KRUSE, O. (2007, 61)² durch Systematisieren, Reflektieren, Prüfen und schriftliches Festhalten. Dieses Wissen ist auch begründet im Vergleich zum Alltagswissen.
In diesem Zusammenhang führt UMBERTO, E. (1993, 40ff.) vier Kriterien für die Wissenschaftlichkeit aus:
„1. Die Untersuchung behandelt einen erkennbaren Gegenstand, der so genau umrissen ist, daß er auch Dritte erkennbar ist. […]
2. Die Untersuchung muß über diesem Gegenstand Dinge sagen, die noch nicht gesagt worden sind, muß Dinge, die schon gesagt worden sind, aus einem neuern Blickwinkel sehen. […]
3. Die Untersuchung muß für andere von Nutzen sein. […]
4. Die Untersuchung muß jene Angaben enthalten, die es ermöglichen, nachzuprüfen, ob ihre Hypothesen falsch oder richtig sind, sie muss Angaben enthalten, die es ermöglichen, die Auseinandersetzung in der Öffentlichkeit fortzusetzen.“³
Zusammenfassung der Kapitel
Alltagswissen und wissenschaftliches Wissen: Erläutert die Charakteristika und Unterschiede zwischen wissenschaftlichem Wissen und Alltagswissen sowie die Kriterien für Wissenschaftlichkeit.
Zeitmanagement bei wissenschaftlichen Arbeiten: Behandelt Strategien zur effizienten Zeitplanung, Projektmanagement und die Erstellung von Arbeitsplänen zur fristgerechten Fertigstellung.
Die Themenfindung: Beschreibt Techniken wie Brainstorming, Mind-Mapping und die Einbeziehung von Betreuern bei der Themenauswahl.
Die Themeneingrenzung: Stellt Strategien vor, um ein Forschungsthema sinnvoll durch Perspektiven, Zeitraum oder Fallbeispiele zu fokussieren.
Die Literaturrecherche: Erläutert Arten von Literatur (Primär-, Sekundär-, Tertiärquellen) und Suchstrategien in Bibliotheken und Datenbanken.
Die Literaturauswertung: Behandelt verschiedene Lesetechniken sowie die Erstellung und den Nutzen von Exzerpten.
Die Strukturierung wissenschaftlicher Arbeiten: Erklärt Funktionen der Gliederung sowie textuelle und visuelle Gliederungsarten.
Begriffsdefinition: Beschreibt die Funktionen, Ziele und Methoden zur präzisen Definition von Fachbegriffen.
Das Argumentieren beim wissenschaftlichen Formulieren: Erläutert Rhetorik, Funktionen des Argumentierens und verschiedene Argumentationsmuster.
Das Titelblatt: Gibt Hinweise zur inhaltlichen Gestaltung und zu den formalen Pflichtbestandteilen eines Deckblatts.
Das Inhaltsverzeichnis: Behandelt Funktion und Aufbau des Inhaltsverzeichnisses als zentrales Strukturelement.
Abkürzungen in den wissenschaftlichen Arbeiten: Bietet Regeln für den Umgang mit Abkürzungen und die Gestaltung von Abkürzungsverzeichnissen.
Die Einleitung: Beschreibt die Funktion der Einleitung als ersten Kontakt und die darin enthaltenen notwendigen Elemente.
Die Forschungsfrage: Erläutert die Bedeutung, Formulierung und Typisierung von Forschungsfragen.
Die Forschungshypothese: Definiert Forschungshypothesen, deren Funktionen und Anforderungen an eine wissenschaftliche Hypothese.
Der rote Faden: Beschreibt sprachliche Mittel und strukturelle Signale zur Herstellung von Kohärenz.
Sprachliche Präzision: Gibt Empfehlungen für einen objektiven Stil, Wortwahl und den Umgang mit Pronomina.
Das Zitieren: Behandelt Zitierweisen, das Einbinden von Zitaten und den Umgang mit Plagiaten.
Tempusgebrauch in wissenschaftlichen Arbeiten: Erläutert den Einsatz von Präsens, Präteritum und anderen Zeitformen sowie deren spezifische Anwendung.
Der Konjunktiv: Beschreibt die Funktion des Konjunktivs bei der Wiedergabe fremder Meinungen und dessen Vorteile.
Empirische Untersuchungen: Behandelt Grundlagen und Phasen der empirischen Forschung sowie Gütekriterien.
Der Fragebogen: Erläutert die Erstellung, Einleitung und Arten von Fragen in Fragebögen.
Das Interview: Beschreibt Interviewformen, die Vorbereitung und Regeln bei Experteninterviews.
Forschungsprozess: Visualisiert den Forschungsprozess und die Prinzipien der Forschungsorganisation.
Tabellarische Darstellung: Erläutert die Bedeutung und Gestaltung von Tabellen.
Graphische Darstellung: Behandelt die Bedeutung, den Einsatz und die Gestaltung von Schaubildern.
Die Zahlen in wissenschaftlichen Arbeiten: Bietet Regeln zur Schreibweise und Verwendung von Zahlen.
Literaturarbeit versus Emperiearbeit: Vergleicht die Anforderungen und Herangehensweisen an theoretische versus empirische Arbeiten.
Methodenbeschreibung: Beschreibt die Notwendigkeit und den Aufbau der Methodenbeschreibung in wissenschaftlichen Arbeiten.
Äußere Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten: Behandelt formale Richtlinien für das Layout und die Manuskriptgestaltung.
Das Literaturverzeichnis: Erläutert Kriterien zur Vollständigkeit und formale Gestaltungsvorgaben für Literaturlisten.
Der Schluss: Beschreibt die Aufgaben und Inhalte des Schlussteils einer Arbeit.
Der Anhang: Definiert den Zweck und die Einbettung von Zusatzmaterialien.
Überarbeitung wissenschaftlicher Arbeiten: Gibt Tipps zu Feedback-Einholung, Korrekturlesen und Fehlerebenen.
Schreibblockaden: Analysiert Ursachen und bietet Lösungsansätze für Schreibschwierigkeiten.
Betreuung wissenschaftlicher Arbeiten: Beschreibt den Betreuungsprozess, Rollenbilder und Checklisten.
Bewertung wissenschaftlicher Arbeiten: Erläutert Qualitätskriterien und Bewertungsstufen aus Sicht der Gutachter.
Schlüsselwörter
Wissenschaftliches Schreiben, Zeitmanagement, Themenfindung, Forschungsfrage, Hypothesenbildung, Literaturrecherche, Zitierweise, Gliederung, Empirische Forschung, Qualitative Methoden, Quantitative Methoden, Fragebogen, Interview, Überarbeitung, Schreibblockaden
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dient als umfassender Leitfaden zur Planung, Konzeption und Erstellung wissenschaftlicher Texte. Sie deckt alle relevanten Phasen ab, vom Finden eines Themas bis zur formalen Bewertung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen das Zeit- und Projektmanagement, Techniken zur Literaturrecherche und -auswertung, die Strukturierung von Arbeiten, sprachliche Präzision sowie die Besonderheiten empirischer Forschung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, Studierenden fundierte methodische Kompetenzen an die Hand zu geben, um wissenschaftliche Arbeiten effizient, korrekt und auf einem hohen akademischen Niveau zu verfassen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich primär um eine literaturbasierte Analyse, die systematisch existierende methodische Standards aus verschiedenen wissenschaftlichen Handbüchern und Fachliteraturquellen zusammenfasst und gegenüberstellt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil deckt detailliert die logische Abfolge des Schreibprozesses ab: Themenwahl, Zeitplanung, Strukturierung, wissenschaftliches Formulieren, Zitieren, verschiedene Forschungsmethoden (empirisch vs. Literaturarbeit) sowie formale Gestaltung und Überarbeitung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wissenschaftliches Schreiben, Literaturrecherche, Forschungsfrage, Zitierweise, Gliederung, Empirie, Überarbeitung.
Welche Rolle spielt das Zeitmanagement für den Erfolg einer Abschlussarbeit?
Ein effizientes Zeitmanagement ist entscheidend, da viele Studierende ohne Kenntnisse über Zeitplanung ihre Arbeit nicht effizient oder nicht fristgerecht beenden können. Die Arbeit betont, dass Zeitmanagement Teil des Projektmanagements ist.
Wie unterscheidet sich Alltagswissen von wissenschaftlichem Wissen?
Wissenschaftliches Wissen basiert im Gegensatz zum subjektiven Alltagswissen auf Systematisierung, Reflexion, kritischer Prüfung und einer nachvollziehbaren Begründung der Erkenntnisse.
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- Dr. Mohamed Chaabani (Author), 2019, Konzipieren und Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/489390