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Die Rolle des Vaters in der Lesesozialisation

Título: Die Rolle des Vaters in der Lesesozialisation

Trabajo Escrito , 2015 , 18 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Pedagogía - Enseñanza de la lectura
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Die Frage, die sich mir stellt, ist, warum das väterliche Vorlesen nur minimal vertreten ist. Diesbezüglich müssen Gründe ermittelt werden, weshalb sich Väter vom Vorlesen distanzieren, wenngleich sie diesem eine hohe Bedeutung zuschreiben. Genau diese Frage bewegte mich dazu, das entsprechende Thema gezielter zu untersuchen.

Eine Antwort darauf versuche ich - auch wenn Studien hierzu noch sehr limitiert sind - durch diese Seminararbeit zu finden. Es soll dabei zuerst ein grober Hintergrund über die Vorlesesituation in Deutschland geschaffen und im Anschluss erarbeitet werden, warum sich Väter diesbezüglich zurückhalten, welche Auswirkungen damit einhergehen und, wie man der Diskrepanz entgegenwirken könnte.

Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, dass der Großteil der Forschungsergebnisse, auf welche ich im Laufe der Arbeit zugreife, zum Teil noch hypothetisch sind beziehungsweise nur Orientierungsrichtungen geben. Das liegt daran, dass Kinder zum Beispiel bedingt durch Erinnerungsfehler und Eltern aufgrund von sozialer Erwünschtheit häufig verzerrte Antworten geben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Familie als wichtigste informelle Instanz im Rahmen der Lesesozialisation

3. Einleitendes zum Vorlesen

3.1 Die Bedeutung des Vorlesens

3.2 Die Einstellung der Eltern zum Vorlesen

3.3 Faktoren, die die Vorlesehäufigkeit bestimmen

3.4 Vergleich der mütterlichen und väterlichen Vorleseart

4. Die Rolle des Vaters in der Familie

5. Väterliches Vorlesen

5.1 Die Bedeutung und Auswirkungen des väterlichen (Nicht-) Vorlesens

5.2 Warum Väter nicht vorlesen

5.3 (Väter) Zum Vorlesen motivieren

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Vaters innerhalb der familiären Lesesozialisation. Ziel ist es, die Gründe für das geringe Vorleseengagement von Vätern zu analysieren, die Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung aufzuzeigen und Lösungsansätze zu formulieren, um Väter als aktive Lesevorbilder zu gewinnen.

  • Bedeutung der Familie für die frühe Lesesozialisation
  • Einfluss des väterlichen Vorlesestils auf die Sprachentwicklung
  • Ursachen für die Distanzierung von Vätern gegenüber dem Vorlesen
  • Strategien zur Motivationssteigerung und Rollenveränderung

Auszug aus dem Buch

3.4 Vergleich der mütterlichen und väterlichen Vorleseart

Die Vorlesesituationen zwischen Mutter und Kind oder Vater und Kind weisen jeweils individuelle Merkmale auf. Demzufolge unterscheidet sich neben dem Aspekt, dass Mütter ihren Kindern eher vorlesen als Väter, außerdem die Häufigkeit mit der sie es tun. So lesen zwei Drittel der Mütter mehrmals in der Woche oder täglich vor, während dies nur auf knapp die Hälfte der Väter zutrifft. Im Hinblick auf die Gestaltung der Vorlesesituation lassen sich weitere wesentliche Unterschiede benennen. Hier fällt zum einen auf, dass Väter gegenüber Müttern häufiger Nachfragen bezüglich des Textverständnisses stellen, die detaillierte Antworten erfordern. Mütter dagegen stellen eher Fragen, die nur zu Ja- oder Nein-Antworten auffordern und loben häufiger. Andererseits zeichnet sich der Sprachgebrauch von Vätern durch einen anspruchsvolleren Wortschatz aus. Sie benutzen beispielsweise Wörter, die dem Kind völlig unbekannt sind, während weibliche Elternteile dies vermeiden. Sie lassen mehr Pausen (zu) und vereinfachen ihren Wortschatz, um sich dem Sprachgebrauch des Kindes anzupassen.

Ferner zeichnet sich der Vorlesestil des männlichen Elternteils aus durch: Zielorientiertheit, häufigen Gebrauch von verstellter Stimme als Markierung verschiedener Textabschnitte (z.B. wörtlicher Rede) und das Einnehmen der Rolle einer Lehrperson. Jene ist gekennzeichnet durch eigenes Umblättern oder verbale Aufforderungen, die das Weiterlesen betreffen, sodass keine längeren Pausen entstehen. Beide Stile bringen Vor- und Nachteile mit sich. So fühlen sich Kinder in Vorlesesituationen mit ihren Vätern häufiger überfordert, weil sie durch fremde Wörter und detaillierte Nachfragen irritiert und stark gefordert werden. Dies kann dazu führen, dass eine solche Situation in Zukunft vom Kind vermieden wird. Im Gegensatz dazu kann der Stil des Vaters das Kind durch die frühe Konfrontation mit fremden Begriffen mit der sprachlichen Komplexität vertraut machen. Infolgedessen wird die Begegnung mit fremden Texten in der Schule als weniger anstrengend und bereits bekannt empfunden. Ebenso kann die Mutter sowohl positive als auch negative Wirkungen beim Vorlesen erzielen. Sie gibt dem Kind durch ihr Lob und ihren einfachen Sprachgebrauch Sicherheit und stärkt sein Selbstvertrauen. Dahingegen besteht die Gefahr, dass sich das Kind an diese Einfachheit gewöhnt und umso mehr überfordert ist, wenn es in der Schule plötzlich mit fremden Begriffen und komplexeren Sätzen konfrontiert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die bisher vernachlässigte Rolle des Vaters in der Lesesozialisation und formuliert das Ziel, die Ursachen für das väterliche Zögern beim Vorlesen zu untersuchen.

2. Familie als wichtigste informelle Instanz im Rahmen der Lesesozialisation: Das Kapitel definiert die Familie als zentralen Lernort für den ersten Kontakt mit Literatur und die Ausbildung der Sprachkompetenz.

3. Einleitendes zum Vorlesen: Hier werden die allgemeine Bedeutung des Vorlesens sowie die verschiedenen Faktoren und Einstellungen beleuchtet, die die Vorlesepraxis in Familien beeinflussen.

4. Die Rolle des Vaters in der Familie: Es wird der gesellschaftliche Wandel der Vaterrolle beschrieben und aufgezeigt, wie sich dieser auf die Erziehung und das Vorlesen auswirkt.

5. Väterliches Vorlesen: Das Kapitel analysiert spezifisch die Bedeutung des väterlichen Vorlesens, die Gründe für die Zurückhaltung der Väter sowie Möglichkeiten, sie zum Vorlesen zu motivieren.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Väter als Lesevorbilder durch ein besseres Verständnis ihrer Vorlesestile zu stärken.

Schlüsselwörter

Lesesozialisation, väterliches Vorlesen, Vorlesestil, Sprachentwicklung, Vaterrolle, Familienalltag, Lesekompetenz, Erziehung, Bildungsabschluss, Literaturvermittlung, Sprachförderung, Lesevorbild, Vorlesehäufigkeit, Bindungsbeziehung, digitale Medien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des Vaters in der Lesesozialisation von Kindern und untersucht, warum Väter trotz hoher Wertschätzung des Vorlesens oft selten oder gar nicht vorlesen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die frühkindliche Leseförderung, die Unterschiede in den Vorlesestilen von Müttern und Vätern, der Einfluss der Vaterrolle auf Jungen sowie die Barrieren, die Väter vom Vorlesen abhalten.

Welche Forschungsfrage steht im Zentrum?

Die primäre Forschungsfrage lautet, warum sich Väter vom Vorlesen distanzieren, obwohl sie diesem eine hohe Bedeutung beimessen, und wie man der Diskrepanz zwischen Einstellung und Handeln entgegenwirken kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und wertet diverse Vorlesestudien aus, um die Verhaltensmuster und sozialen Einflüsse auf das elterliche Vorleseverhalten zu eruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zur Lesesozialisation, eine Differenzierung der Geschlechterrollen sowie eine spezifische Analyse des väterlichen Vorlesens inklusive Motiven und Lösungsansätzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Lesesozialisation, Väterliches Vorlesen, Vorlesestil, Vaterrolle, Lesevorbild und Sprachförderung geprägt.

Welchen Einfluss hat das väterliche Vorlesen konkret auf Jungen?

Studien deuten darauf hin, dass sich Jungen besonders stark am Leseverhalten ihrer Väter orientieren. Ein aktives väterliches Lesevorbild kann daher das Interesse der Jungen am Lesen signifikant steigern.

Warum bevorzugen viele Väter laut Studie andere Aktivitäten gegenüber dem Vorlesen?

Vielen Vätern mangelt es nach eigener Aussage an Geduld für das Vorlesen. Zudem wird Vorlesen oft als ermüdende Tätigkeit wahrgenommen, während sie sportliche oder aktive Beschäftigungen mit dem Kind bevorzugen.

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Detalles

Título
Die Rolle des Vaters in der Lesesozialisation
Universidad
University of Wuppertal
Calificación
1,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
18
No. de catálogo
V489399
ISBN (Ebook)
9783668976931
ISBN (Libro)
9783668976948
Idioma
Alemán
Etiqueta
Leseförderung Lesesozialisation Vorlesen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2015, Die Rolle des Vaters in der Lesesozialisation, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/489399
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